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                    <text>[front cover]
[sticker on the front cover]
Freie Turnerschaft München
Jugenddabteilung IV
Protokollbuch
1/0768

Dipl.-Ing. G. Reisig

[front inside cover]
[stamp in bottom left of page] Max Bullinger München
[page 1]
[3 words illegible] 25
[2 words illegible] Markt 8
Berlin – Zehlendorf, Treibjagdweg 22
[bottom of page] Dipl.-Ing. G. Reisig
[page 2]
[blank page]
[page 3]
1

Tagebuch.

Aufenthalt in USA von 21. November 1945
Bis

Gerhard Reisig.
-----------------------------

21. November 45: Sturz u. Bieber sind lieb u. lassen sich schon gegen

�1900 ins Bettchen bringen, sodaß sie während meines Wegganges fest
schlafen. Gerlinde haben wir gesagt, das Vati ganz früh zeitig wegfahren
wird. Sie stellt mir in ihrem Bettchen nach den interessiert Fragen:
„In welchem Bettchen schläfft du heute nacht?“ Ich sage, daß ich mich wahrscheinlich im Wohnzimmer auf die Couch legen wurde, um sie nachts beim
Aufstehen nicht zu stören. Das akkzeptiert sie. „Aber welchen Decken deckst
du dich zu?“ – Ich wurde schon eine finden! – „Nimmt doch die schwarze
[page 4]
2

1945

vom Fenster hier!“ – Die hat doch Mutti hingehängt, damit es nicht so
hereinzieht! – heil.: „Ach nein, die hat doch Mutti hingehängt, damit es
dunkel hier dimmen wird, aber jetzt ist es doch schon ganz dunkel draußen!
Du kannst dich ruhig damit zu decken!” Ich beruhige sie damit, daß ich
meine Reisedecken nehmen werde. - …itels [?] Tränen sprechen genug für sich!
Kurz vor 2000 kommen 2 trucks. Das Aufladen geht schnell, eben=
so das Einsteigen. Gi reicht mir die Hand noch durch die Spalte zwischen
Wegenwand u. Plane. Das Letzte ist ihr Hand Kuß beim Auflahen! –
Bei seinem Schneetreiben geht’s rasch nach München. Etwa 2130 halt
am Flughafengebäude Oberwiesenfeld (?) (jetzt, „America hotel“) für sich
zur heimfahrt sammelnde amerikanische Soldaten [GI’s]). Verladen ein
„Verlaufenzug“ München-Paris, in einem älteren deutchen D-ZugWagen 3. Klasse, aber wenigstens mit Fensterscheiben an den Außer=
fenster. Es ist reichlich Platz, je Abteil nicht mehr als 4 Mann. Gepäck
wird in einem Abteil ohne Fenster verstaut, bis auf meine Kisse,
die vor der Eingangstür stehen bleiben muß! Es wird Bohnenkaffee
mit Strietzel gericht. Außer Capt. Schardt fährt Scd. Lt. Spence [?] mit.
22. November.- Abfahrt von München 230. Ich wache etwa 800 kurz
finden Ulm auf, als das Zug wieder in das Bahnhof zurückgeschoben
wird, da um Strecke durch einen heißgelaufen Wagen im Vor=

�[page 5]
1945

3

gängerzug gesperrt ist. Das Personenbahnhof bietet das gleiche trostlose
Bild wie in Landshut. Im Morgendunst ist die Turm des Münchens zu
erkennen. Er scheint gottseidank heil geblieben zu fein! – 1230 an
Karlsruhe nachdem wir im Stuttgart herumgefahren sind und in
Kornwestheim Aufenthalt hatten (Dort nach Osten fahrender Polen=
zug, offenbar aus Frankreich kommennd). In Karlsruhe im Bahnhofs=
hotel (unmittelbar gegenüber dem Bahnhof) vorzügliches, nach untern
Begriffen üppiges Mittagessen; als Hauptgang Truthahn da Thanksgiving
-day! Der Bahnhofsvorplatz bitetet das übliche deutsche Städtebild.:
es liegen noch die Trümmer herum (keine allzu schweren beschä=
digungen), als wäre eben ein Angriff vorbei. Die französiche Besatzung
ist kaum zu spüren, es scheint alles von der Amerikanere beherscht
(z.b. die Bahnsteigsperren). 1430 ab Karlsruhe. An der Strecke zwischen
Karlsruhe u. Kehl fallen besonders die – irrsinniger Weise – fast aus=
nahmslos zerstörten Brücken auf! Es kommen mehrere sehr hohe
Viadukte, die vorläufig noch pioniermäßig geflickt sind; es wird
aber wenigstens schon daran gebaut! In der Abenddämmerung: Kehl,
anschließend über Rhein: wir sind aus Deutschland heraus! Haben der
offenbar intakt gebliebener Eisenbahnbrücken liegt die gesprengte Stra=
ßenbrücke im Wasser; mir scheint’s, als ein Symbol dafür, daß Europa
[page 6]
4

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doch nun nach eine verstaubte Rumpelkammer sein sollte! In der
Stadt, die wohl friedensmäßig beleuchtet war, überall Fahnen vielleicht wegen das Thanksgiving-day? Das Münster wurde plötzlich von
grellem Scheinwerferlicht bis an die oberste Spitzen angestrahlt: wie
für uns zum Abschied vom letzten Symbol deutschen Kulturbodens!

�Oben am Knauf des Turnes weste die Trikolore!! – Ca. 2000 Saarburg:
Abendbrot in amerikanischer, feldmäßiger Verpflegungsstation
(neun Baracken) mit Massenabfertigung, gut organisiert. Zum ersten
Male benutzen wir die Aluminium-„tables“ mit den zahlreichen
„Fächern“. Es gibt nochmals Trüthahn! Bald danach Weiterfahrt nun
mit typisch französischem „Husschepuff“ [?].
23. November – 600 an Paris Ostbahnhof. Unter diesen Umständen sollte
ich diesen also wiedersehen! Etwa 800 wieder wir in den amerikanischen
Speisesaal geführt (im Bahnhof selbst). Man empfängt das Essen aus
der Blechtafel am Büffet selbst, im übrigen bedienen zahlreicher meist
junge Französinnen. Sie können offenbau doch eine ganze Menge
Brocken deutsch; sie sind sehr neugierig u. fragen z.B., ob wir denn
nicht „Prussiens“ seien? Es ist uns aber verboten uns zu erkennen
zu geben. Nach dem Frühstück warten wir nach lange im Wagen
aus dem Bahnsteig. Es macht einen merkwürdigen Eindruck, wieder
[page 7]
1945

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einmal völlig intakte, sauber Züge mit erstaunlich modernen
D-Zugwagen zu fahren! Ein Schaffner hängt sogar Platzkarten auf!!
Man rangiert uns stundenweise auf allen möglichen Rangier=
bahnhöfen herum, sodaß wir zum Mittagessen nicht „an Land“ kön=
nen; wir müssen mit C-rations vorlieb nehmen. Am Nachmittag
rollen wir nach dem Güterbahnhof Stiber [?]. Lt. Spence [?] hat sich verdrückt,
Capt. Schardt läßt uns schließlich allein, um Abendbrot zu organi=
sieren. Schließlich halt es uns zwischen 1700 u. 1800 u. wir gehen über
die Gleise zu einem geschlossenen Ringbahnhof („La Ceinture“), vor dort
auf die Straße. In einem Omnibus werden wir wieder zum Ostbahn=
hof gefahren, Mahlzeit wieder im amer. Speisesaal. Ruf der Ruckfahrt
beschwatzen wir den Fahrer zu einem Umweg und fahren durch die

�wohl nahezu friedensmäßig beleuchteten Straßen des Zentrums von
Paris: Rue de la Fayette, Bvd. Des Italiens, Bvd. Haussmann, Opera,
Café de la Paix, Gare de Lasare.
24. November – 230 Abfahrt von Gare Bandelin?, an einen Güter=
zug gehängt. Es wird empfindlich kühl, da der wagen seit der An=
kunft in Paris nicht mehr geheizt wird. Unterwegs langer halt
auf einer kleinen Station, um die eleganten Triebwagen nach
Le Havre durchzulassen; nebliges Wetter. 1200 Ankunft in Le Havre,
[page 8]
6

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bei schönem Sonnenschein! Mittagbrot wieder in Form der Cration. Ca 1600 erscheinen 2 trucks, dabei Capt. Wooder, unser
zureiter begleiter; Lt. Spence verläßt uns endgültig u. verspricht,
unsere gute Ankunft in Le Havre nach Landshut zu kabeln.
Mit den LKW’s geht’s durch die Stadt, die am Bahnhof kaum beschäftigt
ist, nach dem Hafenviertel, wo fast kein Stein mehr auf dem
anderen steht. Zahlreiche deutche Kriegsgefangene räumen auf.
Unmittelbar am Strand stark betonierte deutsche Geschütztürme u.
Mannschaftsbunker („Ziethee“ [?], „Seydlitz“, „Ludendorff“ usw.), sie wer=
den auch abgerissen. dann steil hieraus zur Citadelle, jetzt amerikan.
„Camp Home Run”. Unterbringung in offizierskasematte, in die
wir eingesperrt werden. Sie besteht aus einem sauber getünchten
Tonnengewölbe; sie liegt in bzw. unter der Umwallung. Betten
sind ganz leidlich, mit Matratzen. Wärme gibt ein Kanonenofen
in der Messe, von einem deutschen Kriegsgefangenen bedient.
Unser Gepäck kommt sämtlich mit in dem Raum, es ist aber reich=
lich Platz. Abendbrot in Wellblechbaracke mit sehr praktischen Tischen
mit angebauten Bänken; am „Büffet“ ein ostasientischer (od. ostindischer)
Koch und zahlreiche, schnellergänhige [?] Französinnen, die nach der

�Essensausgabe im gleicher Raum essen. Sie schleppen beachtliche Menge
[page 9]
1945

7

Getränke u. Speisen (Puddings usw.) nach Hause da dies doch sonst von den Amis
nirgends zugelassen wird, scheint es ein „Faire amour“- Geschäft
mit den Ami-Mannschaften zu fein; das ganze wake-up der Mädchen
u. der kurz hafte Ton mit den Amis lassen darauf schließen. Wir selbst
warden von den Mädchen freigebig „gefüttert“, sie bringen auch sofort
wieder ihre deutschen Brocken an.
25. November – Gepäckrevision durch unsere Begleitoffiz., sehr großzü=
gig. Beschilderung des Gepäcks u. Papierkrieg dazu. Anschließend
„Ausgang“ auf der Umwallung. Schöner Blick auf die Seinebucht
u. die südliche Steilküste. War der Hafeneinfahrt ein halbgesunkener
Dampfer. Imponierend an der Citadelle sind eigentlich nur die
Beiden mächtigen Torbögen mit dem dazwischenliegenden Wall=
graben. Am Abend endlich wieder eine anständige Reinigung, so=
weit das mit dem stark gechlorten Wasser möglich ist: warmes
Brausebad! Die sonstige Waschgelegenheit ist sehr witzig: als Wasch=
Becken dienen amerikanische Stahlhelme. Am Abend besucht uns
ein kriegsgefangener deutscher Pfarre, der aus dem Hunsrück stammt
u. der Deutschland nachrichten für feine Kameraden sammelt.
26. November die Kameraden beklagen sich besser, daß sie von zu
Hause keine Post durch die Amis bekommen; sonst seien Behandlung
[page 10]
8

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u. Verpflegung sehr gut.
26. November – Empfang amerikanischer Marketenderware. Besonders
billig erscheinen uns die Rauchwaren – Impfung gegen „typhoid“
(Flecktyphus?) u. Pocken. – 1300 Abholung des Großgepäcks.

�27. November – 1100 Mittagessen. – 1315 Verladung auf große LKW’s
(Sattelschlepper), wir bekommen einen für uns. Alle Offiziere außen
2 Obersten die im großen „Feld“-PKW voran fahren werden ebenso
Befördert! 4 [1 word illegible]-Mädchen (bis zu Majorsrang!) verabschieden sich
von ihren Offizierskameraden ungeniert mit Mund-auf-MundKüssen ante coram publico! 1345 Ausfahrt aus Camp „Home Run“
durch das völlig zerstörte Wohnviertel Le Havres zu den Landeplätzen
zwischen noch stehenden Bunkernsten ist eine riesige Kiesfläche
aufgeschüttet, wo bereits alles von „GI“sx) [1 word illegible], die auf die Ein=
schiffung wachen. Im nächsten Hafenbecken liegt ein großen, zwei=
scharsteiniger Truppentransporter modernen Bauart schätzungsweise
25…30 000 to, mit dem wir leider nicht fahren werden. Vor uns
fahren wir auf das Heck des Schiffes „Le Jeune“ (ehem. amerikan.
General), das uns wesentlich kleiner erscheint. Später stellte sich
heraus, daß das Schiff doch etwa 17 000 to hat. Es dämmerte bereits,
als wir an Bord gingen. Dort ein fürchterliches Gewimmel, wann
[footnote at bottom of page] „GI“ = „government issue“ so. „general issue“.
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doch etwa 4700 passagiere an Bord! Unterbringung in einer Kabine
im „main-deck“ an Backbord, die Bullaugen sind alle „verna
gelt, nur künstliches Richt u. künstliche Belüftung! Die Raum ist
nahezu völlig ausgefüllt mit Betten: 33 Stühle in 3 Etagen! Wir
haben noch 10 GI’s dazubekommen für die augeblich sonst kein
Platz wäre! Inden Nachbarkabinen (nach achtern zu) liegen Leut=
nante u. Oberleutnante, Rote Kreuz-Führer, Fähnriche. Wir essen
ein Deck tiefer in der eigentlichen „crew-mess-hall“, die jetzt
für die jüngeren Offiziere bestimmt ist. Polonaise am Büffet wie
üblich. Bemerkenswert ist, daß man das Geschirr auch selbst

9

�abzulegen hat; die Platte wird an einer Abfalltone entleert, [1 word illegible]
der halbe (u. auch ganze!) Mahlzeiten verschwinden, anschließend
muß man sie in Seifenwasser abpinseln. Die eigentliche Reini=
gung erfolgt in Abwaschmachinen. Es ist schon jetzt ziemlich
schwül in der Messe; erfrischend ist das gekühlte Süßwasser aus
der Wasserspendern. – Die Befehlserteilung erfolgt über Lautspre=
cheranlage, Befehle warden durch mehr oder weniger phantasievolles,
schilles pfeifen angekündigt. Zum Zapfenstreich u. zum Wecken
wird mit Begeisterung trompetet. Die Betten sind gut, anständige
Matratzen. 2200 licht aus!
[page 12]
10

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28. November – 815 legt das Schiff, fast unmerklich, ab. So
nüchtern ist also die Abschied von Europa! Es ist auch noch dämmrig.
Nachmittags an Steuerbord am Horizont Hügel der englischen Küste.
Der Schiffsverkehr ist ziemlich rege. „Abandon-ship“-Übung. Man
wird an die Stelle geführt, wo das vorbestimmte Rettungsfloß
hängt (unseres am „Promenadendeck“ backbord). Bei jedem Ver=
lassen der Kabine müssen wir jetzt Schwimmgürtel tragen.
29. November – das Schiff schaukelt schon beinahe unangenehm;
seitliche Bewegung ca±4°. Bei mehrenen Leuten Magenverstim=
mungen, auch ich fühle mich elend u. schlafe fast den ganzen
Tag. Immerhin halte ich mich damit soweit zusammen, das ich
keine von den drei Mahlzeiten zu versäumen brauche. Übel
wirkt sich bei diesem zustande aus, daß die Schiffskoch so entsetzlich
süß und weichlich ist. Auch als der erste Aufenthalt auf dem Prome=
nadendeck gestattet ist, wird er in diesem Zustand nicht zur Erholung.
Nach Tisch wieder „Abandon-ship“-Übung. Himmel düster.
30. November. – Schiffslage ruhiger, Sonnenschein. Ich fühle mich

�erheblich wohler, habe aber noch großes Schlafbedürfnis. Die Laune
wird einem an Deck, besonders vormittags, durch den Lautspre=
cheranlage verdorben; Geisttötende Chorelmelodien bei der Morgenen=
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1945
dacht u. irrsinniges Schlagergequietsche danach, eine äußerst
unangenehm Nervenbelastung! Nachmittags wird vom „Liberty“Schiff, das von Antwerpen kommt u. das wir überholt haben,
ein kranken GI (mit Blinddarmentzündung) übernommen. Das
Schiffsmanöver mit dem Boot, das den Kranken vom anderen
Schiff holte, war nicht sehr vertrauenerweckend für die amerikanische
Marine! Die hätten doch den armen Kerl, in der Luft baumelnd
lassen bald noch an der Bordwand umgebracht! Die Operation selbst
soll gut verlausen sein. – Position 42-02 nördl. Breite 20-31 westl. Länge.
1. Dezember. – Sonnenschein! Die Dünung wird im Laufe des
Tages immer länger, mas sich auf die Schiffslage u. auf unsere
Zustand ungünstig aus wirkt, sehr ermüdend. Nachmittags werden
backbord zwei sehr gebirgige, bewaldete Azoreninseln sichtbar,
an denen wir mit 5…10 km Abstand vorüber fahren. Position:
40-47 nördl. Breite, 29-31 westl. Länge, also bereits in der Breite
Newyorks (u. Neapols!). Noch 2079 Meilen (≈3350 km) bis Newyork
zu fahren. Die Luft ist fast unangenehm weich! Am Abend kaum
erträgliche Wärme in der Kabine trotz Dauerbelüftung.
4. Dezember. – In der vergangenen Nacht schweres Rollen, sodaß
im Deck unter uns die Brocken schwer u. mit Getöse durcheinander
[page 14]
12

1945

flogen, u. wir selbst in den Betten unangenehm hin u. her
rollten. – Vormittags wieder „typhoid“-Impflung, ziemlich

11

�schwere Dosis offenbar, denn uns aller wird für mindestens 1 Tag
der rechte Arm lahmgelegt, Dobrick u. Heller bekommen erheblich
Fieber. – Vormittags am Horizont steuerbord Dampfer aus gegen=
kurs. Die See wird zusehends ruhiger.
5. Dezember. – Erheblich abgekühlt, trübe; wohl bereits Einfluß
der kontinentalen Wetterbedingungen! Es fliegen die ersten
Möwen wieder hinter dem Schiff! – Nach Tisch „Schwanzparade“
durch urkomischen, kleinen Arzt im Oberfeldarztrang. Wir stehen
nackehei in Decken gehüllt in der Kabine. Der Arzt spricht kaum
Deutsch, Rudolph versteht kaum Englisch, u. als er nicht weiß was
Der Arzt von ihm will, ruft der Arzt nur: „Schwanz”!, vorauf
eindeutige Verständigung erzielt vor. – Für Abend wird Sicht aus
Newyork angekündigt, es ist aber dann schlechtes Wetter. – Die Offi=
ziere werden spürbar gesprächiger, obwohl am ersten Tage durch
Lautsprecher angesagt worden war, daß wir deutsche Wissenschaft=
ler im Auftrage des War department seien u. niemand mit
uns sprechen dürfe. Bereits am ersten Abend sprach ich aber mit
einem jünger, sympAthischer Oberleutnant, der mich vor der
[page 15]
1945
Landkarte der USA ansprech. Er war Petroleumingenieur u.
lebte in Arizona. Er fand es vollkommen natürlich u. beurteilte
es absolut objektiv, daß wir in USA arbeiten werden; von Haß kei=
nerlei Spur! Heute sprach mich an Deck ein junger Captain von
südländischem Aussehen an (er war griechischer Abstammung, wie
sich herausstellte), der nach 3(!) fahren endlich nach Amerika zu=
rückkehren. Nach 8 Tagen werde er entlassen. Er habe an 2 „uni=
versities“ Maschinenbau studiert, will aber nun anscheinend eine
Tracktorenstation betreiben. Er meinte, es würde uns bereits

13

�noch kurzer Zeit in USA sehr gut gefallen („you’ll like it!“),
wir würden eine gute Zukunft haben u. sehr bald unsere Fa=
milien nach drüben holen können. Als Ingenieure würden wir
ein gutes Einkommen haben. Von daß od. auch nur Voreingenom=
menheit also keine Spur, im Gegenteil, man fühlte eine
eindeutige Hochachtung vor der deutschen Wissenschaft im Allge=
meiner u. vor der deutschen Technik im Besonderen! Das ist
also die Anschauung des natürlich empfindenden u. geradlienig
denkende US-Amerikaners! Eigentlich haben die Leute doch ein
gesundes, unbeeinflußtes, also selbständiges u. nicht ver=
krampftes Urteil! Ein Rotes Kreuz-Führer ließ sich seine „eroberte“,
[page 16]
14

1945

hochfeudal ausgerüstete Leica III („Luftwaffeneigentum“!)
erklären. Er war die Freundlichkeit selber. Also auch bei einem
Nichttechniker spürte man die rein sachliche Einstellung zu
uns, die auf einer, vielleicht sogar unbewußsten, Schätzung
unserer Leistungen beruht.
6. Dezember. – Heute ist Ankunftstag! Frühzeitig sind alle auf
den Beinen, besonders die Amis in unserer Kabine tun bereits
lange vor dem Wecker so, als wären sie allein im Raume!
Sie sind uns überhaupt in den letzten Tagen urheblich aus
die Nerven gefallen; das Zusammenwohnen war eine recht
unfreundliche Beigabe für die Überfahrt! Sie hackten mit immer
mehr GI’s zusammen, sodaß man kaum noch treten konnte,
qualmten ununterbrochen fast sogar die ganze Nacht hindurch
u. waren im ganzen doch richt unappetitlich unsauber; abgesehen vom ewigen Krakeelen. – Etwa 900 werden wir mit
Kriminalpolizei – nachdem das Schiff etwa 840 am Pier

�fastgemacht hatte,- in unsere Kabine gesperrt. Von der Einfahrt
in der Hafen war wegen das schlechten Wetters soweite nichts
zu sehen – von Freiheitsstatue keine Spur – nur durch das
Bullauge des „transport office“ konnte ich ein wenig von
[page 17]
1945
der Hudsonufer (endlos farikbesäumt!) u. den Piers sehen.
Reporter, auch weibliche, strömen an Bord. An uns läßt sie die
Kripo nicht heran; sie fragen die GI’s nach uns aus, aber offen=
bar, ohne etwas Bedeutsames zu erfahren. – Etwa 1315 ausgezeich=
nete „sandwiches“ (sprich: belegte Boote!) u. – welche Labsal – einen
Streifen saure Gurke (!) erhalten. Kurz darauf, etwa 1340, von
Bord, durch einem Kordon von Kriminalpolizei, über einen
überdeckten Laufsteg, in eine Ladehalle. Die Überfahrt hat
also 8 Tage u. 1½ Stunde gedauert, einschließlich des Aufenth=
halts auf See zur Übernahme des Kranken. Im Grunde haben
wir die Überfahrt doch mit einem deutschen Schiff gemacht: die
„Le Jeune“ ist nämlich die „Windhuk” der „Deutschen AfrikaLinie“, sie ist von den Amis im Kriege in einem südameri=
kanischen Hafen geschnappt worden („purchased“ nennen das die
Amis!), nachdem vorher angeblich zum Traß [?] des „Graf Spee“
u. zur U-Boots-Untersützung im Südatlantik gehört hatte! –
In der Ladehalle würden wir sogleich in einen bereitstehenden
Omnibus geführt. Dorte reichten mittelältliche sehr liebenswürdige
Rotes Kreuz-ladies Kaffee, Milch u. bergeweise Schnitzel. Bald ging’s las,
unsere Eskorte war wieder beachtlich: außer Major Wooden nach ein
[page 18]
16

1945

überaus freundlicher, ältlicher transportation-major (Der

15

�später auf die Central-station werklich stolz war!) u. wenigstens
3 Kripo-Beamte! Wir führen erste durch „Allerwelts“-Hafenstraße
sehr bald aber aus einem „highway“ entlang den Piers am Hudsen
von da relative freier Blick auf die Stadt u. auf Wolkenkratzer,
deren Oberheile in den Wolken staken. Schon aus den sichtbaren
Teilen der Wolkenkratzer war zu erkommen daß ihre Architektur
im allgemeinen doch durchaus architektonisch u. ästhetisch befrie
digend ist, besonders, wann man die anderen amerikanischen
Bau-„Leistungen“ damit vergleicht! Von highway ging’s auf
die 42th Ave., offenbar eine der bedeutenderen Geschäftsstraßen.
Auffällig war die Straßenbahn mit Strom-(Mittel-)schiene u. die
üppigen Schaufenster-Auslagen. Von den Fronten der Wolken=
kratzer konnten wir von den Autobussitzen aus ja nicht viel
sehen, es ging eben nur unerhört in die Höhe! Bemerkenswert
war ferner die irrlichternde Lichtreklame auch am hellen Tage;
besonders auffällig an einer Stelle, wo etwa 5…6 große Kinos
unmittelbar nebeneinander legen. In die New York Centralstation fuhren wir von hinten hinein. Neger fungieren als
„gelehrt“ aussehende Gepäckträger; wir müssen unsere Sachen aber
[page 19]
1945
selbst schleppen, da wir ja noch kein amerikanisches Geld haben!
Die Empfangshalle der „Central-station“ wirkt tatsächlich impo=
nierend: ein einsiges Tonnengebwölbe, matt hell-olivengrün
gefärbt mit allegorischen goldenen Sternenbildern. Dagegen
wirken selbst die Empfangshallen des Leipziger Hauptbahnhofes
wie eine halbe Portion, zumindest im Ansehen ärmlich. Es ist
hier alles blitzsauber, die Bahnsteige liegen alle unterirdisch,
gänzlich abgeschlossen; der Bahnbetrieb ist voll elektrisch. Wir steigen

17

�in den letzten (Sonder-)Wagen des Zuges nach Boston. Gepolsterte
Einheitsklasse; wir haben reichlicht Platz, noch üppigen ist die
Beleuchtung. 1500 Abfahrt. Lange Zeit verläuft die Strecke unterir=
disch. Wir seigen im den Vorstädten ans Tageblicht. Die sind erschüt=
teru häßlich! Jude Opur von städtabaulicher oder architektonischästhetischer Gestaltung des Einzelhauses fehlt! Es ist des trostlos
u. niederschmetternd! Dazu noch der Deck in den hinterhöfen,
als wir durch ein Negerviertel haben! Es gibt nur einen kümmer=
lichen Vergleich: die häßlichsten sächlischen Industriestädte ins
„Millionenstädtische“ übersetzt! Zum Grauen, wenn man’s nicht
gewohnt ist! Die Stadt löst sich allmählich auf, es kommen „Villen“-Vor=
orte. Die „Villen“ sind für unsern Begriffe recht primitive, zum grö=
[page 20]
18

1945

ßten Teil „bessern“ Lauben, architektonisch meist wertlos. Nur
die Lage ist oft sehr hübsch, wie in einer Parklandschaft. Die Grund=
stücke haben meist keine Zäune. Ausfallend sind die Betonstraßen
u. die Verkehrssignale auch im kleinen Ortschaften bzw. Ansiedlungen
die Landschaft ist leicht gewallt, meist parkartig, ab u. zu Laubwälder
mit intensiv goldgelben Färbung. Viel Wasserflächen, rechts im einiger
Entfernung die Küste. In den Ortschaften u. öfters auch außerhalb
zahleniche Fabriken, meist modern gebaut, sauber gefallen u.
immer meist überreichlich beleuchtet. Von den Werken, besonders
auffällig vor den kleineren, parkende Wagen mit moistens sehr mo=
dernen Linien. – In den freien Flächen u. an der BahnkörperBöschung tritt oft der nacken Fels zutage. Der Fels-wohl glacial
abgeschliffen liegt wie große Schildkrötenpanzer in der Wiesen.
Bald wird’s dunkel. Größere Sation: Providence, mit scheinwer
ferangestrahlten „Capital“. Ca 2000 Ankunft in Boston, bei

�sollem Regen. Unser zug war von zwei dieselelektrischen
Loks gefahren. MP (Military police) geleitet uns bei gesperrten
Bahnsteigzugängen zur Gepäckanfuhrt, wo wir in 2 Lkw verladen
werden. Wooden, der in Le Havre nach zum Major befördert
wurde, u. Schardt, der im Boston zu hause ist (er ist Komman[page 21]
1945

19

dant des Lagers in Oberursel, wo Prof. Stieren u. Rosinski schändlich
untergebracht waren!) bleiben zurück. Es geht nicht weit, zu einem
Holzschuppen, wo uns eröffnet wird, daß Fort Strong auf einer klei=
nen Insel lieft, etwa ½ Std. mit dem Boot zu fahren. Beim Einstei=
gen im das Boot erkannte ich erst, daß Boston eome Hafenstadt ist:
an einem turmartigen Hochhaus – eins der Wahrzeichen Bostons –
blinkte ein rotes Leuchtfeuer! Im hafen sehr viele Schiffe beim
Löschen u. Laden, helle Beleuchtung; auch ein schweres Kriegsschiff.
In der Bucht zahlreiche frei ankernde Schiffe. Der Regen strömte
wie aus Gießkannen, dazu steife Brise, als wir an einer kleinen
Anlagestelle „Fort Strong“ wieder an Land gingen. Kurzer Fußweg,
zum Teil durch reisige Pfützen, zu einem hell angestrahlten, mehr=
stöckigen, mastiren Gebäude. Empfang durch zwei junge GI’s, sehr
gut deutsch sprechend (Juden). Quartier finde ich in einem sauber
hergerichteten Saal mit Abteilen, die durch pappene [?] spanische Wände
gebildet werden, zusammen mit 13 Kameraden. T„alle Knecker“
schlafen in 2 kleineren Zimmer. Dampfheizung ist zwar vorhanden;
da wir aber unerwartet (!!) kommen, ist es noch kühl. Kaltes
Abendbrot, serviert von deutschen Kriegsgefangenen, die eigens
Zum Kochen, Bedienen u. Instandhalten hier sind. Vor dem Schla=
[page 22]
20

1945

�fengehen schöne waren Dusche die den ganzen Tag uber betriebs=
fähig ist.
7. Dezember. – Am Vormittag großer Papierkrieg mit Ausfüllen
von unerschöpflichen Fragebögen unter Assistenz von einsam Schwere
von Übersetzern, fast alles jüngern Juden! Nach Tisch Fingerabdrücke
von allen 10 Fingern! – Die erste, erhebliche Entfäuschung erleben
wir dadurch, daß man uns je Nacht $1,20 einbehalten wird! v. Braun
u. Axster hätten auch schon Sturm dagegen galaufen,- erzählt uns
Earlsson der Leiter der hiesigen Intelligence service-Gruppe-bisher
leider aber vergeblich. Ein ärgelicher Reinfall!
Außer uns sind nach 7 Deutsche „Wissenschaftler“ hier. Unter
ihnen ist nur ein mir bekannten: Theo Sturm, …mühle [?]
seligen Andenkens! Er ist vom …ch [?] Signal Coetts [?] mit Flug=
zeug, zusammen mit v. Braun, Schwidetzky usw. Hergebraucht
werden u. wartet seit dem 18. September auf seine Verwen=
dung! Sein Betreuer ist Prof. Haley vom Massachusets Institute
of Technology (engebl. Inhaber der dortigen Lehrstuhles s. Fernneldeteche.).
8. Dezember. – Die deutschen Kriegsgefangenen hatten uns zu ei=
nem sonntäglichen Fußballspiel aufgefordert. Zum Abendessen
geb ihr Sprechen eine Erklärung ab: „Wir lehnen es ab, mit ihner
[page 23]
1945
Fußball zu spielen! Wir sind Antifaschisten u. Deserteure u. wollen
nichts zu tun haben mit solchen, die immer noch faschistisch den=
ken u. hörig sind! Solche, die sagen, in Deutschland schwimme jetzt
sie Schlacke obere, sind immer noch Faschisten!“ Wir betrachten das
ganze al seine Unverschämtheit, die scheinbaren sachlichen Differenzen al sein Mißverständnis. Der Sprecher der Kriegsgefangenen
entschuldigt sich, als er von Lindenburg u. Debus zur Rade gestellt

21

�wird.
9. Dezember. – Abends Vortrag von GI Lalm (Jude) über ameri=
kanische Maßsysteme. Vorführung eines Bildstreifens des Bureau
of Standards.
10. Dezember. – Nach Tisch endlich Passbild-Aufnahmen durch
Zivilfotograf. – Abends zum ersten Male Kino. Kurzfilme recht
mäßiger Art, Mickymaus lebt hier immer noch in aller Frische!
Auschließend stehende Bilder von der USA-Nationalparks. Am
Nachmittag führte der GI Lederer (Wiener Jude) Schallplatten
mit Kompositionen des in Amerika berühmten Newyorker Kompo=
nisten Gerschwin vor. Sein berühmtetses Werk ist die Klavierkom=
position „Rhapsodie in Blue“; erscheint mir stark an Chopin an=
gelehnt. Auch sonst kam ich nichts Originalles entdecken.
[page 24]
22

1945

11. Dezember. – Den größten Teil unserer reichlich bemessenen
Zeit verbringen wir mit dem Lesen amerikanischer Zeitungen
u. Zeitschriften. Es gibt darin immer wieder interessante Fast=
stellungen zu machen. Wir erfahren darin zum ersten Male Ge=
neueres über amerikanische Warenverknappungen. Für die ersten
H Monate 1946 wird eine Zuckerration von 5 Pfund je Kopf ange=
Kündigt. Man liest auch von neuerlicher Butterknappheit, u. eine
Leserin beschwert sich, daß deutsche Kriegsgefangene Schinken be=
kämen, den die amerikanischen Hausfrauen während der letzten
Fahre überhaupt nicht zu sehen bekommen fallen! Auch die 1946er
Modelle der PKW’s u. der Rundfunkgeräte werden als noch nicht
lieferbar angezeigt.
G. Wirshing schreibt im „Maßloten Kontinent”, daß der
Schönheitskult der amerikanischen Frau das Einzige sei, waren

�sich ein ästhetisches Empfinden der Amerikaner äußern. Bemer=
kens wert ist dazu ein Artikel im „Time“ (46[1945]30, Nr. 18) vom
25. Okt. 45 über die neusten Pariser Herbstmoden, der nicht recht im
Einklang steht mit der angeblich in USA herrschenden puritanischen
Prüderin, u. der im Gegenteil ein natürliches Interesse für
den Frauenkörper als Schönheitsideal bekundet. Es frißt dort:
[page 25]
1945

23

„In den gedrängten, blumengedeckten Salons der Pariser
Spitzen-Kostümschneider (couturiers) gingen die ersten großen
Nachkriegs-Schauen der neuen Herbstmoden Tag für Tag von sich…. Als in
der letzten Woche die Bilder der neuen Modelle in USA eintraten,
prüften die USA-Entwerfer um zu sehen, was auskommt u. was
aus der Mode kommt (what was up and what was down)….
Der Halbausschnitt (neckline) war eindeutig (definitely) tief
(down): der am meisten bemerkenswerte Zug vor die ‘Wieder=
einsatzung (restoration) des Busens’ sowohl be idem Abend=wie
bei den Tageskleidern. Lucien Lelong begrüßte das als „die Wie=
derentdeckung der Gestalt des Körpers, unter nachdrücklicher Beto=
nung der Büste“…. [this is a direct translation of an excerpt from an article in Time Magazine, you can
read the original English here: FASHIONS: Something Old, Something New - TIME]
12. Dezember. – Klares himmel, es ist sehr kalt, der Wind blast eisig
über die Insel.- Nun haben wir es auch schwarz auf weiß, was wir
sind! Prof. Otto Hahn, Kaiser-Wilhelm-Inst. F. Chemie, der „ElementeSpalter“, ist in USA, u. über ihn schreibt die „Time“ vom 26. Nov. 45
(46[1945]90, Nr. 22), da er den Chemie-Nobelpreis 1944 verliehen
Bekommen hat: „Der 1944er Preis für Chemie fiel an den Pionier
Der Atomspaltung, Prof. Otto Hahn, 66, vormalig in Berlin. Hahn kam
1933 nach USA, um für ein Jahr im Cornell zu lessen. Man glaubt,

�[page 26]
24

1945

daß er gegenwärtig in USA ist, unser verschiedenen Umständen.
Wo er jetzt ist, kömmen die USA-Wissenschaftler nicht sagen, u. die
Regierungsautoritäten wollen (will) es nicht sagen. Falts (if) er
Einer der deutschen Wissenschaftler ist, die als „lebener Wieder=
gutmachung“ („human reparations”!) nach USA eingeführt
(imported!) wurden, so würden zum ersten Male ein Nobelpreis
einem scheinbaren (virtual) Kriegsgefangenen zuerkannt werden
sein. Als Prof. Hahn seine erste Atomspaltung durchführte, war er
der Leiter des Chemischen Kaiser Wilhelm Institutes. Später, unter
den Nazis, arbeitete das Institut sehr intensive (furiously), um
eine Atombombe zu konstruieren, die auf seiner Entdeckung ba=
sierte“. [this is a direct translation of an excerpt from an article in Time Magazine, you can read the
original English here: Science: Nobel Prizewinners - TIME]
Unter zukünftiger „Platz“, El Paso, hat auch sein season, u.
bezeichnender Weite als Ort in der subtropischen Zone, im Winterwie [?] eine Anzeige im „Time“ vom. 26. Nov. 45 [46(1945)86, Nr. 22]
besagt. Es scheint ein „Karnival”-Rummel zwischen Weihnachten
u. Neujahr zu sein. Ob wir noch etwas davon mitbekommen werden?
Die Anzeige lautet:
„Be in El Paso for the Sun Carnival
Sun Bowl Game – New years festivities
[page 27]
1945
Joyous celebrations – Old times day.
Thrills! Glamour! Regal Courts! Carnival spirit,
Mexico’s languid romance, the West’s stirring virility.
Four fun-packed days in warm, dry, sunny El Paso,

25

�Climaxed by New Year’s famed “Sun Bowl” cham=
pionship Football Game, confirmed housing reservations
essential here.
El Paso Sunland Club
306 San Francisco Street

El Paso, Taseas

Sunshine Playground of the Border”.
[this is a one-to-one copy of an advertisement from Time magazine; You can see the original here: Page
87 - Nov. 26, 1945, No. 22 - The Vault - TIME]
Auch für die Sunshine-season in Florida (Miami-beach etc.) wird
Eine mächtige Reklame in zeitungen u. zeitschriften gemacht. Ob
das aber nicht-wie der Riviere-Ausenthalt im Europa-eine Ange=
legenheit für die „besseren“ Leute ist, nachdem entpfohlen wird,
mit dem Flugzeug dorthin zu reisen?
13. Dezember. – Heute wird zum ersten Male Löhnung ausgezahlt.
Die Zahlmeisterei scheint in der US-terms genau so stur zu sein
wie beim deutschen Kommiß! Nach unserer Berechnung halten $1,50;
das Defizit ergebt sich aus ein kleinlichen Berechnung das An=
kunststages in Newyork, wo wir ja erst 900 am Pier anlegten!
[page 28]
26

1945

15. Dezember. – Es hat reichlich geschneit, die Luft ist ruhig u.
neblig. – Die Amis stellen uns nach Tisch einen Rundfunkgerät
zur Verfügung, damit wie die Übertragung der „Meistersinger“
aus der Metropolitan-Oper, New York, hören können. Die Übertra=
gung ist wenig befriedigund, offenbar genügt das Kabel zwischen
Newyork u. Boston (wir hörten den Bostoner Sender) unseren
Qualitätsansprüchen nicht. Die Sendung wurde von der StandardOil-Company finanziert! Am Abend sendete Boston das Klavier=
konzert G-Dur von Beethoven, eine ausgezeichnete Übertragung,

�das Konzert wurde im Boston selbst gegeben. Solist war Borowski.
Das Wochenprogramme der Metropolitan ist erstaunlich klassisch, oder sogar
Deutsch! In einer Woche wurden gespielt: Meistersinger, Lohengrin,
Tannhäuser, Fidelio, Barbier v. Sevilla, Rigoletto, La Traviata! Die
„Wagen-Ära“ an der Metropolitan soll ein Verdienst das Kanadischen
Generalintendanten (früherer Opernsänger) Edward Johnson sein,
Der damit die „Italienische Ära“ der Metropolitan ablöste u. zugleich
deren sehr gefährdete wirtschaftliche Existenz sieherte („Time“ v. 10. Dez.
45 [46(1945)65, H. 24]. Wagners „Ring“ wird in diesem Jahre zum
ersten Male seit 1924 gespielt! Johnson hat auch wesentliche, bedeu=
tungsvolle international Künstler an die Metropolitan gesagt: Als
[page 29]
1945

27

Dirigenten Fritz Busch u. Bruno Walter, als Sänger z.B. Lauritz Mel=
chior u. Torsten Ralf!
Nach dem Abendbrot Vortrag von GI Meyer über amerikanische „Ver=
fassung“. Tatsächlich schilderte er im wesentlichen das amer. Wahls…[?].
Neues brachte er eigentlich nicht. Die Diskussion ergab die sachenvollen [?]
Probleme, die USA zur zeit hat: Beteitigung der Arbeitslosigkeit! Wa=
rum gegenwärtig Kampf um der Full-employing-bill, d. Staatsgaran=
tie für Beschäftigung Aller („Recht aus Arbeit“). Notwendigkeit einer
Planwirtschaft, d. h. Entwicklung zum Staatssozialismus oder=kapita=
lismus. Unmöglickeit eines halbstfunktionierenden, natürlichen
Außenhandels, da USA gütermäßig hast völlig saturiert ist u. kaum
ein Land der Well andere zahlmittel außer Waren besitzt!.
16. Dezember. – Es seht bei blauem himmel wieder dieser eisige Wind
über die Insel, daß man sich kaum was Haus getraut! – Zahlreiche
gute Rundfunksendungen: Vormittags Klaviersonate von Beethoven
(Pathetique); Nachmittags u. Abends: Les Préludes v. List (wieder schlechte

�Übertragung aus Newyork!), Weihnachtsmusik v. Corelli, Violinkonzert
A-Dur v. Mozart, letzten beide aus Boston, ausgezeichnet.
17. Dezember. – Immer noch fahrt der Sturm eisig über die Insel!
- Nachmittags seilt und GI Meyer mit, daß wir in 2…3 Tagen
[page 30]
28

1945

abreisen werden! Nach den Äußerungen von Carlsson hatten wir
angenommen, wir würden auch über Weihnachten hier bleiben.
Einen Anhalt dafür bieten die Anzeigen der Eisenbahngesellschaft=
ten in den Zeitungen, die aus die Überfüllung u. Verkehrsschwierig=
keiten über Weihnachten hinweisen. Besonders überlastet seine
die Zuge von der Pazifikküste nach dem Open, wagen der aus Süd=
ten u. Ostasien rückkehrenden GI’s. Es gibt hier überhaupt noch Ei=
senbahnsorgen, die uns kaum mehr verständlich sind: Es gibt z. B.
noch keine durchgehenden Züge von Küste zu Küste, besonders keine
Schlafwegenzüge! Eine Eisenbahngesellschaft veröffentlichte eine gro=
ße Anzeige in einer Zeitschrift, daß sie bereit sei, mit anderen
Gesellschaften über die Einführung von Küste-zu-Küste-Zügen zu
Verhandeln u. mit ihren zusammenzuarbeiten!
General Motors veröffentlicht eine ganzseitige Anzeige über
der Autoarbeiterstreik um sich zu rechtfertigen u. die Schuld auf
die EFD zu schieben. Dieser Artikel ist auch sonst soziologisch interessant:
Es wird mitgeteilt daß das mittlere Einkommen der GM-Angehä…[?] *)
Anfang 1941 etwa $57,- wöchentlich betragen habe. Die hätten den
Arbeiterm einen neuen Lohn von ca $63,5 angeboten, den sie
abgelehnt hätten, da sie einen 52-Stunden-Wochenlohn bei einer
[footnote at bottom of page] *) Arbeiten in Stundenlohn!
[page 31]
1945

29

�40-Arbeitstunden-Woche forderten. Die Stachfrage nach GM-Erzeug=
nissen sie aber so groß, daß die Arbeitszeit des Krieges, nämlich 45…48
Wochenstunden ausrecht erhalten werden könne. Das Angebot der GM
auf Steigerung des Stundenlohnes um 13,5 cents bedeute einen Lohn=
zuwachs um 33% gegenüber Januar 1941, während die Lebenshaltungs=
kosten nach der Mitteilungen der USA-Regierung auch um 33% gestie=
gen seien. Die UAW-CIO ferdene [?] aber 30% Steigerung der jetzigen
Löhne d. s. ~ 36,5 cents je Stunde.
In einer kleineren Anzeige der GM wird der Milchmann heran=
gezogen, der einer wohlhabenden Hausfrau eine Flasche Milch schenkt.
mehr aufhalst, nur weil die zahlungsfähiger ist als andere Kinder. So
vierhielten sich auch die UAW-CIO gegenüber GM – sagt GM! – sie ver=
langten mehr von GM, da die Firma bessern Geschäfte gemacht haben – das heißt
aber wohl: Gewinnbeteiligugng der Arbeitnehmer, zu der man sich in
Deutschland in einigen Fällen sogar schon durchgerungen falle (Zeiß!).
18. Dezember. – Die Zeitung brachte heute ein schändliches Bild: der
deutsche General Anton Dostler wird in Italien von amerikanischen
Soldaten an einen Pfahl gebunden, um erschaffen zu werden, da
er auf Befahl seines. Vorgesetzten (Kesselring?) die Anweisung zur
Erschießung von 15 amerikanischen Soldaten ohne Kriegsgerichtsver=
[page 32]
30

1945

fahren gegeben habe. Wo hat es so etwas schon jemals in einer
Armee gegeben, daß ein Offizier beim Standgericht gefesselt wurde?
Kann so eine Schmach vergessen werden? Auch der moralische Kredit der
USA dürfte von der Welt nicht unbegrenzt sein!
Am Abend – genau: 19.37 – totale Mondfinsteris! Da der
eisige Wind den Himmel blank sagten war das Schauspiel gut zu
sehen. Die amerikanischen Astronomen waren über das Wetter an=

�geblich beglückt, da sie noch eimem Mond-Satelliten suchen.
Totale Verfinsterung: 2040, ende: 2303.
19. Dezember : Mächtiger Schneesturm; man kann kaum 20m weit
sehen; Der Schnee „fällt“ horizontal#! Die Bostoner zeitungen einnen
den Wetterumschwung mit diesem Bemerkenswerten Schneesturm
bereits „Blizzard“! In Boston sind dabei 2 Menschen umgekommen.
20. Dezember : Heute wird uns nun offenbart, daß wir über die
Feiertage doch hier bleiben! Die Begleitoffiziere werden aus Aberdeen erwartet u. bringen vier unserer Leute mit, die gemeinsam
mit uns nach Fort Bliss fahren sollen. Die Reise in der Weihnachts=
zeit ist den Begleitere offenbar zu unbequem! Sind also die Zei=
tungsanzeigen wegen der Reiseunbequamlichkeiten doch abschrek=
kender gemeint! – Wir beginnen, eine kleine Weihnachtsfeier
[page 33]
1945

31

Zu improvisieren: zuerst durch Wahl eines „Festausschusses“, sodann
durch Ausgeben einer Alkoholbestellung!
24. Dezember. – Ca. 2100 Weihnachtsfeier. Der Leseraum mit seiner
langen, weißgedeckten Tafel, dem Weihnachtsbaum – leider ohne
Lichter, da diese angeblich in USA allgemein wegen der Feuersge=
fahr verboten sind! – u. den vielen Kerzen auf dem Tisch geben
wirklich ein stimmungsvolles Äußeres! Wir beginnen mit einem
Preludium (Largo) von Carnelli, Debus am transportabler Harmoni=
um, ich Geige;- danach „Stille Nacht, helige Nacht-“, gemeinsam:
Wohl das deutscheste der Weihnachtslieder! Übrigens ist dieses Lied
auch das Weihnachtslied der Amerikaner „Holy night, silent night-“;
ob der deutsche Einfluss im Lande hier einmal als guter Geist ge=
wirkt hat? – Hintze – in seiner pastoralen Art wie geschaffen dazu! –
spricht Starte des weihnachtslichen Gedenkens: Entbehren wir doch gerade

�Angesichts von Weihnachtsbaum u. Kerzenschein gerade anz beson=
ders Frau u. Kinder, kommt uns auch besonders der immere Wert
dieser menschlichen Bindungen u. ihre Bedeutung als seelische
Qualle der Gemütskräfte zum Bewußtsein! Möge uns das Schick=
sal gönnen, dass wir zum nächten Weihnachtsfest wieder frohen
Herzens mit unseren Lieben zusammen sind! – GI Meyer – als
[page 34]
32

1945

Vertreter der Morale Section das hiesigen CIC (Counter Intelligence
Corps) hielt eine sage geschickte Ansprache. Es sei seine erste Weih=
nachtsfeier (als Jude), er erhoffe eine Verständigung der Menschen im
Sinne der „Bergpredigt“. Er sprach erst englisch, dann das Gleiche deutsch.
Sonach spielte Dobrick (Geige) mit Debus (Harmonium) eine Sara=
bande von Corelli, u. wir alle drei ein Preludium von Corelli.
Leider hielen in dem außerordentlich stark gedämpften Raum die Stimmen fast
Völlig auseinander! Diese spröde Musik braucht einen sehr starken
Nachhall; wir haben uns durch den gut nachhallenden Übungsraum
sehr täuschen lassen. Heimburg los von Peter Rosegger aus der „Wald=
heimat“ der Abschnitt „der erste Christbaum in der Waldheimat“ vor,
die Geschichte, nach der Rosegger als Student seinem kleinen Bruder
zum ersten Male einen Weihnachtsbaum schenkte, den die Bergbauern
bis dahin nicht kannten, u. der Rosegger selbst erst in Graz kommen
gelernt hatte. Im „lustigen Teil“ brachte Weidner seine treffende
Satire „Rasiermesser scharf!“, bei der besonders das bedrohliche An=
steigen des „Hormonspiegels“ gebrandmarkt wurde. Danach trugen
Friedrich u. Heller eine „Scheitzelbank” vor, bei der jeder vor
den Spiegel gestellt wurde. Besonders gelungen waren die Werte
über Rudolph (Zähneputzen u. Pinkeln in die gleiche Rinnes zu gleicher Zeit) u. über
[page 35]

�1945

33

Lindenberg (Nächtliches herumgeistern im Hause, da die Uhr versagte).
Auch die Naschereien auf der Tafel waren weihnachtlich! Stollen,
Nüsse, Obst, Rotwein! Das Merkmal dieses ersten amerikanischen Wei=
nes, den wir genossen, war der Alkoholgehalt, der Geschmack war kaum
Ausgesprachen. Erst ½ 2 Uhr gingen wir auseinander! –
25. Dezember. – Die „New York Times“ vom Heiligabend brachte
eine nahezu erschütternde Anzeige, ein Ausruf zur Hilfe für die
deutscher Kinder „im Namen Jesu Christi seinem Geburtstage!“,
diese Anzeige ist erstaunlich aggressiv: Es werden die Woche Jesu wurde=
gestellt: „Wer einem von diesen Kleinen, die an mich glauben, Ärgernis
gibt, dem wäre es besser, wenn ihm ein Mühlstein an den halb ge=
hängt u. er in die Tiefe des Meeres versenkt würde!“ (Matth. 18,6).
Die weiteren hauptsätze sind: „Die Kinder Europas sind verdammt
zu sterben – ijn Massen zu sterben in diesem ersten Jahr des „Friedens“!
- Alle Kinder sind unschuldig an disem Kriege! Amerika kennt
keine Feindeskinder!” – Im Nahmen Jesu Christi, unseres Eretters,
rufen wir an diesem Weihnachtsabend zum amerikanischen Volke.
1) Wacht Eingaben an Eure Senatoren u. Congreßmänner, daß ganz
Europa, einschließlich der Axenländer, der Amerikanische Helfe zu=
öffnet wird.
[page 36]
34

1945

2) Verbindet Euch mit uns, um eine Bewegung der amerika=
nischen Familien ins Leben zu rufen, die den Gegenwert
einer Mahlzeit in der Woche opfern für die Errettung der euro=
paischen Kinder, ohne Rücksicht auf Rotte, Startsangehörigkeit oder
Glaubensbekenntnis.
3) Senden Sie uns Ihren Stamen u. Anschrift….usw….

�Unser zukünftliger Frieden kann allein durch diejenigen
erichtet werden, die heute noch Kinder sind. Von unsere
barmherzigen Liebe zu ihnen wird ihr Vertrauen zu den
sozialen, politischen u. religiosen Grundsätzen abfängen, diesen
wir zu dienen uns bekennen.
Dieser Aufruf ist herausgegeben von Männer u.
Frauen aller Glaubensbekenntnis u. Überzeugungen
des amerikanischen Christenheit – in Achtung unseres Er=
lösens, der uns beten lehrte:
„Unser täglich’ Brot gib uns heute“.
Mägen der Frieden u. der Liebe Gottes zu unser Weihnacht unsere Herzen ergreifen, u. uns leiten Seinen
Willen zu tun!”
[the above is an article translated from the New York Times; original could not be found]
Diese Aufrüttelung des menschlichen Gewissens läßt doch einer schwa=
[page 37]
1945

35

chen Kraft von Hoffnung u. wohl auch von Genugtuung in unsere Her=
zen scheinen! Auch sonst sind schon mehrfach Pressestimmen zu finden,
die die Zustände, besonders in Ostdeutschland, als unhaltbar bezeichnen
u. die schleunige Hilfeleistung mit Lebensmitteln, Kleidung u. Me=
dikamenten fordern. Ein bescheidner Weihnachtstrost!
27. Dezember – Dr. Richter, der „dienstälteste“ Deutsche Wissenschaftler
in Fort Strong (seit 28. August her!), hielt uns einen sehr gut auszu=
arbeiteten u. erfreulich konzentrierten Vortrag über dem Hand der
immer = u. außenpolitischen Lage der USA. Das Material lieferte ihre
ein sehr sorgfältiges Zeitungsstudium. Dr. Richter hat sicher ein gutes
Urteil, er ist auslandskundig, da er beim Auswärtiges Amt tätig
vor u. im Sonderauftrag v. Ribbentrop sim Japan gearbeitet hat. Er führte

�aus: Seit 12.4.45 (Roosevelts Fed) befindet sich USA in einer Latenten [?]
innerpolitischen Krise. Der Einsluß der Persönlichkeit Roosevelts ist weg=
gefallen, u. Truman ist nicht fähig, durch seine Persönlichkeit mitreißend
u. ausgleichend zu wirken. Truman ist ein sehr gewissenhafter u. fleißiger
Arbeiter, aber er hat keine zündenden Ideen, u. er wird inner= u.
Außenpolitisch nicht erst genommen. Durch die siegreiche Beendigung
Des Krieges sind den USA schwere innerpolitische Probleme erwachsen,
Auflösung der Wehrmacht, Wegfall der Kriegsproduktion, durch bei=
[page 38]
36

1945

hohe Arbeitslosenzahl. Mitte 1946 wird USA-nach Schätzungen
Dr. Richters-günstigstenfalls 5 Millionen, ungünstig stenfalls [?] 10
Mill. Arbeitslohe haben! Die innerpolitische Frage lautet: Werden
diese Arbeitslohen sich politisch organisieren u. er. die dritte große
Partei belden? Anzeichen dazu sind vorhanden. Diese Entwicklung
wird begünstigt durch die politische Unklarheit, Wankelmütigkeit,
u. Ratlosigkeit der beiden bischerigen großen Parteien. Die
zahlerichen gegenwärtigen Streiks, besonders derjenige der Autoarbeiter,
bedeuten nach Dr. Richter ein Abfassenn der gegnerischen politischen
Kräfte (auch in hinblick auf die Präsidentenwahl 1948) u. der
Wunsch der Amerikaner, sich nach den Kriegsanstrangungen erst
mal gründlich aus zurufen! Wirtschaftlich kann sich die Arbeiter=
schaft die Streiks sicher leisten, da ja alle sohn Kriegsersparnisse
haben. Insofern warden die Streiks von der Regierung auch bis
zu einem gewissen Grade gedulded, da sie eine stille Kaufkraft=
abschöpfung bedeuten. Im übrigen meint Dr. Richter, daß die For=
derungen der Autoarbeiter (30% Lohnerhöhung) sicher erfüllt würden, gleichzeitig würden aber die Lebenshaltungskosten um 30 stei=
gen, d. F. „kontrollierte Inflation“!

�Truman’s Aussichten 1946 wiedergewählt zu warden sind schlecht!
[page 39]
1945

37

Er verfolgt Politik des „seek of securities“, D. H. schließlich eine
Sozialpolitik: Recht auf Arbeit, auf hohen Lebensstandard, auf Gesundheits= u. Altersversicherung, auf gute Wohnungen usw.! Dagegen agitiert
der Gouverneur Stassen (

): das USA-Volk sei durch

Abenteurer, Erfinder, Entdecker u. sonstige risikofreudige Leute
groß geworden! Solche Leute seine jetzt nötig, um USA vorwärts zu brin=
gen! Stassen habe großen Zulauf u. entsprechende Chancen für die Präsiden=
tenswahl.
Außenpolitisch scheinen USA wieder dem Italienismus zuzuneigen
daher die auch Dr. Richter hast unverständlichen Beschlüsse auf der Moskauer
Konferenz der Außenminister, die gerade heute bekannt wurden: USA
heilt sich in die Besetzung Japans mit drei anderen Mächten (Rußland
England, China) u. gibt einen großen Heil seiner außenordentlich gün=
stigen Stallung in China preis. Halte sich nämlich Tschiangkaitschek
Stelle 45 in seiner Slot zum ersten Male für eine der kämpfenden
Großmächte entscheiden müssen, der Nutznießer war USA! Auch die
forcierte Rückkehr der GI’s von den Kriegsschauplßtzen, die geradezu
zur Monie geworden ist u. innenpolitisch u. wirtschaftlich erhabliche
Schwierigkeiten hervorruft liest wohl in der Linie das Italalionismus
Welche Politik würde Roosevelt in dieser Lage betrieben haben u. wird
[page 40]
38

1945

Truman, trotz allem, später noch einmal Recht bekommen, daß
er die politiren Seiten das Rooseveltschen „New Deal“ wird er zu
beleben versucht?
28. Dezember. – Da die „Morale Section“ (Meyer, Balm) zu ver=

�Sagen scheint oder nicht wahr „mag“, veranstalten wir untere
„geistigen Schulung“ selbst! Am 26. 12. übersetzte Ther Sturm aus „Ridger
Digest” eine amerikanische Schildenung des Deutschen U-Boot-Kriegs,
Geschrieben von einem amerikanischen Kriegsberichter, der als beson=
ders zuverlässig u. technisch sehr gut informiert gilt. Obwohl es diesem
Amerikaner sehr, sehr schwer fällt, die überragenden Leistungen
der deutschen U-Boot-Männer offen u. ehrlich anzuerkennen, ist doch
der ganze Bericht für objective Leser ungewallt diese hochklingende
Anerkennung selbst! Welchen Aufwand haben doch die Amerikaner
treiben müssen, um der U-Boote her zu werden! Die deutschen aku=
stisch-zielsuchenden Torpedos (Schraubengeräusch!) wurden durch Stör=
schallquelleir, die im Platter abgesetzt wurden, bekämpft, jedoch ohne
durchschlagenden Erfolg. Die grußten Erfolge halten – wie bekannt – die
Amerikaner dutch ihnen Luftwaffeneinsatz mit „Radar“-Geräten. Dönitz
habe darauf völlig verkampft, in der unsinnigsten Steife reagiert:
er habe die U-Boote stark mit Flak bewaffnet u. der Booten der
[page 41]
1945

39

Überwasserkampt gegen die Flugzeuge befohlen! Dem Erfolg dieses
unsinnigen „Heroismus“ halten eindeutig die Amerikaner! Durch
die „Schnorchel“ (an der Plattenoberfläche schwimmende Luftansaugeu. Auspuff-Tonne) seien die deutschen U-Boote wieder zu einer
ganz gefährlichen Platte für die Alliierten geworden! Noch mehr hätten die
H2O2-Verbrennung u. Dampfturbinenantrieb, wodurch eine außer=
Ordentlich hohe Unterwasser-Geschwindigkeit ermöglich wurde, zum fin=
satz gekommen wäre! Der Berichter erkennt jedenfalls eindeutig
an, daß die deutschen U-Boot-Technik weitaus fuhrend war; er be=
stätigt dies mit seinen Schlußworten: „Wenn ‚es‘ die Deutschen jemals
wieder versuchen werden, so werden sie ‚es‘ mit U-Booten versuchen!“-

�die Tragödie began nur oben auch hier wieder mit den fehlenden
Stückzahlen!!
30. Dezember – Überfüllte züge, überfüllte Schulen, fehlende
Wohnungen! Das sind die Probleme, an denen USA wegen das GIRückkehr-Fiebers zu kracken hat! Das Wohnungsproblem ist wohl das
Schwierigste. Man errichtet eiligte aus Wehrmachtsbeständen Baracken=
leger („Temporary buildings“!), um der grösten Slot abzuhalten. Die
bauleute entwerfen mächtige Wohnhachhäuser in New York Z. B. für
[page 42]
40

1945/46

1000 Familien! Führten unter Architekt findet diese Lösung sehr
zweckäßig, da nur auf diese Weise ein aufgelockertes Wohnen
auf nicht unsinnig großer Wohnfläche – das eigentliche Problem
aller Millionenstädte!- möglich sei.
31. Dezember – Sylvester! Wir finden uns um 1900 zusammen,
nachdem unsere Gedanken u. unser Gedenken schau um 1800 im
Stillen nach osten zugangen war! Die ersten 3 Studen (!) wird
Nach einer Idee von Tischl „Monopoly“ gespielt (in 3 Gruppen), ein
Würfelspiel mit erst amerikanischen Finanz-Transaktionen 2200
beginnt der „festlich“ Teil, als „Stoff“ wird Glühwein geboten. Weidner
bringt wieder eine selbstverfaßte Satire, dies mal über Schnarchen
u. katschende Gummikauen. Mühlner entzuggt sich als ein erheblich
talentierter Pegasusreiter, mit z. t. reizenden Gedichtchen über
alle möglichen, allzumenschlichen Themen des Lebens. Auch Husch u.
Ringelnatz zitiert er. Gündel bietet eine Fuchsenmimik: „Hoar=
künstler“, ausgezeichnet gelungen. Fischel bringt in Versen das Ra=
gout unserer bisherigen Amerikafahrt, eerstaunlich, was man in so
wenigen Wachen bemerkens wartes gemeinsam erlebt! Es wird alles
sehr launig von ihre vorgenommen auch „Sohn des Kalts, Meyer u. Colm

�halten nicht! Den Glanzpunkt bildet werden die Rade von Dr. Richter,
[page 43]
1945/46

41

Eine „historische“ Betrachtung über die Insel „Long Island“, deren Be=
wohnen wir z. zh. sind. Besondern Beziehungen zum Südostteil der Insel
(der für uns gesperrt ist) wurden vermutet, den dort befindet sich eine
- Irrenanstalt! Die Geschichte wird später selbst entscheiden, ob sie in
Bezug auf uns diesen Trennungsstrich zwischen den beiden Inselhälf=
ten noch weiterleben lassen wird!! Um Mitternacht troten wir vor das haus:
vom bunt leuchtenden Boston tönten die Neujahrsglocken herüber,
doch ein heimatlicher Klang! Dr. Richter sprach die Worte des Neujahrsgeden=
kens: Wir erhoffen vom Schicksal, daß das neue Jahr nicht so viel schreckliche Bitterkeit bringt um das vergangene! – Um 100 war uns „Polizei=
stunde“ geboten; es war auch gut so, den selbst diese geringe Menge
von Alkohal zeigte schon „enthemmende“ Wirkungen!

1. Januar. – Ein prachtvoller Sonnenaufgang am Neujahrsmorgen
Über den Inseln unseres Archipels! Ist das ein gutes Omen für das neue
Jahr? = Auch heute ist das landesübliche Spezialgericht wieder „Turkey“
(Truthahn). Nachmittags halt GI Lederer (die ganze Morale Section ist an
Land!!) eine englische Konversationsstunde über Unregelmäßigkeiten
der englischen Sprache. Er in seinen Ausführungen (er scheint sprachlich
sehr interessiert zu sein) doch etwas mehr Niveau als Meyer u. Coltts.
[page 44]
42

1946

2. Januar. – Wir laufen wöchentlich etwa 4 Mal ins Inselkino.
D. F., wenn wir deutschen Maßstäbe anlagen würden durften wir über=
haupt nicht hingehen! Sprache ist kaum zu vorstehen; einenteils, weil
die amerik. Schauspieler offenbar kaum eine Sprachtechnik u. Sprach=

�kultur (Lautstärke!) haben anderenteils, weil die Akustik des Ver=
führtaales miserabel ist, u. ob die Tontechnik (Filmstreifen Wieder=
gabegeräte unseren Ansprüchen gemögen, ist noch nicht entschieden. Die
Filme geben aber sicher guten Ausschluß über die Geistesverfassung
der Amerikaner, zudem über ihre täglichen Sitten u. Gebräuche. Also lohnt
der Kinobesuch vielleich doch! – Die Filmlibrettos waren ja auch in
Deutschland meist sehr unbefriedigend, daß man sie nicht als Vergleichs
maßstab möhlen zumindest aber nicht über-bewachen sollte. Immere
hin, auch die amerik. Kritik beurteilt die Librettos zu 95% als dunne
u. geistlos! Das interessanteste Objekt ist natürlich die Frau! Sehr
Kennzeichnend: der jugendliche Liebhaber wird fast immer als Trot&gt;
tel eingestellt die Frau hat das heft fast immer in der hand, zumindest
in „Gesellschafts“-Filmen.
Da offenbars sich nun eine geradezu pervers ausgeartete Prü=
Derie die wohl von bigotten Puritanismus herrührt. Die Frau ist der
Mittelpunkt des „außergeschäftlichen“ öffentlichen Interestes, u. es
[page 45]
1946

43

wäre merkwürdig, wenn des Geschlechtliche in diesem Intereste nicht einer
ganz wesentlichen Anteil hätte; im Gegenteil, man hat oft den Eindruck
daß alles in den Frauen durch die Brille des Geschlechtlichen gesagen
wird!
Der heutige Filme „The Harvest Moon“ (o. d.) bestätigte des wiederum.
Weibliche Hauptrolle: Ann Sheridan, eine auch nach unserem Ideal
ungewohnlich schöne Frau, die zudem von der Amerik. Kritik als geistig
besonders auf der Höhe bezeichnet wird. Dieser Film enthielt im wesent=
lichen die eine der drei Arten der Prü geschlechtlichen Perversitätx) in
Amerika: die immer nur scheinbare Verhüllung der weiblichen Nackt=
heit: die Entblößung der Brüste wird genau bei den Brustwarzen anstö=

�ßig!! Diese Einstellung grenzt schon bald ans Lächerliche: der weibli=
che Körper kann noch so weit entblößt sein, wenn nur, zumindest
symbolisch, die Brustwarzen verfüllt sind, u. z. entweder z. b. durch
einen ganz schmalen, hauchdünnen, durchsichtigen Schleier, od. z. b.
in einem besonders lächerlich erscheinenden Falle, in dem auf
das Aktmodell eines Maler sein Schlagschatten fällt, der Haarscharf ober=
halb der Spitzen der Brüste aufhört. Fast bei allen gesellschaftlichen Be=
kleidungen u. bei den Brustsüchere der Badekombinationen wird ein
x)

oder indifferenter gesagt: des ungemein öffentlichen Interesses an
geschlechtlichen diegen

[page 46]
44

1946

wesentlicher Teil der Brüste freigelegt , besonders vom Brustbein
bem aus gesehen (extrem tiefer „V“-Ausschnitt („deep V-front“)
u. „hour-glass expose” („Sanduhr”-Ausschnitt) bei Brustsüchern). S.a. 11.12.45.
Die zweite Art der Bigotterie in den Filmen ist die „NachthemdAtmosphäre“. Die Nachthemden sind natürlich entsprechend extravagant
(ritte deep V-front!). Es gibt weibliche Hauptrollen die den selben
Film lang im Nachthemd herumlaufen! Besonders beliebt: Tüll-Nachtgewördet.
Die dritte Aus des intensiren öffentlichen Interesses an weiblicher
Geschlechtlichtkeit ist die breiteste Darstellung der Formung des Frauen=
Körpers durch Büstenhalter u. Hüftgürtel in der gesamten Presse.
Bis ins Kleinste wird die entsprechende „Technik“ dargestellt, die
Mittel zur Erzielung des „youthful uplift“ u. des „stay [put] up top”
usw. Ja, sogar die männliche Geschlechtlichkeit wird so vorgestellt:
Reklame für Unterwäsche mit dem „gentle, all important support,
Men need – thanks the dart-stitched pouch!
Das ganze ist die intensivste, nur zu instruktion Beweisle=
gung für die Theorie der verdrängten Komplexe!!

�Auf der anderen Seite geben die Filme auch einlauchtende
psychologische hinweite auf die Fragwürdigkeit der amerikanischen
Ehen! Ich habe den Eindruck, daß darin wahrscheinlich die mangel=
[page 47]
1946

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hafte, d. h. unzureichende Liebestätigkeit gerade das englischabstam=
menden Teils der amerikanischen Frauen schuld hat, denen die notwen=
dige Gemütstiefe fehlt. Diese Frauen sind zwar monnsüchtig (Nordvöl=
ker!), aber empfindungsschwach, daher die insertierte Sexualität, die
ihr geistiges Ventil in Scheinheiligkeit u. Prüdenie hat. Die (möglichts
mehrfachen!) Ehescheidungen u. Wiederverheiratungen werden in
der Presse als gesellschaftliche Ereignisse behandelt die offenbar mora=
lisch durchaus konzenssiert sind. Uns erscheinen sie als legalisierte
Polygamie. Die moralische Schwäche der amerikanischen Ehen wird
auch in der Presse starke diskutiert, u. von kritikfähigen Frauen
wird den Frauen selbst die großte Schuld gegeben: Sie beruhten [?] sich
gar nicht, eine Ehe zu gestalhen u. wollten zu viel, möglichte daueru,
mit irgendwelchen „Unternehmen“ (Kind, Tanz, Gesellschaften usw.) „be=
schäftigt“ werden.
7. Januar – Unsere Postanschrift wird geändert! Das War-Department,
d. h. die zentrale in Washington wird ausgeschaltet, die Post geht an ein
Schließlisch des kommandierenden Offiziers in Boston! Haftentlich ist
Das ein wesentlicher Schrift zur Besserung!
Wir haben dem GI White (Jude) zur ersten, gemeinsamen Englisch=
stunde angeheuert, 90 Minuten für 3 Dollar!
[page 48]
46

1946

8. Januar. – Das heutige Kino brachte im üblichen GI-Senderfilm
übe einen Abschnitt über eine Schwimmeisterin (offenbar im

�Crawle) in Los Angeles mit ganz hervoragenden Aufnehmen. Diese
Luftfülle! Das Mädchen hatte einen ästhetisch sehr ansprechenden,
athletischen Körper (bei Frauen wohl eine große Seltenheit) u. schwamme
Einen hervoragenden Stil. Besonders schön u. technisch bewunderes=
wert waren die Aufnehmen von oben in das Wasser hinein (Wieder=
auftauschen nach dem Sprung), ferner die zeitlupenaufnehmen vom
Wenden unter Wasser. Die technische Quälität dieser Bilder war sehr
Auffällig gegenüber der sonst moistens mangelhaftenden Aufnehmetechnik.
Leider wurde die Erinnerung an diese schönen Bilder durch die nach=
folgenden Boxkämpfe (10 Runden!!) sehr beeinträchtigt!
Nach unserer Rückkehr vom Kino geb es doch eine erhebliche Über=
raschung für uns: 4 Kameraden aus Aberdeen waren gekommen
(Steubart, Schwidetzki, Poppel, Jungert). Die brachten insofern keine
guten Nachrichten mit, als sie den Eindruck gewonnen hatten daß
daß die Arbeiten von der Aberdeener Dienststelle des War Depart=
ment sehr schleppend behandelt werden. Hast alle Leute, die in
Deutschland mit uns verhandelst hätten, seien nicht mehr da;
besonders ungünstig sei die lange Krankheit von Oberst [?] Toftoy.
[page 49]
1946
Andererseits mochten uns die Aberdeener neidisch, da sie dort
erhebliche Bewegungsfreiheit hatten. Die konnten zum Wochen=
ende öfters nach New York fahren (in GI-Begleitung), wo sie
sich ganz selbstständig bewegen konnten. Schwidetzky konnte
z. B. bei seinem Schwager Weihnachten feiern! Auch Washing=
ton, Philadelphia, Baltimore konnten sie auf diese Weise ban
nen lernen.
9. Januar – Eine Zeitschrift („American“) brachte einen Auf=
satz eines in Europa gewesenen GI, in dem er die amerikani=

47

�schen Frauen mit den europäischen vergleicht. Obwohl dieser Auf=
satz-wohl selbstverständlich?- sehr viele Selbstgefölligkeiten ent=
hielt, brachte er doch auch eine ganze Reiche interessanter Beobach=
tungen u. charakteristischer Merkmale. Er lautet:
„Amerikanische Mädels sind schick aber…“
Von Sgt. John P. Dol…[?].
(Ein Herenssergeant, der in Europa kämpfte, riskiert sein
Leben wieder in einem freimütigen Vergleich fremder
Frauen mit amerikanischen Mädels).
„Es ist nicht wahr, daß alle Tischgespräche der Männer in
Baracken sind am Ende um Frauen diesen, aber neulich abends
[page 50]
48

1946

war es wieder einmal so. Wir waren etwa 8 von uns, u.
wir waren alle mehr als ein Jahr über See gewesen, einen
Teil der Zeit in England, einen Teil in Frankreich.
Wir verglichen amerikanische Frauen mit denden, die
Wir auf dieser Seite des Atlantik gesehen hatten. Da gab es nicht
viel Streit; Denn, seltsam genug, wir stimmten in nahezu jedem
Punkte überein. Und wir ließen nicht viel aus: Aussehen Reiz,
erotische Anziehungskraft, Unterhaltung, Erziehung, u. Fraulich=
keit, was es da alles gibt. Sogar die Stimmen (wir stellten hast,
besonders, nachdem wir englische Frauen hatten sprechen hören,
daß amerikanische Mädels etwas zu hoch, herb u. näselnd sprechen).
Was das Aussehen anbetrifft, hatten wir keine Sorge.
Das amerikanische Mädel steht dabei an der Spitze. Es sieht gerade
in seiner Natürlichkeit besser aus, hat eine bessere Figur u. bessere
Beine. Viel bessere Beine! Sie ist auch besser gepflegt; sie verwendet
ausgezeichnete Sorgfalt auf ihre Haare u. Zähne, was so viele englische

�Mädels nicht tun. Die Französin kommt als nächte, sowohl im natür=
lichen Aussehen wie in der Pflege. Sie hat eine natürliche Gebe im
Schminken; Sie es ist fein u. natürlich auszuhend, u. niemals zu auf=
dringlich. Es muß ihr Stunden kosten, aber es lohnt.
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1946
Das amerikanische Mädel ist auch das best-gekleidete. Es hat
einen edlen einfachen Geschmeck bekommen, den wir nirgend=
wo anders gesehen haben. Zum Teil wohl, weil wir gelernt haben,
gute Kleider in Massen herzustellen, die außerdem billig sind.
England hat das noch nicht gelernt (obwohl amerikanische Klei=
dung dort einen außerordentlichen Treffer gemacht hat) u. die
englischen Mädels neigen zu Tweadkleidern u. mäßigen
Schuhen u. Kleidern u. das paßt zu niemandem gut.
Das war sogar in Friedenszeiten wahr u. der Krieg hat das
weit, weit schlimmer gemacht, u. dafür könnt Ihr des englische
Mädel natürlich nicht tadeln. Jetzt ist es meistens unmöglich für
Sie, sich neue Kleider zu kaufen. Im Vergleich dazu hat das durch=
schnittliche amerikanische Mädel eine Kleiderausstattung, um
die sie eine englische Millionärsfrau beneiden würde.
Bei den Französinnen ist auch alles in Ordnung wenn es
zur Kleidung kommt. Der Krieg hat sie auch erheblich eingeschränkt,
sodaß viele nur ein einziges neues Kleid im Hoher gehabt haben,
wenn das überhaupt! Aber sie hat eine höchst erstaunliche Fahigkeit,
ein alles Handlung u. einige alte Fensterarhänge zu nehmen u.
sie in überwältigende Kleider zu verwandeln. Und ich übertreibe
[page 52]
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Nicht: einige von ihnen benutzten tatsächlich solche Materialien.

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�Eines Abends beobachtete ich ein französisches Mädchen, das, ge=
radezu Halstuch nehm u. in 5 verschiedenen Arten von Kopf=
bedeckungen für sich selber knotete! Jede verschieden u. jede
sehr anziehend.
Einmal verließen wir die Punkte des Aussehend u. der Klei=
dung, u. begaben uns auf ein anderes, ziemlich Dünnes Eis.
Steil, z. B., wir darin übereinstimmten, daß in den englischen
Mädels eine gewisse Einfachheit u. Echtheit ist, an die wir uns bei
unseren Mädels zu Heute nicht erinnern können. Was auch immer
der Grund ist, wir lieben das.
Meine Erinnerung mag schwach geworden sein, aber ich
Scheine es mir zurückzurufen, daß eine Menge amerikanischer
Mädels dauernd die Zeit vertrieben haben möchte. Die sind wie
Ein Theaterpublikum-ungeduldig, wenn ihre niemand ein
gutes Spiel versatzt. Sie wünschen zum Tanz mitgenommen zu
werden, oder ins Kino oder zum Dinner, irgend etwas mußte
immer las sein.
Dann verglich ich dieses mitdem allerersten Rendezvous,
[page 53]
1946
das ich in England hatte. Wir gingen einfach in einen Park spazie=
ren, dann fielen wir in eine Gastwirtschaft ein, um einige
Biere zu trinken. Die gesamten Kosten: 70 Cents! Vergnügen?
Wir erzählten uns eben! Das ist billig u. ist die beste Werterhaltung
der Stalt. Ich fühlte nicht, dass ich sie gehindert hätte, sich zu ver=
gnügen. Sie tat so viel dazu mich zu unterhalten wie ich es für
sie tat. Es war einfact u. natürlich u. echt, u. ich glaube ich genoss
es wahr al seines der üblichen Hochgespannten teuren Rendezvous,
die ich in dem Staaten hatte.

51

�Etwas anderes, was wir an den englischen Mädels schätzten,
war, daß sie wüßten wie der Krieg wirklich ist! Wir fühlen uns
zu den englischen Mädels hingezogen wir zu den anderen Kame=
raden sie mi tuns durch die gelichen Schlechten gegangen waren.
Ich befürchte, dass ich nicht das Geliche bei den moisten der ame=
rikanischen Mädels fühlen würde, obwohl es nur gericht ist zu
sagen, daß dieses nicht ihre eigene Schuld ist. Die wurden nicht
zum Ersatz für das Kriegshandwerk herangezogen, u. natürlich
war ihnen der Krieg nicht so nahe wie den englischen Mädels, wo=
für wir Gast danken.
Ich flaube, es ist Tatsache dass wir einen großen Respekt
[page 54]
52

1946

bekommen haben vor der Art u. Weise, wir die englischen
Mädels dem Kriege sich Auge gesehen haben. Sie sind wahr
durch die Hölle gegangen als sie die meisten Soldaten je gesehen
haben. Sie sind durch den Terror der „Blitze” gegangen; sie haben
Leichen aus zerborsten Häusern gezogen; sie haben der Feuer=
wehrmännern Tee gebrocht, so ruhig, als wären sie in einem
Salon. Sie sind gestorben bei der Geschützkontrolle, u. sie haben
Alle Arten von schwierigen u. gefährlichen Ausgeben erledigt.
Auch das französiche Mädel ist durch den Krieg besonnen
(sobered) geworden, aber in einer anderen Steife. Es hat es
Gelernt, was es heißt, besiegt zu sein, mit dem lächelnden Fei…[?]
der über die Straßen Frankreichs Stolziert. Sie kennt den Hunger,
der fast an das verhungern grenzt; sie hat Grausamkeit gesehen,
so furchtbar, daß viele Amerikaner lange Zeit brauchten um sie
zu glauben; sie hat dem „Untergrund” mit dem Risiko ihres Lebens
gehalten; sie hat Armeen erlebt, die in ihrem Hinterhof u. überall

�in ihrem Heime hochen. Sie weiß es auch, was Krieg ist…..
Als die Männers…gung [?] weiterging, ließen wir unsere Haare
sängen u, gestanden uns freimütig eubm daß auch wir uns drau
ßen mehr schmeichele ließen, als wir das je zu hause getan se=
[page 55]
1946

53

ben u. wir waren Schlau genug, um das zu genießen es ist
etwas schwierig zu erklären, was ich mit „schmeicheln” (flatter)
meine.
In europäischen Länden wird der Mann als etwas mehr be=
trachtet als der tonangebende Mann, der er in Amerika ist. Die
Frauen wachen ihm mehr auf; sie bringen ihm die Pantoffeln;
Sie gehen von ihrer Eigenart ab um ihm zu gefallen, - im Essen, in
der Bequemlichkeit, u. in anderer Speise. Das ist besonders in Kranke
reich wahr.
Jedoch verstehen Sie mich nicht falsch! Ich glaube dass die amerika=
nische Vorstallung einer 50:50-Partnerschaft zwischen Mann u. Frau
die weit gefündere u. weit bessere ist. Falls ich heiraten (wenn mich
nach diesem überhaupt noch eine haben will!), so erwache ich, dass
es nur auf einer 50:50-Basis sein wird. Ich will meine Pantoffel selber holen [?]! Und ich stimme nicht mit dem Europäern überein,
Daß die Amerikaner unter dem Pantoffel stehen [1 word illegible], daß sie durch
ihre Frauen eingeschüchtert sind. Mein einziger Gesischtspunkt
ist der, das es nichts schadet, ein schlecht dieses „Aus Weibgenschlap=
pen” (korvtareing [?]) für die Männer theoretisch auch sein mag, in
der Praxis ist es verdammt vergnüglich.
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Wir fühlen uns auch geschmeichelt da die Mädels draußen

�unseren amerikanischen Sinn für humor lieben. Die scheinen
zu denken da immer alles, was wir sagen, so witzig ist wie ein
„hoffungsglockenschlag” (Bob Hope crack). Wieder zu hause natürlich,
Werden die Mädels mit sehen Art von Geschwätz behandelt, und es
Macht nicht viel Eindruck. Ich glaube, wir würden zugrunde gerichtet
(spoiled)!
Die britischen Mädels lieben es besonders, wie wie sie kom=
plimentieren. Anscheinund komplimentieren sie die englischen
Männer nie sage, u. sie antworten darauf, wie es die Blume
gegenüber der Sonne tut.
Es scheint uns, daß die amerikanischen ausländischen Frauen mehr
„fraulich” sind als die amerikanischen, u. das ist etwas anderes,
Was nicht leicht zu erklären ist. Es ist nicht notwendig eine Ort
des Aussehend, der die englischen Mädels, z. b., sich mehr männlich
kleiden u. handeln als die amerikanischen. Ich glaube, das hat et=
was zu tun mit dem was ich einige Abschnitte weiter eben sagte,
wie die Frauen sich anstellen, um den Männer zu gefallen. Sie
betrachten sich als völlig verschieden von den Männere, besonders
in Frankreich. Wir haben gefunden daß es hübsch ist für Frauen,
[page 57]
1946
Frauen zu sein! Gerade so sind sie nicht zu hilflos.
Das führt uns zum geschlachtlichen Reiz! H-m-m-m-m-m!
Es ist schwer zu erörtern, da noch kaum jemand genau dargestellt
Hat, was esr eigentlich ist. Wie auch immer, wir schätzen die Franzö=
sinnen als erste, die Amerikaninnen als zweite, u. die Engläder=
innen als dritte.
Die Französinnen haben ein gewisses „Luft in ihren Augen”.
Ich hatte es, solche fahle Phrasen zu gebraüchen, aber das trifft es

55

�genau. Die werden nicht das gleiche Luft in amerikanischen oder
englischen Mädels finden. Die Augen der französinnen blicken
tatsächlich anders, als ab eine Art von Lebensfreude („joie de
vivre”) durch schiene. Es ist peinigend, launisch u. Neugier
erregend. Da ist geschlechtlicher Reiz in allen ihren Gesprächen. Sie
haben eine Gabe Leichter Schlagfertigkeit (schneller Entgegenung),
die ausschweifend (gay) u. gewagt ist, als spielten sie das bezau=
berndste Spiel der Welt – das Spiel, eine Frau zu sein – u. genie=
ßen es. –
Wenn wir zur Erziehung weitergehen, haben wir die „blauen
Streife” am amerikanischen Mädel. Von einer Sache sind wir
überzeugt, nämlich, daß die USA weit u. breit das beste Schul
[page 58]
56

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system der Welt haben. Wir haben nirgends eine Frau getroffen,
Die im allgemeinen so gut unterrichtet ist wie die, die wir zu Hause
gelassen haben. Für eine ersthafte Unterhaltung (abseits von
Kriegsgesprächen) werden wir jederzeit das amerikanische Mä=
del wählen, oder mindestens für die meiste Zeit.
Die Amerikanerin scheint auch verantwortungsvoller
u. ersthafter gestimmt als das frazösiche Mädel, dann es
gibt Zeiten, in denen das luftige u. peinigende (tantalizing)
Gespräch von Paris nicht genugt. Es ist schön für ein Rendezvous,
aber für eine Frau….
Der Krieg hat uns unsere erste Gelegenheit gegeben, das
amerikanische Mädel mir anderen zu vergleichen. Und, wie
wir gezeigt haben, entdeckten wir einige Dinge draußen, die
wir glauben bei unseren Frauen zu heute nicht zu sehen.
Aber wir zweifeln, ab sich das amerikanische Mädel vielän=

�dern wird, u. wir sind uns auch nicht sicher, dass wir uns das
wunschen, selbst wenn sie nicht ganz vollkommen sind.
So endete die „Männer-Sitzung” (bull-session) gerade, als
Wir alle erkannten, daß es so ist. Einige sagten: „Ja, aber gerade nach
all’ diesen guten Eigenschaften diser Babys draußen, welche Art
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1946

57

von Mädchen würdet ihr heiraten? ”
Und natürlich sagte alle 7 von uns „amerikanische”, u. kei=
Nen etwas anderes. Der achte Mann war an ein britisches Mädel
verheiratet u. sehr glücklich. Der erste von uns war bereit, in Augen=
blicke zur Freiheitsstehen zu reisen – u. mögen andere Frauen noch
so gut sein.” [This is a translation of an article taken from the American Magazine; No original source
was found.]
10. Januar. – Heute mittag fährt Theo Sturm nach seinem neuen
Stickungskreis; Fort Washington aus Long Island. Dort soll er
wohl für die Navy arbeiten. Er hofft, später von Prof. Galey (M.F.J.)
doch noch in die Laboratorien das Signal Corps, New Jersey, gehalt
zu werden.
Nachmittags wird unsere Großgepäck abgehalt u. in Boston auf
Die Bahn nach Fort Bliss gegeben.
11. Januar – Heute wird die Weiterfahrt nach For Bliss also doch
Wirklichkeit! Nach einem frühen Abendessen u. unter zurücklassung
des armen Debrick, der mit einer Fistel auf der Oberlippe u. Fieber
im Bett liegen muß, brechen wir 1645 auf. Es ist eine kalte, klare
Abenddämmerung, als wir in das Boot steigen. Durch unseren Lichter=
betäten Archipel – in dem Long Island, dassen wesentlichen Teil doch
der Hügel mit dem ausgedehnten Hospital ist, bald verschwindet[page 60]

�58

1946

steuren wir rasch dem Hofen zu. Noch einmal bekommen wir
einen eindringlichen Eindrucke von der Ledeutung Bostons als
Hofen! Solche zahl von Kriegsschiffen, vor allem zerstöres! Auf der
anderen Seite der weiten, dichtbesiedelten Bucht hellerleuchtete
Schiffswerften. Der „Winkel” der Buchte in den wir hineinfahren,
ist von den Hochhäuser sicht umstanden. Ein nahezu unwahrschein=
liches Bild, diese vieltenstrigen, erleuchteten hohen Fronten, bald
wie eine Theatersilhouette. Nach einem schwierigen Anlegemanöver
wieder die gewohnte „Truckfahrt” zum Bahhof, Gepäckausgabe!
Nach einer halben Stunde Warten, während dem wir das Treiben
vor dem gegenüberliegenden Hotel ständig lästernd beobachten,
geht es mit der üblichen MP-Begleitung an abgesperten Bahnstei=
gen entlang zum Zuge. Wir bekommen einen mehr oder weniger
altmodischen Pullmann-Schlafwagen, aber-einmal in USA,
müssen wir je auch das kennenlernen! Die oberen Betten sind
wie die Wannen schräg an Decke u. Seitenwände „gehängt”.
Platz haben wie jedenfalls genug.
Nachdem das Publikum nach uns den Zug gestürmt hatte ging
es 1915 hast unvermerkt ab. Zunächts fahrt durch die übliche Lichtenfülle
der Ortschatten. Kurs genau often; nach dem großen Seen. Der nicht
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1946

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unsympathisch aussehende Schlafwagen-Neger braucht zwei Stunden,
bis es untere 24 Betten schlaffertig gemacht hat! Sehr praktisch! Zuletzt
bleib nur noch ein schmaler Gang durch den Wagen zwischen lauter
Bettvorhängen. Das Ganze kaum vorstallbar für uns bei den genierlichen
(Besser: Bigotten) Yankees!
12. Januar. – 810 Buffalo. Außer einen großen Hotel vor dem Bahn=

�hof kein Eindruck von der Stadt, es ist sehr trübes Wetter, neblig.
Früstück im Speisenwagen; sehr modern u. sogar geschmackvoll ein=
gerichtet, das Raucherabteil mit bequemen Polstersesseln, die quer
zur Fahrtrichtung, mit dem Rücken zu den Fetcshere [?], stehen. Den
Vormittag über geht es am Erie-See entlang. Vom See selbst ist
wegen des Nebels nicht viel zu sehen. Die Uferlandschaft ist recht
hübsch, parkartig, ziemlich sicht besiedelt. – Erie – 1225(Ortszeit)
Cleveland. Auffällig viele u. stattliche Katholische Kirchen, mit
offenbar spanisch beeinflußtem Baustil. Wie doch diese kotch [?]. Kirchen
sogar ein USA-Städtebild lebhafter ansehelicher gestalten können, es heimelt
uns geradezu etwas an! Im übrigen hier u. in den folgenden
Stunden der Eindruck eines sehr hoch entwickelten Industriege=
Bietes (Hochofen = u. Hüttenwerke) mi taller zugehöriger Lößlichkeit,
Zumal bei diesem nebligen, regnerischen Wetter. Ausfällig war
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60

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In den Bahnhofsanlagen die genau rechtwinklige Kreuzung
der Gleibanlagen! – Wellington (Ohio) – Galian (Ohio) – Marion
(Ohio) – Bellefontaine (Ohio) – Sidney (Ohio) – Versailles (Ohio) –
– Union City (Indiana) – Winchester (Indiana) – Muncie (Indiana)
– Anderson (Indiana). In Muncie beginnt, es, zu dämmern.
Sofort ist die „Lichtenpracht” der amerikanischen Städte (auch der
kleinsten) erwacht. Diese „Lichtkulissen” täuschen sonst was für
ein Stadtbild war,- bei Tage besehn, erscheint meist eine recht
bescheidene Ansiedlung. Muncie ist typisch für die USA-Bandstädt=
chen: eine breite Geschäftsstraße rechtwinklig zur Bahnstrecke,
sich nach beiden Seiten bald in der getreide Stoppe verlierend,
u. Drumherum ist nicht mehr viel. – Anderson (Indiana) - 1805
(Ortzeit, in Union City (1700) würde die Uhr um eine Stunde zurück=

�gestellt) Indianapolis, die typische „Steppen-Großstadt”. Heller= u.
beleuchtete Hochhäuser im Stadtzentrum am Bahnhof, endlos lange,
wie Boulevards blendem beleuchtete, breite Geschäftsstraßen
mit wimmelndem Autoverkehr. Grosser Bahnhof mit viel Personen=
verkehr: auch die US-Amerikaner, ein Steppenvolk, nomadiesierer
ruhelos, sie eb emit ihren bequemen Eisenbahnen Unt [illegible strikethrough] über
u. zwischen allem die zapplige u. farbenschreiende Lichtreklame
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Im Ganzen: Von Schönheit keine Spur! – Terre Haute – Effingham –
13. Januar. – 030 Einfahrt in St. Louis. Bei hellem Mondenschein
Durch das blendende Lichtermeer einer riesigen Bahnhofsanlage,
Aufentfalt in mächtigem Kopfbahnhof. Nach etwa zweistündigem
Rangieren rollen wir durch die Vorstädte von St. Louis genau
Ostwärts weiter. Die Stadt liegt in einem sehr weiter Talkessel,
Einer flachen Schüssel, z. T. an ̆ u. auf den Uferhängen des
Missouri. Es sind offenbar hübsche Villenvororte, mit gepflegt aus=
sehendem, typischen Holz-Einfamilienhäusern, z. T. In Obstgärten.
Im Mondschein machen diese Ansiedlungen jedenfalls einen
ganz freundlichen Eindruck, etwas anheimelnder als die anderen
Steppenstädte u. saher auch etwas tröstlicher. – St. Charles – Mexico
(Missouri) – Moberly – Brunswick (Missouri) – Norborne (Missouri)
– Camden (Missouri). Im strahlenden Sonntagmorgen-Sonnen=
Schein fahren wir wieder in Missouri-Tal. Der Morgen erinnert
Mich irgendwie an die Hübschen Dörfen in Bessarabien an der Strucke
nach Odessa, wo wir auch an solch’ einem frühlingshaften Sonn=
tag morgen fuhren. Kurz war Kansas City, am Steichbilde der Stadt,
neben riesige Getreidespeichern, an einem Bahnübergang
Autounfall: Die Lok nahm einen PKW mit, der von zwei Frauen

61

�[page 64]
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gesteuert wurde, etwa 30 m mit. Die beiden Weiber entwik=
kelten einen unglaublichen Dusel, den der Wagen wurde
um seine Hochachse sozusagen über Eck gedreht nur Bug u. Heck
waren demoliert die Vordersitze waren fast nicht beschädigt.
Ehe eine neure Lok da war, hatten wir jedoch über 2 Stunden
Versäumt, u. unser Anschluszug in Kansas City war ohne uns
abgedampft! Also Zwangsaufenthalt von 24 Stunden!! Wir werden
wieder endlos hin-u. heranziert stehen endlich im Kansas City
Terminal, etwa im Zentrum der Stadt. Das Geschäftviertel liegt
auf einem sanft ansteigenden Hügel, der von mehreren, gut aus=
sehenden Hochhäusern gekrönt ist. Sonne u. blauer Himmel lassen
das Bild freundlisch erscheinen.- Mittagessen im Bahnhofsrestaurant.
Der Bahnhof ist sauber, modern, architektonisch ansprechend. Das
Restaurant ist ausgezeichnet, freundliche Bedienung (waitresses),
das Personal im übrigen in allen Rassen schillernd, viele Filippinenmädchen. Das Publikum macht einen recht kultirierten Eindruck.
Wir warden für eine Musikkapella gehalten! In der schönen
Bahnhofshalle sind sehr gute Läden, u. a. eine sehr reichhaltige Buch=
Handlung. Zum Abendessen gehen wir wieder im das Bahnhofsrestau=
rant. Auffällig wieder das gute Publikum; man meint steinehe,
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1946
den Einfluss des Deutschems zu spüren, das hier im Mittelwesten
sehr stark sein soll; Kansas City sei das Zentrum des hieligen Deutsch=
tums. Als wir, 4 Mann, als letzte unserer Gruppe das Lokal verlassen,
spricht uns ein jovialer Familienvater an – Der mit Frau u. zwei
Töchtern hier zu Abend ist – ob wir Ausländer seien. Als er erführ,

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�dass wir Deutsche seien, wurde er fast starr vor Erstaunen, war aber
dann offenbar nicht erfreut u. wünschte un seine recht gute Reiste
vor dem Restaurant, in der Bahnhofshalle, hatten sich unsere Män=
ner um einen kleinen Hern versammelt, mit dem sie sich ange=
regt auf Deutsch unterhielten! Er war Deutscher Pfarrer, vor etwa
20 Jahren aus Köln ausgewandert; er freute sich riesig, uns zu
sehen. Er erzählte besonders von der Stärke des Deutschtums hier,
es gebe einen grossen Deutschen Klub in Kansas City. Auch er
schied mit den besten Wünschen.
14. Januar. – Es wird nach 1100, ehe unser Anschlußzug eintrittt
Es ist wieder schönstes Wetter. Bei der Ausfahrt sehen wir, wie hübsch
die Stadt am steilen Ufer des Missouri liegt. Es geht in MissourieTal lang, die Vegetation ist sehr heimatlich. Stattliche Dörfer,
mit z. T. recht ansehelichen Wohnhäusern; auch Einfluss des
Deutschtums? Im Laufe des Nachmittags wir die Landschaft
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Immer eintöniger, schliesslich gibt es überhaupt keine Bäumer
Mehr; nur nach der Bahnlinie u. einer meist parallel verlau=
Fenden Autostraße orientiert sich die Landschaft. – Lawrence –
– Topeka – Herington – Mc Pherson. Hier sind wir mitten in einem
Ölgebiet, zahlreiche Bohrtüreb mit primitiven Pumpwerken. Das
Städtchen selbst sieht recht wohlhabend aus: gepflegte Straßeb mit
Allendäumen u. Rasenanlegen, recht nette Landhäuser, sogar
in Stein gebaut! Es sollen viele Schweden hier leben, erklärt uns
ein älticher Zugschaffner, dessen Vater Hamburger war; er selbst
spricht aber nur noch einige brocken Deutsch. Stächste Stadt Hutchin=
son angelegt wie Mc Pherson, gröser u. nicht ganz so
gepflegt. – Pratt – Bucklin – Dalhart – Tucumcari, hier Ankünst

�etwa um Mitternacht bei Schneesturm!
15. Januar. – Die fahrt geht durch verschneites Berg gelande,
kaum Vegetation, Stellenreise zwergkiefern. Soweit erkenn=
bar, im Mondlicht sehren wir auch einer zerfurchten Hochfläche,
mit aufgesetzten kleineren Kuppen. Am Vormittag zu erst bei
Schneetreiben, dann bei Sonnenschein durch immer gebirgigen
Landschaft, es treten imposante Bergketten hervor. Badenbedeckung,
soweit durch den Schnee sichtbar schon recht wüstenhaft: niedri=
[page 67]
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ge, kleinblättige Büsche, zwergkiefern. Die Färbung der Gebirgszuge
wird immer schooner, Park rötlich. Zum Mittagessen kommen wir
durch Alamagordo, mit Tierpark am Bahnhof. Hier in der Stüfe soll
Rees mit seinen Leuten sitzen. Der Ort macht einen netten
Eindruck; hinter ihn gehen ostwärds bald die Berge steil hoch.
Der Schnee hat wieder erheblich abgenommen. Rechts der Bahn
kommt ein wildgezackter Bergzug näher. Es seht heftig [1 word illegible].
Bald sieht man in der Ferne die ersten „Hütten” von El Paso,
linkerhand Flughafen. Nach einiger Zeit fehren wir durch ein
riesiges militärisches Lager hindurch [?], z. T. auf einer flachen Buch=
lehre rechterhand gelegen. Des muß doch Fort Bliss sein! Rechts
kommt der Gebirgszug sieht heran. Wir fahren noch eine ganze Strucke
durch Siedlungen. Nach einer starken Rechtskurve wird es
sehr städlisch: Hochhäuser viel Verkehr in den Straße. Das letzte
Stück fahren wir quasi auf der Straße selbst. Dann ein ansehnlicher
Bahnhof: El Paso (1345)! V. Braun, Axster, Schilling u. Fleischer stehen
„Draußen”, mit breitkrempigen Hüten, Lederwesten usw. Sie
Kommen mit einem reserviert aussehenden, aber sonst nicht
Unsympathisch Major ([1 word illegible]) auf den Bahnsteig zur Begri=

�ßung. Im Omnibus (Gepäck im Truck) geht’s sogleich durch die
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66

1946

Stadt die uns angenehm enttäuscht. Geschäftiges Leben in der
Innerstadt, gute Läden. Besonders fallen uns die schönen
Wohnstraßen auf, mit Bäumen bestanden, komfortable Villen
in Stein gebaut, z. T. geradezu hochherrschaftlich. Sowas hatten wir
in ganz Amerika noch nicht gesehen! Im Vorderteil des Fort Bliss
ebenfalls Steinhäuser an guten Baumbestandenen Straßen,
an einer langgestreckten Rosenfläche. Wir fahren bis ans Ende
des Forts, des dort hinten allerdings sehr barackenhalt aussieht.
In einen etwas abseits gelegenen, geschlossenen Block von
Baracken finden wir unser neues „Heim”. Bauart der Baracken
wie in Fort Strong, die ieinzelnen „Wohnräume” durch Gipsplatten
die nach dem gemeinsamen Mittelgang reichlich viel Entluftungs=
löcher freilassen, abgeteilt. Ob die „US-junior-officers” wirklich
so wohnen? Oskar Bauschinger ist nicht da er arbeitet z. zt. im
„White Sands Proving Ground” bei Las Cruses, ca. 80 Meilen
nördlich von hier, westlich von Alamogordo. Dort ist der Reesische
Laden, von dem wir schon färten, die Stelle, wo die Schlosserei vor
Sich gehen soll. Das kann wir mitten in der Wüste sein, am
Fuße der zarkigen Berge (Organ Mountains), die wir westlich
Von Alamagordo sahen.
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1946
Ich beziehe vorerst Oskars Zimmer, in oberen Stockwerk in der nord=
östlichen Ecke einen Baracken. In der zweier militärischen, aber sehr
adressen „Messhall”-Baracke ein Imbiss, serviert durch deutsche
Kriegsgefangene, die einen unvergleichlich besteren Eindruck

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�machen als die in Fort Strong, meistens Afrikakämpfer, also Elite=
truppe. Gegen Abend Volksversammlung in der „Konstruktions=
baracke”, u. Braun fürht uns in die Lage eine. Die erste, von uns
selbst gestalt Aufgabe heißt „Eisbruchen”. Dazu wird gemeinsam
ein FR-Buch geschreiben, des im War Department breschen schlagen
soll. Sodann wird ein neues Project bearbeitet: Verwendung
des [1 word illegible] als Träger für eine Sekundärrakete mit Marschtriebwerk
(„Lorrain-Rohr”). Daneben Theaterschiessen mit [1 word illegible], domitis [?] die
Amis lernen. Die teschnische Regie der Arbeiten in White Sands
läuft unter der Regie der General Electric. Zugleich wird
auch offenkundig, was neben diesem sehr positiven Ablauf der
hochlichen Seite an manschlichen Dingen schief gelaufen ist:
Von Heimatpost ist noch weit u. breit nichts zu sehen, wir sind
praktisch auf unseren Barackenbereich einzusperrt (so sieht also
„no physical restriction” aus!), die Quartiere sin dim Ganzen
Eben doch mangelhaft, keine Battwäsche, u. an Päckchenschicken
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68

1946

ist vorerst überhaupt nicht zu Denken! Der Kommandant der Fort
Bliss, ein Maj. Gen. Forester, soll uns gar nicht gut gesonnen sein,
er verbietet uns das Herumlaufen im Fort, den Besuch der
Kinos, Service Clubs, der PAE’s (Marketenderwaren-Verkauf),
ja sogar des Haareschneiden-Lossen beim Truppenfriseur!! Da
stimmt doch was nicht! Beherschenden Eindruck: Selbst für ams=
liche US-Stellen gibt es bezüglich Vertragstreue wenig Skrupel!
Den erfreulichen Abschluss des Abends bildete des zusammen=
Heim im „Clubhaus”. Das ist eine vergrößerte Holztaube am Rande
des freien Geländes neben unseren Baracken. Dieses Clubhaus
haben sich unsere Männer zu Weihnachten selbst geschaffen haben.

�Das ist echt Deutsch! Aus Pappe, Nägeln, Beine, Alten Batten u.
Farbe haben die Männer etwas hiergezaubert, warum uns sicher
erste Bar mit silbrigen Sternenhimmel u. Schikanen, einen
netten Leseraum mit bequemen, selbstgezimmerten Sesseln u.
Couchen, wirklich anheimelnd, ein Spielzimmer, eine kleine PSL.
Dieses Clubhaus muß uns also gezwungener Maßen sehr viel be=
denten in unserem hiesigen Dasein! Jedenfalls ist es ein Bezirk,
wo wir uns allein als die Tonangebenden fuhlen kämen!
[page 71]
1946
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�</text>
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                  <text>&lt;p&gt;Dr. Gerhard Reisig was born in Leipzig, Germany in 1910 and died in Moorhead, Minnesota in 2005. Reisig attended the Nikolaischule through high school. He received his engineering degree from the Technical University in Dresden, Germany, and he later earned his doctorate in engineering from the University of Braunschweig, Germany.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;After working for the Siemens Co. in Berlin for several years, Reisig joined the Wernher von Braun rocket team in Peenemuende, Germany. Brought to the United States through Operation Paperclip, Reisig moved with the team to El Paso, Texas in 1946 and then to Huntsville, Alabama in 1951. He first worked at the Army Ballistic Missile Agency, then at the Marshall Space Flight Center, remaining with the rocket team until his retirement.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;After retiring, Reisig taught for a year at Concordia College in Moorhead as a visiting professor of physics. He continued working on various projects and authored a comprehensive history of rocket technology. Reisig regularly participated in space-related meetings and gave lectures, and he maintained contact with scientists in many countries. Dr. Reisig is the author of "Raketenforschung in Deutschland."&lt;/p&gt;</text>
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                  <text>&lt;a href="http://libarchstor.uah.edu:8081/repositories/2/resources/78"&gt;View the finding aid for the Gerhard Reisig Collection on ArchivesSpace&lt;/a&gt;</text>
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                <text>Gerhard Reisig Dipl.-Ing., later Dr. Gerhard Reisig, was a German-American rocket scientist that worked on the team of von Braun at Fort Bliss. This journal covers his journey to the United States under Operation Paperclip, and includes descriptions of his experience to and through his arrival on December 6th, 1946. In this journal, he discusses numerous parts of his travel and experience in the United States including the rail route taken by the group he was in, reviews of two films of the time, comments on fashion and American society, as well as periodic mentions of food culture especially early in the journal. The transcript includes links to copies of the articles he transcribed by hand if they could be found.</text>
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~

.

-

~-

•

Remarks by Dr. We rnher von Braun. Dir ec t or
George C. Marshall Spa ce Flight Center
National Ae r onautics and Space Administration
Huntsville. Alabama
A l abam a Legislature
Montgomery, Alabarna
J une 20, 19 61, 11:00 a.m.

Your Excellency Gove rnor Patterson, Lieutenant Governor
Boutwell, Speaker Ashwo rth and gentlemen of this joint session of the
Legislature of Alabama:
I want you to know that it is a very real honor for me, a
citizen of A l abama . to add r es 5 you today in the Capit a l City of our
Great State .

1 deeply appreciate your thoughtfulness in inviting me

to be with you in this historic C a pitol Bu ilding .
It is my privilege to know a number of you pe r sonally , and

I wish I knew tTlore of you.

I'm su r e that if the appropriations for the

George C. Marshall Spa ce Flight Center carne directly from the
Legi s i"at ure of Alabama ins te ad of the Congress I would know many
more of you.
I have been privileged for some time, of cou r se, to know
Governor John Patterson.

In fact, I enjoyed a ve ry pleasant luncheon

and conve r sation in Washington wi t h the Gove rn or not so long ago.

•

�•
&lt;.

2

Also, I frequently see and talk with our own representatives
from Madison County:

Senator Dave Archer, Representative Roscoe

Roberts and Representative Luke Reynolds.

I should like to give a

little public credit to Dave and Roscoe and Luke for the tremendous
help they have been to the Marshall Space Flight Center and the U. S.
Army at Huntsville.

They have frequently helped pull us over the

rough spots as the rocket and space exploration business in Alabama
began to have more and more impact on the State and South.
I am. glad to say, too, that you gentlemen of the Legislature
have responded ITlore than once to our expanding needs.

And thanks to

the persuasiveness of our Madison County delegation -- and your own
good judgement and conscience - - I
as we wanted you to.

~m

glad to add that you responded

We are delighted, of course, that you did, and

we are grateful.
As you may recall, some of my former German colleagues
and I carne to Alabama from Ft. Bliss, Texas , some ten or

~leven

years ago, and six years ago this past spring we were awarded our
Alnerican citizenship.
I want to take advantage of this occasion to express my
sincere appreciation to the many fine citizens of this State for the
warm, truly Southern hospitality which they have extended to us.
We like -- and we are proud of -- our Alabama friends and neighbors.

•

�-"
3

As you will remember, during the past few years all of us in
Alabama have shared some exciting. history-making moments together.
First there were the pioneering Redstone and Jupiter missile

programs~

then our laounching of the Free World's first satellite around the earth,
built right here in Alabama; then our launching of the Free World's first
satellite around the sun, again built right here in Alabama; then only a
few weeks ago came our launching of the Free World's first man into
space.

And, 1 hasten to add, with the Saturn deep space rocket and

other programs now underway at the Marshall Center. we expect to ring
up a few more firsts before too long.

Even now a lot of people still ask me, "Why do you want to
go to the moon? II I like to remind them about one of this country's most
famous scientists.
When wise old Ben Franklin sent up his kite that day in the
thunderstorm, he got his knuckles singed by electricity.
Franklin learn by this experiment?
from the clouds would shock him.

Not much.

What did

Only that electricity

But because Ben was curious about

the world around him, his simple research -- plus a few other experiments conducted elsewhere -- stirred up a lot of interest.

A burst of

attention was then focussed on electrical research, and as a result, old
Ben Franklin's kite sparks flew around the world.

Today, we can't

drive a tractor, fly an airplane, light a house, or send a satellite into
space without electricity.

•

�,
4

My point here is that as wise as Ben Franklin was, he didn't
have the faintest idea of the great benefits that were in store for mankind
as a result of the first faltering experiments that he and others about that
time carried out.

But Franklin did have scientific curiosity.

It was

curiosity that made him go fly a kite that day. not some mysterious.
prophetic knowledge that he was about to help pave the way for va'st new
benefits for all mankind.

So when somebody tells you to go fly a kite, don't punch him
in the nose.

Who knows?

You too might discover electricity.

Incidentally, as you know, Benjamin Franklin was not only
a s.c ientist and inventor, but he was also a great statesman and politician.

In fact, he would be equally as much at home -- were he alive today -with the employees of the Marshall Space Flight Center as he would with
the m.em.bers of our Legislature.

And after reading som.ething of som.e

of the rem.arkably skillful operations conducted around Goat Hill here
lately. I wouldn't be surprised if we couldn't learn m.ore fro.m. Franklin
about our business than you could learn from. hitn about yours.
It is curiosity that sets m.an apart .

•

It is curiosity that m.akes hitn learn.
This has been true throughout history .... first curiosity; then
learning; then advancement.

•

�•

5

But the guy who is curious -- the restless searcher for new
knowledge -- never knows where his curiosity will lead him.

All he

knows is that SQIne time, in Borne way. the knowledge he digs up will
better the lot of his fellow man.

For instance, the great bacteriologist, Sir Alexander Fleming.
found one day that certain bacteria were killed by a mold.

This "accidental

discovery -- which happened because Fleming was curious about mold -gave us penicillin.
He didn't have the faintest idea that what he saw under his
microscope that day would end up by saving many, many thousands of
h~an

liv es.

It's always that way.

•

We just never know what the next bit of information will bring
f orth.
That's why we want to -- and why we must -- explore space.
!tIS

our next frontier, our newest challenge. and the greatest unknown

today.
I am convinced that the exploration of outer space will produce
undream e d of benefits for all of us.

And the very fact that nobody knows

for sure what all of these benefits will be opens new prospects and excites
our imagination to further progress .

It has been said (Henry Ward Beecher)

that lithe soul without imagination is what an observatory would be without
a telescope.

II

Now how are we going to space?

�6

I'd like now to show you a few slides of actual space hardware
and d i scuss with you some promising methods we plan t o

US~

to get out

there.
The other day The President said we should go to the moon.
Well, he's not alone.
Let us just hope that somebody named Ivan Ivanovich or Yuri
Gagarin doesn't get there first.

How are we going to get there?

And when?

F i rst, l e t me say here and now that this country has nothing
to be ashamed o f in c omparison with the Soviets in space exploration to
date.

This c omparison may have been valid three years ago, but today

we have orbited many more scientific satellites than they; and from
them we have gleaned a great deal more new flcientific information from.
the universe than anyone else.
The area where we are obviously behind is in the field of big
boosters .... the big push.

That is the bottleneck.

That',s why I should

like to talk with you today about our efforts in big space booster development.

I shall discuss two in particular:

The Saturn and Nova .

But, before I go into that let me say that we're all highly
gratified , of course, at Alan Shepard's successful and historic voyage
aboard the Mercury-Redstone rocket.

•

�7

LIGHTS OFF
SLIDE I
But to achieve this we had to fall back on that old reliable
Alabama-made Redstone rocket.

The Redstone . taking off on the left ,

was first developed as a weapon .

It has never yet been fired in anger .

But when we got into trouble (and maybe angry) because the Russ.ians
beat us up there with the Sputniks, we had to call on the Redstone to
put the first American earth satellites into orbit.

In the middle is the

Jupiter C which lofted Explorer satellites I , III, and IV.

Then after

Yuri Gagarin 1 s orbit ... . in an effort to stay in the man-in-space race .. ..
we again relied on that old reliable Redstone to boost our first American

•
into space.

You see it on the right -with the space capsule on top.

Following the Mercury-Redstone will be the Mercury-Atlas
which will'J?lace an American in orbit later this year.
Well, as to How and When . .. . to put it sinlply the United States
now has a whole stable-full of other good rockets to do the job with; and
from all indications we're going to accelerate our most vital space exploration programs and tinletables rapidly and forcefully.
I should like now to talk with you about two big space exploration
vehicles .

SLIDE Z

�8

First the Saturn .

Thanks to a little clever fCfking .... and with

the cooperation of the Governor's press secretary .... we see the Saturn
deep space rocket right on the lawn of our Capitol building.
This particular ve rs ion of Saturn stands about 18 stories. high .
The Saturn rocket not only compares in size with the Capitol, but I suspe,ct
a comparison in internal complexity and perhaps an ability to shift courses
might be made,
With the belp of private industry and universities around the
country, the Saturn space carrier vehicle is under development here in
Alabama for the National Aeronautics and Space Administration.
Several versions of the Saturn are being considered.
smallest --

80

called

Even the

is the world's largest known rocket.

SLIDE 3
Here is a cutaway of the Saturn booster showing· the fuel and
oxygen tanks.

There are eight tanks six feet in diameter surrounding

one tank in the middle of the cluster that is nine feet in diameter.
of the outer tanks -- and the middle t ank - - hold liquid oxygen .

Four

The

remaining carry the kerosene.
You can't see them all here. but the booster has eight keroseneoxygen engines. each of which can develop 188.000 pounds of thrust. By
"thrust" we mean lifting force.

•

�., •
9

The Saturn represents a four-fold jwnp in thrust power ....
from the 360. 000 pound thrust Atlas to the 1.5 million pound thrust
Saturn.

This is equal to the energy developed by almost all the

100, 000 or more automobiles in Montgomery, Alabama.
This particular first stage will be used to boost the first two
versions of the Saturn rocket now under consideration into space.
For our purposes, we call the three versions of the Saturn
the C-l, C-2. and C-3.

SLIDE 4
Here is the second stage of the first -- or C-l -- version
of Saturn.

This stage will be powered by six hydrogen-oxygen engines,

each developing 15, 000 pounds thrust.
These new hydrogen engines represent the first step forward
in advanc ed li quid propellants .

Our earlier space vehicles generally

used sorne type of kerosene as fuel.
This stage is some 17 feet in diarneter and about 40 feet tall.

SLIDE 5
A new developrnent in liquid rocket engines is underway to
power this, t he number two stage. of the second -- or C-2 -- Saturn
vehicle,

Four new hydrogen engines. each developing 200,000 pounds

thrust, will be combined to give this stage a total of 800,000 pounds
thrust.

This new engine will be a really big step in the development

of hydrogen engines ... , frorn 15,000 pounds to 200, 000 pounds thrust.

SLIDE 6

•

�..
10

Here at a glance you can get a good look at the three Saturns.
The first version, . on the left, can put la, 000 pounds of payload into low
earth orbit.
earth.

It is also designed· to put three men into orbit around the

The £irst launching of the Saturn C - l . without a payload,. is

schedul ed for the last quarter of this year.
about 180 feet tal1 .

With payload, it stands

It weighs about 1, 000, 000 pounds at liftoff.

The second Saturn, in the middle, will be about 210 feet high.
It will have three stages and will be capable of orbiting manned or un-

manned payloads of more than 44, 000 pounds around the earth, soft -lan d
a 3,000 pound payload on the moon and back to earth, or put instruments

•

on Mars or Venus.
The third Saturn shown here is a rather radical departure over
the other versions in that the booster will be powered by two huge new
kerosene engines, each of which develops 1. 5 million pounds of thrust.
This Saturn booster, then, will be twice as powerful -- with three
million pounds thrust - - as the earlier version.

The second stage will

have the same four 200,000 pound hydrogen engines, and the third will
have six hydrogen engines with 15,000 pounds thrust each.

•

1,6, OOtIt can put"*, 000, 000 pounds into earth orbit, or fly a multiple
crew around the moon or send 24,000 pounds on a one-way trip to Mars.
Ten launchings of research and development vehicles are
scheduled in the current Saturn program.

�::

.

11
We expect the Saturn deep space rocket to be the major rocket
for U. S. space exploration for a number of years.

It is the first large

rocket to be developed in the U. S. for scientific peaceful research.

SLIDE 7
When the Saturn puts men into space it will carry a spacecraft
known as Apollo.

Here you see the Saturn booster out in space separating

from the remaining stage and the Apollo.

The Apollo is not only an

extension of the Mercury-man-in-space program, it has other capabilitie.8.
For instance, men can use it to observe the surface and envirorunent of
the moon before a manned landing takes place.

The Apollo is also

sufficiently flexible to serve as a manned orbiting laboratory .... a
laboratory where man can perform useful space research in a low earth
orbit.

This orbiting laboratory is a necessary step leading toward a

permanent {nanned space station.
This will be the main application of the Saturn rocket ... . man
into space.

SLIDE 8
Here is a promising plan to recover Saturn boosters and thus
save a lot on money.

Rockets are usually considered expendable, but by

using this unique Rogalla kite -- called a paraglider -- _we think we can
return boosters and some upper stages to land and fly them again.

•

�•

IZ

The paraglider would actually be guided down from the ground -as you see here -- through a radio remote cont r ol system.

Lines attaching

the kite to the booster can be pulled in or let out to cont r ol the kite as it
descends and finally approaches the landing strip.
SLIDE 9
The special barge was built because it's about the only way -- at
present, anyway -- that we can get the Saturn booster from the Marsha ll
Center to Cape Canaveral.

However, due to an accident at the Wheeler

lock on the Tennessee River not long ago , it looks as if we're going to have
to use two water - going vessels temporarily.
name of this barge -- to get it to the lock.

WeI ll use the Palaernon -- the

ITlQve

it by a whee led transporter

around the lock. then re-load on a former Navy barge and proceed to the
Cape.

It 1 s a 2,200 mile trip by river. the intercoastal waterway that runs

across the southern tip of Alabama. the Gulf of Mexico and the Atlantic Ocean.
The skipper of this unusual craft describes the barge as a crOBB
between a mine sweeper, a garbage scow and a blimp hanger.
SLIDE 10
Moving the upper stages of Saturn by air is a possibility.

A

rather startling proposal by Douglas Aircraft has been made to carry
the Saturn second stage on top of an aircraft in piggy-back fashion.
seriously looking into this scheme.

We 1 r e

The idea is to save time and money.

�13

When I first studied this proposal I couldn't help thinking
about the caterpillar who, like too many of us, never can accept a new
idea.

Two caterpillars were strolling along in the dust one day when a

butterfly went by overhead.

One caterpillar said to the other:

"They'll

ne ve r get me up in that thing. "
SLIDE 11

Here is Saturn with a nuclear upper stage.

In this concept of

a nuclear rocket, hydrogen is heated by passing it through a nuclear
reactor and then exhausted through a nozzle yielding about twice the
propellant economy you get with a hydrogen oxygen engine.

With this

rn.ore efficient engine, smaller quantities of propellants will be needed,
thus ITlaking ou r payloads a lot bigger.

•

NASA and the Marshall Space

Flight Center are making a number of studies in this area.

Also, NASA

and the Atomic Energy Commission jointly are pushing forward the pace
of the Rover development, as the nuclear rocket reactor program is
called.

We should fly our first prototype nuclear rocket by 1966.

This

first nuclear rocket will be called RIFT .... for" Reactor In Flight Test tt •
Itls easy to see that we call dream up weird alphabetical abbreviations
with the best of them.
The RIFT nuclear vehicle will be flight-tested as a second
stage of the Saturn C-3.

)

.

�14

SLIDE 12
As we approach manned space travel involving several men . ...
and women, eventually, of course .... we must put up much bigger payloads .
Incidentally. Bob Gilruth, the man in charge of the U. S. Mercury
program, was asked the other day if he plans to use women astronauts in the
man-in-space program .

With a straight face, Bob replied:

"Well, we are

reserving 110. pounds of payload for recreational equipment.
T o put these bigger payloads up it takes thrust.

II

Here is a dramatic

example.
The smallliquid engine you see creates 188, 000 pounds thrust.
Eight of these make up the Saturn first stage which produces, as you now
know. ' 1. 5 million pounds.

Then , at one stroke. comes a single engine that

produces the same amount of thrust - - · 1. 5 million pounds - - that the whole
Saturn engine~ cluster produces .

Both are kerosene engines .

To express myself in more familiar terms, this big rocket engine
produces 33, 000 , 000 horsepower, compared with these two diesel locomotive
units at the left which together produce only about 4, 000 horsepowe r .

Now

by clustering a batch of these big engines you can see that we can really

•

achieve power.
SLIDE 13
And h ere is where we will need it.
possible Nova space vehicle concepts.
Saturn.

This slide depicts one of the

Nova is the next big step beyond

•

�15

By clustering the Saturn C-3 boosters -- those first stages
with the two 1. 5 million pound single chamber engines -- on the left
we come up with this clustered Nova vehicle in the center.

For very

high speed it would be advantageous to increase the propellant capacity
of the top stage.

Thus Nova would offer us an escape payload of up to

140, 000 pounds.

By "escape" we mean escape from the earth's gravity .

With Nova, we could land a locomotive on the moon if anyone
wanted one there.

What is more important, this Nova space rocket can

put a spacecraft -- like the one on the right -- with three men on the

moon and return them to earth, and at the same time leave 40, 000
pounds of supplies and equipment to support a manned lunar station .

•
With a nuclear third stage, it could go into orbit around Mars and return
to earth later on.

Nova vehicles of this class give us the most direct

approach to manned lunar and planetary exploration.

LIGHTS ON

Before Nova, though, comes Saturn.

I might mention here

that the Saturn space rocket will be shown to the public for the first time
on July 1.

In fact you can see two fully assembled Saturn rockets which

we will display at an open house we are having to celebrate the first
anniversary of the Marshall Center.

�16

We will also erect a

Mercury~Redstone

capsule like the one Al Shepard rode in.

rocket, complete with a spa.ce
We would be most happy to

have any of you who can to visit us that day.

We hope it will provide

you and the public with a pretty good .- and rather interesting -- look
at Alabama's major role in the national space program.

We will conduct

four live, that is hot, static tests of a Saturn engine for you.

Also; for

the first time each of the 10 space research laboratories of the Marshall
Center will be opened to the general public.
8: 30 to 3: 30.

Our open house will be from

I'd like to remind you that Huntsville - - for the first time

in several years -- is on Central Standard Tirne this swnmer .

As a

reward for our cooperation in staying on standard time, however, they
give us the privilege of going to work at seven o'clock in the morning .
July 1 is on Saturday, so I s,;!ggest you come up to Huntsville for a visit
to the space center and leave your politics ba.ck here.
Now .... what will it take for this country to regain lost prestige
and once more asswne its place as the scientific and technological leader
among nations?

More particularly, what can the people of Alabama do?

What can the people in this room do?
These slides you have just seen show how much the national
space program depends upon the work going on here in the State of Alabanla.
Just as important for the country's well-being, of course, is the enormous
national defense effort being carried out at Huntsville by the Army Ordnance
Missile Command and the Army Ordnance Guided Missile School.

•

�•
17

The 25. 000 persons employed at Huntsville who carryon this
work receive an annual payroll of about $200, ODD, DOD,

The total money

spent by these agencies each year is nearly Z. 2 billion dollars. and about
16 per cent of this (or 350 million dollars) is spent in Alabama with companies
and educational institutions throughout the state.
I haven't mentioned this to Dave Archer yet, but when the

~igure

of 25, 000 arsenal and Marshall Center employees was ITlentioned in a
ITleeting in Huntsville th e other day. somebody suggested:
"With all these voters around here, why don't we elect a Senator
frOrri Redstone Arsenal?"

The Marshall Center is now in the process of hiring more than

•
1600 new employees.
engineers

Most of the people we need

and ~ scientists.

60

urgently are graduate

In other words, highly skilled and e ducated men

and women .
Although a substantial nwnber of our present technical people
are products of Alabama's educational system , most of ther;,., frankly. have
come f rom e lsewhere ... . from all 50 states and several other countries, as
a matter of fact.

•

�18

You've heard and seen something now about the kind of people
we need and what we need them for.

We need the best, and we need them

for one of the most vital jobs in the history of free men.
This. I submit, is substantial evidence to show that opportunity
is indeed knocking on Alabama's door, and knocking hard, just as oppor tunity knocked on California's door a few decades ago when the aircraft
industry was beginning to blossom.
The question today is. II Will Alabama open the door?"
As a proud citizen of this state and of this count ry

I

I feel a

responsibility to raise this question with you and to discuss it openly
and frankly.
Shakespeare said. "There is a tide in the affairs of men, which,
taken at the flood, leads on to fortune".
now -- but is passing fast.

For Alabama. the tide is at flood

My appeal to you is to recognize this and to

take action today while the opportunity is still available.

I am sure there

are very few problems in Alabama which could not be solved with more
money -- the proper capital investment at this time can produce that
money for the State of Alabama.
Now what investment am I s peaking of?

I am speaking of an

investment in people -- strong. capable, educated people!

Opportunity

goes where the best people go, and the best people go where good
education goes.

•

�19

Unless we get -- and keep -- many more bright young men and
women very soon to help us carry the present load, our programs -- and
Alabama -- will suffer.
, This danger was sensed last winter by a keen Washington official
during his visit with us.

We were asking for rn.ore funds for construction

of facilities, and he raised the question as to whether it was really .smart
for the Federal Government to continue to build up its facilities in a place
which has much difficulty in obtaining the right kind of senior personnel
to operate these facilities,

like a business:

You see, a goverrunent agency functions much

Success is not guaranteed by past successes; no one in

Washington is assuring our future; if we begin to falter -- as we most
certainly will without the right kind of personnel -- serious consequences
will surely

r~esu1t.

To lTlake Huntsville lTlore attractive to technical and scientific
people across the country -- and to further develop the people we have
now - - the acadelTlic and research environment of Huntsville and AlabatTla
lTlust be Unproved and Unproved UnlTlediately.

As lTlany of you know, the

University of AlabalTla has a University Center in Huntsville, which is
definitely a step in the right direction.

In addition they have just opened

a slTlall Research Institute closely affiliated with this Center.

•

�20

As this Institute grows. large corporations will be encouraged to establish
research organizations nearby to form an industrial research park as a part
of the University complex, which in turn will give birth to major new industries
throughout the State.
Unless, however, large swns of lTloney can be found immediately
to improve and enlarge this University complex, its real value may come too
late to help us attract and develop the kind of people we must have.
The citizens of Alabama should recognize even more fully that
the United States, as well as the other leading countries of the world, now
lives in a technological age.

The efforts along this line that have been taken

in the past -- in developing our technological manpower and other industrial
resources -- will not, I repeat , will not suffice to keep pace with the other
states and nati ons today.
It's the university climate that brings the business.
What do you think attracted the aircraft industry to the Los Angeles
area?

The desert and smog?

No, it was U. C. L. A. and Cal Tech and the

Art Institute and St. Mary's and The University of Southern California.
Was it beans that brought great electronic and other industri es
to Boston?

It was the Educational Triangle of Boston University, Harvard

and M. 1. T.

A friend of mine said last week that if M. 1. T. was as close to

Huntsville as are the University of Alabama and Auburn University that
M. 1. T . would own Redstone Arsenal.

•

�21

Let's be honest with ourselves about it:

it's not water, or real

estate. or labor. or power, or cheap taxes that brings industry to a state
or city.

It's brainpower.

make it rich.

Nowadays, brainpower dwnped in a desert will

Right now you could run a profitable electronics firm on

the moon, if the company liked the climate.

Educational c1hnate, that is.

Without question, such a climate is the most important
resource in attracting new people and new ideas.
process.

si~gle

It's a self-generating

Once you get it started, it snowballs.
The top people in industry and goverrunent today like to improve

themselves.
them.

TheY llike flourishing research institutions.

They thrive on

1£ they have a bachelor's degree, they want a master's.

If they

•
have a master's, they want a Ph. D.
to teach and do research.
are not satisfied.

And if they have a Ph. D. they want

So our young engineers with bachelor's degrees

If they could get advanced degrees and remain near an

academic environment, they would stay with us.

Lacking such opportunities

they want to move on to California and Massachusetts.
While we are trying to bootleg young engineers from other states ...
because w e don't produce them here .... the same states are stealing our
senior scientists,

�22

The State of Alabama ... . in this case

I

you .... has a very real

responsibility to promote the advancement of science and higher education.

In short, itls up to you to create the right climate.
In Huntsville we are trying to create a vigorous and varied
educational and research clilnate.

The seed is sown with the University

Center and the infant Research Institute.

But the seed is starving.

It

needs s o mething green .... Money.
To be specific. the Research Institute needs .... at this very
moment . . . . three million dollars for buildings and equipment.

Following

this first investment the Institute will not only be self-sustaining, but will
enrich the State both financially and culturally.
Let me remind you of something:

the rocket and missile business

at Huntsville pours 350 million dollars annually into the State of Alabama.
That's

more ~ than

a hundred dollars a year per man, woman and child.

The only reason that Alabarrta has this bonanza at all is because
the Army had a big chunk of spare real estate that served the immediate
purpose of providing a home.

We've lived in that home for more than

ten years now, and it's about time we got a schoolhouse.

And everything

that goes with it.
For a three million dollar investment now, I promise you that
you'll reap billions.

Easily billions.

is more than a third of a billion.

350 million dollars, don't forget,

�23
The President has asked the Congress for from seven to nine
billion dollars for space for the next five years alone.
that dough will e nd up in Alabama .

A big hunk of

End up in Alabama, that is

I

if

Alabama can attract the kind of people we have to have . provide them
,

with a decent educational. scientific and cultural climate . and make
them want to stay.
If Alabama does this. then the prosperity and culture of the

entire state will g r ow and fl ou rish .

If Alabama doesn't . ... Well, I'd hate to see those Saturn
and Nova r ockets begin that long and lucrative trip to the moon from
the State of California.

•

Now, it is not my place to tell you what to change or how to
change it . but I tru s t you may take this warning seriously.
I' m not a s king for something next year, or n ext month, or
next week, or tomorrow .

I'm asking that you -- each of you, individually

and collectively -- do something now .
On one hand , you have the greatest opportunity fo r wealth ,
prosperity and culture ever offered to this state and seldom to any other
state .

While on the other, you face the greatest of dangers . . . . n ot only

the danger of a ggress ion and lo ss of prestige, but also the danger of
economic competition from other cities • . states and nations all over
the world .

�Z4

When a prospective employee looks at us he does not try to
decide whether to liv e in Huntsville or Montgomery , he is choosing
between Alabama and Los Angeles. New York or Boston.

It is your

decision whether you want to make Alabama attractive enough to stay
in this race.
I do not believe you will back away from this competition .
I believe I know the citizens of my state well enough to say with full
confidence that they will accept this challenge with the gusto of Macbeth
as he said:

"Lay on, Macduff. and damn'd be hiIn that first cries.

'Hold, enough!

II'

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                  <text>At the start of the Second World War, Heinz Hilten (1909 to 2013) was drafted into the German army, where he worked with von Braun’s V-2 rocket team at Peenemünde. In 1954, Hilten made his way to America, where he rejoined von Braun.&#13;
&#13;
Hilten helped plan the growth of Alabama’s Redstone Arsenal until 1960, when he began designing laboratories, control centers, test stands, and administrative buildings for the newly minted Marshall Space Flight Center; Hilten also helped design the Saturn rocket program.&#13;
&#13;
Hilten was also a founding member of the Huntsville Symphony Orchestra.</text>
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                <text>Transcript of a speech given by Wernher von Braun to the Alabama Legislature.</text>
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                <text>University of Alabama in Huntsville. Research Institute</text>
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                <text>Von Braun, then the director of Marshall Space Flight Center in Huntsville, Alabama, delivered this speech to the legislature in 1961. In the speech, he emphasizes that Alabama must take advantage of its position in the aerospace industry and create a robust "academic and research environment" in Huntsville to attract businesses that "will give birth to major new industries throughout the state." He exhorts the legislature to fund the newly established University of Alabama Research Institute (now part of the University of Alabama in Huntsville), arguing that "the Institute will not only be self-sustaining, but will enrich the State both financially and culturally." The legislature later approved von Braun's request of $3 million for the Research Institute, enabling the purchase of 200 acres of land for the campus and the construction of the Institute in 1964. The speech includes copies of slides von Braun used during his presentation, including diagrams of Saturn and Nova rockets as well as a mockup of a Saturn rocket on the lawn of the state capitol in Montgomery.</text>
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                <text>Von Braun, Wernher, 1912-1977</text>
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                <text>This material may be protected under U. S. Copyright Law (Title 17, U.S. Code) which governs the making of photocopies or reproductions of copyrighted materials. You may use the digitized material for private study, scholarship, or research. Though the University of Alabama in Huntsville Archives and Special Collections has physical ownership of the material in its collections, in some cases we may not own the copyright to the material. It is the patron's obligation to determine and satisfy copyright restrictions when publishing or otherwise distributing materials found in our collections.</text>
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                    <text>[front cover]
[damaged design on front cover]

[front inside cover]
[stamp on top left of page] M. Freytag Stuttgart

[page 1]
[page is blank]

[page 2]
[page is blank]

[page 3]

Tagebuch
Irmgard Lotze.

[page 4]
[page is blank]

[page 5]
Doerstag, 24. Februar 1944.
Mein 19. Geburstag. Morgens helfe ich
bei Schwenkels, deren Haus beim Luft=

�angriff von 20. auf 21. Febr. Schwer bescheidige,
würde. Nachmittags kom̄ t Papa u. wir
feiren Geburtstag. Werner ist auch da, er
hat 14 Tage Urlaub. Großmama Lotze kam
von Schwenkels zu uns herunter. In
der nach 5 Stunden lang Fliegeralarm.
Freitag, 25. Februar 1944.
Großmama Lotze fährt nach Ravensburg u.
ich begleite sie bis Ulm. In Stuttgart
mussen wir 1½ Stu. auf den Abgang des
Zuges warten. In Ulm ist Alarm, wir
müssen in den Keller. Dan̄ setze ich groß=
mama in der Zug u. fahre selber wie=
der nach Hause. Nachts wieder 5 Stunden
Alarm.
[page 6]
Samstag, 26. Februar 1944.
Morgens schlafen mir uns. Nachmittags
kom̄ t Papa von Lieblingen u. Abends Mamma
Von Straßburg, er hatte Onkel Herman̄ der
Besucht.
Son̄ tag, 27. Februar
Der ganzen Tag daheim. Ich schreibe
Briefe.
Montag, 28. Februar.
Mama, Werner u. ich gehen nach dem
Essen in den Film „der weiße Traum”.
Große Ausstattung. Dan̄ treffe ich mich
mit Rose Göhrum u. Brigitte Kleebaum

�im Kaffee dauer. Ich stau mich mehr
recht waren wieder mit den beiden. Als
ich heimraume ist Hans Armbruster da
u. halt sein Schi. Treuliche Nachricht: ich
muß noch nicht in die Schule u. fahre
deshalb am.
[page 7]
Dienstag, 29. Februar
Mit Werner für einen Tag mich hei=
denheim. Wir fahren 6.28 mit Schnellzug
ab u. sind mich 9 Uhr in Heidenheim. Zu=
erst gehen wir zu Tante [1 word illegible], vor wir
zu einem Frühstuck genötigt werden. Dan̄
in’s Altenheim zu Großmama. Große Freunde
u. mit Essen. Dan̄ wieder zu Tante [1 word illegible]
zum Kaffee. Tante Hans u. Hans Uli sind
auch da. Etwas steif. Nun kurzer Besuch
bei Tante Luise. Vor unser Abreise
um 6 Uhr müssen wir vorbei Tante [1 word illegible]
[1 word illegible] essen. Dan̄ werden wir von Hern
u. Hans Uli auf den Bahnhof begleitet u.
fahren über Ulm nach Hause. Daheim höre
ich, daß ich wieder in die Schule soll, die
Schuler sind wieder von Einsatz zu rück.
Mittwoch, 1. März.
Wegen Zugverspätung kom̄ e ich 1 Std. zu
spät im die Schule u halte nah 3½ Stunden.
Um ½ 3 Uhr wieder zu Hause.
[page 8]

�Don̄ erstag, 2. März.
In den fruhen Morgenstunden Luftangriff
auf Stuttgart. In der Stadt Riesenbrände:
Neues u. Altes Schloß, Theater, Kronprinzen=
palais, Starkgebäude usw. Unser Hans bleibt
bis auf wenige Scheiben unbeschädigt. Ich
fahre nach Leonberg in die Schule. Die letzte
Stunde fällt uns wegen Fliegeralarm.
Die Schule müssen wieder zum Einsatz, ich
habe Freitag frei.
Freitag, 3. März.
Nach dem Essen zu Frau Schmitt u. Onkel
Alfreds. Dan̄ machen wir einen kleinen
Spaziergang. Von der Höhe aus siehe man
in der Stadt noch nicht Brunde quelmen.
Abends arbeiten Werner u. ich am stollen=
bau in an Relenberstraße.
Samstag, 4. März.
In der Schule sind nur die Klassen 1 u. 2
u. die Mädchen vom 3 bis 5 da. Gemutlicher
[page 9]
Betrieb. Frau Schmitt u. ich kön̄ en schon mit
dem 1142-Zug heimfahren. Der Zugverkehr
ist jetzt wiedergerechelt. Nachmittags kom̄ t
Papa, wir sitzen lange um Kaffeetisch
u. schrätzen[?].
Montag, 6. März.
Morgens putzen. Daheim.
Dienstag, 7. März.

�Nur 1. Std. Schule, ich kan̄ 11.42 Uhr
heim fahren. Nachmittags mit Sibylle
Volkhant bei Rose Gähum, die Geburts=
tag hat. Lare Stumpft wollte auch sam=
men, sie ruft aber nur da. Ihre
Wohnung ist ganz ausgebran̄ t.
Mittwoch, 8. März.
Frl. Kupp ist da.
[page 10]
Don̄ erstag, 9. März.
Wegen Musterung füllt die Schule uns.
Vormittags Tante Clare da.
Freitag, 10. März.
Nachmittags kurzen Besuchern Wilfried.
Abends 9-11 Uhr im Stollen.
Samstag, 11. März.
Nachmittags kom̄ t Papa.
Son̄ tag 12. März
Die Elter fahren nach Heidenheim zu
Großmames Geburtstag. Ich bei allein
Schein u. recht es mir gemutlich.
Nach den Essen kleinen Spaziergang
mit Anne [1 word illegible]. Abends kom̄ en die
Eltern wieder, bringen halbeheften
kuchen mit.
Montag, 13. März.
Abends arbeite ich von 7-9 Uhr in Stollen.
[page 11]
Mittwoch, 15. März.

�Werner kom̄ t in Ausgang. Abends wieder
Angriff auf Stuttgart. Es breut oben in
der Seestraße. Koppentalstraße. Wasserstern
die Seestraße hin unter. Schuden: Bei
uns 1 Scheibe, Vaihingen, Schulstraße.
Don̄ erstag, 16 März.
Bahn fährt erst von Nordbahnhof ab. Ich
Treffe Han̄ a Roser u. fahre mit ihr auf
einem Lastwagen bis Feuerbach. Vor
dort nach Zuffenhausen, denn vollends bis
Leonberg. Nach 1 Std. Schule wieder Alarm.
Ich kam̄ n erst spit heim.
Freitag, 17. März.
Ich fahre mit der Straßenbahn bis Zuffen=
hausen u. vor da aus mit den Zug.
Samstag, 18. März.
Auf der Heimfahrt von Leonberg kom̄ t
Alarm. Wir sitzen 2 Stdn. im feuer=
bacher Tun̄ el!
[page 12]
Son̄ tag, 19. März.
Vormittags Versammlung da Stellengemein=
schaft. Nachmittags gehen die Eltern nach
Vaihingen, ich korrigieren Klassenarbeiten.
Montag, 20. März.
Mittags Alarm, abends oftentlich Luft=
warnung. Klassenarbeiten korrigieren.
Dienstag 21. März.
Mama in Eglosheim bei da Beerdigung

�von Tante Clares Mutter.
Mittwoch, 22. März.
Arbeiten korrigieren. Abends öffentliche
Luftwarnung.
Don̄ erstag, 23. März.
Nach 1 Std. Schule Fliegeralarm, noch
der Entwarnung konen nur wenige Schu=
ler wieder. Nachmittags kom̄ t Werner
in Ausgang. Ich arbeite mit Brigitte
u. Han̄ i Leins im Stollen. Öffentliche
- Luftwarnung.
[page 13]
Freitag, 24. März.
Nach 1 Std. Schule wieder öffentl. Luft=
warnung. Dies mal kom̄ en aber die Schuler
wieder. Mittags kom̄ t Papa kurz. Abends
mit Brigitte Kleebaur in Meisterkonzert.
Liederabend Marta Schilling. Schubert, Wolf,
schön.
Samstag, 25. März.
Ich filme bei der 1. Klasse. Große Be=
geisterung. Nachmittags kont Papa.
Ich kleb fotos ins Album.
Son̄ tag, 26. März.
Vormittags mit Papa in Vaihingen bei
Werner. Zerstörungen in U.! Nachmittags
mit Tante Martha u. Platten (Othello,
Mattheius passiern.)
Montag, 27. März

�Mama morgens beim Zahnarzt. Nachmit=
tags gehen wir geschwind in die Stadt.
Ich bekom̄ e bei Schaller ein schön Kunstmappe.
Abends im Stollen.
[page 14]
Dienstag, 28. März.
Mittags kom̄ t Werner in Ausgang. Wir
machen bei herrlichem Wetter einen Spa=
ziergang.
Mittwoch, 29. März.
Auf der Heimfahrt von Leonberg kaufe ich
Plontei ein in Ditzingen. Die Schuler
sind anbetracht der kom̄ enden ferien nicht
mehr musterhaft.
Don̄ erstag, 30 März.
Letzter Schultag! Es wird nicht mehr viel
gearbeitet. Verteilen der Zeugnisse. Gluck=
liche Heimfahrt. Abends von 5-7 Uhr arbeite
ich im Stollen. Holz wird von Wagen ab=
geladen. Nacht Alarm.
Freitag, 31. März.
Morgens putzen usw. Mittags in der
Stadt. Schmuck zur Reparatur. Häßliches
Wetter. – Steibis oder Oberstaufen
mit An̄ e [1 word illegible]?
[page 15]
Samstag, 1. April
24. Februar 1945!
Vor einem Jahr habe ich mein Tagebuch an=

�gefangen, das se bald wieder aufhörte. Aber
nun will ich es wieder vor am fähren
u. hoffentlich auch regelmäßig. Heute, an
meinem 20. Geburtstag (ein wurdiges Alter,
eine schie kön̄ te es jetzt im Frieden sein!) blick
ich zurück auf das vergangen Jahr, das ein
schweies u. ereignisreiches war! Ich frage
gerad de m, wo ich aufhörte:
In den Osterferien kam wirklich die Reise mit
Amerarmie Stag zustande. Wir fahren zusam=
men fur ein paar Tage nach Oberstaufen,
wo Anne bei ihrer Tante, Frau Helgenberger
wohnte, ich in einem Haus unter von Gang.
Der Schnee war nicht mehr viel und schnolz
im̄ er mehr weg, des halb komen wir nur
da einen Tag zum Schifahren. Mein großer
Wunsch war, auf einen Berg zu kom̄ en, Anne
war aber nicht dafür zu haben. So machten
wir einige Spaziergänge, einmal nach Stei=
bis, einmal mit Peter u. Hirde, den Kindern
zum Märzenbecher pflucken. Abends wir es
im̄ er sehr artt u. gemutlich bei Frau Helgen=
berger. An Ostern schenkt sie sogar jedem
von uns beiden ein Ei u. ein Buchlein.
Zum Schluß wurde das Wetter noch schön
warm und son̄ ig.
[page 16]
Nach der Ruckkehr ging des Leben so ziemlich
gleichmäßig weiter. Einmal war ich durch

�Hans Uli Armbrusten bei einer Studenten=
veransteltung in Tübingen eingeladen,
die die ganze Nacht dauerte. Am nächsten
Tag war noch eine Wanderung. Ein ander
mal war bei der Kameradschaft Zeppelin in
der Adelbert. Stifterstraße, wo ich im Winter
u. Frühjahr vorher Tanzabend mitgemacht
hatte, ein Dauertest. – Ganz selten kam
ich mit An̄ e [1 word illegible] zum Tennisspielen. Das
Schulleben ging im alten Tratt weiter.
Etwa um 10. Juli würde Werner vor der
Flak beurlaubt, da die Batterie mit den
jüngeren Luftwaffenhelfern nach Schlesien
kam. Er mußte von nun an mit der
Einberufung zum R.A.D. rechnen.
Kurz, nachdem er da war, sielen an
einem Sonntagmorgen in unserer Ge=
gend mehrere Bomben. Unser Haus bleib
unversehrt, in Niederfeld= u. Relenberg=
straße brannte es, Dreylers Haus bekam
einen Volltreffer, Herr Dreyler kam
ums Leben. Sie konnten fast nichts retten.
Heute haben sie sich wieder=
[page 17]
gelassen. Wagen blindgängern, die
überall in der Gegend legen, durften
wir fast eine Wahn lang nicht mehr
im Haus wohnen u. zagen solange
zu Schwenkels. Am 20. Juli Mordanschlag

�auf den Führer durch Stauffenberg! Ober
mißlungen. _ _ _ Was weite geworden, wenn.....?
Und nun kan̄ t eine schlim̄ e Zeit für
Uns. Etwa am 25. Juli komen 2 ganz
schwere, die schwestern bisher uberhauptAngriffe auf Stuttgart, vorbei die ganze
Innerstadt unsere geliebten, schönen
Heimatstadt zerstört wurde. Am ersten
Mal kamen wir noch gut davon, in
der nächsten Nacht ober, wo wir zum
erstenmal beim Alarm in den Stollen
gingen, da wurde unsere Gegend
furchtbar zugerichtet. Im Stollen fühlte
man die Erde beben. Den Anblick,
als ich herauskam, werde ich ein ver=
gessen! Überall Flam̄ en. Funkenregen.
Feuersturm – unser Haus ofen
Dachstutz, es hatte einem Volltreffer
bekom̄ en, aber dank seiner stabilen
Baumeise standigehalten. Zum Glück
brannte es nicht. Wir müßten in die
[page 18]
Wohnungen u. aufpassen, daß nichts Feuer
fing. Wie soh es der aus! TurenFenster heraus gerissen, Möbel zum
graßen Teil zerrissen, Geschirr zer=
brochen, Lampen zerfetzt – überall
Schutt u. druck u. dazu ringsum
brennende Häuser, wo man zum Teil

�Tatenlos zusehen müßen, wie sie
Nacheinander anfingen zu brennen
u. nie derbrannten. Am basten erhelten
Es war furchtbar! Am anderen Taglag
über der Stadt eine dicke Rauchwolke,
daß kaum die Saue durchkam. Die
heute, zum größten Teil ganz aus=
gebaubt haben außgeschräzt am Stollen
herum. Wir schafften den ganzen Tag
leichtere u. nicht ganz kaputte Möbelstärke
in den Keller hierunter. Nachts schliefen
wir in Liegestühlen um Stollen. Papa
war auch da. Wahren kon̄ ten wir
nun nicht mehr im Haus, deshalb mehr
uns Papa zu möchst zu sich mach Löblinge
auf den Fliegerherst in seine Offizierswohnung (2 zim̄ er mit Bad), wo wir wir
3-6 Wochen alle wohnen kon̄ ten (ich hatte
je Ferien) u. uns allmählich ganz nett
[page 19]
ein richteten u. auf Elektrekofen kochen.
Sehr oft fähren wir nach Stuttgart hinun=
ter, um in der Wohnung etwas Ordnung
zu machen. Bald began̄ es da auch so
durchzurechnen, daß die Möbel ganz durch
mußt waren u. in die noch trockeneren
Räume gestellt wurde. Was mächlich war
wurde im Keller u. Erdgeschoß verstaut.
Werner u. ein Soldat reparierten Fenster

�und Türen. Da die hinteren Räume
noch ganz gut erhelten waren, hofften
wir im̄ er, wen̄ ein Notdach aufs Haus
käme, kön̄ ten wir wieder einziehen.
Nach Großsachsenheim u. Teil der Stadt
wurden Möbel rerlagert.
In Böblingen fähren wir im̄ er bei
Tagesalarm mit Rädern u. Auto wan
Sonst weg in den Wald. Manchmal
gingen wir nach Sindelfingen ins
kä... [?] u. einmal machten Werner u.
ich mit den Räder einen Besuch bei
Hildgard mit ihren Ameile u. Groß=
Mama in Hülben. Das war arg nett.
Ein paar mal kam Eris Keller, ein
wunderbarer Violinspieler, Medizin=
student, der auf dem Fliegerfaust war,
zu uns zum Abendessen u. spielte uns,
[page 20]
viel Schänes, was wir wollten, auf
der Geiger war.
Als um den 1. September die Schule wieder
Begann, fahr ich eben von Böblingen aus
nach Leonberg. Aber nun war unseres
Bleibens nicht mehr lange, wechender
starken Gefährdung mußteb wir den
Fliegerhorst verlassen. Militärisch hatte
sich nämlich die Tage unheimlichrerschärst: Die Engländer u. Amerikaner

�hatten mit unheimlicher Schnelligkeit
Ganz Frankreich zurückerobbert, so daß
wan meinte, in Bälde sind sie bei uns.
Nun zahen wir eben vorläufig wieder
nach Stuttgart zu Schwenkels.
Am 12. September – Mama u. Werner waren
gerade in Hülben – mußte unser liebes
Stuttgart wieder einen furchtbaren
Ge Angriff uber sich ergesen lassen. Auf
dem Weißenhof passierte nicht viel, es
riß eben Fenster u. Türen heraus, aber
unsere Seestraßengegend wurde vikkebds
zu grundilch zerstört, daß kein
einziges Haus wei u. breit mehr stand.
In unserem bran̄ te der 2. u. 3. Stock,
[page 21]
alte auch unsere Wohnung, ganz aus
u. somit war unsere Hoffnung ver=
michtet, einmal wieder hier wohnen zu
kön̄ ten. Es verbran̄ te ziemlich an Wir=
beln, Büchern, Kocheneinsichtung, aber
vieles war je auch im Keller u. Erdgeschoß
gerettet.
Bei einem etwas früheren Angriff entstand
auch ein Riesen-Bombentrichtergerade
vor unserem Haus, so daß alles kaum
wie derzu erken̄en war.
Die Fahre nach Leonberg wurde auch im̄ er
schwieriger, weil im̄ er noch den An=

�griffen die Zuge nicht mehr recht fähren.
Einmal reisten Werner u. ich geschwind
nach Heidenheim, um [1 word illegible] u.
sonstiges dorthin zu verlogern. Groß=
mama freute sich an̄ sehr, uns zu
sehen, war aber im̄ er so in Sorge um
uns. Tante [1 word illegible] zwollte [?], wir sollen
zu ihr ziehen. Tante Johan̄ a Vögelein
war je gestorben u. hatte eine RiesenErbschaft sie terlassen [?].
Ein zweites Mal fähr ich mit Mama
im Oktober in den Herbscheinen hin auf.
Wir ließen uns da beide dauernaller wachen.
[page 22]
In Stuttgart war das Leben kein ver=
gängliches mehr. Kaum war es, mach
Wochen, nach einem Angriff, wieder er=
träglich, so kam ein neuer, u. wieder
fehlte Sturm, Wasser u. Gas. Wir kochten
im Gasten auf ein am selbstgebauten
Herd u. waren uberglücklich, als wir
Von der NSV ein kleines Kohlenherdlein
Bekamen. Trotz allem war aber die
Zeit bei Schwenkels eine recht nette.
Mitle Oktober komen in einer Nacht
2 Angriffe. Beim ersten war ich noch
unterrechts von der Schule her (Wir
hatten im̄ er mittags Schule, weil wir
wegen Krankenhausbelegung der Ober=

�schule in der Volksschule Eltinchen
waren), und kom gerade noch in
einen Hochbunker am ...haus [?].
Am Weißenhof bran̄te viel, aber zum
Heute blieb Schwenkels Haus bis auf
Fensterschäden unversehrt. Eine Brand=
bombe, die Hereingefallen war, wurde
von Herr Wolfert geläscht.
Nun began̄ eben wieder das Fensterzumachen mit Drahtglas u. Pappe und
[page 23]
das Wasserschleifen. Es war nicht schön.
Werner war in dieser Zeit schon im
R.A.D. in Renchen/Baden. Er hatte
schon auf 20. Sept. Seine Einbuchung
Bekom̄ en, war aber wegen unseres
Bombenschadens auf 3. Okt. zurück=
gestellt geworden.
Ich fähr eine Zeitlang mit dem Rad
Nach Leonberg, viel die Zugstrecke zu
sehr beschädigt war.
An den Son̄ tagen fähren wir fast
im̄ er nach Böblingen zu Papa, um
dort zu baden u. wieder etwas Kul=
tur zu genießen. Unser Wunsch
nach einem eigenen kleinen Heim
wurde im̄ er großer u. wir suchten
viel nach einer kleinen Wohnung.
Endlich fand Papa in Waldenbuch

�(zwischen Tubingen u. Stuttgart) in der
Liebenau des Passende für uns. Bei der
Familie nahezu (einer unheimlich
Interessenten Familie, besonders die Frau!)
Bekamen wir zwei einhalb Zimmer u.
ein kleines Ruchele, was wir uns
mit der Zeit weg nett u. gemutlich
eingerichtet haben. Wir sind so froh, um̄
[page 24]
nun wieder für uns zu sein. Dabei leicht
das schön neue Haus in einer kleinen
Wohnsiedlung 1km außerhalt des Stadt
in einer entzuckenden Landschaft, so
daß wir uns f vor den Fliegern nicht
mehr da zu furchten brauchen. Dabei
Ich kon̄ te sind wir auch materiell nicht
schlecht daran. Nafzers leben auch jetzt
noch erstaunlich gut u. lassen uns
im̄ er wieder was zukom̄ en. Besonders
beim Schlechten.
Ich kon̄ te naturlich nicht mehr daheim
wohnen, hatte aber in Leonberg bei
Frau Brucker ein recht nettes, wen̄
auch wegen Kohlenmangel unge=
heiztes zim̄ er bekom̄ en u. fuhr im̄ er
über das Wochenende Heim nach Walden=
buch. Der Unterricht wurde durch die
dauernde Alarme u. Zugschwietichkeiten
im̄ er mehr gestört, so daß es Stein Ver=

�gnugen mehr war. War Weihnachten
machen wir aber Schulerin̄en aus der
3. u. 4. Klasse eine große Freude mit Gutsle
u. kleinen Selbstgebastelten Geschenkchen.
Ein Paar wurde aus der 4. Klasse hatten
mir auch Damels noch weinem Fliegeschu=
[page 25]
den eine Reise von hubschen u. guten Sachen
Geschenkt, vorüber ich mich furchtbar freute,
zeicht es doch, daß die Kinder mich gern haben.
Werner kam im November vom R.A.D. zu=
rück, gerade recht, um die Waldenbücher
Wohnung mit einzurichten. Am 2. Dez.
hätte er zur Wehrmacht einreden sollen.
Aber es kam anders. Es stellte sich heraus,
daß er eine leichte Lungenschädigung
davongetragen hatte. Er kam zur Be=
obachtung 14 Tage nach Böblingen ins
Sanatorium zur Beobachtung. Es ist nicht
mehr viel an der Lunge festzustellen.
Später muß er nach ein paarmal zur
Untersuchung zu Dr. Gudehus, ein mal
ist die Tuberkulinprobe positiv. Nun
ist er, nachdem er nach einen Gestel=
lungsbefehl bekom̄ en hatte, bis 31. Au=
gust zurückgestellt. Zu unsere Freund!
An Weihnachten kon̄te die ganze Fa=
milie beieinander sein, was wir
alle als ein großes Geschenk empfanden.

�Sogar ein Gönslein fehlte nicht!
Wir fährten nun allmählich wieder ein
[page 26]
ordentliches Familienleben, den Papa
kan̄ öfters heim kom̄ en von Böblingen
fer. Da wird den̄ Kraviergespielt, Plat=
ten werden gehört, vorgelesen, geschwätzt,
wir gerießen noch richtig des zusam̄ ensein, den̄ wer wiss, was alles kom̄ t.
Die Kriegslage wird im̄ er schlim̄ er u.
Hoffnungsloser. Man kan̄ nur nach
wunschen, daß alles vollends schnell zu
Ende geht. Wir haben Schwers zu
erwarten. Die Russen haben seit Som̄ er
schon Deutschland von Osten her bis zur
Oder erobert u. werden jetzt nach Berlin
vorgehen. Die Engländer u. Ameri=
kaner haben ein groißes Stark des linksrheinischen Gebietes genom̄ en, sind
in Köln ein mostfest. Das Ruhrprobiert
ist auf’s äußerste gefuhrdet. Der Krieg
ist längst verloren. Aber die Nazis musse
weiterkämpfen.
Auch um Familiengliede vor uns mussen
wir sorge haben.
Unser lieber, feiner, tapferer Vatter Ger=
hard ist schon in Oktober im Osten ge=
falen. Mit seinem ganzen Idealismus
[page 27]

�hat er den Tod gehenden. Bei der Einnahere
Strasburgs in November mußte man furchten,
daß Onkel Herman̄ gefallen sei. Aber zum
Glück ist er in Gefangenschaft gekom̄ en –
Wan Alrich, der bei Königsberg ist u nd Wolfgang sind auch keine Nachrichten da. Man
muss in sorge um sie sein. Von Ameis
Schwiege... [?] weiss man nichts, sie
werden beim Russeneinmachts nicht mehr
fortgekom̄ en sein. Diese Flucht der Bewöl=
kung aus den Osten wo ein namen=
loses Elend.
Die Flieger lassen einem allmählich
gar kein Rufe mehr. Bei gutem Wetter
ist den̄ ernd Alarm. Tiefflieger greifen
auf den Straßen an_ Wir lange
wird es noch den̄ern ? __ __ __ __
Die Weihnachtsferien, die bis 1. Februar
wegen Kohlenmangel verlängert wurden,
haben wir sehr ruhig verlebt mit Brief
schreiben, nähen, lesen, arbeiten.
Einmal machten Werner u. ich einen
Besuch in Hülben. Als Schnee fiel,
kon̄ ten wir ein paar Tage Schi fahren,
nur Taute es schon bald wieder.
Am 1. Febr. kan̄ die Schule im̄ er noch nicht
[page 28]
anfangen, erst später mussen die Schuler
kom̄ en u! Aufgeben holen. Mich erreicht

�aber die Aufladerung, zu kom̄ en viel zu
spät. Als wir einmal in Weil der Stadt
waren u. ich anschließend nach Leon=
berg wollte, wurden wir durch Alarme
u. Tiefflierger so aufgehelten, daß
wir gerade nach am gleichen Tag heim
komen. Das war um 22. Februar 1945.
Abends war die Nachrichts aus Heiden=
heim da, Mama solle kom̄ en, Groß=
mama sei schoner krank. Sie reiste am
Freitag Abend es.
Meinen Geburtstag haben Mama u. ich
zusam̄ en sehr ruhig daheim verlebt.
Son̄ tag, 25. Februar.
Vormittags kochten wir. Nachmittags
fähren wir mit dem Rad zu Papa nach
Böblingen. Wir tranken gemutlich zu=
sammen Kaffee u. eßen meinen restliche
Geburtstagsnuchen. Da kam die Nach=
richts, daß Großmama in Heidenheim
ganz rasch u. sanft entschlafen sei.
Die Rufe ist ihr zu gäuen. Ihr blieb sicher
[page 29]
viel schweres erspert. Aber ich werde mein
liebe Großmama nicht vergessen.
Papa sagte, wir sollen gleich mit den Räder
nach Heidenheim fahren.
Montag, 26. Februar.
Morgens um ¼ 8 Uhr fahren wir zwei

�mit den Rädern los. Wir haben starken
Rückenend u. uber Plattenhardt, Plochingen,
Göppingen, Süßen, Weißensstein geht
die Fahrt gut u. rasch verstotten. Ein
netter zusam̄ entreffe haben wir: auf
der Landstraße, kurz war Göppingen
tippelt Herr Feins! – Um 4 Uhr sind
wir in Heidenheim. Mama ist überwascht,
daß wir kom̄ en, wir schlafen bei Tante
[1 word illegible], die sich übrigens während unseres
ganzen Aufenthaltes nicht war ihrer
freundlichster seite zeigt.
Dienstag, 27. Februar.
Vormittags um ½ 11 Uhr ist die Beer=
digung Großmamas. Wir sehen sie
woher noch im sorgliegen. Nachmit=
tags gehen wir ins Altenheim hinaus,
an es viel zu räumen u. zu ordnen
gibt. Wir essen aus wärts, um Tante
[1 word illegible] keine Mühe zu machen!
[page 30]
Mittwoch, 28. Februar.
Fast den ganzen Tag räumen wir
wieder im Altenheim. Aus den suchen
Großmamas müßen Anenken für
Bekan̄ te u. Vormande herausgesucht
werden. Abends machen wir nach
Besuch bei Tante Luise u. Tante Hans.
Don̄ erstag, 1. März.

�Wir fahre wieder ab. Nun werden
wir wohl nicht mehr so schnell nach
Heidenheim zurückkom̄ en.
Diese Fahrt war schrecklich!! Unsere Räder
waren so schwer beladen, daß sie schmuck=
ten, den̄ wir müßteb etliches war Groß=
mamas sachen, war allem schmuck, mit
nehmen. Diesmal hatten wir star=
ken Gegenwird u. dauernd drehen es
zu regnen. Vor Göppingen hatte Werner
Pan̄ e u. ich so, daß der Reisen im̄ er
weiter schlitzte! Gerade hielten wir
am Straßenrand, etwa 1 km vor Göp=
pingen, als es zu brum̄ en, zu
krattern, zu Drähren began̄ : wir
[page 31]
flitzten in den Straßengraben u. machten
einen Angriff auf Göppingen mit. Es bran̄ =
te suchtig in der Stadt. – Werners Rad
war hoffnungslos. In Göppingen gelang
es ums zum Glück, es wieder reparieren
zu lassen, wir hatten aber 5 Std. Zeit ver=
loren, so daß wir erst um ½ 6 Uhr weiter=
kamen. Bald wurde es dunkel u. nun
schlappten wir uns mühsam über Nür=
tingen durch Nacht, Wird u. Alarm heim=
wärts, wo wir nach 11 Uhr todmüde aber
hochankamen.
Freitag, 2. März.

�Den ganzen Tag daheim. Putzen,
kochen, flicken.
Samstag, 3. März.
Morgens kochen, kuche richten.
Abends kom̄ t Papa. Wir erwarten
Ms Mama. Die kom̄ t aber erst am.
Son̄ tag, 4. März
Morgens todmüde an u. legt sich gleich
ins Bett. Der Son̄ tag wird ruhig verbrecht.
Mittags beschauen mir Großmamas
schöner Schmuck.
[page 32]
Montag 5, März.
Mit dem 8 Uhr-Zug fahre ich nach Vaihin=
gen u. mit dem Rad weiter nach Leon=
berg. Von Studienort Fischer erfahre ich
die großen Schwierigkeiten u. Änderun=
gen des Schulbetriebs in der letzten Zeit
u. daß ich Mittwoch u. Freitag ¾ 8 Uhr
da sein muß. Außenden erlebe ich noch
einen Schenken. Bei einem Angriff
auf Leonberg ging Bunkers Haus
kaputt. Es ist zwar kein ganzen Trum=
merhausen, wie die Häuser rechts
u. links davon, aber ein mehr auf=
zubauen. Am meisten fehlen mir
wein e Schulbucher. Frau Brücken
ist ganz verzweifelt, weint, mächte,
nicht mehr leben. Es ist aber auch

�fast alles kaputt u. das Haus war
eben ihr Lebensinhalt.
Dienstag, 6. März.
Ich will eigentlich nach Nürtingen
u. An̄ e [1 word illegible] besuchen, aber es ist scheuß=
liches Schneewetter. So bleibe ich eben
daheim.
[page 33]
Mittwoch, 7. März.
Mit dem ½ 6 Uhr Zug fahre ich ab u. wieder
nun Uni hingen aus mit den Rad. Dan̄
halte ich in der 5. Klasse 2 Stdn. Schule u.
kan̄ den̄ wieder abfahren. Schon um ½ 1 Uhr
bin ich wie da zu heute (Heimfahrt ganz
zu Rad).
Don̄ erstag, 8. März.
So ganzen Tag daheim.
Freitag, 9. März.
Wieder nach Leonberg. Dort ist wieder
etwas anderes los! Nun wird die Volks=
schule Eltingen auch aus Krankenhaus
belege u. wir stehen auf der Straße. Wir
bekom̄ en einen Raum in der alten
Volksschule Eltingen, da kan̄ man nur
Jeden Tag eine Klasse kom̄ en lassen.
Am die Mittagszeit bin ich wieder daheim.
Nachmittags besuchen Mama u. ich
Frau war detten mit ihrem süßen Kind.
Sie sitzt im kam̄ u. müßte aus Schle=

�sun fliehen. Sie kan̄ einem Leid
tun. Überein Stoffpuppehen, das ich dem
Kind gemacht hab, ich sie dicket zu
Tränen geruset.
[page 34]
Samstag, 10. März.
Morgens putzen, kochen, einkaufen.
Werner bei Dr. Gudehus im Böblingen.
Abends kom̄ t Papa.
Sonntag, 11. März.
Die Eltern haben silbernen Ho Verlobungs=
tag! Dieses denkwürdige Fest wird ge=
bührend gefeiert mit Kuchen, Wein u.
sonstigem guten Essen. Wir genießen
noch das Zussamensein, dann bald kommt
Papa nach Gerlingen. – Wird Werner das
Medizinstudium beginnen kön̄ en?
Montag, 12. März.
Morgens fahre ich nach Leonberg. Aber da die
Änderung nicht in der Zeitung kam, ist
statt der 3. Klasse die 1. u. 2. Da, so daß ich
unnerichteter sache gleich wieder abziehen
kann. Bei Bruckes kom̄ en zu meiner
Freude einige Bücher wieder zum Vorschein!
Werner kom̄ t nachmittags vorläufig noch
Ohne Ergebnis von Tübingen zurück.
Dienstag, 13. März.
Ich fahr mit dem Rad nach Nurtingen zu
An̄ emarie [1 word illegible]. In ihres Schule treffe ich

�sie schreibmaschinenschreibend an (ich möchte
[page 35]
das auch lerne!). Zusammen machen wir nun
einen Spaziergang am Rande Nurtingens.
Ich schenke An̄ e, da ihr ja alle Bücher verbran̄ t
sind, ein schaues Buch von mir, was sie wirk=
lich sehr freut. Beim Mittagessen lerne ich
ein paar (ganz nette) Kollegen von An̄ emarie
ken̄ en. Ihr Schulbetrieb ist noch wesentlich besser
u. geordneter als der unsere in Leonberg. Weil
verloren kom̄ t, fällt Mittags die Schule aus,
so daß wir auch da noch zusammen sind. Etwa um
½ 6 Uhr bin ich nach schöner Radfahrt wieder daheim.
Mittwoch, 14. März.
Morgens habe ich in Leonberg Kl. 4 zu unter=
richten. Zwischen 8 u. 9 Uhr haben 4 Lehrkräfte,
die die ganze Zeit im Zimmer sitzen, zu un=
terrichten! Ein nicht gerade idealen Zustand.
Frau Schmitt ist nach langer Zeri (sie war
krank) wieder gekom̄ en. Leider wird sie auf
1. April entlassen. Ich trinke nach der Schule eine
Tesse Kaffee mit ihr. Nachmittags sam̄ le ich mit
Werner Tan̄ enzapfen.
Don̄ erstag, 15. März
Ein wunderschöner Frühlingstag! Unsere Gegend
wird im̄ er schöner. Wie freue ich mich, bis alles
zu blühen begin̄ t; wen̄ nur nicht im̄ er die sorge
um den Krieg u. unser aller Schicksal wo einem
stunde. Wie schön kön̄te ohne das das Lebensein!

�Mama ist in Böblingen. Morgens have ich im
Haushalt zu tun. Nach dem Essen sitze ich in die
Son̄ e u. dan̄ machen Werner u. ich im Garten
[page 36]
biete. Wir bekom̄ en auch ein schönes Stück
zum Bepflanzen. Nachher putze ich noch mein
Rad.
Freitag, 16. März.
Bei einer morgendlichen, sehr kalten Fahrt
nach Leonberg genieße ich einen schönen Son=
nenaufgang. Heute ich Kl. 5 zu unterrichten.
Nachmittags wandert Mama von Böblingen
zurück. Werner geht heilt ihr entgegen.
Samstag, 14. März.
Der übliche Samstag mit Putzen u. Kochen,
Einkaufen.
Son̄ tag, 18. März.
Nach dem Essen machen wir mit Billi einen
Spaziergang auf den Berg hinauf. Es wird
Frühling! Wir finden viele Palmkätzchen,
Weidenwürstle, Gänseblümchen, Veilchen.
Montag, 19. März.
Morgens in Leonberg. Kl. 3. Ich habe meine
geretteten Bücher bei Bruckers ab.
Dienstag, 20. März.
Mittags werden unter Frau Nafzers An=
leitung bei schöbeb Fruhlingswetter
Erbsen gesät. x Am 20. März Dan̄ fange ich ein kleid=
chen für Ameile zu nähen. Gegen

�[page 37]
Abend kom̄ t Papa von Echterdingen her. Ge=
Mütlicher Abend. Die Umsiedlung noch
Hechingen verzögert sich.
Mittwoch, 21. März
Wegen baldigem Alarm ist fast kein Un=
terricht. Die Fahrt nach Leonberg u. zurück
wird mir im̄ er mehr zum Genuß bei
dem erwachenden Frühling u. dem schönen
Wetter. x Erbsensäen [?]. Ich nähe am Kinderkleid.
Donnerstag, 22. März.
Morgens Kuchenbacken usw. Nach dem Essen
Liege ich eine Stunde am Berg oben in
die Son̄ e. Es ist wunderschön bei der
schönen Aussicht. Ich bekom̄ e schon
Farben, besonders die Nahe bräunt sich!
Dan̄ kom̄ t Frau von Detten mit ihrer
reizenden kleinen Beatrix, s die sehr
lieb u. artig ist. Ein netter Nachmittag.
Freitag, 23. März.
In Leonberg Kl. 5. Morgens Tieffliger.
Wenig Unttericht. Frau Schmitt kom̄ t
Überhäupt nicht zum Wort. Fischer ist
Einige los, kan̄ sich nicht gegen die Volks=
schule behaupten. Heimfahrt wieder schön
Palmkätzchen u. Huflattichblühen. Welchen!
Nachmittags werden im Garten kar=
Toffeln gesteckt. Dan̄ nähe ich das Kleidchen
fertig.

�[page 38]
Samstag, 24. März
Morgens in der Küche tötig. Gleich nach
dem Essen gehen wir alle drei [1 word illegible] den
Berg hinten hinauf u. liegen, je mag
Verlangen, in der Schatten oder in die
Son̄ e, Lesend, strickend muhend. Es
ist wieder wunderschön. Noch nie habe ich
den Frühling so genießen kön̄ en wie
dieses Jahr. Wir waren je im̄ er in der
Stadt u. kamen nich so viel in die
Natur hinaus. Dazuhin habe ich ja
Wirklich auch viel Zeit, während ich
letztes Jahr mit meiner Tätigkeit in
Leonberg voll ausgefüllt war. – Man
kann eine Weile den ganzen Krieg ver=
gessen, nur die Sirenen, die ringsum
in den Arten ertönen, um die wir uns
aber wenig küm̄ ern, erin̄en im̄ er wieder
an das furchtbare Schicksal unseres Volles
Der Feind macht dauernd große Angriffe
Auf Industrie- u. Merkerszentren. Die
Alläerten haben die Offensive über den
Rhein auf das Kuhrgebiet begonnen. Die
nächste Zeit wir große Ereignisse bringen!
[page 39]
Son̄ tag, 25. März.
Morgens daheim. Mittags kom̄ t Papa
zu Fuß von Böblingen her. Wir gehen

�ihm fast bis Schönaich entgegen. Abends
sitzen wir noch gemütlich beisam̄ en.
Montag, 26. März.
Wieder in Leonberg. In Elbingen sind
nur 4 Kinder, die wir heimschicken.
In der Leonberger Volksschule sind nicht,
ich kom̄ e aber wegen Alarm nicht zum
Unterricht. Frau Schmitt ist leider
zum letztenmal da. Das bedaure ich sehr.
Aber die Schule wird ja wohl nicht so
lange mehr gegen, wer weiß, ob
wir nach Ostern schon amerikanisch
sind. Auf die Heimfahrt habe ich Reisen=
pech, muß dauernd pumpen.

Dienstag, 27. März.
Schon um ½ 6 Uhr fahren wir mit dem
Lastwagen nach Echterdingen u. von dort
mit der Straßenbahn nach Stuttgart.
Wir wollen nach Kohlen, Gartengeräte=
u. =möbel u. a. nach Waldbuch holen.
Werner u. ich füllen (fast im Kohlenstaub
[page 40]
erstickend) die Kohlensäcke. Dan̄ wird gepackt
großen Freude haben wir an den Frühlings=
blumen im Gurtle, des die Hausbe=
wohner gerichtet haben. Sogar Susi findet
sich wie der! Lebendig! – Es heißt panzer=
spitzen seien in Heilbron̄ !! Stim̄ t aber

�nicht. Ich hole auf dem Weißenhof mei=
nen Mantel. Amei u. Tante Martha treffe
ich an. Tante Martha packt eben zur Flucht
nach Hülben. Amerikaner sein in Bretten?
Anni will dan̄ , wen̄ es brenzlich wird
mit dem Rad fahren. Stuttgart soll Festung
werden. Der Krieg rückt im̄ er näher die
Amerikaner u. Englander rücken un=
Heimlich vor! Khaos bei den Deutschen!Abends kom̄ t das Auto wieder. Wir
laden ein u. sind froh, als wie glücklich
daheim sind.
Mittwoch, 28. März.
Morgens Einkauf von Lebensmitteln.
Die Lebensmittellage Deutschlands wird
ja im̄ er bedrohlicher, so daß man nicht
weiß, wie lange man noch auf seine
marken belie fort wird. – Mittags nähe
ich eine Bluse für Lilli.
[page 41]
Don̄ erstag, 29. März.
Mama u. ich reisen nach Eßlingen. Glatte
Jomgsjt über Stuttgart. Zuerst Besuch bei
Frau Linder u. dan̄ im Krankenhaus bei
Elisabeth Benzhalt, die schon fast ein Viertel=
jahr an schoner Tungen= u. Rippfellentzun=
durch liegt. Sie ist jetzt auf dem Weg da
Besserung, aber entsetzlich abgemagert.
Sie freut sich, daß wir kamen. Dan̄ besuche

�ich geschwind Han̄ a Roser in der Fischbrun̄ enapotheke. Essen in der Reichsstadt. Heim=
fahrt über Stuttgart-Echterdingen. Macht
von Echterdingen aus heim im strämden Regen.
Karfreitag, 30. März
Morgens gehe ich mit Herr Nafzer und
Lilli in die Kirche. Nachmittags da=
heim.x Gutsle backen u. abends Oster=
eier bemalen.x Mit Lilli in Platten=
hardt wegen Bolbors [?].
Samstag, 31. März.
Morgens kom̄ t eine Heeresgruppe nach
Waldenbuch. Es muß für viele Soldaten
u. Offiziere ein Quartier gemacht wer=
den. Das Kontor im Haus wird Arbeits=
zim̄ er. Im Zim̄ er oben schalfen 2 Oberleut=
nants. Die Tag wird sehr bewegt. Wir
[page 42]
backen für Ostern, kaufen ein usw.
Außerdem muß die Garage für den
Russen Nikolai geräumt werden, wir
schaffen Kohlen u. Holz hinüber in den
ehemaligen Schweinestall. Nachmittags
kom̄ t ganz unverhofft Frl. Pröbiuß mit
dem Rad von Korntal herüber. Ich freue
mich sehr über ihren Besuch, es ist mir
aber noch lange peinlich, daß ich ihr, der
hübsch u. sauber angezogenen, die ganze

�Zeit so dreckig vom Kohlenräumen gegen=
über sitze. So muß ich mich oft so uber mich
selber ärgern. Wir trinken Tee, Werner u.
Mama kom̄ en auch, dan̄ hören wir auch
ein paar Platten. Abends fährt sie wieder
ab u. ich begleite sie ein Stuck. Fraulein
Pröbiuß mag ich sehr gern, hoffentlich
kan̄ ich diese Freundschaft auch pflegen,
aber mer weiß, vielleicht reißt die
nächste Zeit alles auseinander. Abends
kom̄ t Papa.
Osterson̄ tag, den 1. April.
Morgens reichhaltiges Osternfrühstück.
Zum erstenmal kein Suchen. Papa
ist zum letztemal da, er kom̄ t jetzt
endgültig nach Hechingen. Wie und
[page 43]
wan̄ wir ihn wiedersehen, ist fraglich den̄
die Amerikaner rücken im̄ er näher u.
er kom̄ t vielleicht in Gefangenschaft
oder muß ausrücken. Mittags hören wir
noch ein paar Platten u. genießen das zu=
sam̄ ensein. Abends muß er fort.
Ostermontag, den 2. April.
Mama u. ich besin̄en uns, ob wir nach
Hülben fahren wollen, lassen es aber blei=
ben – zum Glück – den um 11 Uhr kom̄ t
Frau Grelkel [?] u. Gerlind von Sielmungen
her zu Besuch. Wir freuen uns sehr. Sie

�bleiben zum Mittagessen u. Kaffee da.
Gegen Grelkel [?] ist ja gefallen, Herr Grelkel [?]
in Gefangenschaft. Aber Frau Grelkel [?] ist
sehr tapfer. Mittags gehen wir ein
wenig mit Gerlind spazieren u. spielen
vierhändig. Sie spielt sehr gut von Blatt.
Abends begleiten wir sie ein Rück.
Dienstag, den. 3. April.
Gerüchte sagen, die Amerikaner sinn
schon in Heilbron̄ . In Stuttgart werden
(fälschlich) ein zeitlang waren ohne
Marken verkauft. Morgens einkaufen.
Nachmittags fährt Werner, um Geld zu
[page 44]
holen, nach Kaltental und Echterdingen,
allerdings erfolglos.
Mittwoch, 3 4. April.
Mama läßt mich nicht nach Leonberg den̄
die Amerikaner sind wirklich schon in
Heilbron̄ . Der Volkssturm hat letzten
Apell. Werner u. ich fahren schon mor=
gens in Geldangelegenheiten für Herr
Nafzer u. uns nach Geblach [?] u. Echterdingen.
Morgens Tiefflieger, 3 mal Alarm.x
Am 3 Uhr glücklich wie der zurück.
x

In Stuttgart fängt schon alles an zu

bluhen. Wie schön kön̄ te es sein.
Abends ist Obersturmführer Pfeifer
(Einquartierung) bei uns. Klavier=

�spielen. Erziehlen. Er hat viel vom
Gebirge u. Italien gesehen.
Don̄ erstag, 5. April.
Herr Pfeifer beim Mittagessen da.
Freitag 6. April.
Morgens rascher Entschluß, doch noch nach
Hülben zu fahren. In einer knappen
Stunde sind wir schon in Nürtingen, als
Werner dort plötzlich Pan̄ e bekommt u.
zwar einen Riß beim Wentil, der sehr
[page 45]
schwer zu flicken ist u. auch von keinem Re=
paraturgeschäft angenommen wird. Schweren
Herzens muß er sich entschließen, wieder
Herzukehren u. zwar zu Fuß! Ich fahre
Allein weiter. Bei Neuffen blühen die
Kirschenbäume! Am 2 Uhr bin ich in
Hülben. Es wird ein sehr netter Nach=
mittag. Alle freuen sich u. bedauern nur
Werners fehlen. Gertrud kom̄ t auch von
...rach [?], ihr Schule hat den Betrieb ein=
gestellt. Mein kleidte fürs Ameile er=
regt Entzucken. Die kleine läuft u. schmitzelt
schon ein wenig u. ist die große Freude der
ganzen Familie, sozusagen die Familienpuppe.
Hülben hat schon den Räumungsbefehl, den̄
Der Allrund soll verteidigt werden. Die
haben sich schon vorbereitet, bei [1 world illegible]. Kämpfen
ein paar Tage in ein abgelegenes Telzu

�gehen. Aber was mär [?] das für Großmama!
Um ¾ 6 Uhr fahre ich ab, Heimfahrt teilweise
Im Regen. Ankunft 8 Uhr, 1 Std. nach
Werner!
Samstag, 7. April.
Morgens Einkaufen. Großes Gedränge.
Frisch von Papa aus Hechingen über
Wieses geleitet, gelangt zu uns Nach=
Mittags stricken u. lesen.
[page 46]
Son̄ tag, 8. April
Morgens bringt Hans-Dieter Wiese wieder
einer Brief fnr von Papa. Ich koche, Werner
liegt mittags in Bett. Ich liege ein
wenig mit dem Liegestuhl in die Son̄ e,
hole mit Lilli einen großen Schlüssel=
blumenstrauß im Wald. Ich lese, das
Buch „Titanic“, das mich ungesauer
packt.
Montag, 9. April.
Werner fährt nach Tübingen wegen seinem
Studium. Ergebnis: Abwerten. Franzosen
In Pforzheim u. Vaihingen/Enz!
Morgens kaufen wir ein. Bei Binder gibt
es wunderbare Strümpfe. Riesenandrang.
Ich bekom̄ e von Frau Schum̄ , die auch verkaufen
hilft für jedes von uns 3 Paar! Mittags
muß ich auch noch für jedes Strümpfe holen.
Abends kom̄ t wieder Einquartierung.

�Dienstag, 10. April.
Werner u. Mama fahren nach Stuttgart.
Ich mus morgens noch einmal für Frau Nafzer
Strümpfe holen, bekom̄ e aber von der schimpfen=
den Frl. Pauline nur noch 1 Paar. (0 Klatsch=
u. Schimpferst Waldenbuch!!) Frau Schum̄
gibt mir nochmals 2 Paar schön. Dan̄ han=
tiere ich schweißgebadet in der Küche, backe
[page 47]
Kuchen u. Gutsle, mache Merzipen u. werde
im̄ er wieder dazwischen aufgehalten von Frau
Nafzer. Mamas Geburtstag ist morgen, des=
Halb habe ich nachmittags Blumen in Wald
u. auf der Wiese. Abends kom̄ en beide
wieder gut, aber müde von Stuttgart zu=
rück. Das wird wohl das letzte mal für
die nächtse Zeitgewesen sein.
Mittwoch, 11. April.
Mamas Geburtstag wird „gefeint“, so
gut es eben geht. Wir haben einen
reche ansehnlichen Geburstagstisch auf=
gestellt, Werner fährt um 10 Uhr nach
Hülben, um dort heim Briefmerken vor
Kellerfau zu retten. Mama u. ich
kaufen morgens ein (Sonderzuteilung
2 M Fleisch u. 2 M Mehl pro Kopf!). Das
Mittagessen bekom̄ en wir zum großem
Teil von Frau Nafzer, die 4 Offiziere zum
Essen hat, ich helfe auch in der Kuche.

�Nachmittags liege ich wieder 1 ½ Std. in
die Son̄ e hinter am Berg. Wunderschön!
Don̄ erstag, 12. April.
Morgens wir der ein kaufen. Wäsche.
Am 6 Uhr abends kom̄ t ganz unverhofft
Papa, der bei einem Major auf dem
Motorrad hierher mitfahren kon̄ te.
[page 48]
Allerseits natürlich große Freude. Um 11 Uhr
Nachts kom̄ en Major L. U. Fahrer wieder
zurück u. bleiben bei der u. Brötchen
fast bis 1 Uhr da. Abschied. x
Freitag, 13. April.
Morgens Einkaufen, Spülen. Mittags
Bügeln. Präsident Roosevelt gestorben.
x

Franzosen nur noch etwa 20 km vor

Stuttgart (Nußdorf).
Samstag, 14. April.
Gewöhnlicher Samstagmorgen. Mittags
Vollkjackewaschen. Blumenholen.
Noch nie habe ich den Frühling so steck
erlebt wie dieses Jahr.
Son̄ tag, 15. April.
Den ganzen Tag ruhig daheim. Mittags
Gehe ich mit Mama ein wenig fort
u. wir holen großen Striuße erster
Schlüsserlblumen. Die ganze Wohnung
ist voll davon.
Montag, 16. April

�Mittags sitze ich bei wunderschönen
Frühlingswetter eben am Berg unter
[page 49]
einem bluhenden Birnbaum. Der Wald
wird schon grün. Er ist einzig schön da eben.
Dan̄ hole ich noch einen Rucksack voll Tan=
nenzupfen. Als ich später noch (wegen
Strumpfen) nach Waldenbuch fahren, hin ich,
Panzerspitzen seien in Böblingen! Darüber
Aufregung u. Kofferpacken daheim. Die
Nachricht erweiß sich später als falsch.
Dienstag, 17. April.
Beis Linder Hochbetrieb. Kurzwarenverkauf.
Ich helfe Gerde [?] Hetzel [?] u. An̄ emarie Schum̄ ,
in dem ich den ganzen Tag die bleibe
u. Band abmesse. Von Herr Linder be=
kom̄ e ich ein prima Mittag= u. Nacht=
essen. Anschließend sind wir noch bei
Wieses. Papa ruft an: Er kann jetzt fort
von Hechingen in Gegend Waldsee. Es
ist ein sehr, sehr netter Abend.
Mittwoch, 18. April.
Vormittags u. beim Mittagessen wieder
bei Linder. Nachmittags geht Werner
zu Treibers nach Vaihingen; wir zwei
treffen uns mit Anita Wiese, Gerde [?] u.
Hans-Dieter hinten am Berg, son̄ en u.
unterhalten uns.
Gespan̄ te Stim̄ ung zwischen Nafzers u. uns,

�wegen meinemer Verkauf Hilfe bei Linders.
Zum Glück renkt sich die am nächsten Tag wieder ein.
[page 50]
Don̄ erstag, 19. April.
Der Feind rückt im̄ er näher. In den
Läden werden an die Bevölkerung die
Lebensmittel vollend verkauft. Mama
u. ich machen 3 mal den Weg nach Wal=
denbuch hinein. Nach plötzlichen star=
ken Artillerieschießen werden koffer
mit Kleidern, Lebensmittel, Geschirn,
Radio in das unterste Geschoß verstaut
bei uns im Haus ist das Geschäftszim=
mer der Soldaten, die zu unserem
Leidwesen noch in Waldenbuch sind, sie
Warten auf den Befehl zum Rückzug, der
aber lange nicht kom̄ t. Wir müssen
große Sorge haben, daß Waldenbuch
verteidigt wird, es liegen 5 Batterien
in der Nähe. Und wir haben die Aus=
sicht, daß, wen̄ es zum Kämpfen kom̄ t
wohl kein Stein auf dem anderen bleibt.
Noch ein paarmal schießt Artillerie s uns
nächster Nähe. Wir sichern Fenster und
Türen mit Kissen u. Decken, stellen
Zerbrechliches auf den Boden, damit es
möglichst wenig Scherben gibt. Abends ge=
hen wir natürlich nicht ins Bett, sondern
[page 51]

�warten, was kom̄ t. Von den Soldaten u.
Offizieren hören wir, daß der Feind in
Schönaich, Dettenhausen u. am Wald=
rand bei Steinenbron̄ ist, also nur
wenige km von Waldenbuch entsennt.
Es sind ein paar schwere Stunden, die
wir durchmachen. Die Soldaten müssen
schon Verteidigungsstellungen s ma=
chen. Da englich – etwa um 12 Uhr nachts
- bekom̄ t der Hauptman̄ die Erlaubnis
zum Rückzug. Auch Frau Nafzer hatte sich
mit Bäden [?] u Beschwären des Hauptman̄ s
verdunt gemacht. Sie hat damit auch
Beigetragen, daß wir die Soldaten los=
bekamen. Wie froh sind wir nun,
daß des Militar – in rasender Eile=
packt u. abgrift! Nun wird es we=
nigstens keine Kämpfe geben. Wie
kön̄ en uns nun sogar noch ein
paar Stunde – mit allen Kleidenins Bett legen, allerdings im̄ er
wieder durch Motorengeräusch u.
Schießen aufgeschreckt.
[page 52]
Don̄ erstag Freitag, 20. April.
Der r für uns so bedeutungsvolle Tag
bricht mit strahlendem Son̄enschein
an. Wir werden wieder durch Schießen
uns den Betten aufgeschneckt. Und

�nun ist die große Frage die: Ist der
Franzsose u. Amerikaner schon durch=
gezogen in der Nacht, wie es unsere
Soldaten vermuteten, oder nicht? Die
Liebenau weiß es nicht. Es ist ganz
ruhig. Herr Nafzer meint, wir sein
schon besetzt. Und nun vorgehen ein
paar Stunden, außerlich friedlich mit
Lesen u. Stricken gespan̄ t. Was wird
kom̄ en?? Frau Nafzer geht nach Wal=
denbuch zu Zim̄ erman̄ s u kom̄ t mit den
beide zurück. Im Ort drin schießen die
unseren. Auf einmal begin̄ t Artillerien=
beschuß auf Waldenbuch, alles geht in den
Keller. Es dauert aber nicht lange. Man
sieht nun von weitem auf der Tübinger
Straße Panzer u. Autos herunterfahren.
[page 53]
Zum dtsche Glück geht es ohne weitere Schießerei
ab. Soldaten, die gescheffen hatten, werden
später niedergemacht, wie man hört. – In
der Liebenau bleibt zu nächts alles ruhig,
aber Mittags rollen Panzer u. Lastautos
usw. mit Franzosen u. Marokkanern drauf
die Nürtinger Straße hinunter. Wir
schauen dem Schauspiel auch zu, blei=
ben aber, im Gegensatz zu rieben Lie=
benauern, in der Hauptsache in Haus.
Natürlich ist überall große Aufregung.

�Wir kön̄ en aber heilfroh sein, daß alles
so ruhig und verlief u. gar nichts be=
schädigt werde. Abends holen wir von
jetzt ab Milch bei Bauern in Glas=
hütte. In der Nacht kom̄ t ein fran=
zösicher Offizier als Einquartierung,
der sich aber anständig benim̄ t. –
Das war der diesjährig Führergeburts=
tag! Hoffentlich ist es der letzte dieses
Man̄ es, der die ganze Welt uns
Unglück gesturzt hat.
Wir wird es jetzt wohl Papa auf den
Anderen Seite ~gehen? Der Strom fehlt
Ja, man hat außer Gerichten keinerlei
Nachrichts.
[page 54]
Samstag, 21. April.
Morgens Teppierklopfen, putzen.
Mama geht nach Waldenbuch, kom̄ t eben
Schnell wie der zurück. Drin ist alles
voll Panzer, während es bei uns ruhig
ist. Fotos müssen zum Glück nicht, wie es
zuerst fieß, abgegeben werden. Samstag
Mittag ruhig.
Son̄ tag, 22. April.
Alle Män̄ er von 16-45 Jahren müssen sich
auf dem Rathaus melden! Werner auch.
Wir meinen schon, nun kom̄ en die
Mäuer fort, es wird aber verläufig wir

�aufgeschrieben. Wir hören, daß im
Ort drin (z. B. Bei Wieses) u. bei Frost=
Meister knödler Uhren, Schmuck u.
Geld von den feinden Soldaten geraubt wurden.
Deshalb verstecken wir jetzt unsere
weitvollen Sachen. Zum Kaffee gibt es
_ _ _ _ . Schlagrahm!!! Ein ungeahnter
Genuß! Und da zu begin̄ der HungersNot! Wir rahmen nun jeden Tag die
Vollmilch ab.
[page 55]
Montag, 23. April.
Mittags bekom̄ t Mama beim Bäcker Boot.
Man hört, das Waldenbuch in der Umgegend
fast der einzige unversehrte Ort ist. Schön=
eich soll ganz zerstört sein. Breuend wur=
de uns jetzt die Kriegslage in interessieren.
Dienstag, 24. April.
Morgens kom̄ t schlimme Nachricht. Eine
Menge Marokkaner haben in der Nacht
in Waldenbuch übel gehaust u. Frauen
u. Mädchen vergewaltigt. Bald kom=
men die abenteuerlichen braunnen
Gestalten auch in die Liebenau, holen
sich alle Hühner, durchsuchen die Häu=
ser usw. Ich muß mich nun ganz ver=
borgen halten. Wen̄ Marokkaner ins
Haus kommen, gehe ich gleich auf die
Bühne. Auch in unserer Wohnung wählt

�einer alle Schubladen durch u. nim̄ t
einen Fotoapparat u. eine Uhr mit. Nafzer
sämtliche Hühnen sind fort. Wir liegen
abends angezogen ins Bett, aber die Nacht
verläuft zum Glück ruhig.
[page 56]
Montag, 2 Mittwoch, 25. April.
Auch heute muß ich mich den ganzen Tag
Verborgen halten, den die Marokkaner
sind noch um den Weg. Mama bekom̄ t
imn Waldenbuche ein Menge Fleisch.
Don̄ erstag, 26. April.
Wieder den ganzen Tag daheim. Die
Marokkaner treiben noch im̄ er ihr Anwesen. In Waldenbuch wird viel ge=
plündert. Mama muß jetzt alle Gange
nach Waldenbuch u. Glashütte machen, viel
ich nicht zum Haus hinaus darf. – Morgens
fabrizieren wir aus abgeschöpften Rahm
¼ k Butter!
Freitag, 27. April.
Frau Nafzer richtet das Zim̄ er neben uns
neu ein. So Wir helfen dabei. Die
alten Möbel werden auf die Bühne ge=
stellt, die anderen aus dem Berghäusle
unter einigen Wolkenbruchen herunter=
geschafft.
Samstag, 28. April.
Die Marokkaner sind zum größten Teil wieder

�Fort. Es sei jezt Gendarmerie im Ort.
Werne gräbt vor dem Gartenzaun ein Stick
[page 57]
Gresboden um, da wollen wir Kartoffeln
Pflanzen.
Son̄ tag, 29. April.
Daheim. Krönung des Tages: zum Kaffee
Schlagrahm.
Montag, 30. April.
Keine besonderen Ereignisse.

X

Ich nähe mir eine Schutze.
Dienstag, 1. Mai.
2 Franzos. Offiziere u. ein Menge Marokkaner
machen Haussuchung. Suchen das goldene
Parteiabzeichen von Herr Nafzer. Auch bei
uns wühlen sie alles durch u. lassen dabei
Papas schönsten Fotoapparat, die „Petina“, meinen Füller, viele Filme u. a. mitlaufen.
Mein Füller fehlt mir sehr. Ich wollte nun
mit Großmama’s schreiben, halte ihn von
der Bühne u. probierte ihn. Dabei ließ ich
ihn ungeschickterweise auf dem isch liegen.
Ganz unerwartet kamen die Offiziere an
Abend nochmal, verlangten unsere Schall=
platten, von denen sie 3, darunter das
„Laudate dominum“, mitnehmen, sarei
den 2. Füller u. Werners Füllbleistift!
Aber wir müssen uns alles gefallen lassen
[page 58]

�die Frazosen reichen sich für 1940!
Mittwoch, 2. Mai
Keine besonderen Ereignisse.
Don̄ erstag, 3. Mai.
Morgens gehe ich zum 1. Mal seit langer
Zeit wieder in den Ort hinein. Die Ma=
rokkaner u. Franzosen sind jetzt fort. Große
Frage: Was kom̄ t noch? Ich kaufe unter
den Ansturm der Menge Boot. Dann hole ich
mit Werner in Glashütte Kartoffeln. Mittags
muß Werner mit aller Män̄ er von 15-55
antreten u. die Wälder durchstreifen nach
militärischen Gegenstunden. Dabei hört
er allerhand Interessantes: Hitler habe
Gehirnblutungen (???!!!), München,
Salzburg amerikanisch, fast alles an
deutschen kapituliert bedingunglos.
(Italien, Norwegen, in den letzten 5
Tagen 150 deutsche Generäle gesampte!)
Es kan̄ sich bloß noch im Tage handeln.
Wie es wohl Papa geht?
Freitag, 4. Mai.
Es gibt wieder Lebendmittelkarten.
Magern Zuteilungen: 150g fleisch in
[page 59]
der Woche! Mittags stricke ich in der
vollig geheizten Stube. Seit einiger
Zeit ist es draußen so empfindlig kalt,
daß fest alle blühenden Bäume erforren.

�X 30. April.
Morgens hören wir, daß in der Kist ein
auf Posten stehende Marokkaner von einer
unbekan̄ ten angeschoffen wurde. Große Besteigung:
Was für strafmaßnahmen werden die Fran=
zosen treffen? Mittags schellt der Büttel aus:
Jede Familie muß 200 Rm zahlen!
Nafzers räumen an diesen Tag ihre Wohnung
Wieder friedenmäßig ein mit prunkvollen
Möbeln , echten Teppichen u. viele, vielen
Porzellansipupen. Abends bewundern wir
die Pragt.
—

Samstag, 5. Mai
Es heißt, es sei Waffenstillstand.
Wer hätte noch vor einigen Jahren sich
das Kriegsende so vorgestellt?
Mittags daheim.
Son̄ tag, 6. Mai.
Das Wetter wird wärmer. Nachmittags
[page 60]
Kleiner Spaziergang.
Montag, 7. Mai.
Große Wäsche bei Nafzers. Morgens gehen
wir nach Waldenbuch, liesen Unifor
men ab u. kaufen ein. Nachmittags
holen Werner u. ich im Wald jedes einen
Rucksack voll Tannenzapfen. Schönes warens
Wetter. Abends nach Glashütte.

�Dienstag, 8. Mai.
Morgens nähe ich. Nachmittags helfe ich
Bei Maureis wo wir im̄ er Milch holen
auf dem Feld. Wir verklopfen Schollen u.
hacken Rüben. Es sind nette Leute. Beim
Wesper (dicke Butterbrote!) hören, wir von
einem Elsößer Franz. Soldaten, daß tat=
sächlich jetzt Waffenstillstand ist!
Es kom̄ e 2 herzige junge Geißlein auf die Welt!
Mittwoch, 9. Mai.
Heute haben wir eine Riesenmäsche. Alle
3 müssen wir fest erleiben, Werner u.
ich wirden, hingen auf u. ziehen die
Wäsche wieder ab. Es [1 word illegible] alles im
Handumdrehen. Morgens muß ich 2 mal
[page 61]
nach Waldenbuch 1. Setzlinge kaufen, 2. Die
Radio auf dem Rathaus abliefern. Hoffent=
lich dürfen wir sie wieder holen! Die Fran=
zosen ziehen jetzt ab u. Amerikaner
sollen kom̄ en, es heißt eine Besetzung
on nur 5000 wan̄ für ganz Württemberg.
Im Geistenstall schon wieder ein freudiges
Ereignis: Nochmals zwei Geißlein geboren!
Don̄ erstag, 10. Mai.
Zum erstenmall seit Jahren, wird Him=
melfahrt wieder als Fesstag begangen.
Bei heißem Son̄ enschein sind wir
Nachmittags im Garten.

�Freitag, 11. Mai.
Nachmittags gehe ich mit Mama in
die Tan̄ enzapfen. Schönes Wetter.
Samstag, 12. Mai.
Nachmittags im Eigestuhl im Garten.
Herde u. Amite Wiese kom̄ en u. bringen
Uns Kopfsalut. Ich begleite sie noch
ein Stück. Abends, als alles noch
gießend u. die Abendkühle geneßend
[page 62]
Im Garten meilt, kom̄ t der Strom wieder!
Son̄ tag, 13. Mai.
Nachdem Mittagessen gehe ich den Berg
hinauf. Die Wiesen stehen jetzt überall
in Blute u. wir haben die Wohnung
voll bunten Sträuße. Oben lege ich mich
im Strandanzug in ein Wiese am
Waldrand. Das ist wunderschön! Ich lese
u. näse mir Strehschuhe. Später kom̄ en
Mama u. Werrner u. wir machen noch
einem Waldspaziergang. Abends be=
kom̄ e ich einen Brief von An̄ emarie
[1 word illegible], den eine Tante von ihr auf der
Durchwenderung in Waldenbuch abgege=
ben hat. An̄ e hat die letzte Zeit gut
überstanden.
Montag, 14. Mai.
Morgens bügle ich. Nachmittags
Gehe ich wieder zu Maurers nach Glas=

�hütte u. mir hacken Rüben.
Dienstag, 15. Mai.
Mama u. ich brechen schon um ¾ 6 Uhr
auf nach Steinenbron̄ , wo es in der
Gärtenerei Tanntensetzlinge gibt. Dem
[page 63]
Weg ist schön - Son̄enaufgang. Nach
2-stundigen Anstehen unter großer
Menschenmenge bekom̄ en wir schöne
Pflazen. Auf dem Heimweg nehmen
wir wie der Tan̄ enzapfen mit. Nachmittags
bin ich wieder bei Maurers zum Rüben=
hacken u. bekom̄ e Abends zur Belohnung
sogar ein Stück Butter! An diesem Abends
kom̄ t auch ein Nachrichts von Treibers
denen es gut geht. Abends im Garten To=
maten= u. Salatsetzen.
Mittwoch, 16. Mai.
Zum Essen gibt es S selbstgezogenen
Spinat, der erste Polze Ergebnis unseren Gartenbaukunst! Abends wird
bekan̄ t, daß die Radios wieder geholt
werden dürfen. Allabendlich muß ein
Garten gegessen werden, da das Wetter
heiß u. trocken bleibt.
Don̄ erstag, 17. Mai.
Vormittags holt Werner bei Wieses
Das Radio, des Hans-Dieter für uns
vom Rathaus geholt hat. Alles ist froh,

�als nun das Radio wieder da ist u. wir
wieder Nachrichten hören kön̄ en. Mama
u. ich sind morgens in der Geistmangel.
Nachmittags holen Werner u. ich wieder
[page 64]
Tannenzapfen im Wald, wo sie wie
gesüt liegen.
Freitag, 18. Mai.
Wir putzen das Wohnzimmer gründlich,
klopfen Toppisch, naschen Vorhänge u.
putzen Fenster und Türen. – Die
Abendmilch muß jetzt auch abgeliefert
werden, wir dürfen nicht mehr nach
Glashütte zum Milchholen, sondern be=
kom̄ en wieder Magermilch.
Samstag, 19. Mai.
Vormittags putzen u. mit Mama
in Waldenbuch. Nachmittags kom̄ en
wieder Marokkaner hineher auf dem
Rückmag. Sie bleiben für unbestim̄ te
Zeit, dürfen aber nicht mehr plündern.
Pfingstson̄ tag, 20. Mai.
Ruhiger Tag zu Hause mit kuchen
u. gutem Essen. Nachmittags gehen
wir auf den Berg hinauf, wo wir
ungestört sind u. niemand belästigen
(Seit einiger Zeit hat Frau Nafzer aus
[page 65]
umklärlichen Grunden einen Pik auf uns)

�Abends bekom̄ en Mama u. ich bei Frau
Laich in Glashütte Milch, durfen jeden
Mittwoch u. Son̄ tag jetzt kom̄ en. Anschlie=
ßend gehen wir noch schnell nach Wal=
denbuch zu Wieses u. verlegen unseren
geplanten Besuch am Pfingstmontag wegen
der Schwerzen auf eine andere Zeit.
Pfingstmontag, 21. Mai.
Das Wetter verschlechtert sich zusehends.
Mittags begin̄ t es zu regnen. Wir sind
ruhig daheim, lesend u. strickend u.
Radio hörend. Alle Nachrichten werden
eifrig abgehört.
Dienstag, 22. Mai.
Mama geht morgens nach Waldenbuch.
Die Schweizen sind anständig. Abends
kom̄ t im Radio, daß bestim̄ te Kategorien
deutscher Kriegsgefangener entlassen
werden, darunter Män̄ er über 50 Jahre.
Nun kön̄ en wir hoffen, daß Papa auch
bald heimkom̄ t, das wäre ein größes
Gluck für uns u. unsere Stellung
im Hause.
[page 66]
Don̄ erstag, 234. Mai.
Kühles Wetter. Nachmittags sind Gerde
u. Anita Wiese einige Zeit da, was
uns den̄ von Frau N. sichtlich übelgenom=
men wird. Abends ankom̄ t Mama Herz=

�geschichten.
Freitag, 25. Mai.
Mama muß in Bett bleiben. Morgens
mache ich den Haushalt. Nach dem Essen
muß ich helfen Kartoffelkäfersuchen.
Die Führung hat Angelika Müller. Wir
mussen jeden Kartoffelsock genau un=
tersuchen und finden ziemlich viele Käfer
u. Eier. Nachmittags muß sich Werer auf
nach Glashütte. Der Wunsch nach Papas
kom̄ en wird im̄ er dringender.
Samstag, 26. Mai.
Mama liegt weiterhin recht müde im
Bett. Wir suchen sie um allehend guten
Sachen zu ernähen. Sie ist ganz mager.
Morgens putze ich u. gehe dan̄ zum Ein=
kaufen. Es gibt Butter!
[page 67]
Gleich nach dem Essen gehe ich wieder nach
Glashütte zu Maurers. Wir hacken Kar=
toffeln. Das gute Wesper u. die Milch,
die ich abends mitbekom̄ e, sind nicht
zu verachten.
Son̄ tag, 27. Mai.
Mama muß ich im̄ er noch im Bett blei=
ben. Auf diese Weise kom̄ t sie auf
nicht mit Frau N. zusam̄ en. Die Stim=
mung ist im̄ er noch gespan̄t . Nach=
mittags gehen Werner u. ich in den

�Wild u. machen die 2 Raumunter Holz,
die uns zu gewiesen sind, aus findig.
Sonst ruhig zuhause. Abends in Glashütte.
Montag, 28. Mai.
Morgens beim Bäcker, dan̄ kom̄ t der
Haushalt. Nachmittags gehe ich
Wieder zum Kartoffelhacken u. kann
es nun schon besser wie das erstemal.
Als ich abends heimkom̄ en, wartet
meiner im große freudige Überraschung:
Was wir im̄ er gehofft u. doch noch nichts sobald zu
glauben vermacht hatten, ist geschehen:
Papa ist heimgekom̄ en!!!!
Nun ist unsere Freude riesengroß.
[page 68]
die das ist auch für Mama die beste Me=
dizin. Papa steckt in einem Anzug
von Onkel Herman̄ u. muß natürlich
erzählen, was er erlebt hat: Er kon̄ te
sich kurz vor der Besetzung von seinem
General beurlauben lassen, nachdem
alle Flugplütze verloren waren, die
Leute durchgegangen waren u. er
somit keine Pflicht mehr hatte. Er
fahr dan̄ von Kristentshafen nach Wan=
gen i. Allgäu, wo er bei einem Studien=
rat Enderle einige Tage zu brachte.
Als er merkte, daß man noch nach
Ravensburg gelangen kon̄ te, führer

�mit einem angehaltenen Auto dorthin
u. uberlebte die Er Besetzungszeit bei
Tante P Clare als Zivilist. 2 Stunden vor
dem Franzoseneinmarsch kon̄ te er noch
6 Jahre Krieg nach richtig von der Wehrmacht
Entlassen werden! Sobald es möglich
war, halte er sich einen Passierschein
nach Waldenbuch u. kon̄ te sogar mit dem
Zug in 3 Tagen bis Untertürkheim fahren.
Herman̄ je. ging stiften u. kam nach Hause
[page 69]
u. ging vom Lazerett aus in Gefangenschaft. –
Von Untertürkheim aus fahr Papa noch
Stuttgart u. machte überall Besuche: bei
Schwenkels, Onkel Alfreds, Dr. Metzgers,
Bäuerles u, in der Seestraße usw. Alle
Haben die Zeit soweit gut überstanden, wen̄
sich auf die Franzosen in Stuttgart nicht
sehr schön aufgefährt haben. Von Herr
Bäuerle, den er sogar gleich zu erstaich
der Straße traf, hörte Papa das sehr er=
freuliche, daß Herr Bäuerle Kultminister
werden soll! Und Papa soll auch so
bald wir möglich beim Kultminister=
ium mitarbeiten! Wie ist das schön!
Wir sitzen in sehr glücklicher Stim=
mung lange zusam̄ en u. trinken
zur feier des Tages noch ein Flasche
Wein. Papa ist gesund u. munter.

�Nun ist also die Familie wieder ver=
eint. Er Wir kön̄ te wir glücklich u.
dankbar sein, daß wir nun so ver=
hältnismäßig gut den Krieg über=
standen haben!
[page 70]
Dienstag, 29. Mai.
Es nicht bei uns schon eine ganz an=
dere Luft. Durch das bloße Erschei=
nen Papas ist auch die Stellung zu
Nutzers wieder besser. Frau N. wird
wieder freundlichen. Morgens muß
Papa nach Waldenbuch u. sich auf dem
Rathaus melden. Zum Mittagessen
gibt es Käsespätzle! (Papa brächt etwas
geriedenen Käse aus dem Allgäu) Ein
Hochgenuß. Nachmittags bin ich wieder
beim Hacken u. bringe abends kuchen
mit. Den ganzen Abend erzählt uns
Papa wieder von seinen Erlebnissen.
Mittwoch, 30. Mai.
Die Eltern gehen morgens nach Walden=
Buch. Papa möchte einen Passierschein
nach Stuttgart für den nächten Tag, be=
kom̄ t ihn aber noch nicht, erst für Freitag.
Wieder bin ich nachmittags beim Kar=
toffelhacken. Vor einem plötzlichen Parken
Gewitter retten wir uns gerade noch
zu uns heim. Als es wieder trocken ist,

�[page 71]
wird weitergehackt. Am Abend liegen
wir zu viert in den Ehebetten u. Papa
erzählt wieder sehr ausführlich u. inter=
ressant. Das kan̄ er wunderbar.
Don̄ erstag, 31. Mai.
Ein ziemlich regnerischer Tag. Mama
liegt mittags wieder im Bett, aber
es geht ihr schon erheblich besser. Nach=
mittags werden Bücherschränke ge=
räumt.
Freitag, 1. Juni.
Papa u. ich brechen schon um ½ 7 Uhr
auf nach Stuttgart. Frau Frisch mit
Hiseln geht auch mit. Wunderschone
Morgenwanderung nach Echterdingen
u. von da uns mit der Straßenbahn
nach Stuttgart. In der Bahn treffen wir
gleich Herr Kleemann. Er spielt wieder
in Staatstheaterorchester mit, das zur
Zeit für die Besatzung spielt. Aber
bald, werden auch wieder Konzerte für
des Publikum sirn. In der Stadt tren̄ en
[page 72]
wir uns, Papa geht zum Kultministerium,
ich zu An̄ emarie [1 word illegible]. In Stuttgart
blühen schon überall die Posen, [1 word illegible]
u. Obst reifen schon, aber es wim̄ elt
von Franzosen, die auch die schönsten

�Häuser bezogen haben. An̄e [1 word illegible] ist
zum Glück daheim, die hat eine wirklich
große Freude über meinen Besuch. Sie
haben bis jetzt alles ganz gut über=
standen. An̄ e ist jetzt dan̄ auf dem
Architektenbüro ihres Vaterstätig u.
zeigt mir voll Stolz die Pläne für
den Wiederaufbau ihres Hauses in der
Dillman̄ straße. Ich bekom̄ e prima Kir=
schen vorgesetzt. Aber bald muß ich
weiter zum Weißenhof. Dort treffe
ich zuerst niemand an aber dan̄
kom̄ en bald Anni u. Mechtild Eickenscheide.
Sie haben in der ersten Zeit der Franzosen=
besetzung ziemlich viel mitgemacht,
besonders am Weißenhof haben die Fran=
zosen übel gehaust u. geplündert, Män̄er
gefangengehalten u. mißhandelt usw.
[page 73]
Gesund war auch eine Zeitlang da, ist
aber jetzt wieder noch Hülben, von Hil=
degard abgeholt. Ein Glück, daß Schwenkels
Haus den Krieg überdauert hat. Sie haben
auch Einquartierung. In eigenen
Gasten u. Nachbargarten haben sie Gemüse
gepflanzt. Etwa um 3 Uhr mussen wir
weiter, zu erst in die Seestraße u.
dort verschiedene Sachen holen, dan̄ geht
Papa zu G. Bäuerle u. ich zu Onkel Al=

�freds, wo wir uns dan̄ wieder treffen.
Onkel Alfeds Haus ist nu inmitten von
lauter Trüm̄ ern einsam stehengeblie=
ben. Wir kon̄ en gerade zum Kaffee, Stu=
dienrat Schmid von Weißenhof kom̄ t
auch. Politische Gespräche. Alles ist
jetzt erleichtert u. froh, offen seine
Meinung sagen zu kön̄ en.
Aber nun altes fort. Wir fahren
Mit der Bahn wieder bis Echterdingen
u. wandern nach Hause. Unterwegs
Bolkenbuch (Montelkomödie!). Daheim
Nachessen u. großes Erzählen.
[page 74]
Samstag 2. Juni.
Morgens putzen u. kochen. Regen.
Mittags gehe ich noch aufs Feld, wo
Maurers Ruben setzen. Abends machen
Wir noch ein Tauschgeschäft mit einem
Marokkaner, der uns für ein 5RM-Stück
etwas Schokolade, Kaffee u. Tabak bringe.
Überhaupt macht alles Geld, u. ander
Tauschgeschäfte mit den Marokkanern,
die zum Teil recht ordentliche Kerle
sind u.
Sonntag, 3. Juni.
Nachmittags sind wir bei Wieses ein=
geladen. x Es ist ein recht netter unter=
haltender Nachmittag bei Kuchen, Schoko=

�ladeeis u. einem fabelhaften Nudelauf=
lauf als Nachtessen. Aber die Marokkaner
sorgen ja mit für die Ernährung,
Abends noch nach Glashütte. x Mit dem von Anite
Geretteten „Laudate Dominum“ werden wir begrüße!
Montag, 4. Juni.
Nachmittags mit Maurers auf dem Feld
beim „Ölmagen vernisa“ (Mohn ver=
ziehen), wobei man ganz treuzlichen wird
die Eltern holen mich abends ab.
[page 75]
Dienstag, 5. Juni.
Papa geht nach Stuttgart. Morgens
großer Krach . . . . . Nachmittags bin
ich wieder mit Maurers auf dem
Feld, Ölmagen verziehen u. hacken.
Papa kom̄ t abends von Stuttgart zu=
rück mit der Nachricht, daß er in
Vaihingen eine passende, schöne
Wohnung gefunden habe. 4 Zimmer
mit schönem Bad u. Büche, unter
im Haus ein Lebendsmittelgeschäft.
Es wärefein, man̄ das klappen
würde! x Durch Herr Treiber.
Mittwoch, 6. Juni.
Die Eltern gehen beide schon frühfart
nach Vaihingen zur Besichtigung
der Wohnung u. zum Wohnungs=
amt. Ich bin nachmittags, beim

�Rübenhecken. Große Hitze. Die
Eltern kom̄ en abends zurück, die
Leute werden uns gern in die
Wohnung nehmen, aber da sie durch
aus politischen Gründen freiwürde,
(es war ein ST-Führer dein) kan̄ es sein
daß sie von Wohnungsamt auch wieder
[page 76]
so vergeben wird (an KZ-Sträfglinge oder
zuden, der Besetzung). Nun heißt
es abwarten. Wir wurden ja gern
jetzt im Som̄ er noch in Waldenbuch
bleiben, in der schönen Gegend u.
etwas abseits von den jetzigen Un=
ruhen u. Mängeln des Stadtlebens
aber wen̄ wir die Wohnung in dem
anscheinend schönen Haus bekom̄ en
kön̄ en, ist das ein großer Glücksfall
u. wir müssen gleich zugreifen.
Don̄ erstag, 7. Juni.
Morgens botanisieren wir mit Papa
auf dem Weg nah Waldenbuch. Die
Pflanzen werden dan̄ daheim wissen=
schaftlich bestim̄ t. Mittags schwitze ich
wieder auf dem Rubenfeld. Der Most
ist begehrte Lobung. Noch ein habe ich
so viel Most getrünken! Dazwischen=
hinein wird auf der ersten gemehrten
Wiese „geschähelt“. Der heult hat

�bigan̄ en.
[page 77]
Freitag, 8. Juni.
Schon morgens gehe ich nach Glashütte
Zum Heuen. Von einer Wiese zur
Anderen geht es zum „Verstreuen, um=
kehren, schächeln, werben“. Dazwischen=
hinein wird gut genespert u. getrunken.
Samstag, 9. Juni.
Das Wetter ist regnerisch, also wird
es nichts mit dem Heuen. Morgens
daheim, noch dem Essen gehe ich nach
Glashütte, kom̄ e aber gleich wieder,
da mit dem Heu nichts mehr gemacht
werden kann. Nachmittags werden
Pflanzen bestim̄ t.
Son̄ tag, 10. Juni.
Wetter morgens schön, bald aber
trüb. Wir sind die meiste Zeit da=
heim. Nach dem essen spielen wir
für Moham̄ ed, der ständigen Marok=
kaner-Hausgest klavier, was dem
großes Vergnügen macht. Gegen
Abend Spaziergangens Batoniesieren.
[page 78]
Papa will uns in Lauf des Son̄ es
die wichtigsten Pflanzen beibringen,
Werner u. ich kön̄ en uns aber nur
Schwer mit den lateinischen Namen

�vertraut machen.
Montag, 11. Juni.
Für den heutigen Tag haben Onkel
Alfreds ihren Besuch angesanft. Mor=
gens sieht das Wetter ganz land=
regenmäßig aus, so daß wir Angst
haben, unseren Kuchen u. Schlag=
rahm allein essen zu müssen.
Das trifft auch ein, da Besuch kom̄ t nicht,
der Kuchen war noch aufgehoben.
Dienstag, 12. Juni.
Papa in Stuttgart. Wir haben wieder
Ein aufregendes Erlebnis. 3 Franz.
Offiziere kom̄ en u. verhaften Herr Nafzer
u. nehmen ihn mit. Bei dieser
Gelegenheit durchsuchen sie auch das
Haus, nehmen einiges mit und
[page 79]
lassen ihre Wut über das dareinreden
Frau Nafzers in unseres Küche aus
wo sie alles Schublade ausleeren u.
heller, Schüssel u. Platten zusam̄ en=
hauen!
Nachmittags kehren Werner u. ich in
Glashütte auf Laichs Wiese schähle um.
Mittwoch, 13. Juni.
Vormittags bei Maurers. Da aber
im̄ er noch kein Heuwetter ist, gehe
ich mit zum Fütterholen. Mittags

�kom̄ en Onkel Alfred u. Elisabeth. Wir
setzen ihnen ein gutes Essen vor
u. zum Kaffee Kuchen mit Schlagsahne,
was natülich die wenig gut ge=
nährten Städter hoch entzückt. Nach
dem Essen kleiner Spaziergang durch
den Garten. Es ist ein recht netten
Nachmittag. Onkel Afred macht seine
üblichen Witzehen. Gegen Abends be=
gleiten wir die beiden bis zum Gehen=
hof und nehmen von daß einen Korb
Kartoffeln mit hin unter.
[page 80]
Don̄ erstag, 14. Juni.
Schöner Tag. Morgens kleine Wäsche
in der Küche. Deshalb Krach mit
Frau Nafzer, die sich im̄ er gemeiner
u. ordinärer entpüppt. Später bin
ich bei Maurers zum Heuen.
Freitag, 15. Juni.
Beim Heuen.
Samstag, 16. Juni.
Wieder den ganzen Tag beim Heuen.
Mittags kom̄ t auch noch Ingrid
Meller zum helfen. Die muß aber
alles erst noch lernen, während ich
mich schon „fast als bäuerin“ fühlen
kan̄ . Werner hilft bei der Familie
Laich heuen.

�Son̄ tag, 17. Juni.
Wir bekom̄ en wieder Besuch u. zwei
von der Familie Schwenkel (Onkel Hans,
Tante Martha, Gertrud u. Amei). Wir
Entzücken sie mit gutem Essen u. kuchen
mit Schlagsahne. Es wird ein sehr netter
Tag. Wir begleiten sie dan̄ bis zum
Gehenhof hinauf.
[page 81]
Montag, 18. Juni.
Heute ist ein sehr angestrengten Heutag.
3 große Wagen werden eingefahren. Den
Ganzen Tag sind wir auf den Beinen.
Das schönste ist des Heimfahren auf dem
bollbeladener Wagen, bloß kom̄ t dem
im̄ er das dicke Ende des Abladens nach,
wobei wir schwitzen u. Staub schlucken.
Abends kom̄ t Papa von Stuttgart, da mit
der betrüblichen Nachricht, daß es mit der
Wohnung wohl nichts wird.
Dienstag, 19. Juni.
Wieder beim heuen. Große Hitze,
viel durft, viel most, Son̄ en=
brand! Ingrid Meller, wie am Vortag,
auch dabei.
Mittwoch, 20. Juni.
Der letzte Heutag. Die letzte Wiese
wird eingefährt, allendings im großer
geht weil ein Gewitter droht. Wir

�helfen noch andern Leuten beim schächeln.
Abends suchen wir noch auf dem Maurer=
schen Kartoffelfeld Kartoffelkäfer. Wir
finden viele Lernen. Wie der Hund
fringt beinahe ein Reh. Die Eltern sind
in Stuttgart u. Dagerloch, auf Wohnungs=
suche.
[page 82]
Don̄ erstag, 21. Juni.
Ruhiger Tag.
S Freitag, 22. Juni.
Nafzers sind fort u. wir benutzen diesen
Tag zum Teppischklopfen u. Brickelzupfen.
das Verhältnis mit Frau Nafzer wird
unträglich mit der Zeit. Sie haßt uns
jetzt u. will uns um jeden Preis
draußen haben. Wir halten uns voll=
kom̄ en zurück u. sagen möglichts gar
nichts. Nachmittags sam̄ eln Mama
u. ich in der Nähe des Hosenhofs Erdbeeren.
Ergebnis: 3½ [1 word illegible]! Papa kom̄ t abends
Von Stgt. Mit der Nachricht, daß er jetzt
dan̄ jeden Tag ins Amtmuß.
Samstag, 23. Juni.
Morgens daheim. Unser Holz wird
von Herr Maurer abgeführt. Frau Nafzer
sagt, sie will sich von ihren Man̄ in
Böblingen Vollmechten haben, um uns
zu kundigen!x Abends hole ich in Glas=

�hütte Milch u. helfe beim Futterholen.
Sie brauche einen Schutz im Haus, wir
seien ihr nicht genügend beigestanden!
[page 83]
Son̄ tag, 24. Juni.
Morgens zeigen uns die Laichskinder eine
habelhafte himbeerstelle auf dem Besenberg.
Wir sam̄ eln am Vormittag 4 [1 word illegible], den̄ es ist
schon ziemlich abgesucht. Nachmittags spa=
ziergang zur „Suren“ (Herr Kaufman̄ ).
Unterwegs treffen wir Frau Wiese u. Frau
Heilsdörfer mit Korin.
Montag, 25. Juni.
Morgens sam̄ eln Werner u. ich 8 U
Himbeeren! Mittags daheim einkochen,
Kartoffelhacken. Nafzers in Böblingen.
Von den Kundigungsvollmachten ist nichts
zu meinen.
Dienstag, 26. Juni.
Morgens sind wir alle drei beim
Himbeersam̄ eln. Mittags daheim. Abends
kom̄ t Papa von Stuttgart. Er wohnt alle
2 Tage bei Schwenkels u. ißt auch dort.
Mittwoch, 27. Juni.
Mein Plan, ins Remstal zugehen, wird
wegen Regen u. Herzgeschichten von
Mama vereitelt. Frau Nafzer braucht
„dringend“ den Verschlag unter der Treppe
für ihren Staubsauger, so daß wir

�alle Koffer herausräumen müssen. Schekane!
[page 84]
Freitag, 29. Juni.
Ich fahr nach Groß-Heppach u. hole Träuble.
Mit der Straßenbahn bis Fellbach, dort bekom̄ e
ich ein Auto bis Waiblingen u. kom̄ e zu
fuß ans Ziel. Ich pflücke mir selber ≈20 [1 word illegible]
Träuble. Ellwangers sind sehr nett. Zum
Glück bekom̄ e ich sogar von Haus weg ein
Lastauto bis Fellbach. Schon um 4 Uhr bin ich
auf dem Schloßplatz. Da ich Papa nicht
treffe gehe ich zu Schwenkels. Dort ist er,
auch Hich [?] mit Ameile. Sie mußte in Hülben
Amerikanern die Wohnung räumen. Zum
erstaunen aller kom̄ e ich abends schon früh
nach Hause zurück.
Samstag, 30. Juni.
Einmachen, putzen usw. Mittags kom̄ t
Papa. Besichtigen der Wohnung, bei
Frl. Sophie Müller in der Liebenau, die
wir vielleicht haben kön̄ ten. Der Wunsh
die Nafzer verlassen zu kön̄ ten wird
im̄ er größer.
Son̄ tag, 1. Juli.
Mittags mit Dr. Gerlach, dem neuen
Waldenbucher Arzt (jung, sehr nett)
Bei Wieses eingeladen. An̄emarie Schum̄
hat Geburstag. Febelhafte Genüsse!
[page 85]

�Montag, 2. Juli.
Werner sam̄ elt Himbeeren. Einmachen.
Papa fährt mittags nach Stuttgart.
Dienstag, 3. Juli.
Morgens mit Gerde u. Hans-Dieter in
den Himbeeren. Regen. Szene Frl. Nafzer.
Nachmittags daheim.
Mittwoch, 4. Juli.
In Stuttgart. Mama läßt sich Dauer=
wellen. Ich gehe in die Seestraße, dan̄
beide zusam̄ en zu Schwenkels.x Auf dem
Heimng schleppe ich einen Rucksackvoll
gelben Rüben.x Großmama wieder da!
Don̄ erstag, 5 Juli.
Amerikaner machen in der Liebenau
Quartier für 100 Man̄ . Beschlagenahmen
≈ 6 Häuser an der Straße. Gefahr auch
für unser Haus; deshalb gehe ich abends
mit Papa noch nach Waldenbuch zu Bürgermeister Neff, es ist aber nichts bekan̄ t.
Freitag, 6. Juli.
Zur Vorsicht räumen wir etliche Sachen
zu Schopfs. Besetzung des Hauses wird wahrscheinlich, den̄ Frau Nafzer will es den Amerik.
Freiwillig anbieten (!!!). (Welch eine GelegenHeit, uns hinaus zubekom̄ en!) Ich gehe
[page 86]
Mittags nach Degerloch zu Krefs u. hole innen
Korb Träuble. Außerdem gehe ich einer Woh

�nungsmöglichkeit nach, was aber scheitert.
Als ich heimkom̄ en, wurde ich von der Bot=
schaft überrascht, daß Mama einer Wohnung
von 3 Zimmern in Schloß gefunden hat!
Nach langem Laufen am Abend bekom̄ t sie
sogar einen Traktor mit Anhänger für den
nächsten Tag, so daß wir schon vor der
Besetzung durch die Amis im Umzug be=
griffen sind.
Samstag, 7. Juli.
Umzug! Morgens fast hoffnungslosen
Regen. Um ½10 Uhr kön̄ en wir an=
fangen hinauszutragen. Mittlerweile
kom̄ en die Amis, nehmen tatsächlich das
Haus! Wir müssen bis 2 Uhr draußen [illegible insert] sein
u. gegützt haben. Frau Nafzer treibt, u. kan̄
uns nicht schnell genug draußen haben, während
sie den Garten plündert u. das ganze Haus
mit Blumen für die Amerik. Schmückt. Wir
schaffen unter stecker mit hilfe der Nachbar
schaft, Bes. H. Fritz u. H. H. Eisenman̄ , schleppen
Bücher zu Schafts, laden u. sind tatsächlich bis
2 Uhr fertig u. kehren dem Lieber Hause Nafzer
nach kühlen Abschied sehr leichten Gegens
den Rücken Ein so schlim̄ es, niedres Frauenzim̄ er wie die Nafzerin gibt es nicht so gleich
[page 87]
wieder. In den 3 großen Räumen im Schloß
treffen wir ein unvorstellbar Chaos an, das

�wir gleich zu lichten begin̄ en. Kurzer Besuch
von Frau Weise u. Anite.
Son̄ tag, 8. Juli
Mama ist morgens ab des grauenhaften
Krustes anzweifelt. Aber bis 12 Uhr haben un=
ser 2 Räume (das 3. ist noch nicht frei) ein men=
schenwürdiges Aussehen (Wohn. U. Schlafküche!)
Abends Spaziergang nach Glashütte u. Liebenau.
Man Wir hören, Herr Nafzer sei zurück. Alles
stam̄ t.
Montag, 9. Au Juli.
Der Herd wird gesetzt. Mit dem Handragen
holen wir 2 Fuhren voll Sachen bei Schopfs.
Papa ist den ganzen Tag noch da.x
Dienstag Mittwoch, 10. Juli
Das 3. Zimmer wird frei. Ich fahre nach
Groß-Heppach u. hole Träuble. Die Reise
geht glett mich Lastauto bis Waiblingen
u. auf dem Rückweg sogar mit amerik.
Militärauto bis Waiblingen Fellbach. Ich
bekom̄ e etwa 25 [1 word illegible] Träuble, die letzten! In
Stuttgart bei Papa u. Frl. Kupp.
Mittwoch, 11. Juli.
Regnischer Tag. Fenster u. 3. Zim̄ er putzen
u. einrichten (Schlafzim̄ er), Einmachen. Abends kom̄ t Papa.

x

Bei Nafzers, Wiese zahlen. Nafzer strahlend u. vorseinen

Unschuld überzeug, ist sehr liebenswürdig. Sie
das Gegenteil

�[page 88]
Don̄ erstag, 12. Juli
Morgens mit Werner Himbeersam̄ eln.
Ertrag 10 [1 word illegible]. Es gibt sehr viel. Nachmittags
in Nafzerschen Garten. Ernten u. Ordnung
schaffen in unserem Stück. Frau Nafzer
benim̄ t sich unmöglich u. sagt uns dauernd Unverschumtheiten, während er=
freundlich ist.
Freitag, 13. Juli.
Morgens holen wir mit dem Traktor
Frau Ottmüllers ub euber Fähre die
Sachen bei Schopfs. (Bücher!!) Mittags
Einräumen u. Ordnen (Bucherschrank!!)
Unsere Wohnung ist jetzt sehr nett u. gemütlich. x
Samstag, 14. Juli.
Vormittags mit Werner u. Hans-Dieter
Himbeersam̄ eln. (9 [1 word illegible]!) Mittags kom̄ t
Papa. Gemütlicher Kaffee. Nachricht: Eine
Wohnung in Vaihingen ist in Aussicht.
[1 word illegible] von uns: Oh weh, schon wieder um=
ziehen?
Son̄ tag, 15. Juli.
Heißer Tag, wir sind meistens faulen=
Gend daheim. Abends Spaziergang in
richtung Weil.
x

...teil [?]: keine Wasserleitung u. kein Ausguß.

[page 89]
Montag, 16. Juli.

�Werner in Stuttgart. Besichtigt mit Papa
die Vaihingen Wohnung. Die sei schön und
modern.
Mittwoch, 18. Juli
Mittags geanwaschen. Als ich gerade beim
Trocknen bin, kom̄ t Wilfried Schleicher. Er
ist von Lübeck aus entlassen werden u.
wohnt nun in Vaihingen. Meiß natürlich
von keinem seiner Familienglieder et=
was. Tante Erika wird in russischen
Gebiet sein. Kleider wurden ihm in
Vaihingen gestohlen. Gemütl. Kaffee.
Don̄ erstag, 19. Juli.
Nachmittags fährt Herr Maurer endlich
unser Holz von der Liebenau ins Schloß.
Wieder einige Unverschämtheiten Frau Nafzers.
Abends Holz beigen. Abends Glashütte (3x wähentlich [?]
darf ich bei Maurers Milch holen) Dr. G.
Freitag, 20. Juli.
Mit Mama in Stuttgart. Bei Fraulein Rupp
(kleider anprobieren), bei Göttrer [?] locher,
dessen Haus schwer getroffen ist (Bohnen).
In Vaihingen besuchen wir Frau Treiber
u. besichtigen die Wohnung im Hause Schare,
die uns in Aussicht sieht. Sie ist schön (Badezim̄ er!!, Küche!) Heimweg mit Frl. G. Müller.
[page 90]
Samstag, 21. Juli
x

Morgens Haushalt. Küchenbacken für

�morgigen Besuch. Waffendurchsuchung
im ganzen Ort. Aus Schloß kom̄ eben
niemand. x Werner sam̄ elt Himbeeren.
Son̄ tag, 22. Juli.
Himbeerküchen belegen - - . Mittags
Familie Wiese u. Dr. Gerlach zu Besuch.
Schlem̄ erischer Kaffee. Netter Nachmittag.
Meine u. Werners „Werk“ werden gezeigt,
platten gehört.
Montag, 23. Juli.
Die Getreideernte begin̄ t. Ich helfe wieder
wie versprochen, bei Maurers. Gerste u.
Habengerste werden geschnitten, ich muß
mit Willi das Gemüste „wegnehmen“.
Dienstag, 24. Juli.
Den ganzen Tag bei der Ernte. Wieder
schreiden.
Mittwoch, 25. Juli.
Wieder bei der Ernte. Sehr heiß. Mittags
Wird eingeführt. Ich muß „uffbäkle“,
[page 91]
antragen, Ahrenlesen. Abends kom̄ t Papa:
die Vaihinger Wohnung ist genehmigt. Geteilt
Gefühle unserrseits. Aber wir dürfen einen
solchen Glücksfall nicht hinauslassen u. müs=
sen eben bald wieder umziehen.
Don̄ erstag, 26. Juli.
Morgens dauerwellen. Mittags bei der
Ernte. Beim Einführen kom̄ t ein furcht-

�bares Gewitter mit Volkenbruch. Naß bis
auf die Haus. Heim zum Traknen. Abends
noch beim Mühen.
Freitag, 27. Juli.
Morgens bei Maurers Strumpfe stoffen, dan̄
einführen. Herr Maurer braucht micht jetzt
nicht mehr dringend, so kan̄ ich zum Ahrenlesen. Werner u. Mama sam̄ eln an
dem Tag 17 [1 word illegible] Ähnen.
Samstag, 28. Juli.
Morgens mit Werner u. Frau Scholl beim
Ähnenlesen. Naß. Mittags putzen, daheim,
Regen. Papa kom̄ t abends: Herr Weller
aus d. Liebenau, der harmlos durch uns
von der Vaihinger Wohnung erfähr, macht
sie uns als nicht-PG streitig. Die Sache
ist nun wieder an Frage gestellt.
[page 92]
Son̄ tag, 29. Juli
Ruhiger Son̄ tag daheim.
Montag, 30. Juli.
Morgens u. Mittags beim Ähnenlesen.
Wettlauf der Ähnenleser hinter dem ge=
ladenen Magen! Abends Gliederweh!!
Dienstag, 31. Juli.
Papas Geburtstag. Er kom̄ t aber nicht
heim. Ähnenlesen.
Mittwoch, 1. August.
Stubes Wetter. Kurze Zeit Ähnenlesen.

�Abends geburtstagsfeier mit Werner
u. Papa. Die Vaihinger Wohnung
ist nun doch endgultig genehmest.
Don̄ erstag, 2. August.
Werners Geburtstag. Schon um 11 Uhr
zum Ähnenlesen. Ergiebigster Tag (23 [1 word illegible]).
Die freundl. Familie Ruck läßt uns
viele schöne Ähne liegen, im Gegensatz
zu anderen Bauern, die den armen Lesern
gar nichts gön̄en. Am 5 x zum guten
[page 93]
Kaffee heim. Am 10 Uhr jage uns noch die
Gingend der Familie Wiese mit ihrem Gratu=
latierensbesuch aus dem Best.
Freitag, 3. August.
Morgens Ähnenlesen. Es ist nun nicht mehr
viel, die Ernte is vorbei. Gesamtergebeis
≈ 1 ztr. Ähne! Abends machen wir
kle. Besuch bei Wieses. Es wird bei Tee
u. Brezelchen riesig gemütlich. Wir radebrechen
mit einem Amerikaner, den Anita, die
„Dolmetschein“ mitbrachte.
Samstag, 4. August.
Werner u. ich mit den Räder in Stuttgart
bei Locher u. in der Seestraße. Fert Herr
Heimtel ist da, er erzählt uns von seinen
Erlebnissen. Er will sich unser Umständen
in der Seestraßenruine wieder einrichten.
Den̄ in die Stadt, bei Papa, Mittag-

�Essen in Frank. [1 word illegible] Werkt! Dan̄
auf den Weißenhof. Nachricht von Ulrich
ist da: Er liegt verwundet in Lübeck
bei der Eltern Engländern. Große Freude!
Hildegard u. Onkel Hans in Steibis. Ameile
geldig. Papa U das Schwenkel’sche Haus
vor allem die Zim̄ er der Töchter, sind
wieder schön eingerichtet. Papa bringt
[page 94]
Abends die Nachricht, daß wir die Dachkam̄ en
in Vaihingen nicht bekom̄ en. Frage: Wo
kom̄ t der Krust hin?
Son̄ tag, 5. August.
Pläne für die Einrichtung unserer Vaihinger
Wohnung werden gemacht. Nachmittags Besuch
von Mera Heimtel. Heimtels waren über
die Besuchung in Unlingen bei Riedlingen.
Mera bleibt zum Kaffee da, nacsher begleiten
Werner u. ich sie fast bis Echterdingen.
Montag, 6. August.
Werner u. ich fahren mit den Rädern nach
Plattenardt. Nach langem vergeblichen
Fragen bekom̄ en wir 8 [1 word illegible] gelbe Pfläumen
u einige Apfel. Den̄ fahren wir noch nach
Sielmingen zu Frau Gölkel. Sie hat jetzt mit
Gerlind, die bei Bauernhilft 2 schöne Zim̄ er
u. Küche. Als PG muß sie manche Befurchtun=
gen haben, ihre Man̄ hat das goldene Parteiabzeichen, ist in Amerika. – Nachmittags

�Wasser kalt u. schmutzig.
[page 95]
Dienstag, 7. August.
Mama fährt nach Stuttgart zum Zahnegt.
Werner u. ich daheim. Abends zu Wieses
zum Spielenachen zus. mit Dr. Gerlach u. seiner
Frau, die vor Oberstdorf gekom̄ en ist. 3 Amenrik.
Leutnants sind auch da. Wir machen Gesselschaftsspiele u. sind sehr lustig!
Nafzer u. Knödler verhiftet!
Mittwoch, 8. August.
Morgens Wäsche einlagen. Regen. Nachmittags
lesen, stricken, abends kom̄ t Papa.
Don̄ erstag, 9. August.
Große Wäsche! Aber endauernder Regen.
Wir kön̄ en nichts ins Frei hängen, so wird
unser Wohn. u. Schlafküche als zum Trockenraum
für dientwäsche.
Freitag, 10. August.
Morgens bis zum Regen Wüsche aufhängen
die zum Teil trocken wird. Waschluche putze
Mittags bugeln. Abends kom̄ t Wilfried,
da eine Radpan̄ e hatte u. ubernachtet auch
bei uns.
Samstag, 11. August
Werner u Wilfried fahren nach mißlun=
genern Aufbruch um 6 Uhr, etwa im 10 Uhr
ab. Werner holt in Stuttgart Bohnen.
[page 96]

�Einkaufen, anstehen . ., backen,
putzen. Abends kom̄ t Papa. Die Vaihin=
ger Wohnung ist frei, wir kön̄ en schon
bald einzehen. Wir bekom̄ en 10 [1 word illegible] Bohnen von
Frau Ruck, Werner bringt 10 [1 word illegible], alle werder
noch am Abend geputzt.
Son̄ tag, 12. August.
Vormittags Bohnen kochen u. aufhängen,
usw. Mittags kleiner Spaziergang,
Besuch bei Herr Leiblin (Harigbrote?)
Abends kleiner Besuch bei Wieses.
Alles fährt morgen nach Stuttgart!
Montag, 13. August
Am 6 Uhr Abfahrt auf überfülltem lest.
Wegen zus. mit An̄emarie Schum̄ .
Ab Leinhelten Straßenbahn. Zusammentreffen
mit Fraulein Uhland. Sehr nett. Werner
u. ich räumen das jetzt helle Zim̄ er in
der Seestraße auf u. putzen darin. Furchtbarer Krust u. Streck. Um ¼[1 word illegible] Uhr treffen
mit der Jugend der Fam. Wiese u. Nikola.
Mittagessen u. anschließend Kinobesuch.
Marikka Rökk im „Hab mich lieb“. Sobi!
[page 97]
Werner besucht Han̄ a Meyer. Ich schaue noch
Rose Göhrum, treffe aber mir Frau Göhrum
Rose ist im Zeit.
an. Die Wohnung ist stark beschädigt bei
Ruth Sauer ist niemand da, aber zufällig

�treffe ich sie nachher am Olgank. Sie machte
bei der TH Aufräumungsarbeiten. Dan̄
Heimfahrt u. Weg mit Wieses zusam̄ en.
Dienstag, 14. August.
Vormittags waschen, Bohnen dörren usw.
Nachmittags in Plattenhardt. Wir bekom̄ en
einen Rucksackvoll ziemlich kleine
saure Äpfel. Abends kom̄ en Wieses.
Wir machen Gesellschaftsspiele.
Mittwoch, 15. August.
Morgens in Plattenhardt. Wir bekom̄ en
Äpfel u. Birnen. Dan̄ auf den Hosenhof,
wo wir 70 [1 word illegible] Kartoffeln holen. Im̄ er
sind wir für die Ernährung unter=
wegs! Abends kom̄ t Papa. Herr [two words illegible]
sich des Leben genom̄ en.
Don̄ erstag, 16. August.
Werner u. ich fahren mit den Rädern
nach Großsachsenheim. Ein Weg 50 km.
Abfahrt 6 Uhr, Ankufcht ¼11 Uhr. Unterwegs
nähren wir uns von Apfeln – die Bäume sind
[page 98]
überall von Obst. Zuerst gehen wir zu Frau
Merz, um nach unseren Sachen zu sehen u.
den baldigen Abtransport anzukündigen.
in Großsachsenheim ging es in der ersten Zeit
der Besetzung schlim̄ zu. Frau Merz setzte
sich sehr für unsere Sachen ein. Ihr ver=
danken wir es, daß außer einigen Klei=

�den nichts von unsere Sachen gepfündert
ist. S Frau Merz gibt uns sogar 10 [1 word illegible] Raps für
2 l Öl (!!!!!) u. Birnen mit. Sie ist sehr nett.
Frau Metzger treffen wir in großer Eile an.
Sie muß nach Ludewigsburg, wo da. Häußer=
man̄ (SS) verhaftet ist. Unser Kisten bei
Metzgers sind fast vollständig geplündert.
Auf dem Rückweg fahren wir über Korn=
sel. Han̄ a Reser treffe ich an. Sie pflust
ihre schwerkranke Mutter. Frl. Pröbiuß ist
in Teinach, Onkel Gotthilf auch nicht da.
Das letzte Ruck ist vollends an Schlauch,
um 6 Uhr kom̄ en wir ziemlich müde,
mit Rucksäcken voll Äpfeln daheim an.
Freitag, 17. August.
Morgens putzen, usw. Nachmittags im
Wald am Meiler Berg. Tan̄enzapfen sam̄ eln.
[page 99]
Abends bei Frau Ruck Gemüse holen.
Samstag, 18. August
Werner holt in Stuttgart Tomaten. Ich muß
bei Raith morgens ≈ 1½ Stdn. anstehen!
Papa u. Werner kom̄ en abends mitein=
ander. In Vaihingen erfähr Papa, daß
Möbeltransport jetzt verboten ist. Wie
wird also unser Umzug werden?
Son̄ tag, 19. August.
Den ganzen Tag Regen. Wir bleiben
daheim. Papa ist mit den Moren sehr

�herunter u. wird auch im̄ er mageren. Er
hat fürchtbar viel Arbeit. Montag, 20. August.
Wieder den ganzen Tag staunender
Regen.
Dienstag, 21. Aug.
Mama geht nach Stuttgart zum Zahnarzt.
Werner u. ich bringen unser Sack Ähnen
zu Maurers zum Drechen. Wir haben
Glück: Es wird sofort gedreschen! Ergebnis
82 [1 word illegible] Fruchts!! Wir haben den transportieren
wir nun anschließend in 2 Fahrten die
3 Kisten bei Frl. Krauß u. 1 bei Schlepels in
[page 100]
der Liebenau aufs Schloß. Mittags kön̄ en
wir unsere Frucht gleich in Mehl um=
tauschen. In der Stadtmühle bekom̄ en
wir ⅓ Weiß u. ⅔ „Schwarz“ mehl u. etwas
klein. Hochbeglückt sind wir über das
stolze Ergebnis unserer Mühe! Mama
kom̄ t abends ziemlich geplegt von Zahnarzt
heim. Ich fahre geschwind in die Glashütte
u. anschließend ist Spiel u. Sangabend bei
Wieses. Sehr nett u. lustig. Werner,
Nikola u. Hans-Dieter lernen das Tanzen
u. sind unsere „Karaliert“. Wieses
lassen uns um ½11 Uhr nicht gehen, der
(von Stuni) erwartete Amerikaner kom̄ t nicht
so kön̄ en wir nicht mehr heim, sondern
müssen bei Wieses übernachten. Ich mit

�Anita u. Gerde in 2 Betten.
Mittwoch, 22. August.
Um 9 Uhr Heißmangel. Dan̄ fahren Werner
u. ich noch Plattenhardt u. holen Olgaäpfel
(≈ 40 [1 word illegible]) Nachmittags werden die großen
Kisten geräumt u. geordnet. Wir haben
wieder mal ein Haus!
[page 101]
Don̄ erstag, 23. August
Werner u. ich fahren mit dem Rad nach Stutt=
gart zu Schwenkels. Da bekom̄ en wir von
deren reicher Ernte einen Teil Zwetschgen,
die wir uns selber von Baum pflücken.
Wir treffen Wolfgang u. Hig an, die
von Steibis gekom̄ en sind, wo ja Wolf=
gang (als Laienbrüder !!!!) hingewandert
war u. sich dort verbrgen gehalten hatte, um
der Gefangenschaft zu entgehen. Hildegard
war hinaufgefahren, um ihn zu holen.
Onkel Hans u. Wolfgang spelten Holz, wie
tragen es nach u. müssen auch noch zum
Essen dableiben. Es ist wieder mal recht
nett bei Schwenkels. Ameile ist goldig.
Onkel Hans u. Gertrud sind auch da, wir
sind eine große Tafelrunde. Nachmittags
gehen wir noch zu Papa u. auf’s W Ver=
kehrsamt, erhalten aber wegen des Möbeltransports negativen Bescheid. Ziemlich
müde kom̄ en wir heim u. betätigen uns

�abends beim ...aussteinen [?] u. durch=
treiben.
Freitag, 24. Aug.
Morgens einmachen, putzen, kochen usw. Mittags
Reise Korb vordem, bei Frau Ruck Gemüse holen.
[page 102]
Samstag, 25. August.
Morgens Rad putzen Haushalt. Mittags
Rad utzen. Papa kom̄ t.
Son̄ tag, 26. August.
Papa ist mit den Nernen [?] furchtbar her=
unter. Mittags bei Frl. Essig (mit Anite
u. h. d. Wiese), wo wir Flötenmusik mit
klarinetbegleitung geboten bekom̄ en. Ich muß
Frl. Essig auch an kleiner ablösen, allerdings
nicht rühmlich. – Nach dem Kaffee Wald=
spaziergang mit Familie Gerlach, die ge=
rade uns besuchen wollten u. denen wir
begegneten. Wir finden Pilze.
Montag, 27. August.
6 Uhr früh Start nach Groß-Heppach. Wir
kön̄ en bis Sielmingen auf einen
Lastwagen mitfahren. In Eslingen be=
suchen wir Frau Linder. Nach langem
Schieben u. Herzlicher Abfahrt über dem
Schurwald, kom̄ en wir um ¼11 Uhr nach
Heppach, treffen aber Ellwangers erst um
12 Uhr an. Ihr Sohn Alfred ist zu rückgebehrt.
Wir bekom̄ en schöne Äpfel u. Birnen u.

�[page 103]
fahren mit schwerbegackten Rädern wieder
ab. Der Tag ist sehr heiß. Bei Waiblingen
werden wir 2 Stdn. Durch eine Pan̄ e von
Werner aufgehalten. Dan̄ fahren wir
weiter über Stuttgart-Vaihingen u.
sind endlich um ¼10 Uhr ziemlich, abge=
kämpft daheim.
Dienstag, 28. August.
Morgens Eindünsten von Apfelbrei u.
Birnen. In der Mittags sitze schwitzen wir
zum Hosenhof hinauf u. bekom̄ en dort
von eine netten Frau ¼ [1 word illegible] Kartoffeln,
man kan̄ nämlich sonst gar keine Kaufen.
Wir helfen ihr auch auf dem Feld etwas.
daheim Haarewaschen, abends nach Glashütte.

Mittwoch, 29. Aug.

Morgens gehen W. U. ich mit Hans-Dieter
u. Nikola ins Holz. Wir sam̄ eln 3 große
Säcke S Tan̄ enzapfen u. finden viele Steinpitze. Große Hitze. Abends kom̄ en Wieses
zu uns. Es ist wieder sehr nett u. lüstig
bei Gesellschaftsspielen u. Tanz. Unsere
„Tanzschüler“ machen fortschritte.
Don̄ erstag, 30. Aug.
Mama u. Werner sind in Stuttgart. Ich
bin allein daheim u. betätige mich morgens
im Haushalt. Aber Mittags nähe ich mir
ein sichthemd.

�[page 104]
Freitag, 31. Aug.
Regnerischer Tag.
Samstag, 1. September
Morgens das übliche Anstehen bei Raich,
Haushalt. Nach dem Essen fährt Werner
nach Vaihingen u. geht mit Papa zu Herr
Schare, um zu sagen, daß Weller anscheinend
im̄ er noch mit unser Wohnung ergreift ist.
Ich gehe in den Wald u. finde in kurzer
Zeit einen großen Korb u. 1 Setz voll der
schönsten Steinpilze. Die werden daheim
gleich gepützt u. in Eindunstgläser gefillt.
Dan̄ holen gehen wir Papa u. Werner entgegen.
Die Vaihinger Wohnung kön̄ en wir
jetzt begiehen, Herr Schare würde uns
die Möbeltransportieren. Papa hat
große Bedenken, aber wir sind sehr für
sofortigen Umzug, damit uns die Woh=
nung nicht wieder hinausgeht. Nach
dem Nachtessen (herlliches Pilzgericht) gehen
Mama u. ich nochmals in die Pilze, um
noch ein paar Gläser zu füllen.
Son̄ tag, 2. Sept.
Nachmittags kom̄ t Rolf Maurer, der
uns auch noch auf der folgende Spa=
[page 105]
ziergang in den Wald begleitet. Dan̄ gehen
wir zu Wieses, um unseren baldigen

�Umzug anzukundigen. Sie bedauren
es wirklich tief, daß wir weggehen.
auch unser Gefühle sind natürlich ge=
mischt, aber es hat viel für sich, wieder
in der Stadt zu sein. –
Und ich weiß jetzt, was ich tun will. Wie
habe ich mich in der letzten Zeit über meinen
Beruf beson̄ en. Medizinstudium hat für ein
Frau wenig Aussicht, Apothekarin mag ich
nicht werden. Mama hat mir sehr lange
gesagt, ich solle aufs höhere Lehramt studieren,
aber Lehrerin wollte ich halt doch nicht recht
sein. Aber nun sagte auch Papa, ich solle
doch Biologie, Geographie u. Leibesübungen
studieren u. das hat nun bei mir ein=
geschlagen, das sind die Fächer, die mir
liegen. Nun will ich mir einmal das
vornehmen, ab es zum Studium könt, ist ja noch
alles unsicher. Aber ich bin jetzt froh.
Montag, 3. September.
Werner fährt nachmittags nach Stuttgart
u. Vaihingen u. kom̄ t abends mit der
Nachricht, daß Herr Schare morgen abend
mit einen Lastwagen voll Sachen
hinüberfährt. Wir packen nun noch den
[page 106]
Ganzen Abend Eingemachtes usw.
Dienstag, 4. Sept.
Großes Räumen u. Packen, Einkaufen.

�Abends kom̄ t die ga Familie Schare u.
Sage mit dem Lastwagen. In Eile
wird mit Hilfe von Nikola, HansDieter u. noch einem Man̄ geladen
u. dan̄ fahren Papa, W. U. ich mit
hinüber nach Vaihingen u. laden,
schon in der Nacht ab. x Die Wohnung
ist sehr schön u. Schare’s sind sehr
nette Leute. Was werden wir in
dieser neuen Heimat alles erleben?
Mittwoch, 5. September.
Morgens fahren wir nach Echterdingen
u. laufen mit 3 Waschkörben nach
Waldenbuch. Nun wird der Anfänger
geladen u. alles vollends gepackt, daß
avebds der Lastwagen bloß nach schnell
aufgeladen zu werden braucht. Wir
machen noch einen Abschiedsbesuch
bei Wieses, denen unser Weggehen ehrlich

x Zum Schluß heut sich Papa noch stark den
Kopf an ein Dächle, daß wir um 10 Uhr noch
zum Arzt müssen. Zum Glück muß aber die
Wunde nicht gemäßt werden.
[page 107]
sehr leid treff. Aber wir werden einander
nicht untreu. – Abends warten wir
vergeblich auf den Wagen u. müssen
noch einmal in Waldenbuch übernachten. Bei

�Schalls sind wir noch zu Pilzen eingeladen.
W. u. ich schlafen auf d. Boden. In der
Nacht bekom̄ t Papa, der schon den ganzen
Tag sehr erregt war, fürchtbar Angstzu=
stände, depressionen, es ist ganz schrecklich.
Werner muß im ½2 Uhr Dr. Gerlach holen.
Papa wird es wieder leichter. Ein paar
Stunde ist Dr. Gerlach da u. Papa kan̄ uns
alles sagen über seinen Zustan. Dr. Ger=
lach ist sehr nett. Eine unverpestliche Nacht. - er sieht alles schwarz. Don̄ erstag, 6. Sept.
Nachdem wir um 5 Uhr ins Bett gekom̄ en
waren, kom̄ t wieder Erwarten um 6 Uhr
Herr Schare mit dem Wagen! In Win=
deseile wird mit Hilfe von Schalls usw.
H Neff geladen, Nikola fährt mit nach
Vaihingen zum Abladen. Es regnet zwar
Aber alles geht doch sehr gut u. schnell.
Anfänglich herrscht das Khaos, über bald
lichtet sich das u. unsere Wohnung ver=
spricht sehr schön u. gemütlich zu werden,
wen̄ erst die Möbel von Großsachsenheim
kom̄ en, wir langen haben u. Wahringe
hängen. Sonsts kön̄ en wir alle gut
schlafen!
[page 108]
Freitag, 7. Sept.
Papa geht wieder ins Amt. Wir sind
wieder mit Räumen, Ordnen und

�Putzen beschäftigt. S Ich kaufe Brot
u. Milch. Werner fährt mittags nach
Waldenbuch u. holt sein Rad. Mama
will wegen Papa zu Dr. Metzger, richts
ihn aber nicht an.
Samstag, 8. September.
Ich fahre morgens in die Stadt zu Laher
wegen Gemüse, kaufe ein Buch für Anite
u. gehe ins Kaufhaus „für alle“, wo es
allerhand gibt (z.B. Kloginsel!). Onkel Alfred
kom̄ t geschwind mit dem Bescheid, daß er
Dr. Metzger nicht erreichen kon̄ te.
Son̄ tag, 9. Sept.
Trotz des Umzugs erleben wir einen
ruhigen Son̄ tag daheim. Die Wohnung
ist jezt schon recht gemütlich.
Montag, 10. Sept.
Mama geht morgens zu Tante Martha,
Werner geht aufs Rathaus u. Arbeits=
Amt, ich besorge den Haushalt u. gehe
[page 109]
Auch aufs Arbeitsamt, im mir ein Meldekarte zu holen. Werber nuttags ub der Stadt,
Dienstag, 11. September
Mama mit Papa bei Nervenarzt Dr. Gundert. Papa darf 4-6 Wochen nicht mehr ins
Amt. W. U. ich dichten abends für Anite.
Mittwoch, 12. Sept.
W. u. ich fahren mittags nach Waldenbuch.

�Anite hat Geburtstag. Nachdem wir unseren
Sachen erledigt haben, kon̄en wir auch noch
zur Feier. Dr. Gerlachs, Wahls, Frl. Essig u.
Frl. Reichle sind da. Wir machen Spiele. Abends
„Milchfenster“. ½10 Uhr daheim.
Don̄ erstag, 13. Sept.
Morgens Äpfel-Einkauf bei Layfer. Mittags
daheim. Papa im Bett. Seine Gemütsstimmung ist nicht gut.
Freitag, 14. Sept.
W. u. ich mittags in Groß-Heppach. Wir
treffen Ellmangers auf dem Acker. Bekommen 60 [1 word illegible] Äpfel, trauben. Auf der heimfahrt
Panne. Abends Papa gut.
Samstag, 15. Sept.
Morgens Haushalt Gemüseanstehen.
Nachmittags kom̄ t Tante Martha. W. U. ich
fahren mit ihr hinunter nach Stgt. U. holen
Apfelhändle aus D. Seestraße.
Son̄ tag, 16. Sept.
Vormittags Besuch v. Wilfried Schleichen.
Nachmittags daheim. Nuhen.
[page 110]
Montag, 17. Sept.
Ich gehe mit Papa nach Deckenpfron̄ wegen
Kartoffeln. Mit S Herr Schare fahren wir bis
Gärtringen u. laufen vollens 6 km nach D.
Zu unserem Schrecken sehen wir, daß der
Ort nach bei von der Besetzung ⅔ zerstört wurde.

�Auch Ernst’s Haus ist weg. Er wohnt bei
Vermendten. Aber Kartoffeln kön̄ en wir
Haben. Auf dem Rückweg müssen wir
bis Böblingen laufen weil kein Auto
hält. Treffen Lotte [?] Puth. vvon Böblingen fahrt
auf Kiesgeladenen Bulldoggenhunger.
W. an diesem Tag in Waldenbuch, Kartoffeln
herausmachen. Nafzerin!!
Dienstag, 18. Sept.
W. in der Handelsschule, Nenographiekurs.
Ich morgens u. mitags in Stuttgart, beides
mal wollte ich wegen Papa zu Dr. Metzger,
traf ihn aber nicht. Besuch bei Anne Storz,
Treffen Frau Schmitt.
Mittwoch, 19. Sept.
Mittags melden auf dem Arbeitsamt.
Don̄ erstag, 20. Sept.
Vormittags in D. Seestraße, EinmachGläser holen. Nachmittags in Waldenbuch
Milchreise. Papa ganz schlecht.
[page 111]
Freitag, 21. Sept.
Eltenmorgens im Bett. Mittags richten
Wir Mais mit Familie Schare.
Samstag, 22. Sept.
Am Montag sollen die Möbel aus GroßSachsenheim geholt werden, deshalb fahren
W. u. ich mit den Rädern hin um das verZubereiten. Bei Frau Merz u. Frau Dr.

�Metzger. Mittagessen b. Frau Merz: ApfelKuchen u. Sußmost!! Frau Merz besorgt uns
Kartoffeln u. Obst. Auf d. Heimfahrt Apfelkauf.
Son̄ tag, 23. Sept.
Werner u. ich fahren morgens mit den
Rädern nach Deckenpfron̄ u. kunden dort
Abholen der Kartoffeln f. Freitag an. Bekom=
men Mehl u. Brot. [1 word illegible]. Zum
Essen wieder daheim. Papa schlecht, ich gehe
mittags mit ihm zu Dr. Metzger, Dr. Gundert, Onkel Alfreds. Er soll nun ins Bürgerspital kom̄ en.
Montag, 24. Sept.
Herr Schare kan̄ nicht nach Groß-Sachsenheim
fahren, der Wagen läuft nicht recht. W. fährt
hin. Wir gehen nun mit Papa zu Dr. Gundert u. bringen ihn ins Bürgerspital in
die Nervenklinik. Wir gehen sehr betrält
zu Schwenkels u. zu Frau Bäuerle.
[page 112]
Dienstag, 25. Sept.
Morgens daheim. Nachmittags haben W.
u. ich auf dem Mägele Bett u. Tischaus
der Seestraße. Mama bei Papa.
Mittwoch, 26. Sept.
W. u. ich holen M mittags Holz im Wald.
Mama im Bürgerspital. Papa ordentlich.
Don̄ erstag, 27. Sept.

�Kalt u. regnerisch. Morgens daheim u. einkaufen. Mittags Säcke nähen. W. Holt
Glas in der Seestraße.
Freitag, 28. Sept.
Nachmittags gehe ich mit Mama nach
Waldenbuch. Bei Wieses, Schalls und
Milchholen. Rückfahrt im fast leeren
Zug. Werner holt mit Herr Schare, (er
auch seine holt) Kartoffeln aus Deckenpfron̄ .
Ernsts bekom̄ en von uns ein Bett! Er
bringt 12 [1 word illegible]! Abends nach Abladen.
Samstag, 29. Sept.
Werner fährt vormittags mit dem Rad
nach Deckenpfron̄ u. bringt die Säcke zurück
kom̄ t sehr erfolgerich mit Brot, Mehl, Butter
Schmaltz!! Zurück.
[page 113]
Son̄ tag, 30. September.
Nachmittags sind Onkel Alfreds zum
Kaffee da.
Montag, 1. Oktober.
Werner fährt nach Heidenheim, um nach
den Möbeln zu sehen. Ich gehe morgens in
die Stadt (zi Herr Mack wegen der Schule usw.)
Mittags mit Mama im Wald leine Holzsam̄ eln.
Dienstag, 2. Okt.
Morgens Wäsche. In der Stadt bei Renner [?]
wegen Fahrradreisen. Mittags Holz brechen,
Buschele machen; bügeln.

�Mittwoch, 3. Okt.
Morgens bügeln. Mittags kom̄ t Werner mit
den Rad von Heidenheim zurück. Er hatte
mit den Möbeln umziehen helfen.
Gegen Abend mit Frau Schare in Vaihingen
- Filderkan̄ t holden.
Don̄ erstag, 4. Okt.
Uberraschend kom̄ t Morgens Tante Erika! Sie
hatte die Besetzungs in Ostereich bei ihrer Schwie=
gertochter und Enkelkind erlebt u. hatte bis jetzt
keine Ausreiseerlaubnis bekom̄ en.
Mittags fahren Werner u. ich nach Groß-Heppach.
Wir bekom̄ en 120 [1 word illegible] Äpfel. Weil wir kein Auto
bekom̄ em, transportieren wir alles auf den Rädern!
Ein Schlauch! Wir kom̄ en spät heim.
[page 114]
Freitag, 5. Oktober.
Vormittags Haushalt, dan̄ besuche ich Anne Stoz
in ihren B... [?] Tübingerstraße. Wir treffen Helga
flecherd. Am Son̄ tag soll Zusammenkunst in
Zuffenhausen bei Brig. Wolt sein! - Dan̄ hole ich
in der Seestraße mein Rad, das wir am morgen
Tag dortsie gebracht hatten, um mit den Rädern
heim fahren zu können. Mittags Äpfel u. Kartoffel
richten u. unterbringen. Besuch v. Treibers u. Herr
Röffler. Abends mit Werner Milchholen in Waldenbuch. Wir kom̄ en spät heim.
Samstag, 6. Okt.
Morgens Haushalt. Mittags allein daheim.

�Mama im Krankenhaus. Bugeln, Nähen usw.
Besuch von Tante Martha. Werner in Rutesheim bei Frau Artmann.
Son̄ tag, 7. Okt.
Vormittags daheim. Werner macht Tanzstun=
denbesuch. Nachmittags Klassenzusam̄ enkunft bei Brigitte Walt. Sehr nett. Aus Storz,
H. Elethald, Lotte Puth, Rose Gährum, Lore Krämer,
U. U Häuserman̄ , Freutsch [?] sind da. Eifriges
Erzählen!
Abends fülle ich meinen Fragebagen für mein
Einsetzung als Schulhelferin aus.
[page 115]
Montag, 8. Okt.
Vormittags fährt Mama nach Heidenheim ab.
Ich gehe zu Papa, bei dem es aber schlecht ist.
Nachmittags mit Werner Holzholen im Wald.
Dienstag, 9. Okt.
Morgens Haushalt. Lebensmittelkarten holen.
In Stuttgart bei Herr Meck, der mich zur Volksschule schickt. In der Seestraße parken W. U. ich
einen Wagen mit Kartoffelständer u. Kraustände
v. a. Dingen u. ziehen ihn 3. Std. lang nach
Vaihingen. Dan̄ besuch ich noch Papa.
Mittwoch, 10. Okt.
Morgens Bezirks schulamt (niemand da) und
Sparkasse. Mama kom̄ t von Heidenheim zurück.
Mittags fahren W. U. ich wegen Holtztransport
nach Waldenbuch – vergeblich. Milch. ½10 zurück.

�Don̄ erstag, 11. Okt.
Morgens Haushalt. Mittags zu Schulrat Sie=
ber. Ich kan̄ in Vaihingen an der Schule an=
gestellt werden, wen̄ man mich dort brauchen kann.
Mittags Keller richten. Schares machen Sußmost ein.
Wir helfe u. bekom̄ en auch davon. Abends Besuch von
Treibers. Frau Treiber ist Lehrerin an der Österfeldschule!
Freitag, 12. Okt.
Morgens am 8 Uhr l mit Frau Triber bei Herr Kipp,
den Schulleitter der Ostfeldschule. Er kan̄ mich
brauchen - Anstellung gleich am Montag! Mittags bei
Schulrat Sieber – Anstellung als Schulselheim. Mit
Werner nach Waldenbuch. Wieder kein Holztrans
[page 116]
port&lt;. Abend bei Wieses. Paquet da. Übernachten
in Waldenbuch. x Milch famstern.
Samstag, 13. Okt.
Früh aufstehen. Frühstück mit Wieses. Heimfahrt
Mit dem Rad. H. Löffeler da. Er war bei Tante
Cläre in Ravensburg. – Haushalt.x Mittags daheim
abend mit W. Bei Löfflers. Wir holen da Koffer mit
Papas Sachen, den H. Löffler aus Ravensburg
mitgebracht hatte. x Kraut ein, holen f. Son̄ es... [?]
Son̄ tag, 14. Okt.
Vormittags bei Schwenkels, Grosmama den
Mantel aus Ravensburg bringen, dan̄ bei
Papa. Er spricht daurend von der Furchtbaren
Ratastrahle, die uber uns kon̄ en wird. – Frau
Linder besucht Mama. – Mittags daheim.

�Montag, 15. Okt.
Anfang in der Österfeldschule. 2 Stdn. höre ich
Mit 2 anderen Schulhelferin̄ en bei Herr Kipp in
Kl. 7 u. 8 zu, dan̄ soll ich mit Frau Kunst eine
Staffplan machen, auch mittags von 2-4 Uhr. Werner
In Waldenbuch. Anite, Tanzstunde.
Dienstag, 16. Okt.
Morgens habe ich Buben Kl. 8 in Rechnen, dan̄
Wärdehen Kl. 3 Lesen. Lehrerbesprechung. Mittags
ABC-Schutzen Lesen, schreiben. Abends nach
Waldenbuch, Holz laden, am gleichen Abend
nach Heimfahrt mit dem Rad.
[page 117]
Mittwoch, 17. Okt.
Morgens da kom̄ t das Holz aus Waldenbuch. abladen. Vormittags in der Fangelsbachschule. Oberschultet kim̄ ich spricht über Unterreicht an der. 1. Klasse.
Mittags kl. 1. Abends Frau Schum̄ Dr. Anite
wird nach der Tanzstunde von Mac Killop im Ause
abgeholt.
Don̄ erstag, 18. Okt.
Schule. Abends holen Tante Martha u. Ameiren
uns Kraut. Die bringen Quitten.
Freitag, 19. Okt.
Ich hole Mädchen Kl. 7 u 8. 2 Stdn über Wald.
Tiere.
Samstag, 20. Okt.
Kl. 7. U. 8 lesen u. rechnen.
Vom Wahnungsamt aus sollen wir von unsere

�4 Zim̄ ern nach eines vermieten
Son̄ tag, 21. Okt.
Von 7 – 12 Uhr muß die Bevölkerung der ganze
Gegend Dreckhausen megschippen. Nachmittags
beim Kaffee Tante Erica da. Werner u. Anite
kom̄ en von der Tanzstunde. Mac Killop holt Anite ab.
Montag, 22. Okt.
Gegen Abend bei Papa.
Dienstag, 23. Okt.
?
Mittwoch, 24. Okt.
Nachmittags mit Mama in Waldenbuch, bei
Laiblins, Frau Löppler Stadt, Wieses usw. Im Dauerlauf
zum Zug! 5½ l Milch! Heimfahrt.
[page 118]

Don̄ erstag, 25. Oktober.
Mittags Buben Kl. 5.
Freitag 26. Okt.
Mittags Buben Kl. 5. Abends Anite da. Mac
Killop.
Samstag, 27. Okt.
Um 10 Uhr Schulhelferkurs in der Fangelsbach=
schule. Rechnen Kl. 1 u. Dienstanweisung.
Nachmittags Besuch von Familie Wiese. Alles
sagt da!! Sehr nett.
Son̄ tag, 28. Okt.
Vormittags 7-12 Uhr schippen. Nachmittags Besuch
von Tante Erica u. Rolf. Ich richte mir einen

�Faltenrock.
Montag, 29. Okt.
Letzte Stunde nachmittags lehrerrat. – In der
Schule habe ich noch kein eigene Klasse, sondern
muß im̄ er zu Aushilfe in solche Klassen, wo da
Lehrer weg ist. Die übrigen Stdn. muß ich hospitieren.
Dienstag, 30. Okt.
Morgens Kl. 7 u. 8 Rechnenaufsicht. Kl 1, Kl. 2.
Nachmittags Buben, Kl. 6.
Mittwoch, 31. Okt.
Zuhrien bei Frau Treiber. Kl. 1.3. Stdn.
Mittags u. Abends mit W. In Waldenbuch.
Thaos bei Laichs!! Werner Tanzstundenausflug soll nach Waldenbuch gehen.
[page 119]
Don̄ erstag, 1. November.
Morgens Kl. 7 u. 8 Mädchen Gedicht lernen u. lesen,
dan̄ Kl. 3 Buben. Mittags Kl. 7 u. 8 Naturkunde u.
Singen. Abends Siefariekonzert im Furtbachhaus.
Hayde, Mozart a-der Violinkonzert, Beethoven Eroica.
Freitag, 2. Nov.
Morgens 2. Stdn. Kl. 5 u. 6 Mädchen, dan̄ heim.
Herringssalat. Mittags Kl. 5 Buben, nicht schön.
Samstag, 3. Nov.
Vormittags Schulhelferkurs in der Hausteigeschule.
Harrer über Rechtschreiben, Rechnen. Psychologie.
Bei Locher. Mittags bei Papa – ordentlich. SchulBücher holen in der Seestraße,
Son̄ tag, 4. Nov.

�Morgens Haushalt. Werners Tanzstunden=
ausflug nach Waldenbuch. Nachmittags wolle
ich Klassenzusam̄ enkunst bei wir halten auch
Frl. Uhland war eingeladen, aber die Postging
zu langsam u. deshalb kam niemand außer
Rose. Trotzdem alles so werkracht war u. ich
sehr enttäuscht, am der es mit Rose auchrecht nett.
Montag, 5. November.
Morgens Kl. 5 Mädchen u. Kl. 1 Buben. Mittags
Kl. 6 Buben. Frau Treiber meistert sie nicht.
Abends nach der Tanzstunden Anite da.
[page 120]
Dienstag, 6. Nov.
Morgens lehrerrat. Mittags kl. 5 Buben. Abends
mit Werner im Theater. „Angeborg“, Komodie
von Kult Gutz.
Mittwoch, 7. Nov.
Nachmittags Kl. 5 u. Kl 1. Nachmittags Schulhelferkurs. Aufruhr bei Harrer! Kein Bezahlung bis jetzt usw.
Don̄ erstag, 8. Nov.
Morgens u. Mittags Kl. 5. Abends Schreibma=
schinenschriben daheim. (Werner geht ja schon
seit Anfang Oktober in die Handelschule.)
Freitag, 9. Nov.
Ich bekom̄ e endlich eine eigene Klasse!
Klasse 4 Mädchen. Nette Kinder. Mittags Schulhelferbesprechung mit Herr Kipp.

Kalt

Samstag, 10. Nov.

�Nachts schneit es! Morgens Schule. Schulerlisten.
Lehrerrat. Bekom̄ e ich noch ein Klasse? Mittags
daheim. Mama kuche. Schnee.
Son̄ tag, 11. Nov.
Mittags mit Mama im Krankenhaus bei Papa.
Sehr schlecht, Papa im Bett, hat tiefe Depression,
möchte sterben. Lähmung auf der linken Seite.
Geheimblutung? Dan̄ bei Schwenkels.
[page 121]
Montag, 12. Nov.
Ich bekom̄ e noch kl. 3 Buben. Vor= u. Nachmittags
Schule.
Mittwoch, 14. Nov.
Mittags Schulhelferkurz. Mama kom̄ t ganz
Verzweifelt von Papa, bei den es sehr schlecht ist.
Links ganz gelähmt, nicht bei Bewußtsein.
Ist noch Hoffnung?
Don̄ erstag, 15. Nov.
Werner geht morgens zu Papa, der viel ißt.
Herr Kipp schinkt mich heim. Schlim̄ er Tag.
Mittags mit Mama bei Papa, da viel spricht.
Etwas besser als am gestrigen dach.
Freitag, 16. Nov.
Mittags bei Papa.
Samstag, 17. Nov.
Mittags bei Papa. Zustand sehr ernst.
Son̄ tag, 18. Nov.
Werner morgens bei Schippen. Mittags
alle 3 bei Papa. Onkel Hans u. Tante Martha da.

�Schlecht; kur
Montag, 19 Nov.
Papa sehr schlecht. Herr Sihler u. Tante Martha da.
[page 122]
Dienstag, 20. Nov.
Besuch von Frau Linder. Mittags mit Mama
bei Papa. Tante Martha u. Großmama kom̄ en
auch.
Don̄ erstag, 22. Nov.
Papas Zustand sehr ernst. Wir wissen nicht,
ob wir ihn behalten dürfen. Abends Milchfanster
in Waldenbuch.
M Freitag, 23. Nov.
Werner morgens bei Papa. – Es kommen 2 Herren
von der Militaärregierung wegen Papas Ver=
öffentlichungen. Mittags Mama u. Werner in
Eßlingen. Ich bei Papa. Schluß viel, nicht recht
bei Bewußtsein.
Samstag, 24. Nov.
Morgens frei. Mama im Bett. Werner morgens
im Bürgerspital. Ich mittags mit Mama bei
Papa. Verwirrt, schluß.
Son̄ tag, 25. Nov.
Mittags mit W. bei Papa.
Montag, 26. Nov.
Papa wieder nicht gut.
[page 122]
[page is blank]

�[page 123]
[page is blank]

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[back cover]
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                  <text>Ernst Stuhlinger was born in 1913 in Niederrimbach, Germany, and died in 2008 in Huntsville, AL, USA. Stuhlinger was a German scientist brought to the United States through Operation Paperclip, and like many of his Paperclip peers, he became a naturalized United States citizen in 1955.&#13;
&#13;
Stuhlinger’s accomplishments in both promoting and advancing space travel were many. He worked as a technical consultant with Walt Disney Pictures to create “Man in Space” (1955), “Man and the Moon” (1955), and “Mars and Beyond” (1958). Stuhlinger contributed to the 1958 launch of the Explorer I satellite by inventing a timing device, helped design the solar x-ray telescope used in the Skylab space station, worked on the Apollo Telescope Mount, worked on the initial phases for what would become the Hubble Space Telescope, and authored “Ion Propulsion for Space Flight.”&#13;
&#13;
Stuhlinger served as the Marshall Space Flight Center in Huntsville’s director of the Space Sciences Laboratory from 1960 to 1968, and then as the associate director for science from 1968 to 1975; he retired in 1975.&#13;
&#13;
After retiring, Stuhlinger joined the University of Alabama in Huntsville as an adjunct professor and senior research scientist, and he stayed on for two decades.</text>
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                  <text>&lt;a href="http://libarchstor.uah.edu:8081/repositories/2/resources/91"&gt;View the Ernst Stuhlinger Collection finding aid on ArchivesSpace&lt;/a&gt;</text>
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      <name>Still Image</name>
      <description>A static visual representation. Examples include paintings, drawings, graphic designs, plans and maps. Recommended best practice is to assign the type Text to images of textual materials.</description>
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        <name>Dublin Core</name>
        <description>The Dublin Core metadata element set is common to all Omeka records, including items, files, and collections. For more information see, http://dublincore.org/documents/dces/.</description>
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                <text>Transcript of Irmgard Stuhlinger 1944-1945 Journal</text>
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            <description>An account of the resource</description>
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                <text>Irmgard Stuhlinger was the wife of Ernst Stuhlinger, a scientist acquired in Operation Paperclip. In this journal she details her daily life starting from her 19th birthday under the rule of the Third Reich, toward the end of the second World War. She touches on topics such as war, post-secondary education, death of family members, the acquisition of housing, and holidays in the latter part of the war.</text>
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                <text>1940-1949</text>
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                <text>Stuhlinger, Irmgard Lotze</text>
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                <text>Stuhlinger, Werner</text>
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                <text>World War, 1939-1945--Germany</text>
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                <text>Ernst Stuhlinger Collection</text>
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                <text>University of Alabama in Huntsville Archives, Special Collections, and Digital Initiatives, Huntsville, Alabama</text>
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                <text>This material may be protected under U. S. Copyright Law (Title 17, U.S. Code) which governs the making of photocopies or reproductions of copyrighted materials. You may use the digitized material for private study, scholarship, or research. Though the University of Alabama in Huntsville Archives and Special Collections has physical ownership of the material in its collections, in some cases we may not own the copyright to the material. It is the patron's obligation to determine and satisfy copyright restrictions when publishing or otherwise distributing materials found in our collections.</text>
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            <description>A related resource that is substantially the same as the pre-existing described resource, but in another format.</description>
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                <text>&lt;a href="http://libarchstor2.uah.edu/digitalcollections/items/show/13455"&gt;Irmgard Stuhlinger 1944-1945 Journal&lt;/a&gt;</text>
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                    <text>[front cover]
[printed title]
Taschen
Notizbuch
[front inside cover]
[cover is blank]
[page 1]
[printed title]
Taschennotizbuch
[footnote at bottom]
Gesamtherstellung: Union Druckerei GmbH Stuttgart
[page 2]
[bolded text is printed]
Merktafel
Name und Wohnung des Inhabers:
Irmgard Lotze
Sgt-Vaihingen Möhringerstr. 52.
Fernsprecher: 789097
Lebensversicherungsschein Nr.:
Unfallversicherungsschein Nr.:
Feuerversicherungsschein Nr.:
Auto Nr.:

Führerschein Nr.:

Motorrad Nr.:

Fahrrad Nr.:

Garage:
Fernsprecher:
Bei Unfall zu benachrictigen:
[page 3]
[bolded text is printed]
Adressen- und Fernsprech- Verzeichnis

�Name und Wohnung

Nr.

Schur

78370

Eyrich [?] Müseg Plienieporstr. 27

76180

Lotze

789097

Eyrich [?] Ebingen Gertrestr. 65
Vom Grinted lostneu
Fechhelenstr. 26
S. Zautmein Lanterstr. 23
[page 4]
[page is entirely printed]
[page 5]
[page is entirely printed]
[page 6]
[page is entirely printed]
[page 7]
[scheduling page for January 1948 including “Neujahr” and “Erscheinungsfest”]
[content written on Thursday the 29th]
Ulm [one word illegible]
[content written on Friday the 30th]
man Erika
[content written on Saturday the 31st]
Mark
[page 8]
[scheduling page for February 1948 including “Fastnacht”]
[content written on Thursday the 12th]
Tante [one word illegible]
[content written on Wednesday the 18th]
Hildegard Dachtler
[page 9]

�[scheduling page for March 1948 including “Frühlingsanfang”, “Palmsonntag”, “Gründonnerstag”,
“Karfreitag“, “Ostersonntag“, and “Ostermontag“]
[content written on Sunday the 7th]
Rote [one word illegible]
[content written on Thursday the 11th]
Hildegard
[page 10]
[scheduling page for April 1948]
[content written on Sunday the 4th]
Ameile
[content written on Saturday the 10th]
Tante Mina
[content written on Sunday the 11th]
Mama
[content written on Sunday the 18th]
Wilfried
[page 11]
[scheduling page for May 1948 including “Himmelfahrt”, “Pfingstsonntag”, “Pfingstmontag”, and
“Fronleichnam”]
[content written on Monday the 10th]
[two words illegible]
[content written on Thursday the 20th]
Tante [one word illegible]
[content written on Friday the 21st]
[one word illegible]
[page 12]
[scheduling page for June 1948 including “Sommeranfang”]
[content written on Tuesday the 8th]
Gerde Wiese

�[content written on Thursday the 17th]
Heinz [one word illegible]
[content written on Friday the 25th]
[one word illegible]
[page 13]
[scheduling page for July 1948]
[content written on Thursday the 1st]
An̄ a [one word illegible]
[content written on Saturday the 3rd]
Großmama
[content written on Saturday the 10th]
An̄ a [one word illegible]
[content written on Sunday the 11th]
[one word illegible]
[content written on Tuesday the 27th]
[two words illegible]
[content written on Wednesday the 28th]
Han̄ a [one word illegible]
[content written on Saturday the 31st]
[one word illegible]
[page 14]
[scheduling page for August 1948]
[content written on Monday the 2nd]
Werner
[content written on Tuesday the 3rd]
O’[one word illegible]
[content written on Saturday the 21st]
Herr Luz
[content written on Sunday the 22nd]

�…tag [?]
[content written on Sunday the 29th]
[two words illegible]
[page 15]
[scheduling page for September 1948 including “Herbstanfang”]
[content written on Friday the 10th]
Ulrich
[content written on Sunday the 12th]
Anite Wiese
[content written on Wednesday the 22nd]
Tante Martha
[content written on Thursday the 30th]
[two words illegible]
[page 16]
[scheduling page for October 1948 including “Erntedanktag”]
[page is partially stuck to next page]
[content written on Tuesday the 5th]
[one word illegible] …zhoft [?]
[content written on Wednesday the 6th]
Tante Clär
[content written on Wedensday the 13th]
Berg [?] [one word illegible]
[content written on Thursday the 28th]
Quste [?] lempp… [?]
[page 17]
[scheduling page for November 1948 including “Bußtag”, “Totensonntag”, and “1. Advent”]
[content written on Tuesday the 2nd]
Gertrud
[content written on Thursday the 4th]

�O’Herman̄
[page 18]
[scheduling page for December 1948 including “2. Advent”, “3. Advent”, “4. Advent”, “Winteranfang”,
“Heiliger Abend”, “1. Weihnachtstag”, “2. Weihnachtstag”, and “Silvester”]
[content written on Tuesday the 7th]
Onkel Alfred
[page 19]
[scheduling page for January 1949 including “Neujahr” and “Erscheinungsfest”]
[page is entirely printed]
[page 20]
[scheduling page for February 1949]
[page is entirely printed]
[page 21]
[scheduling page for March 1949 including “Fastnacht”]
[page is entirely printed]
[page 22]
[scheduling page for April 1949 including “Palmsonntag”, “Gründonnerstag”, “Karfreitag”,
“Ostersonntag“, and “Ostermontag“]
[page is entirely printed]
[page 23]
[scheduling page for May 1949 including “Himmelfahrt”]
[content written on Thursday the 12th]
[one word illegible]
[page 24]
[scheduling page for June 1949 including “Pfingstsonntag”, “Pfingstmontag”, and “Fronleichnam”]
[page is entirely printed]
[page 25]
[scheduling page for July 1949]
[page is entirely printed]

�[page 26]
[scheduling page for August 1949]
[page is entirely printed]
[page 27]
[scheduling page for September 1949]
[page is entirely printed]
[page 28]
[scheduling page for October 1949 including Erntedanktag]
[page is entirely printed]
[page 29]
[scheduling page for November 1949 including “Bußtag”, “Totensonntag”, and “1. Advent”]
[page is entirely printed]
[page 30]
[scheduling page for December 1949 including “2. Advent”, “3. Advent”, “4. Advent”, “Heiliger Abend”,
“1. Weihnachtstag”, “2. Weihnachtstag”, and “Silvester”]
[page is entirely printed]
[page 31]
[bolded text is printed]
[date is underlined in red pencil]
1. Januar Do

1948

Kurz [?] als Neujahrsgratulant [?].
Ganzen Tag daheim.
Abends Meistersinger im Radio.
2. Januar Fr
Kurzen. Vor den Essen mit W. bei
Zuch frisse.

Mittags Besuch von

Herr Ärtle u. Herr Kutz.
Dan̄ mit mama noch Beserung
zu Rotch magen meiner Mantel.

�[page 32]
[bolded text is printed]
3. Januar Sa
stärkchen mit Schreobed u. Kergen
aus der Schweiz. Morgens kom̄ t Ulf
u. lert ins hier morgen ein, nunz
darauf Helmut Kutz mit den gleichen
Auftrag:
Zum Mittagessen kom̄ t Onkel Gotthilf.
[date is underlined in red pencil]
4. Januar So
Mittags sei Ariens eingeladen.
Unmengen am Gugelhupf. Unser
figeeschefremeister- Einsetztspiel [one word illegible]
minden größte Heiterkeit.
Spielemaden [?] gemacht u. es ist recht
nett u. lustig.
[page 33]
[bolded text is printed]
5. Januar Mo
Wäsche.
Mittags mit W. bei Werner Heimtel eingelade. Werner will Volkswirtschaft
studieren. Sie ist zur Zeit noch in Kied
liegen. Sie ist sehr anfänglich u. so
ist nett, daß unser Verbindung [?] nicht
abreisen. Natürlich werden wieder all
Seestraßenerin̄ erungen aus getauscht.

�Abends bei Lutzens eingelade. Flakke.
Eisenbahn! Apfel- u. Zwetschgenkuchen.
Spiel. 17-4 ein Glucksspiel. Rutz ist wieder
mal aufgebracht (wir aber auch)
6. Januar Di

Erscheinungsfast, wieder

als fasttag gefeirt. Besuch u. tanz frisse,
Mittags am Ganz Löffler [?], ein noch sehr
lebhafter lustiger aller Mann.
Zum lassen bei Brigitte keins einge=
laden. Sehr nett u. gemutlich. Brigit
sehr hubsch u. dabei so lieb u. naturlich.
sie gehe jetzt dan̄ wieder in ein Linde=
heim nach Duplingen. Da wurd ich sie m
Tub aus besuchen. Fruspricht 49 will sie
heiraten. – Abends oft auch Oschend da.
Wir bemein Waffele. Nach kom̄ t wir gar
ein̄ er wahr ganz jung u. unteschaut an,
sei Hut auf d. Militäriegierung sehm in aller.
Herd hinblick Baumen.
[page 34]
[bolded text is printed]
7. Januar Mi
Den ganzen Tag daheim. Nähen
u. flicken. Unser [Antermusche]
ist in treftlahen zustand.
Jakob Schaffner. Gehaus zu Erde
gelesen. Sehr schein. Kindheit in
einer Armenanstalt.
8. Januar Do

�Ganzen Tag daheim flicken!
[page 35]
[bolded text is printed]
9. Januar Fr
Mit Papa u. Werner in einer
Kunstausstellung in d. Ville Brest (Qufkopf)
Worte d. Malers Adolf Gugel. In seiner
späten Zeit walte er wunderbar Kartensymphonien man ganz glühenden Karten.
Karte steht ganz im Weidegrund. Sehr schon.
Dan̄ TH. Artzt Neth, gam̄ dieser u. Herr Crüst
getreffen. Urtel u. ich wollen wusiziene. Die
arbeitet am garl. Zufritut, kan̄ viel mehr
als ich. Essen im. fauchten fest mäßig.
Dan̄ mit Stepe in d. amerikanischen Biblirthett. Ich dahum nachpiedene „Life“ an. Anmastellber, der Leben in Amerika druben.
(Ich wollt aber doch nicht ganz der seie)
10. Januar Sa
Diskussion an der Glastür mit einer
Zeugin Haferes. Zum Lassen Tante
frisse da. Eisbannte ausprobiert.
Abends hat Supe seinen Montag fertig.
[page 36]
[bolded text is printed]
[date is underlined in red pencil]
11. Januar So
Besuch u. Treites:
Mittags Familie Lieder beim Lassen da.

�Als gespräch geht leider nicht recht über die
alltäglischen Lebenssangen hinaus. Mit
Weltraumt wir man auch nicht recht
waren.
Abends zu reden wir zum letzten mal
der Christraum an u. singen.
Mama singt im̄ er noch am schönsten
von uns allen!
Ich lehe zu Seidels sie ofeit u. Guegend
fertig. Sie st eine sehr feine Frau.
12. Januar Mo
Sutzen. Wachen spin̄ stoff auf d. Wirtschaftsamt. aher Erfolg.
Mittags Chemie lernen.
Abends im alteden. Singtreis (von [one word illegible]
Morgentfaber angeregt) Ich glente, das
kan̄ recht nett wurden. Missies am
Guntal. Ich ken̄ e naturlich noch kaum
simment, sehn aber mit eines sehr
artten Mathematikeim heim.
[page 37]
[bolded text is printed]
13. Januar Di
Mit Mama in d. Stadt u auf d. TH bei
Urfel Nath, die den arbeitet u. bei Authl
Saum. Eppler u. Spemid- hinter getreffen. Wuchte nach schon bald ihr Diplom.
Abends mit Papa nochmals zur TH. [one word illegible]:
Asilaserpfin†. Aage geht wohin Vortrag von

�Grisentag. Funstauer Andrung.
†

Neschrieden gesreffen. Hildegard durften: Frl. Kipps

hat sich erladt.
Mama abends bei Gilanius. Crreipe. Ai
werden schön blate sein!
14. Januar Mi

fuestbrauer Sagen.

W. kom̄ t test mittags. Gott bei Serm seinen
Kater aus geschlafen.
Abends Sages Wamg: „Chromosäuren, Gene
u. Mikrophysik“ in d. TH. Ausgezeichnet.
Viel nett, usw sehr aber, geandert u.
verständlich.
[page 38]
[bolded text is printed]
15. Januar Do
Daheim. Mittags Physikal. Chemie
lernen. Ich bin ganz mezerifelt uber
mich, meil ich nie leb (das Mathematische) einfach nicht legrite. Vielleich
kan̄ ich mich nicht gerne gerd arzenaieten. Bin ich dan̄ nicht fähig zum
Studium?
16. Januar Fr
Putzen. Mama bei d. Röntgenuntersuchung. Lunge gut, aber Herz nicht.
Sie soltte eben jetzt einmal in Erholung.
Mittags mit W. u. Papa in d. Galarie Herman̄ . Bilde der Materfamilie Caspar.
Drei malt sehr schöne Landschaften.

�Bu Besuch bei Alfreds. Dan̄ [one word illegible]: zwischen
Gestern u. Morgen. Drei Geschesmitte der
letzte 10 Jahr. So, so saßen wir im
Keller, als die Benten fielen, man denkt
sehr gar nicht mehr daran. Sehr eindrucks.
Voller Film. Manfred aus d. Segizeit
vielleicht ebens untetrieben.
[page 39]
[bolded text is printed]
17. Januar Sa
Vormittags drei armellen.
Nachmittags Arisenvortereilingen.
[date is underlined in red pencil]
18. Januar So Ausflug unseres Bot.
Werktikuns (Ursel [one word illegible], Christe [one word illegible], Hildg. d.
Frl. [one word illegible], Frl. [one word illegible], Han̄ a Binder, [one word illegible] d., ich)
(Herr [one word illegible], [one word illegible], Kim̄ ich, [one word illegible], [one word illegible]). treff
punkt anbe... [?]. Auser [one word illegible] (Grabkapelle)
kennen. Gutle von [one word illegible] bei Obereßlie.
gen. Sehr unt. M richt mit hin [one word illegible]
u. s. Vetter Kim̄ ich. Auf d. Gutle [one word illegible]
Mest u. Zee. Wir regeln [?]. Suppe
im Supehaus. Am 29. Febr. wollen
wir, der Club „flahent“, auch an [one word illegible].
Wir sind reichlich ein netter [one word illegible],
u. es ist zu begrußen, daß wir im̄ er noch
zus. halten.
[page 40]
[bolded text is printed]

�19. Januar Mo Reise nach Heidenheim
bequeme Fahrt. Aus d. Bahnhof abgehalt
von Heinz, dan̄ Elisabeth mit Lili u. Schreie.
geunmutter. Gleich Kaffee trinken bei Tante
[one word illegible]. Mittags kom̄ en Onkel u. Tante
Haus, abends ihr sahe Haus. Er zeigt
Bilder seiner-sehr hubschen- Braut.
Bibilein ist ganz geltig.
20. Januar Di Ich sehe bei Bilis Bad um
7 Uhr zu. drei kon̄ t sei zu uns ins Bett.
Frühstück im Bett. Vormittags beusch ich
Tante Mina [?]. Sie ist recht alt u. [one word illegible]
geworden, aber freut sich ruhend. Sie
schenkt mir sager eine wunderbar
Vollgumisur! – Mittagessen dampfnudeln. Mittags mit Tante [one word illegible] und
Lili bei Onkel [one word illegible] u. Tant [one word illegible].
Sie liegt im Bett, war schwer krankt.
Abends mit [one word illegible] u. [one word illegible] in [one word illegible] der
Engel mit dem Seitenspiel.
[page 41]
[bolded text is printed]
21. Januar Mi Vormittags nach
kampen gesehen u. wieder Tante
Mina [?] besucht: Mittagessen erbsen.
Dan̄ mit Bibi auf den Friedhof zu
Großmamas grab. Dan̄ schaue ich vor
der Ziegelstraße aus zu unserem [one word illegible]
hinauf. Auf d. Brahnhof Frau Kupfge-

�treffen. [?]
Abends zeigt wir Heinz seine Buchalbums. [?]
Lili ist ein lehrendes farziges Kind. Sie
ist 5 Monate alt u. hat groß blaue Augen.
Sie will schon im̄ er sitzen. Sie kom̄ t jeden
Morgen zu uns ins Bett.
22. Januar Do Vormittags Lili gefüttert.
Nochmals magen Wohnung für
Han̄ i beims saumgesprumpen, bei frau
Schlumproper eine gesunde. Nach dem
Essen Abschied. Ich reise weiter nach
Ravensburg. Aufenthalt in Ulm. Sie
munster, aber in̄ erlich sehr nichtern,
bruarleiten. Weiter im kalten Zug
nach R. Onkel Herman̄ halt mich ab.
[two words illegible] hat alles rühend vorbereitet
([one word illegible] ihr am Bett, Bettflasche, warmes Wasser,
[one word illegible]). Es gibt Ofenschlupfer u. Bohnenkesser. Sie haben Franzosen im Haus
u. selter nur noch 2 Zim̄ erle.
[page 42]
[bolded text is printed]
23. Januar Fr Gemutl. Kaufstuck. In
der Stadt ...sammelten [?] kaufen. Nach
dem Essen (drumpfnudle) mit Onkel
Herman̄ ins Kino „Dschungelgeheimnisse“ (Kulturfilm) Anschließend Spaziergang auf d. Weitsburg (Geburtsort

�Heinrichs d. [one word illegible]) u. fein zum Kaffee.
Dan̄ alle 3 wieder ins Cine: „Raummusik“ mit Gigli. [?] [one word illegible], nicht so
besonders. Gemutlicher Abend. Ich
bekom̄ e noch amerikan. Schokolade.
24. Januar Sa

Vormittags mit Tant [one word illegible]

in d. Stadt. Essen frinser [?], Spätzle, Wuckchen.
Nachmittags mit Onkel Herman̄ in
Weißenau. Schöne Barack-Klosterkirche.
Gespräche über Religion, Ana [?] [one word illegible]
u. u. [two words illegible] spricht auch nach von Hoher
Werte. Sie liest Hauser ([one word illegible] Gottschau) hatte
Briefrenstal [?] mit [one word illegible]. Kaffee, Kuchen,
Schlagnahen. Gemutl. Nachmittag u.
Abend. Onkel Herman̄ liest nette Geschichten vor. Wieder Schokolade.
[page 43]
[bolded text is printed]
[date is underlined in red pencil]
25. Januar So Mit Onkel Herman̄ auf
d. Bahnhof. 714 Weiterreist nach Biberach. Nach Mittelbiberach
zu Kiesles. Gebacken Heißknudelsuppe
gesantreten. Preße [one word illegible]. mit Fr.
Zuhlen. Trinken. Vesper 2 dicke
Scheiten schmalzeichtes Kauchsteisch.
Abends Kaffee u. Kuchen. Dan̄ noch zu
Scheffales. Kinder alle sehr gemuchten,
sehr nett. –

�Preßneter Kiesle ist gestorben. P. Kiesle war
schwer krank, Frau Kiesle auch. Wein Bild
steht im̄ er noch auf d. Buffet.
26. Januar Mo Ich stricke fest d. ganzen
Tag für Frau Kiesle. Mittagessen
Kuchte! Gegen Abend bei [one word illegible]. Abt.
Vesper: Rauchfleisch. Abends kom̄ t Frau
Schaffeld u. bringt 4 Eier u. 1 [one word illegible] Brot.
Vom Frau Kiesle bekom̄ e ich Brot, 8 [one word illegible] Mehl,
400 g Rauchfleisch.
[page 44]
[bolded text is printed]
27. Januar Di

½3u aufstehen. Abschied

marsch noch Biberach. Heimreise. Ab Ulm
schöner Schnellzug. 10¼u zuhaus
nur Mama da. Freudiger Empfang u.
Erzählen. Abends TH, aber ich kan̄ nicht
dableiben, da Maßenbegonen nur bis 7u
Bialegenball aufheten. Siegelnis fällt
aus.
W. in Dillingen.
28. Januar Mi Kuchenbacken. Mittags
kom̄ en Wieser. W. kom̄ t mit 70 [one word illegible] Frucht
aus Dillingen. Anite u. Kerin schon
zum Mittagessen da. Dan̄ kom̄ en
di andere. Es gibt Eis. Sehr netter
Nachmittag. Wir lachen uns fast
krank, den̄ Papa liest unser
Kinder. Ausspräche vor.

�[page 45]
[bolded text is printed]
29. Januar Do
Frl. Kupf da. Sucht für Mama.
Abends mit Heinz [one word illegible] im Theater „Fiesco“
im Schauspielhaus. Ich wünderte mich
naturlich über seine Einladung. Aussprache mit ihm, ich will nicht seine
2. Garnitur sein. Aber er hat anscheirend zur Zeit niemand anders.
„Ihm langt’s“. Der arme [one word illegible] hat schon
eine Festauschung hinter sich. Er will
mit mir auf einen Ball.
30. Januar Fr

Putzen, Teppich kob klopf.

Mit Elisabeth Lotze in [one word illegible] bei Mama
Aleinkrucht. Wir müssen von
[one word illegible] 1 Std. laufen. Maria
ist noch einsam u. fraut sich sehr
ein hat 3 Kinder, 2 send zuhause.
Gutes Essen u. Apfelkuchen. Ich
spiele fest die ganze Zeit 4 hindig
mit Marie, vor allem Händel
- sehr schön. (Orgelkonzert)
Mama d. [one word illegible] Erikes Geburtstag.
[page 46]
[bolded text is printed]
31. Januar Sa
Haushalt. Gegen Abend bei [one word illegible],
treffe sie aber nicht an. Sie hat

�heute Geburtstag.
Mama mittags in Bett.
Klavierspielen. W. auf Hausball
bei Hanna.
[date is underlined in red pencil]
1. Februar So
Mittags Kl. zus. [one word illegible] in Kl. Kreis
bei Aushle. Han̄ a, Kose, Ernutsh,
An̄ a. Sehr nett! Han̄ a [one word illegible] sich
um 20. März. Erst um ½10u wieder
daheim.
[page 47]
[bolded text is printed]
2. Februar Mo
Wäsche.
Mittags geschwind in d. TH bei
Ursel, wir wollen um Samstag
musizieren. Besuch u. Winfried L.
Abends Skat bei uns.
3. Februar Di
[one word illegible]. Alle Arbeit ruft, Mußen- u.
Eisenbahnen fahren nicht.
Daheim. Chemie lernen.
Besuch von Herr Steiber.
[page 48]
[bolded text is printed]
4. Februar Mi
Morgens Besuch von Markl. Sie kon̄ t
in Seit. ins gern. Praktikum.

�Abends im Singteis. Messias.
Am Samstag ist ein Fast auf d. Mauhlenseas soll in geschichtl. Kostnen erscheinen.
Ich [one word illegible] mich als Gl. Elisatag u. der
Werbung.
5. Februar Do
Vormittags mit Mama in d. Stadt.
Lampe gekauft. Bei Ursel [one word illegible].
Großmama geht es nicht so ganz gut,
sie liegt im Bett.
[page 49]
[bolded text is printed]
6. Februar Fr
Putzen. Mama mittags bei Großmama, ich [one word illegible] daheim halt
an meinem Elizabethenkostum. Es
wird dan̄ aber doch noch nett.
[one word illegible] sagt W. ab, nun muß [one word illegible]
am Montag in d. Lucke spiegen, sie
ist begeistert.
Papa in [one word illegible].
7. Februar Sa
Mittags 5u abfahrt mit d. Akadem. Siegkreis
noch Mussen. Bei Argen u. wird in Norkfinster
nis beste zu ich. Kostunfast [?] ibn der Gesschtüke [?]
des Meuhhen. Meller Saal, hubsch gerichtet.
Das ganze fast wirklich gar auf gegegen,
viele Darbietungen. Ich als. „scheinheilige
Elisabeth“ Man sieht mit nett Kulturen.

�Tischhern durch Gottilirn verteilt. Der Sing.
Kreis ist ein wirklich sympathischer [one word illegible]
der Grist gefüllt wir sehr gut, kulturelles [one word illegible]. Natürlich bin ich noch
ziemlich fremd, drei andere kom̄ en sich
alle schon gut. Aber ich mochte auf gern
ferienfindern.
[page 50]
[bolded text is printed]
[date is underlined in red pencil]
8. Februar So
6u durch den ...dunklen [?] Wald nach
[one word illegible]. Einderfsingen [?] im Zug (ich kan̄
viel zu wenig). ½10u ..zogen [?]
daheim. Frühstück. [one word illegible] geschwind da.
Mittags ein paar Stde. geschlafen,
dan̄ Kostume f. Montag gerichtet.
Laden. Ich mit Ballkleid mit Bindte und
sieren, Span. Oyel, Schleier u. [one word illegible].
9. Februar Mo Putzen, Wäsche.
Mittags mit W. Meistersinger 1. u. 2. Akt.
schön. Die Eltern gehen in d. 3. Wir zu schnee=
kals u. ziehen uns nun. Ulrich, [one word illegible] u. amei
gehen euch zum Ball im d. Kunsteltedeme. Ich
mit [one word illegible], W. mit Anite. Ich freute mich
sehr darauf, aber es war entäuschend. Er
was kußt [?] nicht zu mir. Der Ball [one word illegible]
sich durch die ganze Kunstgermbreschut. 4 Kapellen,
3 [one word illegible], fest 2000 Menschen! Schnee-

�ball sah man fest wie. E Platz zum Tanzen
war auch nicht viel. W [one word illegible] scheniert
ich mich [one word illegible] mir selber, so ein aller [one word illegible]
[one word illegible] an mir [one word illegible]. Die Menschen
[one word illegible] sich im [three words illegible]
[page 51]
[bolded text is printed]
10. Februar Di
Zu der ...tonen [?]. Weist tanzte ich
mit Heinz. So wars ganz nett. Man hatte
aber kaum Platz sich aus zu rufen, die ganze
Zeit war [one word illegible] auch d. Wanderschaft. Man such
viele bekan̄ te Gesichter u. [two words illegible]
morgens mit W. u. Anite zu Schneeball. 9u
daheim. Vesper u. ins Bett. Fast den
ganzen Tag geschlafen, abends Kleid
gemachen, dan̄ zu [one word illegible] Philosophie u. in
den Ringkreis [?]. Messias.
11. Februar Mi
Vormittags mit W. in d. Stadt. Lange
abholen.
Mittags daheim.
Großmama geht es gar nicht gut.
[page 52]
[bolded text is printed]
12. Februar Do
Mittags Ursel nach zum Musizieren da, sie
spielt Gunflöte. Wir spielen Quarz,
doch, mogen Flösenkonzert

�Beethoven u. Schutert [?] 4. findig. Zu zweit
müsizierer noch viel mehr freute [?]. Wen̄
ich nur auch ein Testaument in ein am
Schefter wieder kön̄ te. Ursel verlegt sich auf
Geologie, soll ...gien [?] Ursel fauchts [?] [one word illegible].
Abends 8u im Kessen [?] [one word illegible] Tresser [?] der Damen
des Ringteises [?]. Ganz nett, aber ich ken̄ e
ja noch die wenigsten.
13. Februar Fr
Mittags kurz sei Martl. Ihr Mutter ist
krank. Dan̄ noch sei brate, die gar nichts
man sich [one word illegible] läßt, ich treffe sie aber nicht
an. [one word illegible] wollen jetzt noch fliegen
ziehen.
Elter bei großmama, es get ihr besser.
[page 53]
[bolded text is printed]
14. Februar Sa
Haushalt. Mittags daheim. Lesen.
Bald ins halt.
[date is underlined in red pencil]
15. Februar So
Um 10u kom̄ t Mama Urlaub. Sie muß jetzt
14 Tage an Haushalt in Steh. [one word illegible] wir überlassen.
Mittags kom̄ t hier Kinder. Er ist sehr angegrissen
u. nervos.
W. u. ich gehen ins Brahm’s Requiem. Für mich
ist es herzlich, ich ken̄ e jede Ton! Noch schirer
als des Hören ist aber der Mithiegen.

�Abends bei [one word illegible]. Kommen aber nicht über
alltägliche hesprich hinaus.
[page 54]
[bolded text is printed]
16. Februar Mo
W. macht Krankendienst im Robert-Bosch-Krankenhaus. Wäsche. Haushalt. Mittags mit
W. im Kino. Die Weise von Lowood. Recht gut
Ich lese zur Zeit ein Bruh u. Arnold heim. Weltbild
eines Natursaschers, in dem auch sehr viel von
religiosen Fragen die Ard ist. Der Christantum
wird ganz wuchern [?] d. Objektiv betrachtet viele abgelehrt. Und
ich kan̄ nicht anders, ich muß ihm recht geben. Ich
bereite die Menschen fast, die einen festen Flauter [?] haben,
aber erzarigen kan̄ man ihn nicht u. bei wir man
trau u. brau das [one word illegible] waren die [one word illegible] ansetzt, anresener
würde. Zu gar nichts ich einmal mit einem [one word illegible]
daruber sprechen. Zu weiter Erschütterung Neuerundrung [?]
bei ich gar nicht erschatten. Ich war auch noch wie ein rester. Christ=
die ersicht fahen von der [one word illegible] u. e. bleibt natürlich unverhassbar?
17. Februar Di

↑

Ich sollte unterbring mit jemand über „Heim“
sprechen, wo allem mit einem Theologen,
vielleicht FM? Des nichts ich aber nicht, es ich
ihn ja frage.

-

Mittags Heim. -

Morgens Bugeln.
Amei ruft an, es gehe

Großmama sehr schlecht, der Arzt gebe keine
Hoffnung mehr. Eine Spritze kann nach
einige Zeit helfen. Papa fährt Abends noch

�heim.
Ich abends bei [one word illegible] u. ein Origanis.
Sehr kalt

W. mittags frei.

[page 55]
[bolded text is printed]
18. Februar Mi
Morgens heißmengel. Mama bei Großmama.
Es geht ihr ordentlich. Mittags ich mit Papa zu
ihr. Sie ist lieb u. staundlich d. ganz runter.
In der Straßenbahn latte Puth mit ihrem Mann
gebotten [?].

Abends hält Papa den 1. Teil heims

Chromosomen... [?] vor Sudeten.

Aush... [?]

als er letzte mal. Der Hurzaal ist uberfällt.
Ich muß mit [two words illegible] sichtitder [?] verführen [?].
Es klappt.
19. Februar Do Vormittags mit W. in der
Stadt. Heinz Büfler, s’alfted u. Frau Fauser
getreffen. Sehr kalt. „Torte“ im Café Dehue.
Mittags daheim. Heim: Wegetarier
wurden! – Besuch u. Lutz abends von
Werner. P. war bei ...mann [?]. Es geht
ihr ordentlich, Onkel Hermann ist gekom̄ en.
[page 56]
[bolded text is printed]
20. Februar Fr
Vormittags Zahnarzt.
Mittags daheim.
Heims Weltbild fertig. Es lauchtet

�mir fest alles ein.
21. Februar Sa
Mittags Arzt. Caspar u. Onkel
Hermann da.

x

Ich hasse, Woher, deine Hände....

[page 57]
[bolded text is printed]
[date is underlined in red pencil]
22. Februar So
Husten. Daheim. Eltern Mittags
bei Großmama. Es geht wieder nicht
gut.
23. Februar Mo Wäsche. Putzen. Schrank raumen.
Schnee.
Gegen Abend mit Papa bei Großmama. Sie ist
ganz verändert, seit ich sie d. letztemal sah, atmet
sehr schwer, ist auch nicht mehr im̄ er bei ...heim [?].
Aber sie nim̄ t im̄ er noch Anteil. Papa liest ihr auch
ihren Wunsch ein Gehengebuchlied [?] vor.x So schwer
es auch ist, das wir Großmama sicher bald hergeben
mussen – sie hat ein erfulltes u. riches geben hinter
sich u. hat auch einen schönen Lebensabend gehabt.
Auf d. Heimweg: Bracht man im Rerben nicht eben
doch einen gebt an him̄ el. Vater, an Christus? Papa

�sagt: nein Der Mensch bringt kein unsbestim̄ te Gessung
aufh ein Jenseits. - Sin̄ des Lebens.“ An Mensch
ist hineingestellt in d. gemeinschaft – zuerst der Familie. Kinder weiterführen. Die Freuden des Lebens.
Sin̄ des Lebens: zu sein.
[page 58]
[bolded text is printed]
24. Februar Di Das war heut ein trauriger Geburtstag. Wir haten noch ganz
froh gefeiert (mit Musik) u. [one word illegible]. Dann
aber kam Heinz mit der Nachricht, daß großmama heute Nacht gestorben ist. Sie ist, seit
wir gestern dort waren, gar nim̄ er einßig
aufgemacht. Sie hat bloß noch vor sich hin gesagt:
So nim̄ dan̄ meine Hände... alle Werte [?]. Am
¼4u hat sie im Schlafen mit dem Atrien aufgehrt u. ist friedlich heimgegangen. Papa war
dan̄ da ganzen Tag fort u. hat geholfen, alles
zu egaln, Mama mittags auch.
Morgens kam Markl. Sie hat mir ein Gedicht
gemacht. Ich machte ein scheins Platten-Konzert.
Beide las ich aus Aufl [?] gerichts [?] Buch war u. beide
waren tief ergreiften. – Abends kamen dan̄
die Eltern u. W. wieder. – Jetzt ist der Mittelpunkt in unserer großen Familie nicht mehr da.
25. Februar Mi
Mittags mit Papa auf dem Weißenhof.
Wir waren fest 1 Str. bei großmama.
Sie leg so schön u. friedlich im ihren Bett.

�Papa sagt: „Da micht du auch einmal vor
mir stehen.“ Am Freitag is Beerdigung.
Großmama war so lieb u. vertraut, man
kon̄ te ganz eher Schau bei ihr sein!
Dan̄ war ich in einer Verlesung u. Schenkel
(Religionswissenschaft). Er sprach sehr gut u.
wir aus v. Seele für ein einheitl. Weltbild
d. mad. Menchen. Dahinein paßt das
…tische [?] Christentum nicht. Es muß eine
...dom [?] u. d. ethischen Worten her kom̄ en.
Anschließend 2. Teil von Papas Vortrag. Wieder
sehr nett.
[page 59]
[bolded text is printed]
26. Februar Do
Mittags mit Papa in Berg – Landsbildstelle.
Wir lassen uns Filme (Schleimpilze, Befr... [?], Herz, Ameisen) verführen, die
Papa auf d. Comburg nim̄ t.
Anschl. gedl. Kollegirium [?] über Erdbeben in
SW-Deutschland (Hiller) mit diskussire.
Sehr innenssant.
Abends Hause waschen.
27. Februar Fr
½12u großmamas Beerdigung auf dem
Pragfriedhof. Wir sahen sie woher noch ein
Sag liegen. Am Leichenhaus war auch eine
Mutter mit 2 Kindern (Flüchtlinge), die sich ges... [?] hatten. – Viele Menschen waren

�da. Der Pfarrer sprach wann.
Zum Mittagessen u. Ausser bis abends
7u waren wir u. Onkel Herman̄ u. Tte
Clär bei Schmenkels. Es war schön, daß
wieder einmal alles beisam̄ en war,
aber Großmama fehlte halt.
[page 60]
[bolded text is printed]
28. Februar Sa
Daheim.
Mittags Besuch v. Herr Ernst aus derkampfton̄
Abends bade.
[date is underlined in red pencil]
29. Februar So Praktikums ausflug.
520 auch ...und [?]. Dort treffen wir Pl. macht u.
ziegler, [one word illegible] f., Herren Ein... [?], Kim̄ ich u. Schars, auf
d. Archbech [?] noch [one word illegible]. Kleine, aber nette sesellschaftzuerst in [one word illegible] Besichtigung der Kirchen, dann
[one word illegible] Archbech [?] – Wallfahrts Kirch. Gespricht Monoaber Polygamie in heutiger Zeit. [one word illegible]. gesprich
über Heims Bruch mit Einck... [?] u. Kim̄ ich. Beide
sahen freie ranunstige [?] Ansichter, Kim̄ ich christlich
bestim̄ t. Er ist nett u. lustig. Großenstauchen.
Dort legen wir uns hin, es ist hübsch [one word illegible].
Weiter mit Gesang u. Schneeballenehen
nach Göppingen. Heimfahrt. Sehr netter
Tag.
[page 61]
[bolded text is printed]

�1. März Mo
Frl. Kupf da. Näht wir
Sam̄ erkteider.
Papa auf d. Comburg.
2. März Di
Frl. Kupf da.
Abends Singkreis.
[page 62]
[bolded text is printed]
3. März Mi
Daheim. Nähen. Henliches Fruhlingswetter.
Abends in Krier: Werner blut.
4. März Do Vormittags Zehnarzt u. b.
Frl. Kupf. [two words illegible] getreffen.
Papa von d. Comburg zurück.
Mittags nähen, abends b. Markl,
wir wollen ein Ausflug wachen.
Abends schrilen.
[page 63]
[bolded text is printed]
5. März Fr
Daheim. Zu d. Son̄ e, herzlich waren
Chemie.
Abends im Cafe Hatz. Damenabend
d. Singkreises. Recht nett. Brantung [?]
uber rasch. d.s. Angelegenheiten.
Von d. Fahrt weg Neresheim am Son̄ tag

�trete ich zurück.
6. März Sa
Karwoche. Bildstelle.
Mittags daheim. Son̄ e. Chemie,
etwas Philosophie.
Abends erzählt W. von seiner
Kneipe. Er hat Radpumpen- u.
Arisen bekom̄ en!
[page 64]
[bolded text is printed]
[date is underlined in red pencil]
7. März So
Vormittags zur Oberburgermeistermahl
hin – Klett. Wir muhlen hire. Klett bekom̄ t 53,9%.
Noch d. Essen fahre ich mit d. Rad in den
Fruhling u. zwar an den Abhang über der
Liebenau, wo ich schon so oft gesessen haten. Ich
rahm [?] mir die Gedichte Kosal Fauchts mit. Es
hat mich einfach hinaus gelacht, es war so schön u
warm. Ich sah schon 2 Zitronenfalter. Kätzchen u.
Würstchen sind da.

½5u wieder daheim.

Tante Martha ist da. Sehr nett u. gemutlich
mit [one word illegible] u. Weltgang klappt’s nicht recht. (Lieber
bleib ich ledig, als so!)
8. März Mo
Wäsche. Zahnarzt.
Mittags Chemie.
Abends Volkshochschule. Papa spricht

�über das heimfinden der Tiere.
[page 65]
[bolded text is printed]
9. März Di
Zahnarzt (Abschleifen). Beate getroffen.
Mittags daheim. Siegkreis. Ich hätte
am Son̄ tag masescheimlich [?] doch mitkön̄ en
- schade.
10. März Mi
Hinteres Wohnzim̄ er grundlich auch putzen.
Lebensmittelkarten in einen Seschält liegen
gelassen, aber wieder bekom̄ en.
Mittags geschwind TH, aber Ruthl nicht
angetroffen. Ursel [one word illegible] kom̄ t u. will
mich auf ein [one word illegible]. Fahrt in die Eifel
mitnehmen (nur zu zweit) Mich würde
es locken, aber Papa erlaubt es nicht,
die [one word illegible] sei zu unsicher u. gefährlich
für 2 schutzlose Mädchen – Schade.
[page 66]
[bolded text is printed]
11. März Do
Verlebungstag? Eltern.
Mein Zim̄ er aus putzen. Dann in
der Stadt, magen Hauas Verlebungsge
schenk bei Ruthl. Mittags mit Ruthle
getreffen magen Glasscheite.
Abends Vortrag in d. TH: Prof. Holzamer
Existanzialismus d. Christentum.

�Ich habe nicht sehr viel davon.
Nachher Herr Krepp [?] getroffen – sehr
ertraut. Die Verbin [?] durch „Hütte“
(spieler Zeppelin) wird war gegnust.
12. März Fr.
Schlafzim̄ er geundlichst aus geputzt.
Viel Arbeit.
[page 67]
[bolded text is printed]
13. März Sa
Haushalt. Mittags nähen u. in
d. [one word illegible] – hübscher Bild für Hannas
Norterburg.
W. ist jetzt fertig im RBK.
[date is underlined in red pencil]
14. März So
Mittags ist die ganze junge Generation
der Kernmannschaft, Schmenkels, Alfreds
(jum) u. Elisabeth, leider ohne festers,
bei uns zum Kaffee. Wir sind 12 Personen,
es gibt eine anmerge Kuchen u. ist
sehr nett, gemutlich u. lustig.
[page 68]
[bolded text is printed]
15. März Mo
Wäsche. Nähen.
Mittags Chemie. Abends Volkshochschule
Papa in d. Reise „Wunder des Lebens“ über
Tierpaaten [?]. Bienen u. Ameisen mit

�Filmen. Dan̄ noch ausgezeichneter
Film über Beleuchtung beim Kaninchen.
16. März Di.
Wohnzim̄ er ausputzen. Leider regnet.
Mittags bei Beete z. Tee. sie spielt mir
die B- tur Samate von Schukst vor –
sehr schön. Eine Beistung.
In den Siegkreis kom̄ e ich zu spät. Messias
Letzter Siegabend des Semesters.
[page 69]
[bolded text is printed]
17. März Mi.
Mama in Bett mit Husten.
Vormittags Wischchests [?] amt [?]: 12 Pkte. [?]
Mittags daheim.
B-Dur [one word illegible] u. Schubert probiert u. Chemie.
18. März Do
Mittags u. abends Herr u. Frau Sihler zu Besuch da.
Herr S. war 2 Jahre lang eingesparrt.
Abends kom̄ t noch ware, wir wollen
„grotagisch“ in ein gipswerk.
Wird es wieder Krieg gehen? Die polit.
Lege ist sehr emst. Er wär ganz
u rausdenkbar furchtbar. Die Mansch.
heit gibt Keine Kuche, bis nichts alles zerstört ist. Was tun? [one word illegible] sam̄ eln,
Lebene genießen? Da tun, als ab
nichts [one word illegible]?
ich bin herz. daß ich bei dem Wetter nicht

�in der Eifel bin!
[page 70]
[bolded text is printed]
19. März Fr

putzen.

Mittags bei Hanna Kafer in Komtal.
Zur Verlebung gratuliert u. Geschenk
uberbracht. Tante Clär getroffen, sie
pflegt ihren nenten Vater.
20. März Sa

Mama im Bett.

Haushalt. Einkaufen. Mittags Nähen
(jäckchen)

Abends Saat bei uns.

[page 71]
[bolded text is printed]
[date is underlined in red pencil]
21. März So.
Hemlichstes Fruhlingswetter. Ich nähe
mir ein Jäckchen.
Mittags in der Son̄ e mit Allert
Schweitzer: Aus meinen Leben u.
denken. Schm. ist ein mundeberer
Man̄ . Seine Ethik: Ehefucht vor dem
Leben. Er viel die Menschen wieder
zum denken bringen. Kulturabsting
d. Muschseit.
22. März Mo.
Mama noch im Bett. Wäsche. Putzen.
Herr Baitinger zu Besuch. Abends Volkssachschule: Termiten.
Große Enttäuschung: Absage [one word illegible] chemische

�Praktikum. Meine ganzen Pläne [?] sind
daheim – die „Schirbung“ mißlungen.
Hätte ich nur mit allen andern die
Prüfung gemacht, es wär wir sicher
auch gelungen. Jetzt muß ich Botanik u.
Zoologie arbeiten um hier irgendwo
ins Praktikum zu kom̄ en. Es ist so
schade, daß ich jetzt nicht mit Markl
zusam̄ en die.
[page 72]
[bolded text is printed]
24. März Di Mi
Botanik lernen. Wunderbares klares
Frühlingswetter. Mittags in d. kannegeschwind bei Beate. Sie ist in subingen
für Medizin
abgelehnt. Jetzt weiß sie
nicht, was tum u. hängt ziemlich in
Ar Lust. Anschließend mit W. in
d. Herz-Jesu-Kirche: ...passing [?].
Sehr schön. Aber Mitthius [one word illegible] ist
noch schöner, dramatischer.
23. März Mi Di. Morgens Bugeln.
Botanik. Mama mittags auf.
Nachmittags mit Martl. im Anseit... [?].
heimer Gipswerk, vor ihr Brüder
arbeiten. Er zeigt uns d. Gipsbruch.
Interessant
[page 73]

-

Vormersung [?]

�[bolded text is printed]
25. März Do
Putzen. Maultaschen. ...schule [?] Trufe
haben (Rück 27.50 KM!!!!)
Vortrags in der Son̄ e. Dan̄ endlich
einmal mein getrackneten Pflanzen
auch geklebt u. geordert.
[date is underlined in red pencil]
26. März Fr

Karfreitag.

Mozart-Requiem im Radio. Dann in
der Kiehe.
Mittags ganze Matthäus puttien im
Radio gehört u. mitgelehen. Auffuhrung.
der Watstheater. Sehr schön. Die
Matthäusgestion ken̄ e ich jetzt schon ganz
gut u. dan̄ macht das Hören im̄ er mehr
freude. Abends [one word illegible] – ...tum [?] II
u. Wirlin Konzert um Beethoven im
Radio. Schweizer exzerbieten.
[page 74]
[bolded text is printed]
27. März Sa
Haushalt. 2 Schwizerpakate (Fett u. Kaffee!)
Mittags mit Botanik in der Sorme [?].
Abendsin der H-woll Messe von Bach. (Ich
hatte Plück u. ermischt noch eine Karte.)
Es war mindevoll u. ein ganz tiefer
Eindruck. Bach ist doch das größte in der
Musik. Die Auffuhrung war sehr schön.

�Die [one word illegible] nach Bach’schem Stil nur klein,
sangen aber wunderbar klar, durchsuchtig
u. präzis. Sehr schön sang lern Fischer (Alt).
Leitung Frischkat.
[date is underlined in red pencil]
28. März So
Osterson̄ tag mit dem schönsten Osterwetter,
des man sich denken kann. Üppiges Frühstück u. Mittagessen u. leckern, nur zu
bald [two words illegible] Zuckerreuten. Vormittags
kom̄ en Baute u. Klaus mit Hund, um wir
noch eine [one word illegible] in d. H-woll Messe zu bringen.
Mittags in der wunderbarer Son̄ e.
W. in d. H-woll Messe. Abends Bruckend
7. Symphonie im Radio. Partitur [?] mitgelesen.
Abends hartes Ei mit Kopfsalat.
Schwitzer fertig.
[page 75]
[bolded text is printed]
[date is underlined in red pencil]
29. März Mo
W. wandert mit „Columbus“.
Ich mit Mama vormittags in Rah... [?]
Wald u. Schmallbachtal. Wunderschires
Wetter. mittags in der Son̄ e, Klavierspielen u. Schränke räumen. Eltern
bei Schwenkels.
30. März Putzen, waschen, Hang
und putzen, Bugeln.

�[one word illegible].
[page 76]
[bolded text is printed]
31. März Mi.
Vormittags in der Stadt zu verschiedenen
Besorgungen. Mittags allein daheim, W. in Waldebuch, Mama in
Egles’heim, Herr listler geht’s besser,
Papa in Gehenheim.
Ganzen Mittag gemust (Berthautel
u. Schlupfer)
1. April Do

533 mit W. nach Sub.

Im Zug mit [one word illegible]. [one word illegible] zu Frau Lechtle,
dan̄ mit Hildegard zur Uni. Noch kenne
Anschläge. Anmeldung zur Botanik.
Sicher Prüfung! Zerlagiegen̄ hung Dienstag
muß ich auch misenachen. Das kann
heiter menden: Ethiche Bekan̄ te getroffen.
1210 schon wieder nach Sgt. den Zug mit
W., Gun̄ i leins, Shulde, H. Letzter.
Ganz Stuttgart kom̄ t jetzt dann
erblends nach Tübingen. Ich bin eigentlich ganz froh, wan̄ ich in der
Botanik mal unter andere kom̄ en.
[page 77]
[bolded text is printed]
2. April Fr.
Putzen. Den ganzen ubrigen Tag
Botanik gelernt. Abends stelle ich dann

�in der neuen Prüfungserdrung fest,
daß auch ein gerß... [?] zoolog. Praktikum
verlange ist, vorauf es nun zweck- [?]
mäßiger [one word illegible], jetzt die Zoologie zu
machen. Aber wie soll ich die Prüfung
bestehen, war ich rein noch nichts in Zoologie
gelernt habe? Diese ernige [?] Ansichterheit
ist furchtbar. - Wen̄ ich nur vor Weihnachten die Chemieprüfung gemacht hätte!
Papa will noch zu Reihlen [?], wird aber
bestim̄ t nicht viel Erfolg haben.
3. April Sa
Ganzen Tag Zoologie gelernt.
Ob’s was nutzt?
Abends geschwind bei Martl.
[page 78]
[bolded text is printed]
[date is underlined in red pencil]
4. April So.
Mittagskl. Kl. zus. Kunst bei Hanna
in [one word illegible]. Ich fahre mit am Rad in
einer [one word illegible] Stde. Es kamen Kuthle
Arme, Ermutsch, Brig. Welt, Kennte Schäre.
Sehr nett. Die alten Schulein̄ erungen
sind halt schön. Han̄ a ist jetzt vorlebt.
Sedd... [?] hat ein Kind. – Anna sagte mir
Urhe fühle sich vereinsamt, ich muß ihr vaal
Schniter um Sut. aus.
Zurück werde mit d. Rad. Nächtliche

�fahrt durch d. Wald – etwas unheimlich.
5. April Mo.

Wäsche. Mittags kom̄ t

Tante [one word illegible] zu Besuch. Papa in
Tübingen bei Reihlen [?] magen meines
chem. Praktikums. Kom̄ t um 3 Uhr zurück
- es klappt, wen̄ ich die Prüfung am
Mittwoch bestehe. Nun habe ich also 3
Prüfungen vor mir u. bin auf keine
irhlich vorbereitet! Wie wirdst wir
gehen. Abends lerne ich noch mit Papa
Chemie, aber ich sehr ziemlich Lücken.
[page 79]
[bolded text is printed]
6. April Di
533 nach Tut. 10u Zoologieprüfung. Man
bekan̄ t einen Wasserfloh unters Mikroskop u.
muß ihn zeichnen. Ausgerechnet den habe ich
nicht gelernt! Schuler necke ich einige Fehler
ich glaube kaum, daß ich hier zugelassen runde.
Mittags 2 Uhr Botanikprüfung. Versch. Fargen,
die ich so ziemlich ganz bantenieten kann.
Dan̄ Heim – Chemie lernen auf die vorginge
Prüfung, abends mit Hildegard auf meinen
Bett. – Die mussen von unserem alten
Praktikum wollen ins zoologische.
7. April Mi

9th zu Dr. Leichtle. In 8 Tagen

wird ein chem. Arbeitsplatz frei! Er prüft mich
nicht einmal. Da hab ich wieder mal Glück
gehabt! Der Naünen der ander darunter

�ist natürlich leicht unangenehm. –
1210 nach [one word illegible]. u. Frl. Arse Müller. In Heslach
bekom̄ e ich gleich Reagenzgläser, Bechergläser
u. v. daheim freud. Botschaft verkündt,
sie sehr froh. Ste [one word illegible] u. Mama kom̄ en
von [one word illegible].
[page 80]
[bolded text is printed]
8. April Do

928 nach Tub. Mit Herr

Caller in Zug. Mittags im Chem.
Institut – Vengen. Dan̄ in d.
Stadt. 4u in Zool. Inst. urteilsrer.
Küntung. Es werde nur wenige
- etwa 20 – genom̄ en. Darunter auch ich.
Ich gehe meinen Platz zurück, aber es wird
wie [one word illegible] unters genom̄ en. Kühe sagt,
die Zurückgewiesenen sollen sich erstlich
uberlegen, ob sie ihr [one word illegible] nicht
abbrechen sollen. – Enttäüschung unter den
Abgereistenen [?]. – Mit Hildegard über
den Österberg nach Lusterau. Abends noch
lernen mit S!
9. April Fr

Vormittags in der Stadt.

Bei Heinz. Bes. in Zool. u. Chem.
Institut. Bei Martl, sie mit ihrem
Freund angetroffen – leicht geinlich, sie
kön̄ te mich wohl mal verstellen.
Ich möchte 1210 fahren, aber Frau Rechole
ist mit dem Schlüssel fort: So kann ich

�rast ½3u fahren u. habe in zerischen
Schlüsselblumen am Österberg.
Abends noch Guthle backen für Mama.
[page 81]
[bolded text is printed]
10. April Sa
Einkaufen. Wirtsch. aret magen Lebermankl. Mittags nähen. W. mit
Arlumbus im Remstal. Abends Lader.
[the letters “So” are underlined in red pencil]
11. April So

Mamas 50. Geburtstag! Morgens
bereite ich alles schön vor, irche zim̄ er

u. Frühstück, Geburtstagssisch. Dan̄ feier mit
Musik. W. u. Pie haben Gedicht gemacht, ich
nur ein Bild. Von Papa Bücher, schöner Ring u. v.
W. [one word illegible] u. Kochplatte. Ich: Gumibär. Viele
blumen. Vormittags Besuch von Hilde mit
großer schöner Blumenschale. Sehr nett, alle Erin̄ ausagen. Herzliches Essen. Nachmittags Gratulieren Eschardes. Zum Aussen: Onkel [one word illegible]
(Mozart-Platt), Tante Erika ([two words illegible]), Onkel
Hans u. Tte Martha (Gugelhupf, Buch). Viel
Kuchen u. Schlagrahm! Wir hören Platten
u. zum Schluß wird sogar noch gesungen
Mama-Papa ([one word illegible]). Onkel Hans (die beiden
Grenadien). Er war wirklich ein schöner
Geburstag, würdig es ½ Jahrhunderts!
[page 82]
[bolded text is printed]

�12. April Mo

Wäsche, noch insten.
1158 mag Tut. Zum Kohl-

schütter-Kolloquium von Reihlen [?] (als zuhier [?]). Nicht schlim̄ kan̄ aber [one word illegible]
fragen. Dan̄ Bibliothek u. Rückmeldung.
Morgen kom̄ t Vor-Kolloquium.
Herr Kim̄ ich getroffen.
Abends Chemie lernen.
13. April Di

9u Vor-Kollogieren bei Dr.

Lichtle. Sehr ordentlich. Dan̄ Gläser kaufen.
Frau Hornbecher, G. Aichelie getroffen.
Nach d. Essen 1 Std am Schloß in d. Son̄ e.
Kim̄ ich. 2u Reihlen [?] verletz, dan̄ bekom̄ e
ich einen Arbeitsplatz. Bibliothek. 4u
[one word illegible] Philosophie. Das nächt ich Han̄ a,
wan̄ nur die Zeit nicht! Dan̄ AuseEntwicklungsphysiologie. Sehr gut u.
sahintenessent [?]. Feinbau der Chem., was ich
scha u. Papa her weiß.
[page 83]
[bolded text is printed]
14. April Mi

Morgens habe ich mich an
meinem Laborplatz eingerichtet.

Dan̄ mti Martl in d.Laden. Garten.
Essen Mensa – voll.
Nach d. Essen ist meine Analyse noch nicht da,
so gehe ich bei dem herzlichen Wetter noch
1 Std um d. Österberg in die Sön̄ e. Herzlich.
Dan̄ erst Analysenproben. ½3u Wagner

�Exkursionsbesprechung. Dan̄ Weischadel. Chem.
Institut – Kein Gas! Abends gedl. Exkursion in Tübingen. [one word illegible] am
Bahnhof. Schotter an der Buche. Mühl.
Geben [?]. Abends bald ins Bett.
15. April Do

445 über Herrenberg noch Stgt.

Bis 9u daheim, dan̄ in chem. GeschubteBubenbad-Can̄ statt, muß viel Erfolg. Auf
dem Bahnhof Can̄ statt Eis gegessen. 12
nach Tübingen. Mittags in 1½ Stdn.
meine 1. Anelgte gemacht! Gar nicht
so schwar. Zuerst war’s nicht ganz in
Ordnung, aber dan̄ ist doch die Freude
groß! 5u Michel: Was wissen wir
von Jesus? Interessiert mich, di Vorlesung möchte ich [one word illegible]. Dan̄ auf dem
Osterberg. Wagner erklart di
...schaft [?]. – Am Dienstag soll unser
alles Praktikum auf die Wurmlinger!
[page 84]
[bolded text is printed]
16. April Fr

8u Sprangen. Philosoph. Grund

lagen d. Pädagogik. Sehr fein. Dan̄
zur Chemie. 2. Analyse gemacht.
Herr Mächter neben wir isr sehr musikbegriften, singt ein Akaden. [one word illegible] u.
ken̄ t alle Opern u. viel Lieder.
Mittags Chemikalie geordert u. einiges erladigt. Abends Pädagogik-

�Seminar b. Spranger. Verspricht sehr
internssamt zu werden. Oder wie Weischedal Euch [?]. in Philosophie besser? Gleichzeitig,
dan̄ noch Kl. Spaziergang mit Boot
aufs Schloß. Es fringt jetzt richtig zu
blühen an. Wir rechtehen uns gut.
17. April Sa

628 nach Sgt. den Zug sind

mit 3 von d. [one word illegible]. Wir siegen auf
daheim putzen. Wichsch. amt (28 Punkte f.
Laborwerkl!) Mittags u. Abends
kom̄ t Onkel Hermann.
[page 85]
[bolded text is printed]
[date is underlined in red pencil]
18. April So

Daheim.

Wunderschönes meines Frühlingswetter. Alles blüht jetzt.
Mittags in der Son̄ e. Chemie
lernen.
Sag richten f. Zubringen.
Mama geht jetzt 10-14 Tage auch
Mühuster zur Erfolung, ...in [?]
bleibt ganz allein zurück.
19. April Mo 533 Tub. Mit W’s Freunde (u. v. [one word illegible] u. An̄ emie) An̄ emie
über d. Franz geschmuppelt. Bei denen
fühlte ich mich nicht recht wohl.
Vormittags in Chem. Falsch Analyse bei.
kon̄ en, kan̄ recht mittags weitermachen,

�es halt nach d. Essen 1. Std. auf den
Östenburg in die Son̄ e. 3 Alkali-Analyse.
Abends noch Chemie lernen.
[page 86]
[bolded text is printed]
20. April Di 7u Gerl [?]. Lest. Übungen
Wagner. Chem. Artikel rauhen, essen,
Bet. Gerter, lernen. Mittags Kolloguine
b. [one word illegible], da keiften krank. Sehr gut,
ich mude war 2 mal gefragt. [illegible strikethrough] dan̄
Weischedal u. Kuhe. Peschwird nach
Lustnau u. Abends 8u geht unter
alles Praktikum Kapelle Schloß aus auf
u. durftet. Die Kapelle im Mondschein
ist ganz einzig schön! Wir bringen.
12 sind mit. ¾1u wieder daheim.
21. April Mi Frl. Behl. u b. 4u. Wagner.
Chem. Mit V. Nach 3. Essen.
Stichter u U. Schind. Mittags Chemie
(1. Erdelkal) Weischedl.
Am 6u heim.
Im̄ er noch warmes schönes Frühlingswetter.
[page 87]
[bolded text is printed]
22. April Do

6u Vogelexkursion ab Uni

mit Magnus. Sehr schön. Ermachen des
Tages, die vielen jubelnden Vogelstim̄ en,
dan̄ erauschung. Wir auf der Höhe mit

�Fanl. Blick. 845 [one word illegible] (Schiller u.
Grotse) dan̄ Wagner. Erdalkali- Anelyse. Ganzen Tag daran gearbeit,
mittags nachts wir sogar Paul Han=
berger seht die ganze Analyse vor u.
zum Schlußfehlten doch 1 Anion u. 1
Cation. Wie soll ich die finden?
23. April Fr Sprangen. Dan̄ in die Chemie,
vergebl. [?] Suchen. Das Anion finde ich
zwar (NO3), das Cation nicht. Die
Substung geht aus – es halb muß ich aufsäen.
Abends Seminar bei Spranger (Pädagogik)
Referent über d. abendlind. Ver... [?] u. d.
Ziel d. Orz. Sehr interressant bes. dan̄ die
Diskussion. Auschließend noch mit Kim̄ ich
gesprochen. Mit dem kan̄ man wirklich
heim über alles reden.
750 Heimfahrt. [one word illegible]: Reicht’s [?] noch
auf die letzte [one word illegible]? - - Es nicht!
Daheim alles in Ordnung. ...ie [?] kom̄ t gut
durch.
[page 88]
[bolded text is printed]
24. April Sa

Putzen – Waschen.

Dan̄ nach zum Zahnarzt
ein Zahn war abgebrochen. Zum
Plück ist d. Sache schnell behaben. Auf
d. Rück... [?] geschwind an Großmamas

�Haus. – Mittags wie der im Haushalt beschuftigt. [one word illegible] für Papa ihn.
Er hat bis jetzt gut Haus gehalten.
Abends Pr. u. W. beim Stat.
Haus maschen.
[the letters “So” are underlined in red pencil]
25. April So

Bugeln. Kochen.

Mittags kom̄ e ich ein wenig zum
Lernen. Waffele backen.
Abends in der Liese Auferstehungshistorie von Schuz. Sehr schön. Erangeliht Claus Stemanin. Gut- ebenso
partie es Christus. Schlußchor ganz
wunderbar. – Sach nister für
Tubringen.
Papa liest noch vor aus. [one word illegible] u. [one word illegible]
auf Primanerbünken: - zum
Totlachen.
[the below is in a box in the bottom right of the page]
Abends nach geschwind alleren auf
d. Östenberg, da ge... [?], Spaziergang
(U. Nach) nichts würde. Wunderschönes
Fruhlingsabend.
[page 89]
[bolded text is printed]
26. April Mo

533 nach Tübingen.

Vormittags Wagner, den̄ endlich
es fehlend Aktion _ Ca++ _ in meiner Analyse gefunde. Hoffentlich

�stim̄ t’s. Nach d. Essen in Bes.
[one word illegible] Haus Kolloquium.
Wischadel. – Anebgte wieder nicht
recht: Ca++ falsch! Jetzt kan̄ ich nur
nach [one word illegible] sein. Abends gelernt für’s
Alakli-Verkolloguieun. Bracht nicht
mehr viel fertig, dan̄ gegen 10u
schlief ich dauernd halt ein.
27. April Di

7u dahm, Bestim̄ ungs-

welt Paläretologie-langmeilig.
Wagners Suddeutschland ist viel
interessanter.
Dan̄ sucht ich ...halt [?] nach Sr++ u.
fand’s absolut nicht! Auch P. Gernbager
meint es kin̄ e nicht drie sein u. will
mit mir zu Leichtle. Schließlich unterspricht teichtle mein Geht darf. Aber ganz
zufrieden bin ich doch nicht. – 3 Uhr Alkaliwerkoltag mit Anion Parkoff. Aberwohl ich
nicht sehr gut entreitet bin, gang’s recht
gut, Leichle man sehr nett u. rechende es
aus als Hauptkolleg an. – Bei Kuher [?]
schwindt einen jetzt der Kopf.
[page 90]
[bolded text is printed]
28. April Mi

Dahm, Wagner. Labor.

Erdalkali-Analyst. Mit Hildegard in
d. Manhe – 2 Str. Essen!
Mittags Exkursions-Wertesprechung

�Wagner. Dan̄ Weischedal. Abends auch
mit Beate auf d. Österberg. Wieder
Wunderschöner Abend.
½5 ⅕ aufstehen! ½6u [one word illegible]. Vogel29. April Do exkursion. Spitzberg hinauf.
Sehr schön wieder. Dan̄ Schneide, Wagner,
Labor. Essen im ...nle [?]. Analyse
(l. Erdalkali) abgegeben. Erdalkali-Kolloquium. Nach [one word illegible], unziehen.
Wieder zurück. Analyse stim̄ t!!!
...u [?] 5u Mirchel. Was wisse wir üb. Jesus?
Mit Kim̄ ich. Befriedigt nicht ganz.
6u Westelung u. Sinnaris, der jetzt Dozent
ist: Westelungshalt u. Blattstruktur. Interessant. – Abends im ...hof [?] Konzert
d. Musikkreises. Bach-Gunel.
(Stiggeman̄ [?]) [two words illegible] singt. – Ragen!
[page 91]
[bolded text is printed]
30. April Fr

Spranger, Pädagogik.

Dan̄ [one word illegible]. Besorgungen. 11-12u mit
Lott Breuninger bei Shielicke – Erfill.
Gut. Mittags Chemie gelernt im
Bot. Gisaal u. in dem Sehehaal d. Bibliothek. 5-7u spranger Seminar. Wieder
sehr interessant. Spencer Utilarismus.
Dan̄ zum Essen mit Kim̄ ich. Geschwind
zu Ma... [?], auch mit der gegessen, den̄
in den Akaden. Chor.

�1. Mai Sa

625 nach Sgt. mit Hildegard u.
Lotte Br. Heim. Putzen, Kochen,

Waschen, Bugeln. Mittags Besuch von
Frl. Kupp u. Ruth. Große Getze den ganzen Tag. ...ie [?] ist gut durchgekom̄ en.
Abends ½9u wieder nach Tubingen. Sehr
nett fahrt wieder mit Lott u. Hildegard.
Die beide erfuhle RAD-Erlebrisse.
Lotte ist ein wirklich feines Mädel.
Erst 11u ins Bett u. machen geht’s
um 4u wieder aus!
[page 92]
[bolded text is printed]
[the letters “So” are underlined in red pencil]
2. Mai So siehe nächst Seite.
6. Mai Do.

Him̄ elfahrt.

Daheim. Allein mit Mama. Gemutlicher Tag. Chemie lernen.
Abends wieder nach Tubingen.
3. Mai Mo Ausgeschlafen. Wagner.
Dan̄ Chemie. Mittags bei Zim̄ erman̄
Vorbespr. D. Buchauer Exkursion. Er prüft
nacher d. Ken̄ tnisstand. Ich möchte [illegible strikethrough]
bei Kiefles mahnen u. möglichtt bald
zu Wagner nach Wilhelmsdorf [one word illegible].
Wischedl.
Abends noch viel Bot u. Pudding gegesse. Briefe schreiben, bald ins Bett,
kalt.

�[page 93]
[bolded text is printed]
4. Mai Di Dehm.

Dan̄ mit W. bei
[one word illegible]. Über fallikel-

Gem... [?]. Sehr gut. Wagner.
Mein Einzelsubstanzen muß ich abends
„geiten“. Esse im Schl. haus.
den̄ ...burg [?]. Er soll ein Akaden. Sport-Klub gebildet [?] machen. Sieht aber
aus, wie man‘s nur auf Meisterschaften
aus ginge, ich mächte d. Sport als Ausgleich.
Erdalkali-Kollogu. Dan̄ in d. Stadt.
Weischerdel. Auser.
5. Mai Mi

Dahm, Wagner fällt aus.

Mein 3 Einzelsubstanzen stim̄ en!
Nun hatte ich gleich die nächste Analyse.
Chor – Essen in d. Mensa. Nach dem
Essen in d. Kunstausstellung: Ostasiatische Kunst. Sehr schön.
Dan̄ Amiaren -Macheneis.
Weischedl. Abends nach Sgt. mit Ursel
nach u. Christe l. – Mama daheim.
Begrußung u. beideseitiges Erzahlen.
P. auf Grolesentegung in Heidenheim.
[page 94]
[bolded text is printed]
62. Mai DoSo 510 Abfahrt zur Gaal. Exkursion
von Oberschweien [?] ins Danautal – Tiergarten-Inzighofen. Morgens

�im Zug man’s noch mächtig kalt, aber
dan̄ wurde d. Wetter richtig angenehm u.
wieder Ermarken gut. Stoff: Alle Talschlinge
der Danau, Grulle. Sehr viel sind mit,
etwa 50. Ganz wunderschön war die Gege... [?]
hemlich ur Blick vom Schauhelfen u. das
[one word illegible] Danautal mit den meistigen Helfen.
Gutes Essen in Tiergarten. Ich allerdings etwas
dum̄ in Mage u. dann. Die gerloger sind
Erdel i. u. nett Heimfahrt (3 Stde) mit
Gesang. Dan̄ noch mit d. [one word illegile] u. z. End… [?]
[one word illegible] Wetter u. Mu… [?] auch d. Volksfest. [one word illegible]
Schittschaukal, Kattenkarustell [?]: jetzt sehr müde.
7. Mai Fr Aber schön war’s!
E Spranger. Verproben zur Analyse.
Abends Päd. Seminar. Versam̄ lung d. Austandgruppe Schmer-Nord
der magen Ferieneritag in Schaden.
Den nichts zu [one word illegible], gehe ich
auch hin, aber es durfen nur 2 mit!
Schade. Abends noch Frau Buchtles Geburtstag mit Kuchen geheint.
[page 95]
[bolded text is printed]
8. Mai Sa 625 nach Sgt. in d. Kal... [?].
Gutes Papen... [?] gegen alt Ölfaut. Heim
wieder runter – ...mantel [?] gekauft.
Mittags daheim. – Abends bei Ruth mit
W. eingeladen Frau Fritzen u. ein Freund

�d. Freunes. Sagen gut. Wir gefillts
nicht uberaußig, es kom̄ t den ganzen
Abend kein rechtes Gesprichzustand. Herr
Lofman̄ ist recht unsympathisch, eingbildt,
4u ins Bett.
[the letters “So” are underlined in red pencil]
9. Mai So

Muttertag. Vormittags

mit Mama in die Wiesen. Schönes
Wetter. Mittags auf der Terrasse. Chemie
lernenx. Abends kom̄ t Papa von
der Geologentagung in Heidenheim
u. erzählt noch lange mage
x

Aulh entschuldigt sich für des Wocheltens

ihres Freundes (!)
[page 96]
[bolded text is printed]
10. Mai 533 nach Tub. Mit W’s Freunde.
9u sollte ich Kolleg ansehen, aber es muß
einer zurückteten. Ich aus, ich kan̄ noch
zu wenig. Wagne.. Analyse. Mit
Hildegard d. Essen. Mittags Keihlen.
Kollagie. Weischedl. – Schwul. Abends
Chemie lernen.
11. Mai Di Dahm. Ernähungs [one word illegible].
Wagner. Ich darf mit ins dies
Ende Mai! Dan̄ war Kolloquium bei
Dr. Leichtle (Erdalkali). Nicht besonders
da [one word illegible]. Wir soll das erst bei Reihlen [?]
werden. Analyse stim̄ t (bir auch Std,

�des fehlte). Mittags [illegible insert] Weischedl, Kühe.
Heist. Abends bei Hildegard zum
X

der mit guten Braunbrot und
Kuchen. Chemie lernen. Morgen
Reihlen [?] – Kolleg!

[page 97]
[bolded text is printed]
12. Mai Mi Dahm. Schemes. Karte holen.
Bet. Sachen (Chemie lernen). Wagner,
dan̄ Weihlen-Kolleg. Erdalkali. Geht ganz
andetlich. V. unspräumt, aber ich kann
nicht altes ganz redellos. Martl fällt durch.
dan̄ noch Schweselam̄ en [?]. Kolleg angehät.
Stw Essen in d. Mange. ½2u Besprechung d.
Buchaur Exkursion. Jede soll ein Mittagskoch
mitnehmen, so ein Blüdsin̄ . Es paßt wir nicht
ganz, daß ich so metlich mitlauft. Dann
Besprochung b. Wagner f. Milfalens darf. Ich
wurd macht an Samstag mit d. Geologen fahren
u. dan̄ mit G. ...adt [?] nach Buchau mit d. Rad.
Abends noch in d. Emt... [?], um W. zu treffen
Magen [one word illegible]. Aber die Einladung wird nichts
mit W. ins gespriz. Dan̄ noch [one word illegible] getroffen u. mit [one word illegible]
noch [four words illegible] gegessen u. [one word illegible] gefeiert,
dabei noch Frl. Geld u. Herr Herman̄ .
13. Mai Do Vormittags belegen. Einkaufen u.
letzte Besprechungen mit Herr Fladt u. H. Prof. Wi... [?]
wollen d. Rad mitnehmen. Labor.
Dan̄ 1210 nach Sgt. daheim gleich sachen

�Herrichten für die Exkursion. Wasche über
Eltern abends im Theater. Kopfenaschen.
[page 98]
[bolded text is printed]
14. Mai Fr Putzen. Exkursionsbe
reitungen. Abends mit Sache u. Park [?]
u. Rad über ...tag [?] nach Tübingen.
Shl. preffe vergessen. Vielleicht hat Liede
die ihm dagelessen. Ich gehe geschwind
zu Wagners. Herr W. meint, es sei
nichts, zu nett ein paar Tage nach Buchau
zu gehen, ich solle nichtg 2 Sachen halb,
sondern eine sichtig machen. Damit hat
er sicher recht. Ich muß dan̄ halt Zim̄ erman̄ gesagen. - Hoffentlich hält aus
der Wetter!
15. Mai Sa 500 Abfahrt. Überfullter Zug. Dicker
Nabel. Von ...tinger [?] war
Saulgau fahren Herr Fladt u. ich mit d. Rädern.
Allerdings verheflen wir die andere in Saulgau u. finden sie recht beim Essen wieder.
Mittags fährt Dr. Wenk (Saulgau) im Alt- Dilurium in der Amgelung von Saulgau.
Abends mit [one word illegible]. Fladt mit Rädern nach Buchau.
In der [one word illegible] essen wir mit den Botaniken
sehr gut zu Nacht, den̄ sahe ich wieder
nach Mittelbibeach, um dort zu übernachten.
Schön fahrt durch den Maiabend. Die
Landschaft ist wunderschön u. friedlich. Alles

�Ftrischresper u. Weißlert.
[page 99]
[bolded text is printed]
Pfingst- Das war ein schöner Pfingschauetag!
[the letters “So” are underlined in red pencil]
16. Mai So Bei Einflus fings gleich mit Gugelsaph unsammellten mich keine fortlessen (Es hätte Gahenbrucken
gegeben!). Aber 9u fahre ich wieder nach Buchau.
Dort gings zuerst über den Stag hinaus an den See,
Pfaner die Buchauer Kirche (Kunstgeschichtlich). Kirche ist
alessizißisch. [one word illegible] ein feirer Man̄ . Erste woll
getroffen, er lud mich nach dem Essen zu sich ein.
Beim Essen nettes Gespräch mit Herr Schal. Dan̄ zu
Volls. Sehr nett u. herzlich: ...barbeutichen [?] u. Kaffee.
½4u Abfahrt mit Rüdiger Fladt nach Wilhelmsdorf.
In sein fausen sahen wir uns die wunderschön
Kirche von Dominikes Zim̄ erman̄ an. Die Fahrt u.
der Wetter waren finlich. Wir sahen uns waer
schiedene [one word illegible] an. Aller blüht u. duftet.
Morgenstern wird allamien. Die Wilhelmsdorf
tolles Nachtessen: Zunge, Kart. salat, Brot, Butter
sen. In der Post wird [one word illegible] getanzt bis 11u!
♀haben Seltenfirtsreen! Ein sältener falt [?]. – Ich schlafe.
Pfingst- in d. Tiersandafschule.
[the letters “Mo” are underlined in red pencil]
17. Mai Mo ½8u Frühstück (Brot, Butter, Marmalade)
dan̄ unter Fährung von Dr. Wenk nach Königs:
eggreald. In viel bis gruben. In. d.
Mittagessen. Mißgeschnitt mit Frl. Löffler [?].

�Sehr nett ist Pater Wenk. Er erklärt mir
einige Male die Jugend. Von Schloß Arinichts egg weiter Blick ins Land u. über
die Moräuen. [small ink smudge]
Abends bade wir noch im der bei W’dorf.
Das Wetter ist ganz warm. Anschließend
Brief schreiben.
[large ink smudge at bottom of page]
[page 100]
[bolded text is printed]
18. Mai Di Wieder bei Ferrlichem Wetter u.
scharfen Wind den ganzen Tag
unterwegs. Neben der Geologie kam auch
die Zologie u. Botanik zu ihrem Recht. Ich
bin Kapuzitet in Botanik. Essen in Burgvieler. Ich bin viel mit Pater Mark gegangen. Er ist Zologe u. auch ein begeisterter. Bergsteiger. Ich habe den Eindruck
daß er viel weiß u. kan̄ .
Im Kied waren wir Abends verlebten
wir zu mit (Frl. Löffler [?], H. Fladt, P. Wenk u.
ich) einen schöne Abends im Kied. Wir gingen
mit d. Farmgläsern einem Eitis nach. Schöner
Son̄ enuntergang. [one word illegible[ beobachtet.
Wunderschön ist alles. Ich hab schon lang nicht mehr
so ferl. Ferien gehabt.
19. Mai Mi

Auf den Göchten (der Fichste

Berg in der Jugend). P. W. kom̄ t erst mittags
dazu. Wir hatten einen schönen Blick auf

�den Bodeser u. die Alpen. Allgiu, Verarlberg u. Schneizer Berge. Morgen fruch
wollen wir (nur ganz wenige (den. P. W.)) ins Aid
auf Vögel. Mittags wir der einige Zeit mit
P. W. gegangen. Von ihm kan̄ ich mit lernen.
Viele Pinguirule gefunden. Dan̄ gehen wir
noch (wie... [?] nur wenig) zu einen
Wald, wo es ungegühlte Frauenschuh gibt! Der
ist ein Erlebnis für ein Botanikerfog!
Abends über wir [one word illegible] ein für einer
Leb. u. Dank-

gesang an Frau

Fautel. Klingt

allerdings nicht übermiltigund.

[large ink smudge at bottom of page]
[page 101]
[bolded text is printed]
20. Mai Fr
Do

4u ins Kied.x Zuerst sinds viele
dan̄ werden’s in̄ en weniges, den̄

es ist eiskalt u. hat Pruf. Aber es lohnt sich,
wir sehen einen Balzenden Birkhahn, Fischreifer, Milaue, Wassermögel. Die Landschaft
ist noch ganz unberuhrt. S’ist wieder wunderbar. An Wegelstim̄ en habe ich auch schon einiges
gelernt. Zuletzt sind wir nur noch unter ubliges
Kluble. Mittags auf der Pankenburg in
der Prüfe (alle Fliesorug). Die Kiesgruben
sind ein schwirriges Kapital. Blick auf
die Scesaplana u. Zimba. Wieder mit P. W.
geht jetzt wieder nach Tub. – Abends mit Frl. Ziegler

�u. Herr Perireck in Kino (Vogelstim̄ en). Abends Ei!!
x

Eufrung [?] Herr Georgi ein sehr feiner Man̄ , Lafer
u. Vogelschauer.

21. Mai SaFr ½7 – ½8u mit Pa... [?] Mechanfaler [?] in
Kied. Dan̄ nach Dankels weiter. Alles ist
jetzt etwas müde. Wir zattele [?] nur noch
langsam durch die Jugend, haben ja auch jeden
Tag wiederstens 25 km gemacht. Auch Wagner
stengt [?] die Sache mächtig an. Wieses [two words illegible].
Abends pflücken wir noch wichtige [one word illegible]
für Frau Fausel u. der Eruselfine, zum
dank für die herzliche Werpflechung. Das
Nachtessen wird nach Crärung: Sie sempfaukauher,
wie im Frieden. Wie Seringen sie kom̄ en.
Dazuhin ist die ganze Werpflegung wack... [?]!
Jeden Tag gabs Butterbrot. Wan Essen im̄ er
soviel war verallt. Abends danktpfung bei Frau
Fausels. Dan̄ noch Tanz in der Post. Aber nicht
besonders nett, viel sind schon hat.
[page 102]
[bolded text is printed]
22. Mai Sa Tolles Frühstück: Viel Butter,
meisten ab, nur wir glücklichen Radfahrer
(Fladt, Froh, Herr u. ich) fahren nochmal mit
Herr Georgi ins Kied. Ganz Fischriefer u. Wettervögel. Dan̄ fähr ich mit Herr Froh nach Aulendorf zum 1215 Zug nach Biberach. (Fladt fähr
nach Sichematingen). In Mittelbiberach wurde
ich gleich wieder freudig anpfunchen u. bakere

�2 Eier u. Köstlartoffel, später kauchfleisch,
abends Weißboot. Schade, daß ich so wenig
Hunger hab.
[the letters “So” are underlined in red pencil]
23. Mai So Gugelhopt 3. Frühstück. Mittags
Nädelsuppe, Garkel. Ptümer.
Ich bekan̄ e reichen sagen mit heim: er Kieflos
30 Eier, 5 [one word illegible] Mehl, ½ [one word illegible] Butter, 1 laib Brot, an
Schulbaus 10 Eier u. 6 [one word illegible] Mehl. Am 1255 fährt
mein Zug in Biberach. Mein Paprik ist unheimlich schwer. Aber alles klappt, in
Stuttgart allerdings geht der Vaihinger Zug
gerade ab u. mein Rad hat platt. Es geht
aber nach Pumpen wieder. Ich selepfanen auch
W’s hilfe, allein wärich nicht auch Vaihinger
gekom̄ en! Daheim ja erzuplen boden.
Alles freut sich über arein Mibrupschl.
[page 103]
[bolded text is printed]
24. Mai DiMo Mit W. in d. Stadt, mit meine
Punkt verhalt. Ur 949 geht hinaus, ich
gehe Schnellzug bis Plagingen, den ist er wieder
nach. Nun geht’s 1102 weiter (mit Arrin
Pokheft). Mittags Ariflen. Dan̄ im Labor.
Er Arbeits geist ist noch schwach. Es sind
auch nach wenige da. Ich [one word illegible] abends
an weiter 3. Schonselamm [?] an herum.
Schade, daß diese schirene Pfingstferien vorbei
sind, aber der große Lichtblick [one word illegible] schon

�die fahrt ins Kies am Mittwoch! Geffremtlich wird das Wetter nicht schlacht (aberfles
sie driegend lagner fallt.
25. Mai Di

Dahm. Wagner.
Dan̄ Labor. 3. Schwefelam̄ e.

Analyse. Abends abgegeben: 1 + 1 - .
Nun fang ich halt nächte Woche nochmal
an. Wan̄ die gleich aufs erste mal
gestim̄ t hätte, wäre ich zu leicht durch
Schwefelam̄ en dumpgekom̄ en.
Abends bei Ause d. W. getropfen. ½8u Verbesprechung für die Kiesfahrt. Ich freu
mich sehr darauf. Ich möchte jetzt im̄ er so
weitermachen u. in der Stadt ferumeisen!
Martl u. Ursel gehen auch mit.
Wer Herr Fladt bekom̄ e ich maschcheinlich
eine Kart ins Sympfoniekonzert mit
Monique de la Bruchollerie.
[page 104]
[bolded text is printed]
26. Mai Mi 445 ub. Herrenberg nach se [?] Sgt.
Vormittags sag richt f. d. Riesfahet u. auf
Ostheim zu Tin̄ er wo ich einen Vollstoft
für meine Putekte bekom̄ e.
Am 2 Uhr geht der Zug, das [one word illegible] steigt
in Can̄ sten zu u. wir fahren durch
bis Nördlingen. Die fahrt ihn nicht
besentes. Ursel u. ich sitzen bei Wagner u.
Löffler [?]. In Stadt bekom̄ en wir ein

�furchtbares Massenquartier zu gemeisen.
Suppe gibts in einen Verpflagungsheim.
Abends nach Stattbum̄ al. Die meisten
suchen sich Quartier. Ich ziehe mit einige
um zur Charites, da ist zwar auch Mussenbetrieb, aber doch sauber.
27. Mai Do

Fahrt nach Wemdingx. Ein

Steinbruch folgt auf d. anderen.
X Wemding im Frarleichnams [?] schmuck.
Mittagessen gibts meines, nur Bär.
Das Westter ist schön, der Weg ist mit.
Die ganze Nim̄ ung ist aber lange
nicht so nett wie in Wilhelmsdorf.
Löffler [?] zeigt u. nieles u. ich kaum
viel Stau... [?]. Schön ist der Schudelkette
bei Heimfahrt.
In Settinger ...kessen [?] u. dann
Heimfahrt. Abends bald ins Bett.
Wieder Charites.
„Was mögen es für Bäume sein?....“
[page 105]
[bolded text is printed]
28. Mai Fr

Fahrt nach Goppingen.

Weg nach Herbung. Weg durch braunjure. Ich find bes. schön Terebratula
mit Kiemangrust. Wetter trub. In
Harburg, des sehr hubsch liegt u. große,
schon wir die großen Steinbrüche des
Zemratteraks an u. bekom̄ en das auch

�ein gutes Essen. Nachmittags
auch einige Brüche, den̄ Weg nach
Ebernegen. Furtin̄ er Meeresschemd.
Abends warten wir noch grundlichneß.
Aber nun kon̄ en Frl. Siepter, Ursel u. ich
auch noch ins Gasthaus Ladensam
umziehen. Da schläft sig’s besser. Ich
muß etwas nach Fladts gehen flicken [?].
29. Mai Sa

½6u schon Abfahrt nach Kottringen

Eiskalter Wind. Nim̄ ung habt sich aber
durch feseng: Was mussen da für Steine
heim.... das muß weiner Leiden....
Gerälle der [one word illegible]. Mursch durfs Lauchheimer Tun̄ el. Fahrt nach Begfingen.
Auf den Buchberg. Dan̄ mit einer
Kl. Puppe ahm seitsam̄ el schmelt auf
da Spf. Wir singen u. es ist sehr lustig.
Schöner Blick von eben. Essen in Bapfingen
Mein Schuh geht auseinander. Mittags
von Stachtelfingen nach Lan
Diesmal hat es Rudiger Herman, der Lange,
auf mich ausgesehen. Er ist recht nett u.
kan̄ viel. Aber er ist etwas terken u. kan̄
sich fest bloß [two words illegible]. schulbau. unterhalten. – Abends
noch in Cafe. [one word illegible] mit kannt Morgenthaler.
[one word illegible] Abschluß der [one word illegible] – Ich [two words illegible] zus[page 106]
[bolded text is printed]
[the letters “So” are underlined in red pencil]

�30. Mai So Wieder Nachts Regen, aber
vormittags b. schefem wird
in d. Angebung Nördlingens (Adlersberg).
Herman folgt mir stets. Vor dem
Mittagessen nach kurzes besuch bei
Mein Eßman̄ . Sie ist jetzt verheiratet.
Essen. Erst Fleisch im Erdenforen dann
soll dampfnüdln im [illegible strikethrough][illegible insert]. Dan̄
anspliesend Besichtigung d. Museums
u. d. ...hauses [?]. Schlecht bei Nördlingen.
3 Uhr Heimfahrt. Diesmal sehr nett
Gruppe (Fladt, Seilecher, Volt, Gauz, Maldi,
Ursel, Mark) Wir singen viel u. sind
...nicht [?]. Her... [?] [one word illegible] bei so was nicht
mit, sitzt stum̄ daneben. Macht aber etwas
Gedicht f. Löffler [?]. – ½8u in Sgt. Heim.
F... [?] Empfung wir guten Essen. Erzählen.
31. Mai Mo Putzen, Wäsche, Einkaufen,
Nähen, Bugeln, Sachrichten.
Ich bin kaum mehr daheim u. dan̄
gibts im̄ er soviel zu tun u. zu rihten [?].
Jetzt hab ich hin eine Weil wieder
genug von Exkursione u. fält gern mal
wieder einen gemütl. Son̄ tag daheim.
Papa hat abends Verlesung an der TH
(Abstaümagtlehen). Abends nach Tub.
mit Herr Bach im Zug. Ich bereue jetzt
die schlecht Meinung, die ich von ihr habt,
er war 10 Jahr Soldat u. in Sch. Schuld u.

�hinder sich schwar wieder ferein. Er erzählt mir
mit ein Außland.
[page 107]
[bolded text is printed]
1. Juni Di Dahm. Wagner.x dann
ins Labor.
x Frohes Wiedersehen mit der Geologen.
Von K. Fladt bekom̄ e ich 1 Kad ins Symphonie konzert. War d. Essen begege ich
Pater Mark. Er lach... [?] ganze Gesicht, er ist
zu nett. Volkenbruch. Mittags Reiften,
wieder Labor. Abends Aufe. mit Frl.
Löffler [?]. Wieder kurz P. W. gesprache. Wir
wollen am dan̄ estag [?] früh eine VogelExkursion wagen. Hoffentlich wieder
Wetter besser! Jetzt am Abend regnet
es gleichmäßig u. in [one word illegible]. Sturm,
es ist der Landmichschaft zu [one word illegible]!
2. Juni Mi

Dahm. Wagner. Dazumischen

Chemie lernen.x Wassertant.
Mit Ursel zum Essen. P. W. getroffen. [illegible strikethrough]
[illegible strikethrough]. Reiflen, Weischadl. Herman zeigt
auch wieder sichtlich Freude, als er mich
sicht. (Ich hab doch ne Einbalung).
Abends bald heim. Ries- bericht schreiben.
X Kim̄ ich ladet mich zum Mistskaff
am Son̄ tag ein.
[page 108]
[bolded text is printed]

�3. Juni Do

Das war wieder ein Tag!

Morgens ½6u machten wir zu [one word illegible] (Pater Mark,
A. Fladt, Frl. Ziegler u. ich) eine Kl. Vogelexkursion. Die Vogestim̄ en haben zwar nachgelassen, aber es war trotzdem sehr nett.
Anschließend Wagner u. dan̄ Chemie. Mittags
Schieder... [?] Obstrungs [?] lesen (wirft besonders). In
Sudstang fort, perk zus., gehe heim und
schlafe ein Nund u. noch zum Gluck nach
rechtzeitig auch 3. Konzert. Monique de la
Brechollerie spielt ein Baach u. ein Tschaikovsky
Armierkonzert. Ausreden London Symphonie
u. Gegde. Dieser Abends war ein selberes Erlebnis. So ein Spiel halte ich noch ein [one word illegible].
Ich seß (mit Fam. Stadt) in d. 3. Reise. Ich bin noch
ganz ubermattigt. Hose Legeisterung, viel [one word illegible].
4. Juni Fr Spranger. Dan̄ ins Labor.
- Wieder an der allen Analyse herumgesucht. Endlich finde ich Mg, aber
es ist falsch! Meitersuchen erfolglos. Abends Schrangeseminar.
Ich hab nun genig u. fahn 754 nach
Stuttgart. Den Zug mit Kim̄ ich. Der
Zug hat Versputung, kom̄ t erst 1015 am
nach selten Deumlauf nichts aber
gerade noch auf den Schloßplatz in
X die letzte [one word illegible].
[page 109]
[bolded text is printed]

�5. Juni Sa Vormittags Hausarbeit.
Nachmittags Klavierspielen, Ballkleidsorgen. Kino: Das Haus der
Lady Alquist. Nach d. Schauspiel
Gaslicht. anheimlich span̄ end. Gut.
Papa hült einen Vortrag in Eßlingen.
[the letters “So” are underlined in red pencil]
6. Juni So

949 nach Tub. Mittags mit

Viel Ausen [?]. Kim̄ ich beim Stiftskaffee [?].
Ganz nett, aber nicht über... [?]. Manche darbirtungen [?] recht lustig, unter d.
[two words illegible]. Am nettesten ist zum Schlus
das Kahnfahren auf den Neckar mit
Singen. Anschließend noch mit K. im
Konzert: Wandlich [?] spielt Klaviert... [?]
u. [one word illegible] u. Beethoven u. Klavierquintett von Dvorak. Alles sehr schön. Klavier
gurgen [?] U... [?]. Frau Fladt auch da.
Zum Schluß ladt mit Kim̄ ich mich zum
...istenhalt [?] ein.
[page 110]
[bolded text is printed]
7. Juni Mo Geologie, dan̄ Labor. Endlich finde ich me, aber nicht eindulig.
Essen in der Coralle. Hut. Mittags
Reisler. Kollogire. Mit Herman zu
Weischedel. Er verführt ein ziemliches
Geschwätz. Herman sagt, er sennt er

�Ani tage, es werd 8 Tag weg d. Währungsreform die Uni geschlossen. Nach Gerichten [?] kim [?] sie um 12. Juni! Das wär
schlim̄ , wen̄ der Semester mitten Dz... [?]
aufhören mußt. Besonders jetzt, wo es
so nett ist u. sicher noch manches schön gekom̄ en [one word illegible]. Hoffentlich stim̄ ts doch nicht?
Abends kom̄ t W. [one word illegible] geschwind nach Bühlnau [?]
im ein Mappe ungescher.
8. Juni Di Dhm. Mit Ursel in der
gerl. Sam̄ lung. Wagner. Labor.
Ma ist gelunden [?] u. stim̄ t. Essen in
d. [one word illegible]. 1 Std [one word illegible]!
Mittags Stihlen [?]. Dan̄ 1 Std. am Österberg mit Chemiebuch. Abends Kühe [?].
Anschließend noch Kl. Spaziergang
mit Baal.
[page 111]
[bolded text is printed]
9. Juni Mi

Dhn. Wagner. Kolleg.

dan̄ Labr. P. W. auch mal da (sucht [?] ein)
Ist aber zieml. unfreundlich.
mit P. Herrenberger b. Essen im Schlatter.
haus. Labor. Mittags Besprechung d.
Exkursion nach Spramberg [?]. 510 noch Mgt.
Am Son̄ tag kom̄ t Frau Dr. Metzger,
da muß ich am Samstag heimkom̄ en
u. dan̄ aber den̄ nicht. auf Exkursion.
Das tu... [?] auch aml [?] nichts.

�Es scheint nicht mehr lange zu dauern,
bis d. Währungsreform kom̄ t.
10. Juni Do

Frl. Kupp kom̄ t nicht wieder[one word illegible] ich muß zu ihr fahren,

da kom̄ t sie gerade von der Reihe. Nun
kom̄ t sie noch Nachmittags. Es nicht gerade, mein Ballkleid zu verändern u.
ein anders Kleid zu zuschwiden.
Heißmangel,
Abends wieder zurück nach Tub.
[page 112]
[bolded text is printed]
11. Juni Fr

½6u Kl. Vogelexkursion
mit Dr. Magnus. Aber die

Vogelstim̄ en-Saison [?] ist vorbei. Dan̄ zum
Spat... [?] u. ins Labor. ...suche [?] zu
H.S. P. W. auch da. Er macht in 3 Tagen, ans
ander in 3 Wochen fertigbringen.
Mittags wieder im Labor. H.S. Einzelsubstanzen. Abends Spranger
Seminar [illegible strikethrough] Erziehung [?] trotz Vererbung? – Konzert in d. Mähl... [?]
Arhenbuch [?]? Violinkonzert v. Bach.
Exsultate jubilate v. Mozart u.
Schöpfungsmesse von Haydn. Wunderschön!
Jetzt bin ich schrecklich müde.
12. Juni Sa

625 nach Sgt: Im Zug mit

Ball sei schon am Montag in 8 Tagen!
Daheim viel Arbeit, Bäckebacken usw.

�Mittags u. Abends nähe ich mir mein
Steffdrudkleid, des mir Frl. Kupp noch
geschnitten hat.
[page 113]
[bolded text is printed]
[the letters “So” are underlined in red pencil]
13. Juni So
Besuch von Frau Dr. Metzger, Frau
Hahum u. Grike. Sehr nett. Sie
kam̄ en schon um ½11u u. sind bis
Abends da. Es gibt natürlich viel Arbeit.x Frau Metzger ist eine sehr
feine Frau u. nach so jugendlich. Kein
Mensch würde ihr ihre 62 ansehen!
Abends wird mein Kleid fertig.
Sach [?] richten f. Tübingen, dann
sitzen wir noch eine Weile auf der
Terasse, wo’s jetzt abends wunderschon ist. x Es gibt herrlichen Ruhen [?].
14. Juni Mo

4 533 nach Tüb. Im Zug
mit Brig u. Han̄ i [one word illegible]. Bis

Nürtingen auch d. Geolbal.
Vormittags Wagner u. den̄ Labor.
P. W. auch Dr. Wir gehen zus. z. Essen.
Er macht maschcheilich Dr. Arbeit über Flöhe [?]
(Speigelkanal, Hypopharynx). Er ist in Amerika
geboren u. möchte wieder hinüber. (Wir wird
Papa sagte, ist seine Mutter druben [?]).
[page 114]

�[bolded text is printed]
15. Juni Di Heut darf ich froh sein, daß ich
noch am Leben bin. War 1½ Stdn, als Gel... [?]
u. ich beim ander [one word illegible], hat d. Blitz ins
übernächt Haus geschlage. Es stand gleich in
die Feuerwehr kon̄ t noch löschen. Des war
dankbar dürfen wir sein u. mi un... [?]
...lich [?] ist manches an... [?], z. B. war ich heute
Abend so [two words illegible], daß mich kein Mensch
zum Biologenball einladt. Kim̄ ich hatte
auch noch Komplikationen mit d. Kuchen f. [one word illegible]
[one word illegible], ich freu mich gar nim̄ er darauf. Daß
Herr Fladt auch doch dazu kam, als wir zu
Kim̄ ich stieht, war wir nicht recht. Bei Ruhe
was hinst... [?] schwul. Jetzt bin ich so sehr
müde. Ich muß ja dabei sein, daß ich noch ins
Bett kamen!
16. Juni Mi
Dahm, Labor, Wagner, Labor, Wetterkant. Herr Froh ladt mich zum Biologenball ein. Mit ihm, Fladt u. Bauer
zum Essen. Dan̄ wieder ins Labor
gangen Mittag dort. Abends fragt mich
P. W., ob ich weit zum Nachtessen gingen, ich sage
nein, ja, er hätte mich sonst ein gelade *(!!)
aber ich muß ja zum Romanistenball.
9u begin̄ . Auch d. Schloß in ...saal [?]. [one word illegible]
d. u. Klaus Eyrich sind auch da. Von Ganzen
gefällt mir’s nicht besonders. Bein Vorgleich

�mit den Biologen. Die ganze [one word illegible] zieml.
sonders u. ohne Va... [?].
½5u daheim.
[page 115]
[bolded text is printed]
17. Juni Do

9u Aufstehen. ins Labor

mit d. W. zum Essen. Er hat sich viel
mit Kunst beschistige, woll auch selber
zum Zeit an einen Aquarell:... [?].
(als Wirtsbegung meine Behauptung, er hole
nichts für die Pflanzen übrig). Ich freue mich so
auch d. Biologenball, es kom̄ t auch.
[two words illegible]. Labor. Mittags treffe ich nach
P. W. zu zeigt mir sein Zuckentrundagurall,
es ist ein zelte Blick ganz groß. Es hat eine
gut gefallen. - Dan̄ zu W. nach ...sie- [?]
...gen [?]. Er wohnt in einen nette Haus b.
netten Hauser. Er hat ein wunderbares Essen
gerüstet. Leitter... [?] grüß. Spätzle Kart‘salat,
Pudding. Schade, daß wir nicht zus. ein
Haushaltle fuhren kön̄ en!
18. Juni Fr

7u in Labor, dan̄ Spranger-

Hanger Tag im Labor, aber ahren viel
Erfolg. Tag bie zu dan̄ für die Chemie!
Schauerlicher [?] nicht kom̄ t sich Heinz [one word illegible]
u. hilft mir u. ist sehr nett.
Mittags Hauptschaltswehtvonstam̄ [?] u.
Besprechung unsers Tisches für Biolog.
Ball. Es wird sicher nett!

�Abends Spranger Seminar: Erschenstein
des ...xiden [?] des Bildungsgr... [?].
900. Am Son̄ tag kom̄ t die Währungsreform [?]!
[one word illegible] bekom̄ t 40 [one word illegible]. Jetzt ist’s also doch [one word illegible].
Wir wird alles [one word illegible]? auch, ich satt mich
so sehr auf unsern Ball getraut! Schade!
[page 116]
[bolded text is printed]
19. Juni Sa

625 nach Sgt mit Beate, Klaus

Sorge; Wird er soll was?
An den Läden überall großer Ordnung,
2 Stdn. stehe ich bei der Milch.
Nachmitags bügeln usw. Abends
kom̄ t Minni u. ziehe sich bei uns für
einen Ball um.
Abends stat bei uns.
Haare waschen.
[the letters “So” are underlined in red pencil]
20. Juni So

Mittags holt Papa das
neue Feld, 40 [one word illegible] pro Kopf.

Brief werden geschrieben, solange di
alten marken nochgelten.
Irgendwie werden wir schon durchkom̄ en, aber schwierig [?] wirds [?] mit den
Studium. Vielleicht müssten wir
Feldeerdienen.
Abends 2050 nach Tüb. mit Martl, Ursel,
Hildegard. Di Hoffnung auf d. Ball
lestest noch. – Aus mit vergessen!

�Zum Glück geht alles gut in ...empfling [?]
[page 117]
[bolded text is printed]
W. bringt mein
Ausweise
21. Juni Mo

Das Biologenhaft findetsten!
Nun freu ich mit Doppelt! Es

kostet 80 ch neues Geld. Vormittags mit Beate Preußchen biede für ~ Kotillion. Mittags heim, essen
(sparen), schlafen. Sag richt. Brötchen streifen,
umziehen bei Beate [?]. Um 8u beginn. Beate u.
ich werd u. Herr Fladt u. Herr Groh abgehalt. Wir
sind um fetten Tisch, der recht nett ist. Wir hole
Dr. Schreiner bei uns der ist köstlich. Schön
Polanaise, viel Musik u. darbietungen,
da allerdings unterschiedlich. Prima war, wie
die Professorn u. Altistenten von einer
Prüfungskam̄ ission ausgesagt wurden. All
Sänge habe ich gelangt, das auf einen, wie ich
geschwind ...ße [?] war. Schluß wurd es
im̄ er le... [?] u. schöner. Dauer bis 5u.
Viel mit Herr Groh gelangt, er ist sehr nett.
22. Juni Di

Leider wär kurz mit P. W. bei einen Menschenalzer. Tanzen kann

er nicht gut, aber er brauch ja kein Universale
chemie sein. Seht gut tanzt Herr Wüchter.
5u schluß, bei Beate schnell umziehen, denn
mit Herr Prof nach Eustnau; maschen,
7u in Bett, ins ½10u geschlafen. Ins Labor,

�ziemlich müde. Essen in d. Ohrenklinik
für 30 ch sehr gut. Mittags wieder im
Labor. Analyse abgegeben: falsch. Oh ja!
Oh... [?] noch Kuhe, wieder ermarten [?] kan̄
ich gut aufgessen. Nachher u. nachher
ißt unser Tisch noch den restelichen Auchen
auf. Nachher noch ein Rück [?] u. Herr Froh
begleitet.
[page 118]
[bolded text is printed]
23. Juni Mi

Heute habe ich den ganzen
Tag umse... [?] gearbeitet,

ich bring in meiner Analyse einfach
nichts anders herarus als bisher.
Abends hiel auch noch u. hatte d. [one word illegible]
mit den ganzen Filmen um. Es ist
direkt deprimierend.
Morgens dahm. 10u Schwach...kolleg...- [?]
...ut [?]. Der arme Herman mußt schon zum d. [one word illegible]
durchfallen. Essen in d. Ohrenklinik.
Gut. Mittags Wagner Exkursionsbesprechung.
Abends bald heim.
24. Juni Do

wieder den ganzen Tag an

d, Abaktse gewuckst. Ich bin ganz vorzweihalt-schnell [?] Reaktionen sind so unsicher.
Paul Hamburger hilft mir wieder sehr nett
aber es ergibt auch kein positions Ergabnis.
Ich Man̄ ich machen [?] wieder nichts herausbringe, sprache ich mit Dr. Leißle.

�1,55 DN müßt ich für ihm Artikel ausgeben. – Essen wieder in d. Ohrenklinik.
Guter Eintopf u. auch billig. Aber ich
wär froh, wan̄ ich nächste Woche [one word illegible]
wieder mit P. W. zu sie schnell. Esse gehen
kön̄ t.
[page 119]
[bolded text is printed]
25. Juni Fr

Spranger. Beate z. Geb.tag

gratuliert. Labor. Wieder Analyse abgegeben: Frl. 2-, an 1-! Furchtbar.
P. Hantrager findet auch nichts. – Essen
um 30 ch in d. Mensa. Mittags wieder
Labor. [one word illegible] gesund u. z. Schluß meinzigen untesl Ruckstand: CrO2?
Abends Spranger. Über d. naturen. Unterricht. Dan̄ bei Beate, hab. tag heim –
Außer wir nun Klaus da. Bahnenkassen
u. Luchen.
26. Juni Sa

435 auch Stgt. Waschen,

Kelhaus, Schuhmacher.
Den̄ mit Mama in Wagners Harte,
...ten [?]. Aber nicht viel mehr
da. Dan̄ kurz zu Schwenkels.
Abends Herren beim Skat.
Bugeln.
[page 120]
[bolded text is printed]
[the letters “So” are underlined in red pencil]

�27. Juni So

Daheim. ...spiele [?],

Nähen usw. Abends 5u über ...- [?]
...lang [?] nach Tübingen. Baaren zu Wagners,
zum Treckessen dort ein gelade. Brig.
Köffler, Hild Bretschweide [?] u. Herr Shrau [?]
auch da. Recht nett. Silcholieder- [?]
singen [?]. Abends dan̄ mit Hilde Brotscheride u. weine schm... [?] Kaffee
nach ...au [?].
28. Juni Mo

Endlich, endlich stim̄ t meine

Analyse!! Morgens bald ins Labor. Ver... [?] auf Sn [?] u. Cr [?], aber sein Abgeben
erweist sich beides als falsch! Durch
Hinmeise [one word illegible] ich Mg u. find ich schließlich Pb. Jetzt bin ich aber froh. P. Hamburger hat viel gehelfen. – P. W. war geschwind da, hat mich aber keines bliebes gewürdigt. –
Hildegards Professorren... [?] stim̄ t auch.
Abends noch kleindes Spaziergang auf
d. Höhe. Schöner Als-Blick [?]. Argenb... [?]
[page 121]
[bolded text is printed]
29. Juni Di

„Dienstfrei“ (Peter u. Paul)

Vormittags Chemie lernen. Nachmittags
in Tübingen, ich bin morgen Abend zu Frau
Hamburger eingeladen u. mähte gern
den Kinder was bringen. Aber es gibt nur
Schund ich hin d nichts. In Stuttgart gibt

�es viel mehr. Abends fallt sich das Wetter
wiedermal auf u. ich mache einen
wunderschönen Spaziergang allein eichten
Berg hinauf u. pflück einen schönen
bünten Strauß für Frau Hamburger.
Wan̄ doch endlichmal wirds ...ens [?]
schönes Wetter kaum.
30. Juni Mi

Dahm, Wagner, Labor,

P. W. auch wieder mal da. Recht nett.
Hilft wir auch in manchen.
Zum Essen mit W. bei Wagners eingeladen. Ich hab einen Eitesinger [?], der
scheußlich noch tut.

Pagen, Angen!

Mittags wieder Labor.
Abends bei Frau Hamburger eingeladen, mit
einer Reihe [?] andrer [?] ...liger [?] Schülerin̄ en. Ein sehr netter Abend, Fr. H.
ist eine feine Frau.
[page 122]
[bolded text is printed]
1. Juli Do

Labor. Wagner. Tag ...de [?]
von Herr Will im Namen der

Geol. Fachschaft zum Geologerfest auf dem
[one word illegible] eingeladen. Der wird sicher nett.
Essen in Sylettehaus: Kirchen- Eintopf
für 40 p. Dan̄ Schiedenelf (fad [?]) u. ins
Labor. P. W. auch wieder da, sucht an
s. Einzelsiebsteng. Ich mache der Wen̄ urfganz seht ganz durch. Zum Unglück zu-

�schage ich einen Teifter u. eine Erlenmayer.
Das einig trute Wetter ist ...es [?].
2. Juli Fr

Spranger. Dan̄ Labor.

Aber er kom̄ t überhaupt kein Hab, wir
haben einen elektr. Kocher, des geht
auch schlecht, mittags hate ich genug
u. gehe heim u. lernen da ein paar
Stdn. Chemie. At Nachmitags zu Weischade (da geh ich nicht mehr sie) u. ins
Spranger Seminar: da furchtbar ...rd [?]
im Bildungs... [?]. Bes. d. Schluß ist eindrunkesvoll [?]. Man muß an [one word illegible] Sache [?] ganz
auf u. gemwenkelt werden, wan̄ sie
bildeten euchhermühlt [?] haben soll.
754 mit Hildegard u. J. Buckt wegegt.
muß zum Glück auf d. letzte Bahn gut.
[page 123]
[bolded text is printed]
3. Juli Sa

Um 11u mit W. mit d. Räder
nach Groß-Heppach. In d. Stadt

ist es furchtbar nett, es gibt eine Amneuja [?]
zukaufen für den, der Held hat. Es ist kaum
zu plauben. Um ~1u sind wir in Heppach
u. zupfen den̄ an ganzen Nachmittag.
Abends haten wir 60 [one word illegible]. Zum Glück rege... [?]
nicht. Wir bekom̄ en noch Milch u. 1 Flasch
Weu [?] mit aber wir pestion des Badenlose Reglück, daß wir d. Weinflasche mit

�d. gut Wein f. Papa aus d. Tasche ruth
Ich bin ganz trostlos. – nach einen
zieml. anstrengunder [?] fahrt sind wir
rund u. furzeig [?] um ½11u daheim.
4. Juli So

Daheim. Endlich mal wieder
schön Wetter, aber nicht u. Bestand.

Wir zupfen auf d. Terasse Träuble ab.
Papa erzählt seine Kriseerlebnisse, es ist
sehr nett u. gemutlich, nur natürlich
müssen nebenher die Träuble ein gemacht
werden. Papa meint, wir kön̄ en
auf alle Fülle weiterpudieren, ich
kön̄ e ja notfalls auch 7 weiteren
Tübinger Terassen in Stgt. fertiganher.
(dazu hab ich natürlich wenig Lust, aber
Man̄ ‘s nicht anders geht). Abends beuhe
ich noch wein Flaschenunglück u. bekam̄
Verzeihung. / Herrl. Träubleskuche Mittags
Spätzle.
[page 124]
[bolded text is printed]
5. Juli Mo

533 nach Tüb. mit Hani,

den̄ Groh. Mit Merkl in Zug Chemiegelernt. Dan̄ Scharsch [?]. Raßbergfest nicht
auf d. Arßberg, sondern am Mittrech,
d. 14. im Institut. Dan̄ Labor. Weiter
an d. Analyse, dan̄ abgegeben. Reihle
...sung [?]. Dan̄ . er Schreck 2 + 2 – u.
Krior [?] 2 + !!! – dan̄ (NH4)2S Kolleg

�P. W. kön̄ t neben mich u. bietet lichengesichts d. übermälligenden [?] Nasses [?] an, ihr
mich zu pauken [?]. Morgen soll ich zu
ihm kom̄ en. Das ist doch zu nett von ihm,
ich freu mich furchtbar. Jetzt will ich nach
ein Paar Kuchte backen.
6. Juli Di

Dahm. Um 8u halt mich P. W.
den ab u. wir gehen zus. in

sein – sehr volles – Zim̄ er in d. drandinger [?]
Meße, vor wir dan̄ Chemie lernen, d. f.
er fragt mich ab – u. ich mußt reicht nichts.
Er hält mich sicher für sehr dum̄ . aber
[inserted line] über es war [one word illegible] ungeduldig
manchmal war ich wie [one word illegible]. – Zum
Mittagessen lud er mich ein, er kocht selbst
Nudle mit Reis – war sehr gut. Er bekom̄ t
aus... [?]. Er erzählt mir v. seinen Autoerlebnissen. Hoffentlich belibts auch richtig
hängen, was ich gelernt hab, morgen ist
...kolleg [?]. Um 2u gingen wir wieder in
unser Verlosungen. Abends Ruhe.
Von Schuld lassene ich eine ganze Tüse [?]
Obst geschenkt (für die gebiesenen Manuskripte)
[page 125]
[bolded text is printed]
7. Juli Mi

9u ...tag [?] bei

Dr. Leichtle mit Martl u. Herr Gabhaft.
...los [?] u. einfach. Vielleicht hängt der
Laborbetrieb schon im Oktober wieder an

�das wäre fein. Ich werde doch nicht [one word illegible]
mehr [one word illegible] fertig in diesem Semester!
An meiner Analyse find ich d. ganzen Tag
rein nichts ...eues [?]. Er ist furchtbar. Die [one word illegible]
sind schon bei HCl. P. W. macht mittags Vorstellung.
Tante [?] kom̄ t u. Frl. Lössler, Haus... [?] gebt ziemlich viel Zeit drauf mit Sprätzen. Abends
bin ich bei Markl eingeladen zum Nachtessen. Wir backen wunderbare Pfan̄ kuche.
auf d. Heimweg Begegnet wir ein Chemiker aus d. erste. Saal u. ladt mich zu
einem ...schelsabend [?] d. Chemiker am
Freitag ein. Herr Prof [one word illegible] mich auf den
kom [?] Freitag mit d. Geologen auf d. ...berg [?] zu
8. Juli Do

gehen. Wo bleibt noch Zeit für d. Chemie?

Labor. Ich bringe aus Dr. Leichtle sodas,
an ...tchen [?] Nelle [?] es in meines Analyse
fehlt – am Kunstschend [?]. Rad [?] mit Hilfe
n. z. Hamburger [?] u. mit Zeiten
bringe ich es schießlich bis Abends
vollends hinaus.
Abends Anstillswerbehung u. Schiede.
[one word illegible]: Zeiterheig [?] in Geologie u.
Paläontologie. Dan̄ noch in Institut
Bes Bahneelehen [?] für Saal. feht.
[page 126]
[bolded text is printed]
9. Juli Fr.

Spranger, dan̄ Labor,

neue Analyse. Ich gehe nicht mit

�auf den Roßberg. Essen in d. Osterbar
hier 15 ch [one word illegible] Marke [?]. Gut
Mittags wieder Labor. Abends Spranger
Seminar. Gute [one word illegible].
Auch noch b. Wagners. [one word illegible] holen. Beich [?].
Löffler [?] auch da. z. W. will ......prüfg [?] b. Kühe [one word illegible]. Er wollt seine
Mami ...pt [?] u. ich halt ihm noch nicht gegeben.
10. Juli Sa. 625 Nach Stgt. Eiskalt!
Mittags mit Mama geschwind in d. Stadt,
wir wollt Wall kaufen, bekan̄ en
aber nichts. Er gibt schon nicht mehr
ganz so viel wie den Anfang.
Mittags geht d. Familie ins Kino, ich
bleibe daheim u. sollt Chemie lernen,
aber ich nicht auch ein wenig Klavier
spielen.
Abends noch Chemie gelernt.
[page 127]
[bolded text is printed]
11. Juli So.

Mitten in Juli gefeigt!!!

Gemutl. Son̄ tag mit guten Essen.
Chemie lernen. Sag richten für Tübbingen.
12. Juli Mo.

633 nach Tüb.

Wagner, dan̄ Labor. Mittags gutes
Essen f. 75 ch in d. Osteber. Am 4u schon
heim zum Chemie lernen. Morgens

�bittet mich Gros, fein Geologenfest seine
Tischdame zu sein. Mittags auch herman, aber Groh ist mir lieber.
[page 128]
[bolded text is printed]
13. Juli Di. Dhm. Wagner. Labor.
Analyse kom̄ t zur Abgat 1t Q-Li d. an.
voran. Der ist richtschlim̄ . Sgt (NH4)2S [one word illegible]
zugehin. Des hätte ich auch geschefft! Wie wird’s
morgen gehen?
Abends bei Ruhe P. W. mein Manuskript gegete.
Er hat die letzte Tag u. Nacht geschefft, um
s. Manuskript durchzuarbeit. Er will es nun herausgenen, emigrirt u. [one word illegible]. – Weg d. Verbesung [?]
begritet er mich nach Lustnau, dan̄ ich muß ihm
von (MH4)2S-Kolleg [?] bericht. Er macht morgen
auch mit. Politisch sicher sehr schwarz. Fladt
nach, daß über kurz oder lang können.
Af, ein mus für einen Zeit müssen gerade
wir leben!
14. Juli Mi

Chemie lernen. 10u (NH4)2SKolleg bei Reihlen [?]. Zum Glück

geht alles gut! Ich muß das wei... [?]. Für P. W.
hatte ich anfangs Angst, ob er durchkom̄ t, es
ging aber doch noch gut. Mittags gehelfen bei die
Festernbreitungen [?]: Kartoffel schulen, Suppe
[one word illegible], Kartoffelsalat in Rieher zuher [?] anmachen usw. – Daheim nach 1 Stde geschlafe.
8u begin̄ . Musik, Esse, Suppe ([one word illegible]) [one word illegible]

�u. Salat. Am Tisch mit Froh, Ursel, Herman,
Waldi, Schmid. Nette Abend mit lustigen
Dabielungen [?]. Tanz in [one word illegible]. Essen
im Übungsraum. Ich tanz ganzen Erde
mit viel Abklatschen: sehr nett.
Am ½4u gehe ich heim, begleitet am H. Froh.
[page 129]
[bolded text is printed]
15. Juli Do

10u ins Labor. Ganzen Tag an

d. S. ...analyse [?] – Sehr wenig darin gefunden. Abends Abgab: 1-.
P. W. auch da. Wir wolle auch nicht H2SKolleg zus. lernen.
Abends auch Chemie lernen. Bald ins Bett.
Ich bereue Schweckens [?], daß ich dem Chemiker
zugesagt habe. Am Samstag will ich doch
auf Exkursion. Sr. Hamburger ist auch nicht
dabei. Da kan̄ ich ja kaum jemand.
16. Juli Fr

W. Kaffee gebracht. Spranger. Dann
Labor. P. W. auch da. Suche den

ganzen Tag er meiner Analyse. Alles ist klar,
nichts fällt aus. ½4u heim, umziehen.
Spranger. Dan̄ u. Herr Geißler abgehalt zum
Chemikerfest in d. ...nau [?], ¾ Std. hinten Tüb. Über
direktige Wege. Essen 20 P...n [?], ch ken̄ e kaum
jemand. H. Grißler gehällt wir gar nicht besonders, ich hätte nicht hingehen sollen. Er gibt
zwar Kuchen u. viel Likör u. tanzen ist auch
ganz nett. Einige dabeitunge sind recht gut,

�ein fälle schwar aus d. Rolle (Pfame-Zweitution [?])
Viele werden ziemlich blau. Einen schmutzt große
mist an mich hin- ich wurd s. Saal Hamberger schm... [?]
u. hatte gemachte, daßer mich einladt usw. – Ich
will morglicht Bild gehen, mein Herr nicht. Es wird
3 Uhr. Da geht endlich alles. Aber nun ist d. Freund
[page 130]
[bolded text is printed]
u. h. Grißler waschwunden [?], liegt wahr17. Juli Sa

scheinlich behoffen ein Gelände. Griße. aus

dableiben u. ist such. – Am ½5u bin ich endlich
daheim. Gott sei dank.
7u wieder aufstehe. Zur Exkursion. Fahrt nach
Reutlingen – Dan̄ Achelen [?] – Eningen – Hohe Warte [?]
– Metzingen. Wetter machhalt dauernd zwichen
Regen u. schön. Wunderbare Aussicht z. Teil. Ich
bin froh, daß ich mit bin, bei auch gar nicht bes.
müde. Merkl u. Ursel sind auch dabei. Herr
Froh bringt sich weiße an meiner Seite u. will
wir Abends in Wemdingen [?] an feinem Baggersee Wasservögel zeichen. So zereichen wir [one word illegible]
ab. Das Prof will’s den̄ natürlich, daß werden
Eisvögel nach Hausentaucher [?] da sind. – Ich soll
in d. Ferien mal kom̄ en. Ausfluge will er auch
mit mir machen. Ich [one word illegible], er ist sehr verliebt
in mich. Ich mag ihn gern, aber weiter nichts.
Man kan̄ sich einfach nicht so treht mit ihn unter18. Juli So

halt. Mit P. W. ist’s ganz anders.
Aber ich glaub dem bin wieder... [?] ich

�nicht wirklich. Bei mir wirds fällt [three words illegible] u. gut.
Am 10u bin ich zuhause – [one word illegible] u. mit eine [one word illegible]
Hünger [?].
Am Son̄ tag [one word illegible] Ausschlafe – aber trotzdem nach
müde. Jetzt hab ich wieder eine Weite [one word illegible
von diesefrenachten [?] Nächten! [?]
Daheim wird wieder recht gemutlich ge… [?]
stuckt u. zu Mittag gegeste. Nach d. Essen
liegen W. u. ich wieder ins Bett, W. war
von Tag [one word illegible] auf einem Ball.
Abends noch etwas Chemie lenern u.
Haare waschen
x
[page 131]
[bolded text is printed]
19. Juli Mo

537 nach Tüb. Sehr müde. Wagner.

Dann ins Labor. P. W. auch da. Wir
halten uns gegenseitig. Aber mittags ist
heim Analyse falsch. – Bei meiner finde
ich endlich in d. Nachsubstanz Ki.
Das Wetter wird auch einmal schön u. [one word illegible]
Abends liege ich noch ein Stund an den
Österberg in die Son̄ e.
[entire journal entry is written in barely legible ink, as if a pen has nearly run out]
20. Juli Di

Dahm. Bett. [one word illegible]. dan̄ Labor. [one word illegible]
Analyse angefangen. Wagner.

[two words illegible] Essen ins sehr. [one word illegible] Froh [one word illegible]
[three words illegible] Seit u. begleitet mich zum
[two words illegible] wir gar nicht so recht. Er f... [?]

�[two words illegible] zur [two words illegible] gehe, aber ich muß
[one word illegible] arbeite. Er will Abends zeit wir auf den
[one word illegible]. Allerdings kom̄ t ich abends [one word illegible] zu
spät, er ist nicht mehr da. auch nacht. Auf
d. Heimweg begeger [?] ich P. W. der auf d.
[three words illegible]. Jetzt bedau... [?] ich es anti... [?] [one word illegible], nicht auch dabei [one word illegible] zu sei,
in d. Chemie hat ich doch nicht so [one word illegible]
furchtbar gearbeitet. Ich habe zw... [?] die 2. [one word illegible]
[one word illegible] abgegab, aber sie ist sicher falsch.
Schön Wetter, sehr heiß.
[one word illegible] u. [one word illegible] abends bei [one word illegible], ich kan̄ nicht.
[page 132]
[bolded text is printed]
21. Juli Mi

Dahm. Wagner. Labor.

Analyse nur Anion 1-! NO3! Nun
kom̄ t morgen die Abschluß-Analyse. Ich
räume vollends alles auf u. helfe P. W. noch
ein bischen der ziemlich hängt an seiner,
zur [?] Esse. Froh ladeuet furchtbar, daß er
gestern nicht mehr länger gemachtet hat.
Geschwind heim. Dan̄ zur Insekten exkursion auf die Waldhäuser Hohe. Griß, etw [?]
aber schön. Allerdings nicht sehr viel gesunden an Insekt. Leider neturlich P. W.
heut nicht dabei. – Abends noch mit Hildegard
beim Baden. Kalt aber schön. Dan̄ müssen
wir noch mit Frau [one word illegible] zu einer Franzosin
u. Dolmetscher.

�22. Juli Do

Schon um 7u in Labor. Pro-

fessoren-Analyse. Schon in d. Ver... [?] sind
ich die meist Katione. Die Arbeit geht den
ganzen Tag gut u. ohne Schwietigkeiben.
Hg, Pb, Fl, Cr, Ca, K, SO4, CO3, CrO4 sind darin.
Abends bin ich fertig, gut ab, zuerst bei
Dr. ...eizler [?], dan̄ bei Reifler [?] – es stim̄ t!!!
In einen Tag ohne Hilfe hab ich’s fertiggebracht. P. W. auch da, aber ich glaub jetzt
endgultig, er machte sich gar nicht aus wir
wen̄ er auch sch nett ist. Schade. Am Mittagessen naturlich wieder Groh gesuchen, heim [?]
...keit [?] wird wir ...ellt [?] zu viel.
Abends Pfan̄ kuchenessen mit Hildegard u.
anschließend kleiner Spaziergang.
[page 133]
[bolded text is printed]
23. Juli Fr

8-9 Spanger. Der Abschluß macht noch
sicher Eindruck. Spr. ist ein be-

sonders adler Hochstehenden ...nsch [?] u. es ist schön,
daß ich ihn [one word illegible] kom̄ t. Dan̄ Labor. ...im̄ [?]
der [one word illegible] Arbeit. Wir noch ziemlich
bühmisch. Mittags erste Titration.
Hoch begleitet mich nach d. Essen wieder ins
Labor. Er will abends spazieren, ich lehre
ab. Es wird wir einfach zu iel. Es ist mir
heller schrecklich u. hoch [?] tut mir so leid, denn
ich sehr, wie tief es bei ihr geht u. ich glaub,
ich hab ihn sehr betrubt. Aber ich kan̄ ziemlich

�bi- sicher geluft für ihr haben, man kann
auch gar nicht viel mit ihn sprechen, ab bleibt
im̄ er so [one word illegible]. Abends noch bei Bette [?], sie
begleitet mich nach Lustnau. Ich schult ihr werden
ganz aus. Wir sind uns sehr ähnlich [?],
P. W. Zei... [?] sich in Labor ...lich [?] von einer etwas
24. Juli Sa

[one word illegible] Seit, es- wir manches gefällt. Er kom̄ t wohl mit seiner

Analyse im̄ er zu mir, aber [one word illegible], bin ich ihm beköm̄ t [?] nicht wichtig. – bin ich Schuld daran??

Sa: 625 nach Stgt. daheim Haushalt
usw. Mittags daheim – müde u.
faul.
[page 134]
[bolded text is printed]
25. Juli So

Daheim. Faul u.

müde. Mittags wieder geschlafe.
Papa weint, ich soll noch das Abschlußkollaguium machen.
Mittags mätzen wir Pläne für
unsere Alpenfahrt. Wir wollen
bis Mittenwald kom̄ en. ......lich [?] klappt’s!
26. Juli Mo

533 nach Tübingen. Groh

steigt in Lustnau aus u. geht mit mir
zum Institut. Er ladt mich ein, abends
zur Wurmlingen mitzuihrhen, als das
ist ja der zool. ...elt [?], da gehe ich [one word illegible]

�dazu. Er ist wieder mal [one word illegible] sehr.
Ganzen Tag titriert. Es ist jetzt auch
nett im Labor.
Abends bei Merkl. Pfan̄ kuchen. Dann
machen wir noch einen Spaziergang
hintes Schloß. Wunderschones Abend.
Gespräch über d. Lieb. Nett ist ein
lieber seiner Kerl. Die „Würmlinger“ ziehen weiter.
[page 135]
[bolded text is printed]
27. Juli Di
Ganzen Tag im Labor. 3 Titratieren
kien̄ en jetzt. Aber Eswird ist im̄ er
noch falsch. Das ganz genaue Arbeiten
liegt wir nicht mehr.
Ein Plan eines ...lugs [?] wird. Das
wird sicher nett, ich freu mich sehr.
Abends netts Rad gesalt – 3,40 km.
P. W. auch dabei. Wie der sehr nett.
Dan̄ bei Wagners ...iedt [?]. Da ijst
wieder alles drunter u drüber. Ich helfe
kochen u spüle den̄ . Abends wieder
sehr müde. – Abschlußkollog wird
nichts mehr, ich schnell es nim̄ er.
Labor.
28. Juli Mi
Abends am Necker beim Laden. Mit
Juni M., Hen̄ - Linder, [one word illegible], Froh u.

�Endete. Sehr nett. Ballsprät.
[page 136]
[bolded text is printed]
29. Juli Do

Morgens mit Merkl Kuchen backen
Große zipfe [?], schmät. Kranz. Einsengeß.

Wenig im Labor. Abends ...n̄ er- [?] Spitz
nach Unterjesingen, in den Hirch. Kl. Lokal
sehr heiß. P. W. kom̄ t neben auch, tanzt den
netten Tanz mit mir, aber dan̄ nicht mehr. Ich
war zu blöd. Irgendwie war ich ge... [?] u. kom̄ t
gar nicht richtig nett u. natürlich fein.
Es war eine große Feude [?] u. einen Kirchen. Sitze
am oftessen u. Mächte [?] auf gefordert. Bei ...wohl [?]
kurz ich ein sag nicht d. [one word illegible] auf, P. W. auf zufachen,
u. dan̄ ist er natürlich weg. Er war an für sich so [one word illegible]
aber ich glaub, ich hate direkt ablesend germittet
den̄ zehlt er mir sogar auf d. Wort [?]. Er hat so Milliard
gehabt [one word illegible] meiner Radgeschichte. Den̄ noch auch die
Würmlinger. Wir singen aber u. auf den
ganzen Mag. Es ist sehr nett, aber für [one word illegible] in
[one word illegible]. P. W. geht jetzt nicht mehr mit mir. Ich bei heller [?]
Schuld. Tag – H. [one word illegible] fahrt mich auf s. und heim.
Heut bin ich richtig unglucklich. [one word illegible]
30. Juli Fr

Zinn Heut ist mir’s. Jetzt seh ich P. W.

8 Jahr lang nim̄ er. Morgens ins Labor, ihm
bei d. Prof. Analyse geholfen. Beim Essen wieder
Prof gelehrt [?]. Er will ins Laden. Ich entschließe
mich, um 5 Uhr heim zufahren. Mit Prof 1 Std. in
Haus gelegen. Dan̄ ins Labor, freut abgeben [?]

�Sag zus. räumen usw. P. W. kom̄ t nicht, ich [one word illegible]
mich nicht mal ...abschieden [?]! Mit Prof auf besteudort [?] entschliesene ich mich den̄ , darf ist morgen
zufahren, ich kann einfach nicht so abreisen, ohne
mich u. s. w. verabschiedt zu hab. Unter lernen Vor.
wieder sage ich jetzt ich habe nett [one word illegible] u. pumpe
fahrt Rad u. fahr auch mal auf Tübingen, zu Wagner
u. nochmal geschwind ins Labor. [one word illegible] Abschied von
P. W. – Nur, schön herum [?]. Er will bestim̄ t [one word illegible]
mehr war von wir wissen. Of [?] ist kön̄ t mit Prof [?]
schlagen, ich bin [two words illegible] – dan̄ auch kurz mit Prof
gebadet, aber ein ...tter [?] zieht auf. Ich darf doch
froh nicht zuviel „...unp [?]“ [one word illegible]. Of, [one word illegible] bei [five words illegible].
[page 137]
[bolded text is printed]
31. Juli Sa

435 nach Stgt. Viel Gepäck. Papas

Geburtstag. Mühlen [?] stupfen [?] wir unser haben
zustim̄ en. Mittags Onkel Hans u. Tante Martha
beim Kaffee. Sehr nett. Mit Fig u. Wohlganz [?]
klappts nichtIch bin sehr müde u. unglucklich. Mein ...halt [?]
zu P. W. am Don̄ erstag, breit mich warum. Wenn ich
nur mit jemand drüber sprechen kön̄ te. Ich wollt
Mama alles sagen aber ich brings darf nich
fertig. Hoffentlich find ich mein sertisches Gleichgemicht [?] bald wieder. Ich kan̄ nichts tun ebebmarken [?]. Wen̄ nur die [one word illegible] schon herum wäre!
Aber ich will sie wenigstens gut anmenden [?]
u. ziemlich lernen. Chemie- Zologie, [one word illegible]

�Geologen ([two words illegible] ein paar Tage in [one word illegible] Sgt. in d.
[two words illegible] – Vielleicht sehr ich dan̄ auch z w).
1. August So

W’s Geburtstag wird gefeirt,

wie er morgen nach Nördlingen fährt.
Mittags zum Kaffee u. zum Nachtessen
kom̄ en seine Frau ude.
Ob ich vielleicht Ende Sept. oder Anfang Okt.
einen Kl. Hausball machen kön̄ te? Ich würde
gern, aber ich weiß nicht, ob ich den Tübingen
zumuten kan̄ , mit d. Rad nach Stgt. zu
kom̄ en. Ich weiß auch nicht, ob ich gewiegend
für [three words illegible] bieten kan̄ .
[page 138]
[bolded text is printed]
2. August Mo
W. fährt nach Dillingen zur Ersthilfe
ziemlich herüber Tag. Jacke [?] aufzieh,
Woll machen.
Ich hoffe , daß sich mein Saal. fleische.
nicht bald wieder einstallt u. ich wieder
was anders denken kan̄ als im̄ er
nur das eine. Aber ich bin direkt
für jeden Tag froh, der mich den [one word illegible]
[one word illegible] näher bringt. Das ist naturlich
dum̄ . Ich muß jetzt mein Zeit so gut
wie möglich anmende.
Abends Anite da: Schones Wetter [one word illegible] geboren!
3. August Di
Wäsche. Mittags Eltern b. großen

�Familienfest b. Onkel Alfreds: Onkel
[two words illegible] Geb. Tag. Ich allein
daheim, was wir im̄ er besonders
gefällt. Labor – Stricken – Klaviersspielen – Bügeln. Abends kom̄ t
noch geschwind Mania u. [one word illegible] mit
her.
[page 139]
[bolded text is printed]
4. August Mi
Mittags mit Mama im Bathos [?] da
bei An̄ a Zipfel [?]. Sie ist glücklich
u. es geht ihr gut. Mami kom̄ t auch
nach. Anschließend noch in der Stadt.
Es gäb viel an Wohler u. Schuhen,
was ich gern hätte, aber alles ist
unerschwinglich ton̄ er.
5. August Do
Nachmittags mit Papa u.
Lehrer dusehle geologischer Ausflug auch da Bürgfelzhof [?]. Von
Turm schöner Rundblick.
[page 140]
[bolded text is printed]
6. August Fr
Mittags in Eßlingen (mit M)
Mitt... [?] zu findes zuruckbringen.
Sehr heiß. Sange fahrt mit Muß.
Bahn u. Abus. Schöner kühler Abend

�auf d. [one word illegible].
7. August Sa
Morgens Einkaufen usw.
Gegen Abend bei Merkl. Die
arbeitet jetzt dan̄ in einer Buchdruckerei, um sich [two words illegible] müsste
Semester zu verdienen. Wir
lesen zus. manchmal des Alk- Gedicht
von unseren Labor-[one word illegible], aber
jetzt kom̄ t es ins [one word illegible] blöd vor.
Merkl war demals viel ungerübter [?] u. froher als ich. Warum
müßt auch ich solche Hem̄ ungen [?] habe.
[page 141]
[bolded text is printed]
8. August So
Ausicher Argen-Son̄ tag.
Meistens. Astronomie lesen.
9. August Mo

Waschen. Putzen. Dann

mit Mama in die Stadt. Wir suchen für mich
nach Wohl [?] für Park. Das wirklich gute ist
fürchtbar teuer. Haben tuts viel. der
einzige graue Wohl der uns gefallen hätte,
wird nicht mehr verkauft (weils ein Kost
ist). Der Traum vom grunen [one word illegible], mit den
mich sie dauernd außieht, ist aus. Nun
wird der rote dunkelblau gesicht. Ich kaufe
mir nun noch ein netters Blusen... [?].
An̄ e [one word illegible] getroffen. Sie kom̄ t Mittags

�Abends u. halt den Don Juan.
Papa an diesen Tag in Anlen. Erzählt
Abends lang.
[page 142]
[bolded text is printed]
10. August Di
Ausfahrt mit groß. Leinfelden – Steinenbron̄ (Steinenberg) – Uhlberg Aichtal – Wolfschlugen – Bernhausen –
Vaihingen. Recht nett. Aber es blickt
so, der Zug here [?] mit hoch hat ariehach [?]
keinen rechten positiven Wert, man
kan̄ t in kein rechtes Gespräch.
(Eine solchen Tag mit P. W. kön̄ te ich mir schöner
denken!!! - )
11. August Mi

S. [two words illegible]

Morgens munderschönen Struß bei Gärtner
Erst gehalt. Sehr nette Man̄ , schenkt mir
noch ein Räußchen.
Daheim. Mittags Nähen u. [one word illegible].
Abends erzählt Papa von feinem Besuch
bei Frau Bäuerte u. heim sonstigen
Erlebnissen.
[page 143]
[bolded text is printed]
12. August Do
X

Regen. Kalt.

Spät aufgestanden.

Daheim. Mittags wieder geschlafen –
so ein faules Leben!

�Abends ...eiters [?] da. Torte u. Tan [?].
Alpen-Erin̄ erungen u. Albums.
13. August Fr

Geplanter Ausflug des allen

[one word illegible]. Praktikums. Aber in Möhringen warte
ich vergebens, bis schließlich fin... [?] u. Lezler [?]
kom̄ en. In Gehenheim, wo wir mit 1 Std. Verspätung ankom̄ en, werdet Froh. Ich wär am
liebsten wieder umgekehrt. Es ist muss u. kalt.
Aber der Regen hat aufge... [?], also marschieren
wir halt nach Oberesslingen. Er wirds ganz nett.
in oberessl. wollten wir auf [two words illegible], aber es
regnet wieder. Bez... [?] geht. Da bleiben Groh u. ich
ein Paar Stdn. bei [one word illegible]. F. zeigt uns seine
Bucher u. Foto-Albums. Um 4u fahre ich mit dem
Aus u. Muß. bahn feienWo ist mit zieml. viel Mahl wiederzuruck
aus d. Ernsthilfe.
[page 144]
[bolded text is printed]
14. August Sa
Vormittags geschwind in der Stadt,
[one word illegible] zum [one word illegible] gebracht. Woll
gibts nirgends.
Mittags daheim.
W. abends bis Hausball b. An̄ emie
Gelde.
15. August So
Daheim. Fahrt...tungen [?] usw.
Abends mit Papa die Sterne

�anpeschen.
[page 145]
[bolded text is printed]
16. August Mo
Letzte Vorbereitungen zum Fahrt.
Wetter wunderschön – man̄ ‘s nur
so bleibt.
Mittags Schuld Lutz [?] geschwind da,
halt ein Brief.
17. August Di

6u Abfahrt! Aber die FilderMetzingen nach Reutligen.

Dort sollten wir ½9u hoch u. U [?]. Schmidt treffen,
aber wir kom̄ en erst ¼10u hin, da sind so schön
fort. Weiter über Herman̄ (...waffe [?]) die All
hinauf. Oben über Kleinengsteigen Sigefeld [?]. Schöne Altbandschaft [?]. Langen Seige auch
zwei halten hinunter. Dort Kloster besichtigtetmes uberladen. Weiter nach Riedlingen
(Suchs) (Eis) u. dan̄ über [one word illegible] (Fischreiher [?]) nach Mittelbiberach. Dort sind sie
mitten in der Ente. [one word illegible] uns aber
sehr nett auf. Wir [one word illegible] Rauchfleisch,
später gute es [one word illegible] Spätzle u. Krumpli!
Wir schlafen in d. Rute, W. auf dem
Boden.
[page 146]
[bolded text is printed]
18. August Mi Morgens ½9u wieder Abfahrt
Das Wetter sicht schlecht aus, fellt sich aber auch

�nach Buchau. Dort ins Baugebriet [?]. Naturwiss.
sehr schön, aber Vögel sehen nur Keine. Buchau
Kirche. [one word illegible] Internezzo [?] mit [one word illegible].
Dan̄ e 1u Weiterfahrt nach Steinhausen
dafür. Dan̄ Schuss...[?]- Ausendorf
gleiche stark wie er Pfiegßer [?] mit Audiger [?] Fladt. (Ich möchte um liebsten die
Zeit nochmal zurückdrehen!) Weiter
...ungen [?] – Wein guten (Munster)
Herresbruch [?]). Bei O’Herman̄ s kön̄ en
wir beide schlafen. W. auf d. Boden.
Sehr netter gemutl. Abends mit guten
...essen [?], Kaffee u. Kuchen.
19. August Do Wetter schlecht. Abfahrt 9u
nach guteren Fruhstuck. Langer hoch im Tag
hinauf. Dan̄ wird des Wetter besser, wir
kom̄ en ins Allgäu. Nach Wangen u.
[one word illegible]. Beides [?] sehr nett Rädschen. Hinter
Großholztrute [?] kom̄ t die ganze. Dan̄ bekom̄ en
wir bald 1l Milch u. wollen Brei kochen
des wird aber durch Wolkenburg voreitelt
Wir stehen unter u. trinken d. Milch so.
Noch im Regen weiter d. Berg hinauf u. dan̄
hinunter zum Alpsen u. In̄ enstadt.
über Rattenberg (dahinter furchbaren Berg,
Sturm, Regen, Brauch... [?]!) nach [one word illegible].
Sehr nett um [one word illegible] aufgenom̄ en. Sie
traum [?] sich richtig. An̄ alies hat schon d. z. Man̄
u. 3 Leute. Max [?] ist auch vorbereitet.

�...chen [?]. Wir bekom̄ en [one word illegible] Zim̄ er.
[page 147]
[bolded text is printed]
20. August Fr

½9u Abfahrt nach Herrlichen
Frühstück: Weißbrot Allgäu-

Butter u. Käse. Nach Nesselwang. Alle
Erin̄ erungen (Grunden [?], Sorg... [?], Rauterwan̄ e [?]) tauchen auf. Nesselwang-Pfronten
-Weißensee-Füsse. Wetter strahlend – Gegend [?]
schön. Konigs schlätter – Steigeden [?] – [one word illegible].
Diese ganz einzig schön. Ein sicher Eindruck.
Bald darauf gekorft [?] (Es bis [one word illegible] sich!) u.
dan̄ auf sch sehr netter Kl. Waldstraße auf Altenau [?] – dan̄ Oberam̄ ergau – Ettal (Kloster [?])
soll Abfahrt nach Oberau – Garnichts. Dort
kön̄ en wir in d. Hirpendforberge [?] übernachten. Abends gehen wir noch ein [one word illegible]
groß aus – essen 1 Kartoffelsalat, 1 Ruchen [?] u.
1 Eis in nomeherren [?] [one word illegible]. Ich als [one word illegible] freu
es tu... [?] – zum ...lache [?]! – ...voll [?]
wäre Ami.
21. August Sa ½9u Abfahrt. Bis kurz vor
Mitterwald gehe es dauernd
Auf... [?]. Vor 10u in. M. W. Pan̄ k [?]. Wir kön̄ en
in d. Marien herberge übernachten. Zunächts
wird Essen eingekauft. W. ein schönes Städtofen mit Weiter fäden [?]. Otto scheilt [?], wir sollen
am Montag auf d. Zugspitze kom̄ en, schade,
ich wäre gern nach einen Tag in Mittemwald

�geblieben. – ...lichten [?]. Dann noch an den
Herrhensen [?]. Schönes Wetter, aber zum
Baden zu kalt. Der See ist riezigdertig [?] schön.
W. hat mir der Ran̄ e [?]. Wir kochen [one word illegible] mit
...hoß [?] u. ...drig [?], ein Gebirgstal gekuhlt [?].
Abendliche Rückfahrt. Wunderschöne Farben
am See. Dan̄ im M. auch Häuser gezeichnet. Abends Rück... [?] unergegallt [?].
Ins Bett – Drogfall [?]!
[page 148]
[bolded text is printed]
22. August So
Morgens Kochen. Wir entschließen uns ab
doch u. fahren ½8u nach Garmisch wo wir [one word illegible]
½9u sind. Rader u. überfluss. Paprika lassen wir
auf d. Bahnhof u. dan̄ maschinen wir im [one word illegible]
ab. Zuerst durch die großartige ...falt [?]
u. dan̄ das lange [one word illegible] hinauf. Der
Wetter bessert sich etwas. Wir kochen wieder.
...nach [?] wunderbar grimblau wo ganz
klaren Wetter. Das Tal wird im̄ er wilder.
Blaue Sunge [?], ...falt [?]. L... [?]. Cloherhütte [?]. ...sturz [?]. Von hier begin̄ t der eigentliche
Ansteig. In 1½ Stdn zur ...hütte [?]. Alpenflom [?]
oben essen. [one word illegible] kochen. Wird [two words illegible]
die Bergwelt [?] ist großartig, es liegt noch
ziemlich schnee. 9u ins Bett.
23. August Mo Morgens Regen u. Nebel.
Trotzdem steigen wir um

�9u auch. Von der gegend sicht [one word illegible] nicht viel.
Patschnaß kom̄ te wir auf d. SchneefernerHaus an. Zum Glück Zentralgeheizt. Alles
ist hier amerikanisch. Solles Getal [?]. Andere
Leute fahren mit d. Schneebebahn [?] vollends auf
d. sichtal, wir aber klettern im Nebel aufmaus [?]. Am Mu... [?] Haus fällt mir ein
großer Rein [?] auf d. Fuß u. ...ht [?] eine Zehe
das treffen mit Otto mißglückt, weil d. Seil
bahn u. Ehrewald [?] kaputt ist. Für W. ein schnee
Schlag. Auf d. ...efel [?] nur Nebel. Tragt [?] 1⅓
wieder Abstieg. Nun reißt’s auf u. wir
helen [?] wenigstens schön Blick auf des
Zugschitzplan u. d. näher Rargebuch [?].
Absteig zur Kinorechütt [?] u. Anpe... [?]. Dort
über... [?].
[page 149]
[bolded text is printed]
24. August Di

½8u Ausdruck. Aus zum

Hohe ist des Wetter schön u. klar. Rach.
Wir marschieren des Reintal wieder im
nach Garmisch. ...in̄ ung nicht ganz ruhig,
am allen auch wegen Otto. In Garmisch
[one word illegible] von Kie. Dan̄ fahren wir mit den
Zug nach Klais u. von dort zum
Walchensee. Der schönste aller Seen!
Wir legen, kochen u. baden, trotzdem
des Wetter eiskalt ist.
Viel W. morgen nochmal nach Mittenwald

�will von zu sehen, ob was u. Otto da ist, übernachten wir am Walchensee. Gesel Einsiedel [?]
gesegt [?], Zim̄ er mit Balken. Abends
noch am See.
25. August Mi W. fährt ½7u wegmittenwald u. ist nach 9u wieder zurück, es
war nichts da. Ich gehe nochmal am See
spazieren. Dan̄ fahren wir wieder. Abschied
von W’see, dan̄ di ...esseltagstraße [?] (fabelhaft.)
hinunter nach [two words illegible]. Von
da nach Murnau u. zum Staffelsee, wor
wir ein paar Std. bleiben u. baden.
Schön! Zugspitzblick. Am 4u fahren
wir weiter nach Schongau. ...siche [?] fahrt.
Dan̄ fahren wir noch bis 9u Richtung
Kaufleuren weiter. W. halt Milch. Wir
wollen in einer Feldsauer schlafen aber
alle sind zu. Da sind wir froh, in Sechten [?][one word illegible] bei Bauern im Heu schlafen zu
dürfen.
[page 150]
[bolded text is printed]
26. August Do Das war d. schlim̄ ste
Tag. Wetter zwar schön, aber an
dauernd heftigster Gegen... [?]. Wir
mußten richtig kämpften! 6u Abfahrt
1l Milch. Fahrt nach Kaufbeuren durch
schöne Allgäumißige [?] Landschaft mit
Einzelsehen. In [one word illegible]. [one word illegible] Kirche anpesch

�Dan̄ über Mindelheim nach Memmingen. Da Wird ist furchtbar.
Mem̄ . ist sehr nett. Weiter über
Ochsenhausen nach Biberach. Ochsenh.
[one word illegible] (Milch) ¼10u abends in Mittelbiberach. Wie Kiesles seht nett auch genom̄ en. Fett Pfaukeche [?]. Noch lang
auf u. erzählt. Sehr müde.
27. August Fr

Letzter Tag. 8u Abfahrt
Biberach Ehingen kön̄ en

wir sehr gunstig an ...dogg [?] anfängen. Ehingen – Münsingen parkes Anstieg, aber wieder kom̄ en
Laßwegen. Abstacher nach Buttenhausen zu Onkel [one word illegible], da ein große
preude [?] hat. Schön Abfahrt von Münsingen nach Urach. Dort G. finde u.
Waltraut getroffen. Weiter über
Metzingen u. über die Filder vollends heim. 9u daheim. Tant Clair
auf d. Sparkasse. ([one word illegible] Gefühle).
Schön wäare, aber daheim ist’s auch wieder
schön! Mit Geißsunger [one word illegible] wir uns
auts [?] Nachtesse.
[page 151]
[bolded text is printed]
28. August Sa
Lang aus schlafen. Rucksäche auspacken. Gut gegessen. Ausgang’s

�wo den Strapazen. Nach recht müde.
Tant Clair geht noch aus wieder.
29. August So.
Der ganzen Tag müde u. faul daheim.
Gut gepassen. Stricken u. lesen.
Bohnen putzen für Frau Faust. Sie
ist sehr nett, schenkt uns auch oft Obst
aus dem Garten.
[page 152]
[bolded text is printed]
30. August Mo
Morgens Wäsche, ziemlich viel von der Prof
putzen u. n.
Mittags mit W. in der Stadt. Wir mußte
aus auf d. Sparkasse bei Herr Mulle u.
H. Hasel vorstellen. Am Mittwoch kön̄ en
wir unsere Arbeit antreten. Wir bekom̄
80 ch in d. Stunde. Ich kön̄ te mir natürlich
was [one word illegible] denken, aber ich bin dann
auch froh, wen̄ ich etwas eigenes Geld hat
u. wir manches kaufen kan̄ u. auch in
Tübingen nähe jeden Ehr... [?] muß
(Kompot z. B.). Füller gekauft 11, 80 07. Dann
auch zu Onkel Alfreds. Tant [two words illegible].
Abends kom̄ t [one word illegible] u. ladet uns zu ihrem
Geb. Tag ein. Abends mit Papa [one word illegible] angeschen.
31. August Di

Morgens Grißmangel.

Dan̄ mit Mama in der Stadt. Überall gibts
schön Sachen zu kaufen, wo allm so

�wunderbare Schuhe! Auch sehr schön
Kaffee, aber eben alles so teuer. Die
Konditoreien haben leckere Torten –
überall nähte [?] von kaufen u. hat doch
kein Held. (Wir Einkauf, Radierer, Machen [?]
Kloginsel [?]!!) Vor leisten uns 2 flaurende Herzen
(Schokaladenbezorgen). Dan̄ zu Onkel Alfreds, wo
wir 20 [one word illegible] Bohnen holen. Heim. (Oferschlupher [?],
Mittags Bohnen ein machen. [one word illegible]
salat richten.
[page 153]
[bolded text is printed]
1. September Mi
1. Arbeitstag auf der Sparkasse! 8u Beginn
W. u. ich werde der Hollerith-Abteilung zungeteilt. Hier sind rechnende u. Buchent Maschinen. ...en [?]. Wir mussen Zahlentabellen [?] kontrollieren. Karten mit Stim̄ en
waschen u. eind... [?]. dauer 8- 18u. Auch
Sonntags wird es 6u abends gearbeitet!!
Und in letzter Zeit sogar ähtres [?] So n̄ tags!
Wir tun die waschen richtig leid, die
dort unter in diesen Halbfertigen Bau ihr
Leut [?] verdienen mussen. Unser 4 Wochen sind
ja bald herum, aber mein Leben dort [one word illegible]
durfte ich mir schnellig. Da noch 100 mal lieber
die Arger mit den Spulkinem!
2. September Wieder auf der Sparkasse.
Arbeiten in ganzen die gleichen wie

�am letzten Tag. Mittagspause: Wir
verzehern [?] unser Brei im Hoppenlaufriedhof. Abends 4u Schluß (~½5)
Wir gehen noch ins Kino auch
Can̄ statt: Die Frau meiner Träume.
Farbfilm mit Merikke [one word illegible], [one word illegible]
farben schön, Handlung grinitie [?].
u. unmaschch... [?]
Abends Dampf... [?]!!
[page 154]
[bolded text is printed]
3. September Fr.
Sparkasse. Vormittags ist der Bediet
gemutlich u. es gibt nicht viel Arbeit.
Die Angestellten na... [?] viel.
Essen in d. Mensa der TH. Nicht besonders
dan̄ noch Leider in der Stadt bewundert [?].
Wan̄ man nur kaufen kön̄ te!
Abends bis 6u.
Leberspätzle z. Nachtessen!
4. September Sa

Sparkasse. Ziemlich

gemutlich. Mittags 50[one word illegible]-Essensgutschein bekom̄ en. T... [?] „fauchten Ecke“ gut
gegessen. Dan̄ noch in d. Stadt.
Abends bis 18u.
[page 155]
[bolded text is printed]
5. September So
Mittags Klassenzus. Kunst bei Kofe [?].

�Zuerst nur Arithle u. Marion Siebel da,
dan̄ noch An̄ e [one word illegible] u. später G... [?]
mit ihren Sohn! Wetter Nachmittag,
mal wieder ...chtig [?] geretscht [?] und
geklatscht. Kl. zus. kunst aller bei
wir für 10. Okt. geplant.
6. September Mo
Sparkasse. Von gewöhnt sich jetzt
dran u. der Tag geht auch schneller
herum als von Anfang.
Wieder für 2,50 DM Essensmacken
bekom̄ en.
An̄ e [one word illegible] beim Essen getreffen.
[page 156]
[bolded text is printed]
7. September Di
Schicht von 6-13u.
Ich bleibe aber bis 2u.
Gemutlicher Morgen. Viel mit Rolf
geschmutzt, der wir dauernd aller nochteile der Leserdaheims verhält.
2u heim.

Radpietzen. Abends bei

Martl, sie aber nicht angetreffen.
W. hat abends Schicht bis 10u.
(eigentlich 1300-2000)
8. September Mi
Bis abends 4u in Geschäft.
Nachts wird mein Pullover vollends
fertig. Er ist hubsch geworden.

�W. hat Nachtschicht.
[page 157]
[bolded text is printed]
9. September Do

W. kom̄ t morgens 4u

von der Nachtschicht heim. Ich faher ab
u. bin von 8u-20u in Geschäft. Es gibt
furchtbar viel Arbeit. Krach von [one word illegible]
mit den Mechaniker.
Karten schreiben u. [one word illegible] vergleichen bis
zur Verzweiflung.
Abends noch bei Frl. Kupp, sie aber nicht
angetroffen. Nach 9u daheim.
½11u nach Zim̄ er gerichtet.
Jetzt habe ich schon 80 Stdn!
Mittagspause Läden [?] angeschaut. Reizend... [?]
Pullover, tolle Schuhe!
10. September Fr.
Schicht von morgens bis 13u. Am
½2u gehe ich einfach. Es ist so herrlich
Wetter, da halte ich’s in dem Kesten
ein hoch nicht aus! Es Heim. Eltern
in Heppach. Post [?] u. Brig. [?] Lässler [?]. Sie bittet
um mein Aiche- Manuskript. Nun
muß ich p. W. schreiben u. ihn bitten, daß
W es ihr schinkt.

In der Son̄ e gelegen

(~½ Std) [one word illegible] verladen Äpfel. Dan̄ in die
Stadt Breichpapier u. Pret... [?] für [one word illegible]
Geb. Tag gekauft. Läden angeschaut. Volle
gibts nicht. Ich kön̄ te stundenlang Schau-

�fenster einsehen. Was bin ich doch vital!

Bei

Abends Eltern zurück mit Birnen u. Äpfeln.

Frl.

Hans Wiese noch kurz da. Bald ins Bett.

Kupp

[page 158]
[bolded text is printed]
11. September Sa

Schon wieder 5u aufgestanden
u. ins Geschäft. Mit W. den

Sch gazen morgen bitten abgestim̄ t. Essen
ist feucht Ente. ½4u Schluß gemacht u. Heim
u. dan̄ nach Waldenbuch zu ...i’s [?] 21. Geburtstag. Sehr nette Abend u. Nacht. Wir
sind 4 Paar: Juni, Gerde, Ursel Wetter (Hans’[one word illegible])
u. ich. Dan̄ Hans Dieter, eines aus Sindelfingen
u. einer aus Steinenbron̄ u. Werner. Zuerst
gutes Nachtesse, später Barele (...sich [?]), dan̄
Sanatorium... [?] dan̄ Bahnenkasser u. phantastischen Kuchen, dan̄ Rot-u. Weißreem.
Viel getanzt. Alles nette Leute, Nim̄ ung
wie im̄ er bei Wieses froh u. lustig. Viel
getanzt bi verkischen Spiel. Am 12u
[one word illegible] die – wirklich uppigen – Geschenk
rechtfüllt u. das Geburtstagskind wird beglückwünscht. Später hält W. noch
12. September So

eine Rade.
Um ½6u legen wir aus

noch für ein Paar Stde. sie, den̄ bekom̄ en
wir noch Frühstück u. um ¼10u fährt
umher Zug. ½11 daheim. Nach am
Essen ins Bett, ge der ganzen Mittag

�geschlafen (mit Unterdrehung d. Kaffers).
Abends [one word illegible] u. Frau Ef Erh... [?] da, wollen
uns für abends ruberholen. Wir gehen
aber lieber morgen.
Dan̄ noch p. W. u. Brig. Löffle geschieben.
Jetzt ½1u Am ¾5u muß ich schon
wie der aufstehen! Ich kan̄ überhaupt
nicht mehr zu genug Schlaf.
[page 159]
[bolded text is printed]
13. September Mo
6-15u in d. Sparkasse. Morgens mit
[one word illegible] allerhend Gespräche geführt: Weltanschauung, Religion usw. Er da... [?]
selbstständig u. hat eigene Ausichten, ist
den anisten tauten den übergen [?], er freut
sich, daß er jetzt an W. u. mir eine Ansprach hat. Kinder- u. Eheproblem. Ans
freut’s auch, wen̄ so die Arbeits verkurzt
wird. Mit W. beim Essen. Nach d. Dienst
noch in d. Stadt, aber werde [two words illegible]
Wolle bekom̄ en.
Daheim dan̄ flicken. Abends bei Ehe... [?] Er... [?] eingeladen. [one word illegible] Auchen u. [one word illegible] mit zit... [?].
Nett Antersaltung. W. u. [one word illegible] tanzen.
14. September Di

Den ganzen Tag habe ich

Gut mit ausnehen von ~1½ Stdn. Buchen
nur Zahlen geschieben- Stur [?]!
In d. Mittagspause wegen Wolle in der

�Stadt – nichts. – Abends kam am
Schloßplatz über ½ Std. keine Bahn,
dan̄ natürlich furchtbar nett.
W. hat Nachtschicht.
[page 160]
[bolded text is printed]
15. September Mi
8- 18u in Geschult.
Mama halt ...schgen [?] in Kay... [?].
65 [one word illegible]!
Abends bald ins Bett, der ganzen
Tag schon müde, jetzt Fieber u. erkältet. In d. Stadt schmitze ich
aber alles heraus.
16. September Do
Vormittags daheim. Heim Fieber mehr, habe
noch erkältet. ...schgen [?] aussteier.
Tante Martha kom̄ t, schon vor dem
Essen. Mittags gehe ich wieder ins
Heschült (2-4u).
Es gibt prima Zinetschgenkuchen daheim!
[page 161]
[bolded text is printed]
17. September Fr

Morgens putzen. Dan̄

in die Stadt. Ich glaube, mit meinem
grauen [one word illegible] wird’s nicht mehr. ...um [?]
Keinstrumpf (60 M) gekauft. 10u ins
Geschäft. Dort bis abends ½11u. Dan̄
kom̄ t W. zur Nachtschicht. Die letzten

�2 Stdn. wo Tag [?] da war, würde buchstablich nichts gearbeitet. Er erzählt
nur von seinen Leiden u. Brank... [?].
18. September Sa
Von 800 – abends ½900 in Geschäft.
Morgens beim Sortieren „Salat“-gemacht, u. auch sacht nicht so ganz richtig
gearbeitet (Ami u. Franzosen nicht schaet gekom̄ t)
Bei Frag, wen̄ d. September trauen ist.
In der Mittagspause in d. Stadt herumgelaufen. Vierte ist überarbeitet
u. nervös.
[page 162]
[bolded text is printed]
19. September So
Mama im Bett mit Magen-Darmdaheim. Wunderschönes Herbstwetter.
Auf d. Tarnesse [?]. Handschuhe pricken.
Abends zu Markt, sie aber wieder
nicht angetroffen.
20. September Mo
8-20u un Geschäft
[page 163]
[bolded text is printed]
21. September Di
7-19u ins Geschäft. In der
Mittagspause trehle [?] ich mit Mama.
Sie ist auch für mich herungeschwungen
wegen [one word illegible]. Aber nirgends gibt

�es, nur im Modehaus Stahl – 54 DM
der Meter [?] – sowas kan̄ ich mir nicht
leisten.
22. September Mi
7-19u in Geschäft.
In der Mittagspause bei Brauninger.
Essen bei Tante Marthas Geburtstag.
[page 164]
[bolded text is printed]
23. September Do
8u-20u im Geschäft. Listen ab
stim̄ en usw. Man wird all... [?]
selber ganz [one word illegible], ob ist Zeit, daß
ich wieder was anders arbeite!
Mitagspause Modehaus Stahl u. Firma.
Vergeblich tan̄ e [?] ich nur schon lang
nach einem Papitte-[one word illegible] (schwarzweiß-[one word illegible]) Mama erweilt mir
einen Schulbezugsschein.
W. kom̄ t erst nachts im 2u von
Geschäft, mit der [one word illegible]
24. September Fr

Jetzt ist schon fehl wieder
eine Woche um- ein Glück

daß die Zeit so schnell vorgeht. Man sitzt
halt der ganzen Tag im Geschäft u. hofft,
daß es Abend wird, dan̄ ren̄ t man
um ½9u, Heim u. ist dan̄ auch so müde
daß man nichts ...los [?] mehr tut, ...stand [?]
nach trinken. So vorgeht die Zeit, aber

�jetzt habe ich diese Woche jeden Tag 12 Std.
gearbeitet! – Mittags Hans u. Werner
Fischotter getroffen. – W. abends beim
Herbstfest. Ich abends Haar gewaschen
[one word illegible] Werner war da, er ist jetzt ganz
aus [one word illegible] hinaus. – P. W. hätte mir
eigentlich auch auf meinen [one word illegible]
antworten rin̄ en, ich bin abends enttäuscht
[page 165]
[bolded text is printed]
25. September Sa
8-18u im Geschäft. Samstagsstim̄ ung.
[one word illegible] besonders viel gearbeitet. Wunders... [?]
mit [one word lilegible] geschwätzt [?], da wir alles vergließ [?]
erzählt. Mittags in d. Stadt. Hoffnung
auf ge Papik... [?] bei Ober... [?].
Abends kom̄ t Nuni [?] u. überraschtet dann
bei uns. Sehr netter Abend. Nuni [?]
ist im̄ er lustig u. nett. Spät tanzen
wir noch. Erst [?] um 2u ins Bett.
26. September So
Morgens fährt Nuni [?] nach Waldenbuch.
Vorher frühstück mit ihr.
Vor dem Essen kom̄ t Marth. Endlich
treffen wir uns mal! Sehr nett.
Wen̄ wir nur in Tübingen zus. ziehen
kön̄ ten.
Mittags in der Son̄ e getrinkt. Dann
auf der Ten̄ isplatz um dort Hans-Peter

�zu treffen. Von weiter gefällten uns
besser als aus der [one word illegible]!
Abends nähen. Eroica im Radio.
[page 166]
[bolded text is printed]
27. September Mo
7u-19u im Geschäft.
Abends in der Volkshochschule. Papa
spricht über „Energie quellen
des Labors“.
28. September Di

78u-20u in Geschäft

fast den ganzen Tag im ...losen [?]
[one word illegible] RM gezogen. Dabei war brausten ein strahlend schöner Herbstag!
Ich muß unbedingt noch auf die Alb
ja da Mittagspause mit Mama
in der Stadt. Mit den grauen [one word illegible]
will es nichts mehr werden. Da sehen
wir ein nettes blaues Kleid ausgestellt u. – kaufen es gleich.
64 DM. Ich bin noch ganz erschüttert
über so einen Ausgabe!
[page 167]
[bolded text is printed]
29. September Mi
Von 8u bis nachts um 11u auf
der Sparkasse!! 15 Std. gearbeitet.
Man wird richtig geldgierig. Das
sind nun 12 RM.

�In der Mittagspause im [one word illegible]
sehr gut gegessen. Beefsteak ohne Fleischmarken.
½12u daheim, ziemlich müde. Gutes
Nachtessen.
30. September Do

9u-22u im

Geschäft. In der Mittagspause
kauft sich W. eine hellgraue Hose.
[page 168]
[bolded text is printed]
1. October Fr

8-21u auf d. Sparkasse.

Das Wetter ist so schön draußen, ich
würde gern diese Herbsttage noch
gemießen.
Mittagessen in [one word illegible] aus gezeichnet.
W. abends mit Kolumbus [?] auf
die Volksfest.
2. October Sa

Letzter Tag auf der

Sparkasse. Wir arbeiten von 7-18u.
Naturlich bin ich froh, daß die Zeit jetzt
herum ist, aber wir haben uns noch
gut ein garnichts u. es war doch recht
interessant u. lehrreich. Die Zeit ist bestim̄ t nicht vorloren. Ins gesamt verdiente ich 242 DM. Die abgehends Neun
bekom̄ en wir wieder.
Essen im [one word illegible] würde prima, dann
bei Straßer mogen Schallplatten.

�Abends Abschied um der Sparkasse. Man
hat uns anscheinend recht geschutzt u.
wir hintertreffen eine fuhlbare Brucke.
Abends [one word illegible] bei uns. – Werner haben [?]
diese [one word illegible] recht angestrengt.
[page 169]
[bolded text is printed]
3. October So
W. morgens des letzte mal auf der
Sparkasse. Normalzeit wieder eingefährt. Wir essen sehr bald u. dan̄
fahre ich mit dem Rad hat. Darauf
habe ich mich schon die ganze Woche gefreut.
Der Wald wird schon bunt u. dazu er
blaue Him̄ el – es ist wunderschön. Zi... [?]
legte ich mich 1 Stde. im Schnellbachtel [?]
in die Son̄ e, dan̄ fähr ich WaldenbuchWeil i. Schurk-Holzgeliegen [?]. Böblingen
[one word illegible]. Familie Ehrir [?] zum Kaffee da.
Nette Leute mit 2 wehletzogenen [?] Kindern.
Abends noch [one word illegible] angeschaut.
4. October Mo Wäsche. Putzen usw. Auf
dem Rathaus bekom̄ e ich einen Arbeits
schuhbezugsschein für Män̄ er. Mama
u. ich fahren mittags gleich zu Schupp
u. Rauchen schön halb Sportsschuhe
(34 DM) für Mama, ich nehme dann
die ihren, die ...r [?] sind. Nun hat
jedes, was es braucht u. ich bin ganz

�im Glück. Abends geschwind bei
feinsens [?] ich wolle freu f. id. Brigitte
zum Kaffee einladen. Zuerst niemand
da, dan̄ Brig begegnet. Es geht aber Diese
Wahe nicht.
[page 170]
[bolded text is printed]
5. October Di

Daheim. Papa geht nach Reut-

lingen (Vortrag). Von Brig. Köffler [?] ren̄ t [?] ein
Karte, p. W. hat ihr die [one word illegible] geschickt. ...d [?]
mir hat er keinen Ton erlauben lassen.
Es hätte ich eigentlich doch ver... [?] u. ich bin
sehr enttäuscht. Aber ich bin sicher selber
schuld, warum war ich am letzten Tag
so doh [?]. Ich will schon, mir’s in Tübingen
den̄ wieder wird. Wen̄ nur kein Krieg
kom̄ t, die politische Tage ist ganz schwarzes wäre uns ausdenkbar. Ich fahre diese
Woche ...ch [?] nach Tüb. ich muß ja Zim̄ er suchen,
ich glaub aber nicht, daß ich den̄ zu P. W.
sie gehe, wie ich’s ...hatte [?]. – Meine Eier... [?] [one word illegible] auch schon wieder tacht [?] ab
gewon̄ en, es ist [one word illegible].
6. October Mi Vormittags bei Marth, wollte
sie wegen Tüb. fragen, hin war aber nicht
dort. Ursel Wolf [?] sieh an, mittags
...chen [?] wir dan̄ miteinander bis ihr
in Zuffenhausen. 4 friendig ging ganz erdeutlich, aber von [one word illegible] spielen war Hund

�schlecht bei mir, ich bin vollkom̄ en aus
d. Ubüng, es ist schrecklich. – Ursel ist auch
gefordet, bis fruhjahr ihre Dr. Arbeitz [?] u. nach
u. dan̄ Ursel fruchts Walle [?] bei Breu fau... [?]
zu übernehmen. Ich bin überzeugt, daß
sie’s sche... [?]- u. ich bin so durchschnittlich
u. unbedautend. Zu Liesel u. Alfred mit ihremButer [?] hinzugehen, nachdaß [?] ich ganz, wie kon̄ t ich nur.
[page 171]
[bolded text is printed]
7. October Do Die Fenster kom̄ en fort, wir
bekom̄ en nun überall Doppelfenster.
8u fahre ich nach Tübingen mit d. Rad. Wunderschöne Herbstfahrt durch die Schönbuch. 2¼ Std. In Tüb.
Zim̄ erman̄ (wegen Wohnrecht [?]) nicht angetreffen.
Bei Paters [?] wegen Zool. prakt. Es gibt wieder
eine Prufung. Wegen Wohnung habe ich
2 unbestim̄ te Aussichten. In geol. Institut
bei Wagner u. bei Frau Wagner. Um 1u
fahre ich schon wieder ab u. bin 4u daheim.
Hinfahrt war über Bruh [?]., Uu Waldenbuch Rückfahrt über Böblingen. Unverhofft ist Onkel
Herman̄ da, ich kom̄ e gerade recht zu [one word illegible]
u. Waffeln [?]. Sehr nett. Onkel Hermann hat
noch keine ...burg [?] ist schlecht denn mit dem
Geld. Abends müssen noch d. ganzen Fenster hinein
gemacht worden.
8. October Fr.
Grundlich putzen: Fenster putzen. Teppich

�klopfen. Mittags kom̄ t Herr Linder.
Gegen Abend mit Mama bei Rolfs in
Botnang [?]. Mantel anprobieren.
Hermän̄ le ist aus der Gefangenschaft
zurück!!
[page 172]
[bolded text is printed]
9. October Sa

Putzen, Kuchen backen,

Haushalt.
Mittags Zoologie lernen. Abends
Besuch von Herr Steiner u. Frau.
W. von Nuni [?] auf eine Geburtstag
nach ...eigsbring [?] ein geladen.
Mein Zim̄ er wird ...gelt [?] und
bekom̄ t eine Lampe.
X
10. October So
Über Mittag Besuch von Herr u. Frau
Steiner. Nachmittags Klassenzus. ...cht [?]
bei mir. Es kon̄ en: Sohe [?], An̄ e, Küthle,
Brix, Han̄ a, Ursel Häuserman̄ Helge
Eberhardt, Marien Siebel. Recht nett,
aber von Auf... [?] sprechen halt nur
Helge u. Ursel. u. ist sehr nett, H. weniger. Zum Schluß bleiben noch da
der ange... [?] Kreis länger, bis 9u.
Der wirds dan̄ noch richtig gemutlich
W. fährt nach Merslingen.
Abends Mertl geschwind da.

�[page 173]
[bolded text is printed]
11. October Mo
Wasche. Haushalt.
Mittags mit Mama in der Stadt.
Wir sehen noch einen Kleid für
sie, finden aber nichts in der
Königster in einer Café aßen wir
ausgezeichnet Butterkremtorte.
Dan̄ noch zu Tante Luise. Sie ist noch
recht schwach. – ½8u Vortrag
u. Papa in d. Volkshochschule.
Energiequelle d. habend [?].
12. October Di Frl. Kupp kom̄ t.
[one word illegible] mir ...werk [?] u. Bluhe [?].
Der Arte wird gar nicht nett,
man kan̄ ihn kaum anziehe.
Sie wird jetzt zu alt.
Nachts um ½1u kom̄ t Werner
wieder. San̄ ir... [?] [one word illegible] ist abgebren̄ t! Er hat aber [one word illegible]
1½ zer. Frucht zus. gebracht.
[page 174]
[bolded text is printed]
13. October Mi.
Frl. Kupp da. Auch heut bringt
sie nicht viel Karstes [?] zustand.
Wen̄ man etwas sagt, wird sie
ungut. Es ist nichts wahr mit

�ihr. – Mittags kom̄ t Hilde Brot. [?]
schneider von Calen [?] Herger... [?]
u. nicht Rat [?] von Papa, ob sie würde
aussetzen. Sie ist jetzt fein Schul
Dienst.
14. October Do
Putzen. Kochen. Mama im Bett.
Zoologie lernen.

[a line is drawn here]
Er vergleicht die Erstehung eines
Kur... [?] mit einem Zeugungs akt. [?]
Er nim̄ t sich nichts bestim̄ tes dabei vor,
sondern ist in einem Zustand der ...stahe [?].
Aber über Sin̄ u. Bedeutung seiner
Bilder bin ich mir nicht in klaren.
Aber es ist was dahinter, das ist sicher
Hoffentlich kom̄ t er nah [?] öftes!
[page 175]
[bolded text is printed]
15. October Fr
Putzen, Haushalt, Kochen, Mama
im Bett.
Mittags Zoologie, Chemiespiele.
Abends Briefe schreiben.
Rolf Schleicher hat einen Sohn!
16. October Sa. Morgens Haushalt.
Mittags geschwind bei Marth. Sie ist mehr
müde von ihrer schwere Arbeite. Sie

�zeigt mir ihre neuen Skistiefel u. ein
ganz reizendes Fahrtentegebuch, ob eine
Freudin ihrer Schwester gemacht hat. Sonnes
wird ich auch gern wachen – aber Zeit?
Abends kom̄ t Sched [?] Werner zum Nachtessen u.
ist bis ½11u da. Sehr interessant. Er spricht
in ganzen Abend über Kunst. Die
figurliche Derstellung ist überlebt, kein
großer Maler walt dies wahr, sondern
man geht jetzt wieder zurück auch di
einfachten Sigerle [?] des Ausdrucks.
[page 176]
[bolded text is printed]
17. October So
Mittags mit Marth mit d. Räder auf
den Ahlberg. Die Wälder in ihrer Her
herbstbunten Färbung sind jetzt wun
derbar schön. Wir haben einen weiten
blick über der Alb... [?] u. die Alb.
Wir lesen in Rehl feuchts Gedichten.
Sie gehen mir im̄ er besonders tief.
Marth hat im bes. tiefes Seelenleben
u. Stim̄ ungen, in denen sie dan̄ schöne
Gedichte macht. Wir würden gern in
Tübingen zusam̄ enziehen.
W. u. M. im Theater. W. noch auf denn
Weißenhof. Abends noch lang gestrickt.
18. October Mo
Wäsche. Mahlkisten räumen.

�Das Haus wird „abgebuchtet“
Mittags in der Stadt mit M., bekom̄ e aber
weder Hohe noch Strümpfe. Kleider
die uns gefallen würden (hin Mama)
sind viel zu teuer. W. getroffen. ...te [?]
Butterkremtorte gegessen. Regen.
Heim. Dan̄ in stirns [?] Volkshochschul.
befegung [?]. Über Instiukte.
Nachher kom̄ t Herr Reitinger wieder
her u. geht mit mir. Es ist recht nett
ich kam̄ e ihr von [one word illegible] her.
Beate wird morgen kom̄ en.
[page 177]
[bolded text is printed]
19. October Di
Vormittags Besuch von Beate. Leider
nur kurz. Sehr nett. Ich freue mich, bis
wir uns in Tüb wieder [one word illegible] sehen.
Klaus ist jetzt auch zu gelassen.
Mittags daheim. Chemie lernen,
Klavier spielen. Bugeln.
Mama beim Zahnarzt. Rie [?] in Reutlingen. Wir 3 abends an Kino:
Romantische Brautfahrt. [one word illegible] Film. Nett
u. lustig.
20. October Mi Mit Herr Maht u. Sohn
kön̄ en W. u. ich mit d. Auto nach Tübingen
fahren. Wunderschön fahrt über Böblinge
Herrenberg (dort Ausenthalt). Die Herbst-

�färbung ist jetzt auf ihrem Höhepunkt.
In Tüb. bei Zim̄ erman̄ . [one word illegible], wahrscheinlich
abgebehrt (er macht einig dum̄ e Spräche)
dan̄ Ursel ...th [?] getroffen. Aus ihrer Dr. Arbeit
wird wohl nichts. Mit Papa in d. Forell [?] bei
Essen. Dort auch Machts [?] u. W. getroffen. Lila [?]
getroffen. Die spricht jetzt ins ...ikum [?].
Dan̄ bei Wagners. Nachher noch auf der
Schluß. Alb- blick! Mit W. u. J. [one word illegible] im
Café, dan̄ Heimfahrt durch den Schönbuch.
Der Wald ist unbeschreiblich schön. Abends
langes Erzählten. Mama war bei Frl. Falkenstein
„bis jetzt“ unseirelich freute.
[page 178]
[bolded text is printed]
21. October Do
[one word illegible] mit ihren 2 Kinder zu Besuch.
Sie kom̄ t um 11u u bleibt bis 4u. Die
zwei sind goldig u. kriegen [?] In... [?] u.
Rohete [?] zum Spielen. Nach d. Essen
machen [one word illegible], u. W. u. ich einen Kl.
Spaziergang zum Höhernung [?].
[one word illegible] ist so nett u. sie tut mir so
Leid, weil sie so unglücklich verheiratet ist.
22. October Fr
Putzen usw. Mama in Hoheneck bei
Tante Martha. Mittags mit W. in
der Stadt. Wir bestellen das Violiekonzert

�u. Beetsanen [?] für Papa u. für Mama
Lederhandschuhe.
Dan̄ gehe ich zu Frau Hendrix u. bringe
ihr meinen ges...en [?] [one word illegible] zum Flockeneck [?]. Sie machts bis in 14 Tagen u.
ist sehr nett. Dan̄ nach Botnang zu
[one word illegible]. Mantel holen. Er ist schön gewerden, nun mein ich, zu lang.
Abends kom̄ t Nuni [?] – wir halten
morgen zu Haus. ..tes [?] Geburtstag
kom̄ en.
[page 179]
[bolded text is printed]
23. October Sa
Kuchen backen, einkaufen usw.
Mittags Besuch von Frau [one word illegible] u.
Brigitte, aber um ½6u müssen
W. u. ich nach Waldenbuch.
Es ist wieder recht nett, aber nicht ganz
so wie der letzte Mal. Zu 5 Mädchen
haben wir nur 2 richtige tainzer [?] (Haus
u. Werner) [one word illegible] tanzt fast gar nicht in
unserer überhaupt nähe, bis ganz kan̄ t
nicht kom̄ en. Eine sehr hubsches Mädchen
Traugerd [?] Herneld [?] – mit einem reigenden
Ballkleid war diesmal noch dabei.
Es gab natürlich wieder viel gabe
Sachen zu essen u. zu trinken (Barete,
Eintikör [?], Wein)

�24. October So W. u. H. D. suchten hier d. Unterhaltung.
Am ½8u [one word illegible] der Zug wieder zurück.
Die Eltern mäheten wir schon fort auf der
Omnibusfahrt, aber sie kön̄ en erst
mittags gehen, weil Papa durft all hat.
Ich leg mich 2 Stdn ins Bett u. dann
über Mittag in die [one word illegible], sie scheint
heute ganz stark, es war ganz klar,
da müst es auf der Alb- schön sein.
Stich zieht es einfach fort u. ...en [?].
Abend macht ich noch ein Kl. Spazierfahrt mit
d. Rad. W. schläft d. ganzen Tag. Morgen
geht wieder nach Tübingen. Was wir
dieses Semester bringt.
Starken. – Ich leg schon im Bett, da kam
noch unverhofft Hermän̄ le.
[page 180]
[bolded text is printed]
25. October Mo. Ernsts bringen die Kartoffel
935 nach Tübingen. Schön fahrt. Schwerer [?]
Kaffee. [one word illegible] Luchtles [?] Überraschung: mein
Zim̄ er ausgeräumt, beide Betten im
ander Zim̄ er u. schon an 2 Frl. Vorgeben.
Mich behalten sie aber u. sagen dan̄ etwa
einem Frl. ab. [one word illegible] Hildegard hole nie
gesch...den [?]. Jetzt müßt ich mit jemand
Hilde [one word illegible] das Zim̄ er bekom̄ en kön̄ te.
Mittags im Labor. P. W. wieder geschw... [?].
Er gefällt mir halt im̄ er noch gut.

�Der Anfang hällt mir schwer, Chemikali
sehlen [?], die Fläschchen u. Garäle [?] sind noch
eingeschlossen, es dauert in Viele, bis
ich mich wie der [one word illegible] find.
P. W. sagt, bes. d. Anfang [three words illegible] sehr gut gemacht.
26. October Di. Den ganzen Tag war
ich im Labor, aber gearbeitet hat
ich fast nichts, es fehlt noch an
allem u. ich weiß noch so wenig
u. [one word illegible] nicht viel um [one word illegible]
mit ...laschen [?] u. Waachen [?].
Hut [?] ist, daß P. Hornberger u. Jori [?]
[one word illegible] Sachen aus leiche. Auf P. Werk
Herr Mächter auch wieder zurück. Er
war 8 Wochen in d. Schweiz!
Abends Zoologie lernen – aber soo [?] müde.
[page 181]
[bolded text is printed]
27. October Mi. Ganzen Tag im Labor,
sehr kalt. [one word illegible]. Bestim̄ ung fertig,
sie stim̄ t! Das ...hat [?] kan̄ ich nicht
fertig machen, weil es zu dunkel
wird. Allmäslich kom̄ t man wieder
treu in die [one word illegible]. Mittags geschwind
bei Wagners, Nachricht um W. abgeholt
daß um Don̄ erstag b. Schwenkels [one word illegible]
Gugendtreffe zu Ehren Herman̄ s ist.
Abends mit H. Wittel nach ...au [?], er
muß mir vielleicht auch ein Zim̄ er. Dan̄

�zu Frau Schwab, Hilde ...schneiders wirtie [?]
die weiß auch noch nichts um Hilde. –
Frau Markt u. Fr. [one word illegible] sind jetzt wieder sehr
nett. Aber ich hatte schon gern was Heizbotes [?], ich
friede [?] schon jetzt!
28. October Do.
Ganzen Tag im Labor. Cl u. 504 stim̄ en
Fl gefällt.
Abends 315 nach Stgt. zum Gugend... [?].
Auch Die Maßenbahnen auch durcheinander,
es war Streik gar... [?] mogen dann
[one word illegible]. – Auf d. Weißenhof geben
Versam̄ lung: All Schwenkels, Elisabeth,
Alfred jum. + Frau, alle Löfflers [?] u. unsere ganze Familie. Es gibt viel
Kuchen u. ist sehr nett. Viel Geschrei u. Sabe... [?]. Unser Eltern
sind auch da. Papa fällt eine Rad
auch Herman̄ . ¾12u daheim.
[page 182]
[bolded text is printed]
29. October Fr. 545 wieder nach Tübing
Vormittags in Labor. Fl fertig, Hg angefagen. Fe stim̄ t sogar? Um
½1u zu Prof. Zim̄ erman̄ magen W... [?],
noch nicht entschieden, aber nicht ganz
treffnungslos. Dan̄ Verlosungen aufsch... [?]
dan̄ zu Frl. Sch... [?], ...thal [?] holen.*
Frl ...gt [?] + Brautigen (...zole [?]) magen

�d. Zim̄ ers in d. Sophienstraße. Dieses
ist auch ein u... [?] Sache u. wird erst
in 4 ...en [?] frei. Mittags nochmal im
Labor. Siegel [?] geputzt. Abends Nachricht
von Hilde Brotschnicher [?] – Sie kom̄ t jetzt
noch wieder. Die schön Hoffnung von
Zim̄ er ist daheim! Höchstens zu zweit aber der
wird die Hausfrau nicht erlauben. Ich
30. October bei recht ung... [?].
Sa
Morgens Haushalt.
Mittags Zoologie lernen.
Die Amerikaner haben wahrend
...achen [?] da Streik-Zwischenfällen
eine Ausgangsspran von abends 9morgens 4u verhängt. So muß
W. mit d. Kolumbus verzeitig
vom Rotenberg aufbechen [?].
[page 183]
[bolded text is printed]
31. October So. Daheim. Stub [?] u. kalt.
Vormittags nähen. Nachmittags
Zoologie lernen. An Don̄ erstag ist
Aufnehmegrusung ins Praktikum.
Wen̄ ich nur schon drei wär.
Abends Bach-Kontat u. Beethovensymphoniekonzert im Radio.
1. November Mo.

Morgens kurz in der

Stadt, aber nichts bekom̄ en.

�(Allerseitigen, deshalb in Tübingen
frei.)

Wäsche.

Mittags Sachen richten für Tüb.
u. 1705 ab Stgt. Wagen Meßen- [?]
bahnausfall über Herrenberg. Nach
Lustnau Koffer schleppen. Neube
Zim̄ ergernessin, Frl. Stahl [?] ist da. Sie
ist recht nett. Ich ...‘s [?] u. gehe
noch ins Symphonie Konzert (ihr [one word illegible])
Ellie [?] Narz [?] spielt Beethov. [one word illegible] kurz c [?] woll=
c... [?]. daz... [?]. 5. Symph. Ich zu... [?] hinter [?]
d. Tir dan̄ in Saal [?]. Sehr sehr schön.
Striegelt [?]: Wut über d. [one word illegible] froschen.
[page 184]
[bolded text is printed]
2. November Di.

Spranger: Einleitung in

die Philosophie. Dan̄ Labor. Mg u. Hg-[one word illegible]
Tren̄ ung. Die wird aber nichts, ich habe
wohl nicht [one word illegible] gearbeitet.
Mittags Anschläge [?] nachgesehen.
Brig. Löffler [?] kom̄ t mir gehen zus. zu
Bühler. Sie macht morgen [one word illegible]
P. W. hat sie abgehut.
Abends nach kurz bei Beate u. Klaus (Kusandel [?] geholt) Sie habens warm u.
gemutlich. Klaus bietet mir heim Woher
recht an u. fragt, ob ich Don̄ erstag Abend
mit ihrem in Macbeht gehe.
Abends noch Zoologie lernen.

�3. November Mi.

Spranger. Sehr nett. Dann
ins Labor. Mein Mg stim̄ t

auf Anhieb! Brig. Löffler [?] besichtet am ihrer
Buhn- Prüfung. P. W. ist auch da. Er ist
nett u. erzählt mir von Rhenanen-Stiftungsheft in Stuttgart, vo es war. Wen̄
ich wär müßte, wie er über mich denkt, ob
er nicht gern hat. [one word illegible] habe ich ganz
die hindruck, dan̄ wieder gar nicht. Und
ich hat ihn einfach gern, obwohl er sicher
auch heim Fehler hat. Mit Frl. Haas zum
Essen. Dan̄ Vorbesprechung z. boten. Praktikum.
Ich kom̄ e noch alle fälle rein, möchte aber
lieber u. die Zoologie. Dan̄ wieder zum
Chemie. Groß getroffen. Freut sich sehr. War
auch auf d. Gugspitze. Abends nach Hohe etwas
[one word illegible] d. PA [one word illegible]. Wie [?] Hg-Ni-Tren̄ ung wird [one word illegible].
[page 185]
[bolded text is printed]
4. November Do.

Spranger. Mineralog.

Um 10u soll Zoologie-Aufe. prüfung
sein. Aber verlegt [?] auf 14u. Um
11u gehe ich zu Paters: Auf Grund
meiner schon bestanden letzten Prüfung
muß ich jetzt kein [one word illegible] machen.
Hurra!!! Jetzt bin ich also drin in
der Zoologie. Mittags bei d. Ausführungen [one word illegible] über Aussichtslesigkeit des Studiums dabei. Die

�Pruhlioge [?] müssen Cyclops ziehnen.
Mathematik prufung d. dies angehört ([one word illegible])
mit Groh ist es wieder ganz die alle
Sache. Wir wird’s ganz angst.
Abends mit Beate im Theater: Macbeth. Gut
gespielt aber wir reißt’s richtig an d. Namen
vor allem die schurtigen [?] Hexenspanen. Nach.
[three words illegible] u. ich zur Abregung noch wird
5. November

Kl. Spaziergang.

Fr.
Morgens Spranger. Überall. [one word illegible] Heimtal getroffen. Nachher schlägt Herr Fladt [one word illegible], eine
Interessengemeinschaft zu bilden. Zu Sivernis [?], Abwaldung u. deten. prallt [?]. u.
dan̄ ins Labor. Ni-Hg-Tren̄ ungen.
er, aber die Worterei ist schrecklich. Er Verbren̄ ungsraum zieht vollends um. [one word illegible] u.
Hohe dichten schon ein Lied zum Abschlußßss!
P. W. ist wieder recht nett u. kom̄ t auch bei
d. ...beste [?]. Besprechung axten [?]. Er ist
schon heller Assistant im Zoologischen. Marien
Tren̄ ung wird nicht fertig. Ich wär so gern
heim gefahren, aber war in Stuttgart ist
anscheinend im̄ er noch Spaarstunde.
[a line is drawn here]
Markt wieder da..- durch Kl. [one word illegible] leicht
Aussicht auf im Zim̄ er!!
[page 186]
[bolded text is printed]

�6. November Sa

Morgens 643 nach Sgt.

½10u daheim. Haushalt. Mittags
kom̄ t Frau Hendrich geb. Falkenstein
mit ihrem 2 goldigen Mädle zu
uns zum Kaffee.
7. November So.
Gemutl. Son̄ tag.
Nach d. Kaffee machen W. u. ich
einen Besuch bei Schleichers, um
daran jungsten Spaß zu besichtigen
dan̄ anschließend ins Riechenkonzert (Handel) Buchkenteten – sehr
schön. Es singe Frau Drager, Claus
[one word illegible].
Abends [onr word illegible] ruft für Tübingen.
[page 187]
[bolded text is printed]
8. November Mo

545 nach Tüb. Zug

furchtbar voll, bis ...ingen [?] auf
der Plattform. – Chemie: OrganPräparate: Dinitrobenzole u. Benzosäure... [?].
Nachmittags Vorlesung u. Mitsche,
einen Schweizer-Amerikaner
über Enten [?]. gesch. Der Michelträn.
Sprächt zuerst [one word illegible] über anre... [?]
Hochschulen.
9. November Di Semester-Anfangs gottesdienst. Noch spricht sehr gut. Dann

�Urteilsmerkundung in Zoologie. Mertl
ist dein!! [one word illegible] St... [?] u. Helge Seichert
habens nicht geschesst. Wir sind nur
14. [one word illegible] ist im II. strellt.
Anschließend in d. Chemie. Ich
will d. Tren̄ ung machen, kan̄ aber
kein H2S im [one word illegible] u. muß dafür
ein Na2S2O3-Lohnung einstellen.
Mittags Abungen bei Wagner.
Abends bei Brig. Löffler [?] u. ihrer
Schwester. Sehr nett.
[page 188]
[bolded text is printed]
10. November Mi

Spranger. Wir haben

jetzt zu 4. ein Kligue [?], die sich Plätze belegt:
Fladt, Endele, Froh, Scheid u. ich. Das ist
praktisch. 9u Verbesprechnung u. Paters: Hg da.
Ich kan̄ gleich was an d. Tafel nicht. Dann
noch in d. Chemie: Mein 11 1/10 normal Ruhig
ist 11/10! P. W. rechnet alles mit wir durch
es ist scheint zu stim̄ en, ein Chemiker belehrt uns aber doch eines Besseren.
Mittags recht Zeichnung in d. Zoologie.
16-17 Paters: ...ologie [?]. Hut.
Sie Zool. Inst. ist es schrecklich kalt.
11. November Do

Spranger. Ich muß für

unseren Fameie [?] schalt Plätze belegen. Dan̄
Vorbesprechung (d. Scheries) Mit M. machen
Zim̄ er gesprochen. Er sucht auf. Dan̄ in

�die Chemie. Abwirklung der Schlußgeschäfte dort. Ruckgabe des Entli... [?]
Über Mittag machen Zim̄ er bei Frau [one word illegible]
- schon vergeben [?] !- . Dan̄ Zoologie.
Chemie, ...verlosung [?]: Braunbeck über Alarm. Und zum letzten
Mal in d. Chemie. Präparat abgegeben
letzte unterschieß, gezahlt, verabschiedet.
Es war doch nett draust. Dan̄ [one word illegible]
Zoologie. Für Samstag bin ich zu Wagners eingeladen.
[page 189]
[bolded text is printed]
12. November Fr.

Spranger. Dan̄ zu

Schimpf u. zu Linde, mich für die
Einladung bedankt. Dan̄ in die
Zoologie. Hg ...-...schnitt [?]. Zum
Essen (mit Froh) ins Schlatterhaus [?]. Dort
mit W. getroffen. Mama kom̄ t morgen
vom Hdhm, da muß ich schon daheim frei
u. raus richten. So nach ich eben
jetzt [one word illegible]. übringen. Dan̄ weiter Zoologie
Präparate. Ich bin froh, daß ich neben
Mertl bin. P. W. auch nach gefahren.
13. November Sa 400 aufstehe, 445 recht
Sgt. Aber Mama ist schon von
Hdhm zurück. [one word illegible] Haushalt usw.
Mittags wird nach Tüb. ½8u dort,
zu Wagners zum [one word illegible] eingeladen.

�Sehr nett. Wir sind 7 Paare. Es wird
fast nur getanzt. Froh ist meine Tischherr. Er [one word illegible] mich fast nach. Aber ich
kan̄ mich ein sag nicht für ihn begeitnen, [illegible strikethrough] obwohl er ja gut aussieht u. sichtlich schwer verliebt ist. In
meinere daumen zieht sich etw. zusam̄ entrug. Löffler [?] u. Gerde Zim̄ erman̄ auch da.
Wir bleiben bis ½3u.
[page 190]
[bolded text is printed]
14. November So.

8u mit d. Eilzug

nach Sgt. Mein Finger wird
schlim̄ er u. tut sehr weh. Den helten
Tag liegt ich im Bett.
Ich kan̄ nichts tun, nur Tag richten
für Tüb. Bei auch sehr müde.
15. November Mo.

545 nach Tübg.

Prakt. Vorbesprechung. Dan̄ in die
...tanz [?] d. Polyklinik. Große Eiterblase unter d. linken Daumennagel
wird aufgeschnitten. Der Nagel wird
wohl rausgehe. – Alles fragt mich
ersetzt, was mir fehlt, dan̄ ich lege
den Arm in d. Schlinge. [one word illegible] Esse [?]
ein Ec... [?]. raum. Mäßtig. Aber nur 2g.
Mittags Bun̄ ing [?] Ente [one word illegible]. und
Mitschi.
[page 191]

�[bolded text is printed]
16. November Di

Spranger. Dann ins

Praktikum. Essen mit Ursel in Erstichungsraum. Recht gut.
Mittags Wagner Übungen.
Abends Vortrag: Prof. Louis über
Anatolien. Mit Lichtbilden.
Dann nach bei Brig. Löffler [?] u. ihr
chem. Rechnungen beigebracht.
Sie hat mit ihrer Schwester zus. ein
sehr nettes gemutliches Zim̄ er. Wan̄
ich es nur auch mal soweit tra... [?]?
17. November Mi.

Spranger. Dann

in d. ...lung [?], daumen erbinden
lassen. Eiter nicht mehr, heilt... [?]
bald. Praktikum. Essen mit W.
Mittags Abschl. Kollegangehört u.
dan̄ Paters ...logie [?].
bis ¼8u in Praktikum. Wen̄
es dort nur wärmer wäre!
[page 192]
[bolded text is printed]
18. November Do

Abends besucht mich P. W. in Praktikum
u. führt mich dan̄ mit seinem

�Rad nach Lustnau.
19. November Fr
[journal entry is blank]
[page 193]
[bolded text is printed]
20. November Sa

Gert. Exkursion mit

Wagner. Mit d. Omnibus nach
Marbach-Steinheim (...dort [?] des Haus)
Besichteiner halsengarten [?], [one word illegible].
Alles Muschelkalk. Sehr schön
fahrt. Froh muß sich naturlich
wieder neben mich zu setzen im
Omnibus, ich suche ihm zu entrin̄ en wo ich kan̄ , [one word illegible] er ist anhänglich.
auf d. Heimfahrt wollen wir siegen,
aber d. hinter [one word illegible] grählt [?]. [one word illegible] u.
ich merken auf d. Schillerplatz abgesetzt.
21. November So
[journal entry is blank]
[page 194]
[bolded text is printed]
22. November Mo
[journal entry is blank]
23. November Di

Spranger hällt aus. des-

halb zu Bu... [?]. Dan̄ Praktikum.
Paters schaut zeichnungen an. Mittags
mit [one word illegible] 3. Est in ...haus [?]. 3-5
Wagner. Wie ich wieder ins Prakt. kom̄ e

�ist P. W. da u. hat wir ein Arbeitslanggebracht. Er kritisiert mir mein Zeichnungen u. bleibt 2 Stdn. da. Wir unter
halt uns über wieder. Er kopiert zur
seit Leonardo da Vinci. Er will mir’s
auch zeigen. Er weiß so viel, ich kan̄
mir [one word illegible] dum̄ war. Zu einem Man̄
wie ihre kön̄ te ich wirklich aufblick u.
großes zutrauen haben. Ich glaube nun
doch, er mag mich ganz gern. – Wern
nur Froh recht, nur mir [one word illegible]!
[page 195]
[bolded text is printed]
24. November Mi

Morgens in Prakt.

Mit Mertl über Lebensfragen gesprochen.
Recht abwarten, was einem das Schicksal
bringt, sondern selber sein Leben ...en [?] u.
meisten, selber dafür Sorgen, daß es seine
Befüllung bekan̄ t u. ein wirkliches Leben
wird. Sich über Lamentieren hinraachsetzen (Ran̄ te ich das?). Mertl hat Gefühlsriehen, die ich nicht habe, ich ken̄ e mir
[one word illegible] vor wie sie. Mittags sind wir
Zus. in ihren Zim̄ er, sie lieht mir aus
ihrem Tagebuch vor. Gedichte u. ein beizends ([one word illegible].) Märchen. Mir tut’s gut, wen̄
ich mal aus meiner dahinleben abends
ausger... [?] [one word illegible]!
25. November

�[journal entry is blank]
[page 196]
[bolded text is printed]
26. November
[journal entry is blank]
27. November Sa.
Vormittags Sierbest. übungen.
Rotatoria. P. W. nicht da, er ist wohl
noch daheim. 1210 mit d. Eilzug
nach Sgt. Daheim ist’s schön u.
so warm, machen wir im
Praktikum jun̄ erlich geheren [?]
haben bei der Sprangen [one word illegible] jetzt.
Zum letzte mal b. Arzt wegen
d. Einger. Er ist jetzt geheilt.
[page 197]
[bolded text is printed]
28. November So

Ganzen Tag gemutlich

daheim. Viel geschmitzt, [one word illegible] warm
gutes Essen. Chemie gelernt.
Schweizerpakat sind gekom̄ en. Schokolade!! Hier Mama ist d. ganze
Haushalt zu viel, sie sollt ein
Kurzsrau [?] haben!
1. Advent. Bald ist Weihnachten.
29. November Mo.

345 nach Tübig. Vorbe-

sprechung. Wir haben jetzt da. Magnus.
Mittags kom̄ t P. W. u. bringt mir seine
Zeichnungen. Er war daheim u. hat jetzt

�gleich daran gedacht, das ist nett von ihm.
Er denkt also doch hin u. wieder an mich!
Die Zeichnung sind wunderbar schön.
Mittags [one word illegible] geschmänzt [?], in der Heizig
getreffen (mit Anfang Froh) u. Chemie
gelernt. Dan̄ Mitschi. P. W. hätte mir
Kluz [?] angeboten, aber Froh hatte sich schon
lange. angebot u. wir letegt. [one word illegible] wan̄ ich
war den Prof [one word illegible] hätte!
[page 198]
[bolded text is printed]
30. November Di.

H2S Verkoltag [?] mit Marth.
[one word illegible] schlecht! O Schand!

Praktikum. Es spielen sich Tragödien mit
den Armabenpräparaten [?] ab. Schon
etwas 100 sind Erfolg. Wir geliegt es,
abends eine kum̄ erliche durchzubringen,
aber sie ist schlecht, ich muß nochmal
eine machen. Mit Brute beim Essen.
P. W. hat scheint‘s nach nur gefragt, ich
war aber nicht da. Er kom̄ t aber nim̄ t.
Abeds noch lang gelernt. P. W.‘s zeichnunge
angeschaut. Sie sind einzig schön. Er hat
eine Kunstlarischer [?] Arter [?] u. ist uberhaupt
„Der Famlichste von allen!“
1. Dezember Mi.

Ganzen Tag im Praktikum.

Aniebenpräparat [?] in alterletzten Augenblick
mißlungen, die Amabe [?] hin Ubertragen [?] [one word illegible]
Cadeaux [?] verloren. So ein Pech! Und die Zeit

�vorgeht, das Chemie-Kolleg steht auch
wie ein Lang von wir. Ich bringe wenigstens noch ein Paar Foraminiferenzeichnungen zustand.
Mittags bei Paters ganz kurz P. W. gesehen,
er geht aber gleich wieder noch. Z B scheut
zu wie hat, ich bekom̄ t im̄ er mehr d. gefuhl,
ich bin ihre neichtig [?] aber da sieht schon müde
dieser blöd Prof neben wir. Wan̄ ich P. W. nur
viel sagen kön̄ te, daß da mir retal [?] gleichgültig
ist. – Abends W. ge... [?]. Zus. b. Heinz
Köffler [?], ihn ein geladen auf Son̄ tag.
[page 199]
[bolded text is printed]
2. Dezember Do.

Spranger: Was ist Er-

laubnis? Unser Glaub [?] ...tiert [?] noch daruber (Hoch tut dabei nicht den Mund auf)
Vorbesprechung. Dan̄ in d. Chemie. Unser
Abschtußkolleg ist am 13. P. W. besucht.
Er sagt mir, daß sein früheres Zim̄ er frei
wird. Ist allerdings noch nicht ...zeur [?]. [one word illegible]
30 KM. ...teuer [?]. – Mittags bei W. in d.
...mie [?]. Präpariersaal schön, aber
diese Leichen betrachtet man gar nicht mehr
als Menschen. Mittags b. [one word illegible] u. [illegible strikethrough]
Reihlen [?]. Mertl sagt, daß unser chem. Praktikum auf d. ...berg [?] will. Der würd ich
vollend. Abends nach W. in seinen ...ne [?]
Zim̄ er besucht.

�3. Dezember
[journal entry is blank]
[page 200]
[bolded text is printed]
4. Dezember Sa.
Tierbest. übg Daphniden, Cyclope.
¼12u mit d. Eilzug nach Stuttgart.
Gemütlicher Samstagsnachmittag.
W. spielt abends bei Ehrhands an
Niklaus.
5. Dezember So. Ganzen Tag daheim.

[a line is drawn here]
Ich glaub, wan̄ P. W. nicht mitgeht, gehe ich
auch nicht auf den ...berg [?]. Die andern sind
wir ja so wunscht. – Ich bin wieder mal
erstlos morgeneinhalt [?] u. unglaublich. Ich
glaub, mir ist gar kein Glück beschieden
[page 201]
[bolded text is printed]
6. Dezember Mo.

6 545 nach Tüb.

Im Praktikum Blutausstrich u. Trypanosomen. Mit Beate b. Essen. Im Geschwind
P. W. gesehen, er sieht hatte einen anderen Anzug
den u. schwarze Krawatte, wie in Traues. Aber
er beachtet mich kaum. Bei Wischti lehre
ich ab, daß froh nur Platz belegt.
Unser bei Abschlußkolleg zugehört. Wir

�fehlt noch viel.
Abends bei Brig. Löffler [?], ihr Pechwungen
bei gebracht u. gelernt.
7. Dezember Di.

Ich bin so unglaublich u. zu

nichts mehr fertig. Ich glaub, froh hat es so mit
geraucht, daß P. W. nichts mehr von mir müssen
will. Er war eine Zeitlang so nett u. da
stand dauernd froh da, nun denkt er sicher, ich
bin ganz [one word illegible] froh begeiltet. Es wan̄ er nur
müßte, wie es in Wirklichkeit ist!! am Mittwoch, den 15. soll nur doch d. Biol. Ball sein,
es wird schrecklich, wan̄ ich mit Froh gehen soll.
Ich freu mich gar nicht. Und das Verbren̄ efast
soll auf d. ...berg [?] sein – ein Roßide [?]. Ich
sagte es heut zu P. W., als er seine Zeichnungen
holte, da weint er, er ...ge [?] da auf keinen
soll mit das sei [one word illegible], 2 seht auf einmal sei
auch zu viel. Ich freu mich auf gar nichts
mehr. Jezt würd ich’s gern alles sagen.
[page 202]
[bolded text is printed]
8. Dezember Mi.

Heut hab ich mich Froh gesprochen. Er hat mich zum Ball

eingeladen. Mark sagt du Spaß u. würde,
Mark würd mich sicher einladen. Wir würden
so gut zus. passen. Nun hat ich zu Froh gesagt,
ich müßte noch nicht ob ich mit ihm gehen kann.
Und ich kön̄ te auch sein Gefühle nicht so vermieden,
[one word illegible] auch nicht, daß er mich dauernd be-

�gleitet usw. Er war ganz bleich u. sagt er hätte
wir schon lang sagen wollen, wie gern er mich hat.
Abends begleitet er mich noch ein Stuck [?] u. wir sprache
nochmals miteinander. Er hat es schon gemerkt
daß ich in letzter Zeit ablehnend war, aber es
war ihn auch problemetisch, weil ich sicher bald fertig
u. er im 4. Serm [?] [one word illegible] ist. Ich redet ihn gut zu, er hat
mir so Leid. Aber wir hätte ja ein zusam̄ engepaßt. – Wan̄ mich P. W. einladen würde. Aber
9. Dezember ich glaub es nie u. nim̄ er. Jetzt
ist schon alles verdorben.
Do.

Spranger, dan̄ vorbesprechung. Im Be-

...ischen [?] hat ich die ...isten [?] angesehen,
da steht Mark mit ...tter [?]! Jetzt muß
ich’s wenigstens sicher!! Onnie kan̄ ich’s
ihn nur zeigen, wie lieb ich ihn habe, aber
er müß ja meinen, ich [one word illegible] zu Froh.
Aber ich muß jetzt wirklich erst [?] ansehen,
mein Flink [?] doch nach zu bekom̄ en. Wen̄
es nur noch nicht zu spät ist u. es P. W.
endgültig zu dum̄ ist! Ich hätte viel [one word illegible]
schon viel ...ter [?] sprechen sollen! Ich
wird P. W. bitten, darf auch d. Außlog mitzugehen.
[page 203]
[bolded text is printed]
10. Dezember Fr.

Vormittags Praktikum.

Mittags bei Mark. Vorher [?] Zim̄ er von
Herr Siehel [?] besichtigt, das frei wird. Ist
aber nichts. Dan̄ mit Mark den

�ganzen Nachmittag Chemie gelernt.
Ich kan̄ nicht aber einfach nicht mehr
Konzentrieren. Wie soll das im
Kolleg werden? Abends noch beim
Nachtessen bei ihnes Mark freut sich
mit wir.

Sa 11. Dez.

Morgens Glatteis. Be-

stim̄ ungsübungen. Dan̄ kom̄ t [one word illegible].
Sie ist im̄ er noch nicht eingeladen.
Fladt? [one word illegible]? Werner? P. W. hat mir
11. Dezember ein Päckchen zum Augenfarbe [?]
hergerichtet. Sein Amipaket [?] ist getroffen.
Er bietet sich für Schuld zur Vermittlung
eines Ballparkens an. Dan̄ mit
Han̄ i Midrau [?] noch Station [?] heißen Zug.
Daheim P. W’s Paket geöffnet. Deine solle
Sachen, alles was man braucht u. für mich
noch ein Täfelchen Schokolade! Es ist doch nett
von ihm. – Abends habe ich Mama alles
erzahlt. Wir kom̄ en jetzt wieder St... [?]
Lade... [?], ob ich alles eichtig [?] gemacht
hab, jetzt da ich abends mehr Abstand hin
ab [one word illegible] hole aber alles ist ein schon so.
[a line is drawn here]
Abends! Ich kan̄ mein Glück nach [one word illegible]
nicht fassen! P. W. hat mich zum Biologenball eingeladen!!!!
[page 204]

�[bolded text is printed]
12. Dezember So.
Daheim. Chemie lernen, aber ich kan̄
mich einfach nicht recht konzentrieren.
Mittags kom̄ t Onkel Hermann
zu Besuch, ich ...dte [?] mich oft ab,
aber dan̄ sind so interessant Gespräch
über Naturwissenschaft u. Religion,
daß ich auch zuhören muß.
Nach richten für Tübingen.
13. Dezember Mo.

Der Anglückstag ist da.

545 nach Tüb. Vormittags mit Mark
in der Heizung Chemie gelernt.
Ich hab noch zieml. ...ücken [?]. Mittags Kreuzer [?] getroffen u. noch eine
Stund mit ihm gelaufen u. repatriert.
Dan̄ - ich Schenk! Veihlen [?] krank, ......aft [?] fällt d. Kolleg. Es geht recht u.
schlecht, ich bin nicht rufernterich [?], aber ich
kom̄ e durch. Nun habe ich den Schein [?]!!
Abends noch kurz P. W. da nach Mitschi.
Brief schreibe u. bald ins Bett.
[page 205]
[bolded text is printed]
14. Dezember Di. Spranger. Dan̄ ins
Praktikum. Vorticella. Mit Frl. Standen...zer [?] Sichtfragen besprochen. Ich
[one word illegible] es schon, daß sich nicht mal der
ganze Sicht zus. hin [one word illegible] zur Besprechung,

�aber des geht bei solchen Leute schlecht.
Mittags einkaufen u. [Mikrotechnik]
gemacht.
Abends im Konzert d. Baumberger Schulharmoniker unter Krupportsbusch [?].
Schuman̄ 4., Tschaikovsky 5. Symphonie.
Wunderbar. Jetzt freu ich mich auf
morgen!
15. Dezember Mi.

Spranger. Dann

macht PW auf mich u. zeigt mir sein
[one word illegible] nach Leonardo da Vinci, die er gemacht
hat. Es ist ein Frauenkopf, den es ziemlich
stark vergrößert hat, zuerst mit Bleistift,
dan̄ mit Köhl. Er hat Ausdrück und
zeigt, daß er was kan̄ . Gefällt mir sehr
gut. Beratungen [?] für den Ball. Dan̄
11u Papa abgeholt, er bringt mir die
Kuchen. Mittags Brötchen sichten dan̄
nochmals P. W. gesprochen. mestschwierigkeiten [?]. Dan̄ aufs Schluß- Tischinsten [?].
Abends Biologenball.
[page 206]
[bolded text is printed]
16. Dezember Do
[journal entry is blank]
17. Dezember Fr

�…fest [?]
[page 207]
[bolded text is printed]
18. Dezember Sa
[journal entry is blank]
19. Dezember So
[journal entry is blank]
[page 208]
[bolded text is printed]
20. Dezember Mo
Morgens waschen u. putzen. dann
zu nach Tübingen.

Abends noch bei Brig. Löffler [?]
Sie will in Jun. [one word illegible]. habe. Auf
ihrer [one word illegible] ein [one word illegible] machen.

Spranger verschlafen.
Mit Autole Koffer von Lustnau serien gebracht.
21. Dezember Di

Vormittags Mikro-

tonschritte gemacht. Mit Ursel
[one word illegible] bei gut Essen im Ges... [?]. W.
getroffen: Ich kan̄ zu ihm zeichen [?].
Nach d. Essen Besuch b. Wagners.
Mittags Ubungen bei Schersch [?].
Dan̄ Abends heimgefahren nach
allseitige Verabschiedung. Froh

�der Getraue, trägt mir d. Kaf... [?]. Im
Zug wie 2 zus. mit Seibald u. Schuld
sehr nett Heimfahrt. D. erzählt [one word illegible]
fruhener [?] Exkursionen. Abschied u. Froh,
ich glaub, er hat mich viel hin recih [?] uber.
In d. Muß. Bahn mit Leib.

Heimkehr [?].

[page 209]
[bolded text is printed]
22. Dezember Mi
Putzen, Teppich klopfen, Bäden
machten. Sehr wird in d. Kuchen
gesagt. Nachmittags u. Abends
ist schon Werner da. Er ist wirklich
ein feiner Mensch u. ...iert [?].
Vielleicht zieht er jetzt nach ...uldsrufe [?].
23. Dezember Do. Kuchenbacken,
Putzen.
Mittags mit W. in der Stadt. Weihnachtsrun̄ el in der Kaufhausern,
Butterkremtorte im Bessen Cafe ......schmidt [?], Rot Wunst [?] auf der
Weihnachtsmesse, ...eljakob [?].
Besuch bei Onkel Alfreds, sie auf
Montag eingeladen. Tant Luise
kan̄ nicht kom̄ en, sie ist seht hinfällig geworden. –
Ich bin gar nicht, zufrieden mit
meinen halten für d. Eltern.

�[page 210]
[bolded text is printed]
24. Dezember Fr.

Morgens noch letzten

Vorbeiritungen (Heringssalat [?], usw)
bis zum Schluß bin ich noch unglücklich, daß
ich so ...ertig [?] Geschenk habe aber dan̄ gelingt nur
noch in nettes Gedicht. Ich will ein Reisetgebuch
vor unser fahrt machen.
Dan̄ Geiliger Abend. Der Baum ist wunderschön. Papa lieht die Weihnachtsgeschichte u. ein
Gedicht u. [one word illegible]. [one word illegible]. Meyer. Dan̄ lange Beschwung
mit vielen Überraschungen u. Gedichten. Ich habe
einen schönen Tagesrieg bekom̄ en, 3 Bücher, Wäsche,
Steu... [?] (von W.) Schokolade, Standpunkte [?], 10 DM,
W. hat Kleidungsstück u. Praktisches. Mama eine
Mange: Woll, Kuchenwunder [?], Tasch, ...eo [?] usw. des
Violinkonzert u. Beethoven freut Papa sehr. Es ist auch
wirklich schön. Wir lassen d. 2.4.6. Tag noch spiele.
Das Nachtessen ist lukullisch [?]. Alles ist wirklich
25. Dezember schön u. ...risch [?].
1. Weihnachtsfeiertag.
Hans [one word illegible] Frühstück. Forellenguinstatt [?]
im Radio – Mundeschi. Zum Mittageht
gibt es die. Haus des kleine (mannes)
ein Buchste mit Hinschleisch.
Mittags kom̄ t die ganze Familie Schwenkel
u. es ist sehr nett u. gemutlich. Die
sind auch noch zum Nachtessen da. Wir
spielen unser ganzes Violinkonzert u.

�es ist viel schöner wie gestern.
Dan̄ zu reden wir ihn bauen noch an d.
singen Weihnachtslieder.
[page 211]
[bolded text is printed]
26. Dezember So.

2. Feiertag.

Vormittags H-woll-Meste u. Bach im
Radio. Tant Erika mit Milfred
kom̄ t zu Besuch. Mittags Schlachbrot
u. Spätzle-samlich
Ich sange des Seitetagebrief mit einer
Übersichtskarten. Das macht wir jetzt
inslich Spaß. O‘ ich hab so viel war, ind
paar Wochen.
Abends kom̄ t Rulf [?] Erferd.
27. Dezember Mo.

Morgens putzen u.

kochen. Mittags kom̄ t Onkel Alfred
zum Kaffee – Elisabeth ist leider erkältet.
Wann ist wirklich dauernd von Kuchen
angefullt.
Abends kom̄ t Herr Lutz [?] – Sket.
[page 212]
[bolded text is printed]
28. Dezember Di. Waschen, putzen ihn.
Stricken. vollbild d. [one word illegible]. ...st [?].
Mitags mit Mama spazieren.
Schön Wetter, warm.
Abends Besuch v. Winfried Laurgerter [?].

�28. Dezember Mi.
Morgens in d. Stadt. Eisenerzamt [?],
Konzertkarte, in d. Kaufhausern.
Mittags bügeln, dan̄ vollbild
d. [one word illegible]. ...st [?]. arbeiten.
Ich lese jetzt der Malers [?] Stolten [?].
[page 213]
[bolded text is printed]
30. Dezember Do.
Putzen usw.
Vollbild d. [one word illegible] ...st [?].
Mittags Besuch v. Onkel Gottf... [?]
abends von Winfried Laurgerter [?].
31. Dezember Fr.

Morgens putzen u. backen.

Mittags Vollbild d. Pratm [?]. arbeiten.
Abends Abschluß meiner hinangen:
Versatz: Im müssten Jahrr will ich punktlicher darf schreiben. – Wir warteten eine
gemütl. Silvesterabend mit Spielen,
abeigirsen (ich müß natürlich einen
Man̄ greßen!), ...in [?], Musik.
Nach 12u tazen W. u. ich noch.
Nun ist schon wieder ein Jahr [one word illegible],
es ist was dann, je älter der Mensch
wird, nur so schnell fließt die Zeit.
[page 214]
[bolded text is printed]
Vormerkungen
Wan̄ ich so zurückdenken, ich kann

�ich wirklich froh u. dankbar sein.
1948 war ein schönes Jahr in meinen
Leben, es hat mir viel gebracht
an schönem, an Lernen, Leben im
der Natur, lustigen Studentenleben
an Freundschaft u. auch an Lieb...es [?] wird mir 1949 bringen?
Ich freu mich drauf – des Leben
kan̄ so schön sein!
Die ganz große Sache ist ja es die
Politik! Ganzen, laß keinen
Krieg mehr kom̄ en, des man̄ nicht
aus zu denken!
Aber 1949 wird mein letztes, noch
einigeneßen unbeschwartes Studienjahr sein- es daran müß ich im
mer denken. 1950 bringt dan̄ wohl
die Prüfung.
Also lassen wir d. neuen Jahr
seinem Lauf!
Herr, schichte, was die willt
sein Liebes oder Leides...
Mörike
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[rear cover]
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                  <text>Ernst Stuhlinger was born in 1913 in Niederrimbach, Germany, and died in 2008 in Huntsville, AL, USA. Stuhlinger was a German scientist brought to the United States through Operation Paperclip, and like many of his Paperclip peers, he became a naturalized United States citizen in 1955.&#13;
&#13;
Stuhlinger’s accomplishments in both promoting and advancing space travel were many. He worked as a technical consultant with Walt Disney Pictures to create “Man in Space” (1955), “Man and the Moon” (1955), and “Mars and Beyond” (1958). Stuhlinger contributed to the 1958 launch of the Explorer I satellite by inventing a timing device, helped design the solar x-ray telescope used in the Skylab space station, worked on the Apollo Telescope Mount, worked on the initial phases for what would become the Hubble Space Telescope, and authored “Ion Propulsion for Space Flight.”&#13;
&#13;
Stuhlinger served as the Marshall Space Flight Center in Huntsville’s director of the Space Sciences Laboratory from 1960 to 1968, and then as the associate director for science from 1968 to 1975; he retired in 1975.&#13;
&#13;
After retiring, Stuhlinger joined the University of Alabama in Huntsville as an adjunct professor and senior research scientist, and he stayed on for two decades.</text>
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                <text>Irmgard Stuhlinger was the wife of Ernst Stuhlinger, a scientist acquired in Operation Paperclip. In this journal she details her daily life starting from January 1st, 1948 to December 31st, 1948. She touches on the topics of post-secondary education, family events, and holidays in the post-war period. At the end of the journal, she includes an entry about the year to come.</text>
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                <text>This material may be protected under U. S. Copyright Law (Title 17, U.S. Code) which governs the making of photocopies or reproductions of copyrighted materials. You may use the digitized material for private study, scholarship, or research. Though the University of Alabama in Huntsville Archives and Special Collections has physical ownership of the material in its collections, in some cases we may not own the copyright to the material. It is the patron's obligation to determine and satisfy copyright restrictions when publishing or otherwise distributing materials found in our collections.</text>
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                    <text>[front cover]
[bolded text is printed]
Irmgard Lotze
[left side of page, vertically written top to bottom]
angefangen: 28. Mai

1934

beendigt:

19

[vertical boxes on left margin, vertically written, top to bottom]
Nr.
Name:
Wohnort:
Stuttgart
Nr.
[front inside cover]
[cover is blank]
[page 1]
[drawing of a school with two trees on the left side of it, three trees on the right, a sun in the sky, kids
playing in front of it, and a German tricolor flag flying above it]
Irmgard Lotze
Stuttgart, den 28. Mai 1934
Unser Lerngang auf die
Solitude
Am Montag, den 14. Mai
machten wir einen großen Lern=
gang. Wir sammelten uns um
8 Uhr vor den Hauptbahnhof und
fuhren mit der Straßenbahn nach
Gerlingen. Eine Haltestelle vor
[page 2]
den darf stiegen wir aus und

�gingen durch die Felder. An einem
Bauernhaus sahen wir zwei Schäf=
lein mit ihrem Jungen. Wir
packte sie am ihrem Dicken, wol=
ligen Fell. In den Wiesen fanden
wir viele Blumen, z. B. Blutstrupfchen,
Wiesensalbei, Lichtnelken, Vergiß=
meinnicht, Hahnenfuß, Morganetchen,
Wiesenbaksbart, Hirtentäschelkraut,
Nelkwurz, u. a. Während des
Blumensuchens sahen wir eine
Lerche hoch in die Lüfte aufsteigen
Und hörten ihren jubelenden Gesang.
In Gerlingen gingen wir auf
[page 3]
den Friedhof und besahen aus das
Grab von Schillers Vaters und Schwe=
sters. Von da aus gingen wir durch
das darf hindurch und kamen auf
einen Feldweg, der auf die Höhe
führte. Hier komte man an meh=
reren Stellen den buntfarbigen
Keuper sehen, aus dem der Berg
besteht. Auf der Höhe angelangt,
wanderten wir auf der Leonberger
Straße der Solitude zu. Als wir
endlich das Schloß durch die Bäume
schimmern sahen, freuten wir
uns, dem wir waren sehr müde

�geworden. Wir legten uns
[page 4]
auf den sonnigen Platz vor den
Schloß und seine Umgebung
besichttigt und nach einigen Spiele
gemacht hatten, traten wir trau=
rig, weil wir die schöne Gegend
verlassen mußten, den Heim=
weg an.
[note on the page written in red ink, apparently not by the author: ~ Sch: 6]
[page 5]
[drawing of children playing a game involving numbers on the floor numbered from 1 to 14, seemingly
indoors]
Irmgard Lotze
Stuttgart, den 6. Juni 1934.
Kommt, wir wollen spielen!
Vorigen Sommer spielten wir
Staffellauf. Alle Kinder hast von
unterm Haus, das sind nämlich
viele, und noch von den Nachbar=
häusere spielten mit. Ich war
in der Abteilung, wo die großen
Buben waren. Die konnten besser
[page 6]
springen, obwohl in der andern
Abteilung auch Große waren.
Nun gings los. Ich zag Schuhe
und Strumpfe aus, daß ich besser
springen konnte. Meine Abteilung

�gewann immer. Als ich wieder
hinauf mußte in die Wohnung,
schwitzte ich furchtbar, daß ich schwei=
ßig war. In unsern hof wird
wirkilch Plattenhopfe mit großem
Eiser betrieben. Immer, wenn
man wir gute Steine zum Werfen
finden, bewahren wir sie uns auf,
daß wir am nächsten Hopfen ge=
winnen. Aber manchmal haben
[page 7]
wir auch auch Unglück Werfen
und hopfen.
[note on the page written in red ink, apparently not by the author: gut]
[page 8]
[page is blank]
[page 9]
[drawing of a child and adult in a room with a writing desk and other furniture, with an open window]
Irmgard Lotze
Stuttgart, den 9. Juni 1934.
Wenn Besuch kommt.
Ich freue mich immer, wenn
Besuch kommt. An meinem Ge=
burtstag kam auch Besuch. Da
kamen alle meine Freundinnen.
Es waren ungefähr zwölf Kinder.
Da kamten wir fein spielen. Beim
[page 10]
Essen machten wir hänsel und

�Gretel und Telephon. Beim
Telephonieren kamen zuletzt oft
ganz komische Sachen heraus. Später
machten wir auch noch lustige
Spiele. Abends gab es Pudding
und eingemachte Erdbeeren. Dann
mußten sie nacheindander heim. Ich
freue mich aber nach ärger, wenn
meine Großmutter kommt. Die
weiß immer etwas zu erzählen,
obwohl sie in Stuttgart auf dem
Weißenhof wohnt. Sie bring uns
[page 11]
auch immer etwas mit. Manchmal
kommen auch meine Bäschen vom
Weißenhof. Da wird dann auch
immer schön gespielt. Manchmal
verkleiden wir uns mit Fetzen
und andere alten Sachen. Aber
leider geht der Nachmittag so
schnell vorbei und sie müssen
heim.
[note on the page written in red ink, apparently not by the author: gut]
[page 12]
[page is blank]
[page 13]
[drawing of children seemingly playing in a clearing in the woods where there’s a stone structure with an
archway in it]
Irmgard Lotze

�Stuttgart, den 11. Juni 1934.
Unser Lerngang nach Vaihingen.
Am Donnerstag den 4. Juni machten
wir wieder einen Lerngang. Dies=
mal sammelten wir aus am Schwab=
tunnel, und dann gings die hasen=
bergsteige hinauf. Am Wasserwerk
bogen wir links ab und gingen
den Weg, der am Abhang des
[page 14]
hasenbergs entlang führt. Wir kamen
an vielen Weinbergen und Gärten
vorbei und sahen schon einiger reihe
Johannisbeeren und viele reihe Kir=
schen. Unter aus im Tal lag die Karls=
vorstadt, auf der gegenüberliegenden
Höhe erblickten wir einige Häuser
von Degerloch und den Degerlocher
Aussichtsturm, und vor uns sahen
wir die Filderebern mit Möhringen
und Vaihingen. Plötzlich entdeckten
wir, daß wir auf dem Eisenbahntun̄ el
standen, der durch den Hasenberg
[page 15]
führt. Eben läutete es, deshalb war=
teten wir eine Weile und bald sahen
wir den Zug aus den Berg hervor=
kommen. In kurzer Zeit erreichten
wir den Wald und wanderten auf

�schattigen Wagen zur Aussichtsplatte
„Himmel“. Hier hielten wir kurze
Rast und ließen uns das Vesperbrot
gut schmecken. Nach dem Vesper
stiegen wir zu dem Steinbruch im
Dachswald hinunter. Hier sahen wir
große, weiße Stubensandsteinbläke.
Zwei Männer waren damit beschäf=
[page 16]
tigt Steine loszubrechen, und einer
bearbeitete sie, und machte Grabsteine
daraus. Von hier aus stiegen wir
auf einem schmalen Weg auf die
Höhe, und gelangten bei Vaihingen
nochmals zu einem Steinbruch. Hier
waren die Steine dunkel, fast scwarz
man nennt sie Lias oder sSchwarzen
Jura. Beim betrachten der Steine
entdeckten wir ein versteinertes
Schneckenhaus. Nun gings durch
Vaihingen hindurch zum rämischen
Wachhaus. Dort lagerten wir uns
[page 17]
und hielten Mittagspause. Nach
derselben wanderten wir durch
einen schären Wald zum Schatten
und zum Bärenschlößchen. Hier
verweilten wir uns ein wenig,
wobei einige von uns zwei Auf=

�führungen machten. Dann gingen
wir fröhlich mit Gesang nach Hause
[note on the page written in red ink, apparently not by the author: Sch: gut]
[page 18]
[page is blank]
[page 19]
[drawing of trees and what appears to be a stone watchtower]
Irmgard Lotze
Stuttgart, den 4. Juli 1934.
Unser Lerngang auf das Burg=
holz.
Am Montag, den 2. Juli machte
unsre Klasse wieder einen Lern=
gang. Diesmal sammelten wir
aus auf der Daggenburg. Wir
gingen am Wald entlang und
[page 20]
fanden eine hellblaue Blume,
die heißt Wegwarte. Wir wollten
eine davon mitnehmen, aber der
Stengel war so zäh, daß wir ihn nur
mit einem Messer abschneiden kon̄ ten.
Dann gingen wir über den Gähkopf.
Dort sahen wir ein geschnittenes Reps=
feld. Ein Mann mit einer Rätsche stand
mitten in Feld und vertrieb die Vögel.
Als wir die Samen von Repsange=
schaut hatten, gingen wir über die
Weißenhoftiedlung. Am Weißenhof

�sahen wir einen ausgebrauchten
[page 21]
Steinbruch. Dort kamen wir an
einem Platz vorbei, wo Blindenhunde
abgerichtet werden. Nacher gingen
wir auf einen Weg und über zwei
Straßen an das Tor, wo man auf
das Burgholz hinaufsteigt. Der Weg
ging durch viele Weinberge und am
Tierheim vorbei zum Aussichtsturm.
Kurz vor dem Turm lagerten wir
uns. Wir vesperten und machten
einige Spiele. Nachdem wir ungefähr
zwei Stunden da waren, stiegen wir
auf den Aussichtsturm hinauf. Dort
[page 22]
hatten wir eine schöne Aussicht. Wir
sahen den Neckar, den Korber Kopf, den
Schurwald und noch vieles andern.
Nachdem wir alles gesehen hatten
stiegen wir wieder hinunter. Unter
angelangt wanderten wir zu dem
Muschelkalksteinbruch. Der Neckar
floß immer neben unsrer Straß
her. Wir fanden einige seltene
Steine und wanderten wieder der
Weg zurück. Bald kamen wir zu
einer Ziegelei, die wir uns von
innen anschauen durften. Nach der

�[page 23]
Besichtigung wanderten wir weiter
und kamen zu einem Sauer=
wasserkalksteinbruch. Da lagen
große, mächtige Sauerwasserkalk=
steinbläke. Wir sahen zu, wie ein
Mann in einen Stein ein Loch
hinerbohrte. Dann gingen wir unter
eine große Eisenbahnbrücke und
gingen dann von unter in den
Steinbruch hinein und schauten ihn
an. Von dort aus gingen wir am
Elecktrizitätswerk vorbei zur Straßen=
bahnhaltestelle und fuhren heim.
[note on the page written in red ink, apparently not by the author: gut]
[page 24]
[page is blank]
[page 25]
[drawing of a building, seemingly a church in Württemberg]
Irmgard Lotze
Stuttgart, den 18. Juli 1934.
Unser Lerngang auf den Württem=
berg.
Vorgestern, am Montag den 16. Juli,
machten wir wieder einen Lerngang.
Diesmal sammelten wir aus auf dem
Schloßplatz. Nachdem wir alle beisam=
men waren, fuhren wir mit dem 26er
[page 26]

�nach Untertürkheim. Wir sahen auch
das Stadion im Vorüberfahren. Eine
oder zwei haltestellen nach dem Stadion
stiegen wir aus, und nun gings steil
den Württemberg hinauf. Auf einmal
waren Weg eine Steinwand, wo man
den Gipsenergel sehen konnte. Viele
von uns fanden schöne W weiße und
rose Steine. Nun liehen wir vollends
durch das dörfchen Rotenberg hindurch
zur Groskapelle. Da hatten wir eine
schöne Aussicht. Auch wurde hier
fröhliches Vesper gehalten. Nach dem
[page 27]
Vesper durften wir in die Kapelle
hinein. Die war reich verziert. Dann
durften wir in sdie Gruftgehen und
die Sarkophage ansehen, in dem
König Wilhelm I und seine Gemahlin
Katharina begraben waren. waren
Auch die Prinzessin Marie war dort
begraben. Nachher, als wir zwischen
alles besichtigt hatten, gingen wir
zwischen Feldern, einem Spargelfeld
und am Tor vorbei zur Katharinen=
linde. Dort hielten wir Mittagsrast
und machten einige Spiele. Dann gingen
[page 28]
wir an den dorf Rüdern vorbei ins Tor

�nach Eßlingen. Schon von weitem sahen wir
die schöne gotische Frauenkirche und die
Stadtkirche. Wir sahen auch zwei Tor=
türme. Als wir ganz unten waren
sahen wir, wie gerade die Rathausuhr
2 Uhr schlug. Da bewegten sich zwei
Figuren und ein Adler sein Flüge
dann stiegen wir zur Burg hinauf.
Dort vesperten wir und machten Spiele.
Nachher gingen wir den Wehrgang hin=
unter und nachdem wir nochmals die
Rathausuhr hatten schlagen sehen, gingen
[page 29]
wir zur Großenbahn und fuhren
heim.
[note on the page written in red ink, apparently not by the author: gut]
[page 30]
[page is blank]
[page 31]
[drawing of children playing outside, supervised by adults, seemingly in a playground, one hanging from
a bar suspended between two supports, while the adults converse and watch the kids]
Irmgard Lotze
Stuttgart, den 10. Sept. 1934.
Ein Geburtstag.
Wir waren in Heidenheim. Meine
Eltern waren auf einer GAutofahrt. Am
2. August hatte mein Brüderchen Ge=
burtstag. Bei unserer Tante bekam
er schon Sachen. Wir gingen bald zu

�unseren Großeltern. Dort bekam er
[page 32]
2 M und süße Sachen. Zum Mittag=
essen gab es seine Leibspeise. Nach dem
Mittagessen kam die Nachricht in der
Zeitung, daß Hindenburg gestorben
sei. Ich hgabe gleich alles gelesen. Wir
gingen bald nach dem Essen wieder
fort, denn wir waren bei unserer
Tante eingeladen, die auf dem Otti=
lienberg wohnt. Dort wurden wir
zuerst tüchtig gefüttert, daß wir fast
nimmer laufen konnten. Dann wur=
den wir photographiert. Nachher turnten
wir an einer Turnstanget. Später
[page 33]
spielten wir Rasperlestheater. Da
hängten wir ein Tuch über die
Turnstange. Später spielten
Die Figuren hatte meine Tante
selber gemacht. Zuerst spielten
mein Brüderchen und ich. Dann
mein Bäschen Lare und meine
Tante. Nachher war eine Verlosung.
Ich gewann einen grünen Porzellan=
schuh. Geschenkt bekam ich ein Krügchen,
eine Platte und eine Zahnbürste.
Nun war es Zeit, daß wir zu meiner
Tante in der Schnaitheimer Straße

�[page 34]
gingen und zu Nacht aßen. Nach
dem Nachtessen fuhren wir noch
mit meinem Bäschen Elisabeth Rad.
[note on the page written in red ink, apparently not by the author: gut]
[page 35]
[drawing of two kids sitting in a flower field, holding detailed flowers, underneath a tree, with a stream
passing by and a water fowl in it, a partly sunny sky]
Irmgard Lotze
Stuttgart, den 29. Sept. 1934.
Ob ich auf dem Lande wohnen
möchte?
Ich weiß nicht recht, was ich sagen
soll. Auf dem Land ist vieles
schön und in der Stadt auch. Auf
dem Land ist es so schön, in den
Wiesen in hohen Gras zu sitzen
[page 36]
und Blumen zu pflücken und
Kränzchen zu machen. Dagegen
in der Stadt gibt es nicht so viele
Wiesen, wie auf dem Land,
aber auf der Höhe hat es schöne
Wälder und Siedlungen, wo
hinter den Haus auch noch schöne,
große Garten sind. Eigentlich wär
ich ein ganz klein bißchen lieber
auf dem Land. Da kann man
so schön in Heu wühlen und

�schlafen, wie ich es einmal mit
meinen Bäschen und meinen
[page 37]
gr Vettere getan habe eine Nacht.
Wir waren zu sechs. Auch haben
wir Kühles getan im Kuhstall,
wo wir an Stelle der Kühe waren.
Am liebsten wäre ich ein Jahr
auf dem Land und ein Jahr
in der Stadt.
[note on the page written in red ink, apparently not by the author: gut]
[page 38]
[page is blank]
[page 39]
[drawing of six individuals sleeping under blankets on sleeping areas that are side by side with one
another]
Irmgard Lotze
Stuttgart, 15. Okt. 1934.
Regenwetter.
Im Sommer 1933 in den Ferien
wollten wir einmal an den Boden=
sen fahren mit dem Sonderzug.
Wir waren damals in Gebirge
in Bühl am Alpsen. Von In̄ en=
stadt aus wollten wir fahren.
[page 40]
Als wir aufwarten, war es
strahlend schönes Wetter. Kaum
aber hatten wir aus angezogen,

�da regente es. Das war eine
Enttäuschung. Da sagte mein Vater:
Wir gehen nach Steibis. Dort waren
unsere Verwandten in der Sommer
frische. Schon war die Freunde wieder
hergestellt, denn nach Steibis in das
Bauernhaus gingen wir gern. Dort
war große Freude, als wir kamen.
Es regente aber immer noch, so daß
wir nicht hinaus kamten. Da plagte
[page 41]
wir meinem Vater so lang, bis er
uns erlaubte, daß wir dableiben
durften die Nacht über. Wir saßen
nun in den freien Kuhstall und spielten
Kühles. Nachts schliefen wir im Heu.
Das war lustig. Der Regen stränte
auf das Dach der Scheues. Wir schliefen
nicht lange. Morgens in aller Fröhe
standen wir auf. Dann wurde ein
Schwein geschlachtet. Wir sahen zu wie
es gebadet wurde, wie Würste gemacht
wurden und was man eben sonst
nach alles tut. Zum Mittagessen
[page 42]
gab es ein Gäkele. Dann gingen
wir heim.
[note on the page written in red ink, apparently not by the author: gut]
[page 43]

�[drawing of a cart labeled “Winterhilfswerk” being pulled by a horse, with a child running behind it,
trying to hand a package to one of the three men riding on the cart]
Irmgard Lotze
Stuttgart, den 22. Okt. 1934.
Von Winterhilfswerk.
Wirklich fährt ein Morgen vom
Winterhilfswerk durch die Stadt. Er
ist von Pferden gezogen und oben
auf dem Wagen sind ein paar
SA-Männer. Von Zeit zu Zeit hält der
Wagen und ein SA=Mann bläst
[page 44]
auf einer Trompete. Die sammeln
für arme Leute, die für den Winter
keine warmen Kleider haben auch alte
Sachen gehabt, welche wir und meinem
Brüderchen zu klein waren. Das
haben wir auch der Winterhilfe ge=
geben. Es gab ein ganz großes
Paket.
[note on the page written in red ink, apparently not by the author: gut]
[page 45]
[page is blank]
[page 46]
[page is blank]
[page 47]
[drawing of an anthropomorphized hedgehog and mole, standing in front of a house seemingly built into
a hill, with two windows, and an open door, a sign over the door reading “Maulwurf”, and a stone
building in background, mostly sunny sky]
Irmgard Lotze

�Stuttgart, den 29. Okt. 1934.
Der Igel und der Maulwurf.
Es war einmal ein Igel. Als er werkte,
daß der Winter kam, bat er den Maul=
wurf ihn in seiner Höhle den Winter
über wohnen zu lassen. Der Maulwurf
war es zufrieden und lies ihn herein.
Der Igel aber machte sich bereit in der
[page 48]
Wohnung des Maulwurfs, daß sich
dieser alle Augenblicke stach an
den Stachele des Igels. Da sagte der
Maulwurf zum Igel: Die Wohnung ist
für uns beide viel zu klein. Aber der
Igel sagte: Wenn es nicht paßt, der
soll fortgehen, ich aber bleibe da!
[note on the page written in red ink, apparently not by the author: bf]
[page 49]
[page is blank]
[page 50]
[page is blank]
[page 51]
[drawing of a child laying in bed, with a chicken and egg on top of their covers, an adult standing by the
bed, a framed piece on the wall, and a door opening to the outside nearby, where there are two adult
hens, three chicks, and some hay]
Irmgard Lotze
Stuttgart, den 15. Nov. 1934.
Auf. den Hühnerhof.
Meine Mutter erzählte mir einmal:

�als sie noch klein war, wohnte sie
auf dem Ottilienberg in Heidenheim.
Sie hatten einen großen Garten und
auch Hühner. Ein Huhn hatte die
Eigenschaft, daß es jeden Morgen
[page 51]
zum Fenster hereinkam und in das
Bett meiner Mutter ein Ei legte.
Einmal war meine Mutter krank,
und der Doktor saß an ihrem Bett.
Da kam das Huhn wieder herein
und hatte gar keine Angst. Es legte
sein Ei und ging wieder zum Fen=
ster hinaus. Der Doktor sagte: Jetzt
bin ich schon so alt und habe noch ein
gesehen, daß eine Henne ihr Ei ins
Bett legt. Eine andere Henne legte
ein Ei auf die Kommode. Zuerst warf
sie alles hinunter und dann legte
[page 52]
sie das Ei. An andern Tag mahte
man ihr Platz, aber es paßte ihn
nicht und sie flog auf den Kasten.
Dort warf sie alles hinunter und dann legte sie dorhin das Ei.
Zuletzt warf sie es aber doch noch
hinunter.
[note on the page written in red ink, apparently not by the author: gut – sgt.]
[page 53]
[page is blank]

�[page 54]
[drawing of dining table set with dining ware, with five seats, three occupied by children, one occupied
by an adult, and a white tablecloth with blue trim, a woman approaching the table with a steaming pot
of food, a chest of drawers in the background with a vase of flowers on it]
Irmgard Lotze
Stuttgart, den 19. Nov. 1934.
Eintopfgericht.
Warum hängen den da an den Mauern
und Gartenzäunen so Plokate herum,
wo eine Frau mit ihren Kindern am
Tisch sitzt? Es erinnert die Leute daran,
daß es wieder Eintopfsonntag ist, an
dem man Eintopfgericht ißt. Manche
[page 55]
Leute fragen sich: Was ist denn
ein Eintopfgericht? Also ein Gericht
ist ein Essen, kein Landesgericht
oder sonst so was. Bei einem recht
einfachen Essen bleibt bekanntlich
mehr Geld übrig, als bei einem mit
vielleicht fünf Gängen. Gestern war
auch wieder Eintopfsonntag. Bei uns
hat es gestern Leipziger Allerleige=
geben. Das ist allerlei Gemüse unter=
einander und Kartoffel und Fleisch.
Wenn man gegessen hat, kannt
ein SA=Mann und halt das Geld ab.
[page 56]
Das Eintopgericht ist von der Regierung

�deshalb aufgestellt wurden, daß
Reiche den Armen helfen sollen.
[note on the page written in red ink, apparently not by the author: gut]
[page 56]
[page is blank]
[page 57]
[drawing of a room with polka-dot walls, and a small multi-coloured rug, three framed pieces hanging, a
child asleep in a bed, a younger child in what appears to be a play pen being supervised by an adult, and
an older child walking into the room]
Irmgard Lotze
Stuttgart, den 26. Nov. 1934.
Was ich werden möchte.
Ich möchte gerne einmal Hausfrau
werden und heiraten. Das ist
eigentlich das Schönste. So ind der
Küche hantieren, das gefällt mir.
Auch möchte ich gern Kinder haben,
zwei Mädchen und einen Bub.
[page 58]
Den Mädchen würde ich immer
gleiche Kleider anziehen und sie
jeden Morgen und Abend recht
sauber und gründlich waschen.
Den Buben natürlich noch gründliches weil
er schmutziger ist. Ich würde auch
oft meine Leibspeise kochen. Die
Kleider für meine Kinder nähe
ich selber, weil die Näherin zu
teuer ist. Ich finde es auch schön,

�so auch dem Markt herumzulaufen
und natürlich immer das Beste
zu kaufen. Ein kleines Hündchen
[page 59]
möchte ich noch dazu, da könnten
sich meine Kinder die Zeit verdreiben.
Waschen, Zimmer richten und solche
Sachen arbeiten gefällt mir aber
auch und so in der Wohnung
herumfuhrwerken ist auch fein,
nur dürfen mich meine Kinder
nicht stören, sonst -. Aber gewähnlich
bin ich immer nett zu ihnen. In
der Ferien gehen wir auch irgendwo
Schönes hin. Wenn mein Mann
von Geschäft kommt, muß er
immer ein gutes Essen verfinden.
[note on the page written in red ink, apparently not by the author: gut]
[page 60]
Das wird einmal fein!
[page 61]
[drawing of three children outside of a fenced area, that contains what appears to be a house and yard,
interacting with one another]
Irmgard Lotze
Stuttgart, den 3. Dez. 1934.
Mein Schulweg.
Ich wohne in der Seestraße. Ich gehe
die Wiederholdstraße und dann die
Hölderlinstraße entlang. Da sieht man

�nichts Besonderes außer der Gedächtnis=
kirche. Ich komme auch an dem Haus,
in dem Ursula Gauß wohnt, vorbei.
[page 62]
Da habe ich sie eben gleich ab. Nun
geht’s mit viel Geschwätz die Falkert=
straße hinunter am Krankenhaus
vorbei in die Schule. Oft müssen wir
aber auch rennen. Einmal ging ich
mit Ursel gerade heim. Da kam
ein kleines Mädchen aus Ursels
Haus. Ursel sagte: Margret, sag schön
zu Fräulein Irmgard grüß Gott
und mach auch einen Knix. Margret
machte einen Knix und sagte: Grüß
Gott Fräulein Irmgard. Nachher
haben wir uns fast tot gelacht.
[note on the page written in red ink, apparently not by the author: bf]
[page 63]
[page is blank]
[page 64]
[page is blank]
[page 65]
[drawing of a livingroom that contains tables, a sofa, a framed piece on the wall, and Christmas items,
including a Christmas tree, other Christmas decorations, and traditional German Christmas items]
Irmgard Lotze
Stuttgart, den 8. Jan. 1935.
In den Weihnachtsferien.
Am heiligen Abend waren wir

�bei meiner Großmutter. Die hat
ein Bäumchen, unter dem Maria
und Joseph mit dem Jesuskind,
die hirten und die Schafe sind.
Von meiner Großmutter bekam
[page 66]
ich ein Buch und Gütsle. Darauf
gingen wir mit meiner Groß=
mutter wieder heim. Wir wa=
ren sehr ungeduldig. Auf einmal
läutete es und wir durften ins
Zimmer. Zuerst sangen wir, dan̄
schauten wir unsere Sachen an.
Unter anderem bekam ich Schi und
einen großen Herd. Dann las
mein Vater die Weihnachtsgeschichte
vor. Wir aßen noch zu Nachts und
machten noch einige Spiele. Dan̄
gingen wir ins Bett. An einem
[page 67]
der Feiertage wollten wir Butter
machen mit meiner kleiner Butter=
maschine. Wir schloßsen sie an
unsere Dampfmaschine an. Aber
noch einer ½ Stunde war es noch der
pure Rahm. Der war’s uns zu dum̄
und wir schlugen den Rahm
vollends zu Schlagrahm. Ich habe
auch auf meinem Herd gekocht.

�Ich habe Pfannkuchen mit Salat,
Kartoffellrei, und einmal Pudding
gekocht. Als wir Pudding machen
wollten, wollte die Milch gar
[page 68]
nicht kochen und kippte fünf=doder=
sechsmal um und fiel in den
Herd. Da sagte meine Mutter:
Jetzt kocht nur auf dem Gas Herd
weiter, ich habe jetzt satt, daß ihr
die Milch immer umkippen laßt.
Einmal war ich auch in Theater.
Da wurde gerade „Peterchens Mondfahrt“
gespielt. Das war sehr nett. Am
letzten Samstag der Ferien dufte
ich mit meiner Mutter nach
Heidenheim reisen. Am Son̄ tag,
als ich zum Fenster hinausschaute,
[page 69]
war die Gegend ganz weiß.
Ich zog mich rasch an und rannte
zu meinem Großvaters: Fein,
es hat geschneit, da kön̄ en wir
gleich bahnen. Mein Großvater
sagte: Nein, das hab‘ ich schon
getan. Ich zog ein langes Gesicht,
denn ich hätte auch gern geholfen,
aber da konnte man ja nichts
machen. Nachher machte mein

�Großvater mit mir eine
Schneeballenschlacht. Als wir
genug hatten, gingen wir oben
[page 70]
zum Garten hinaus und waren
auf denn Berg. Wir liefen ein
Weilchen noch auf dem Berg
herum, dann gingen wir
wieder heim. Am nächsten
Tag reisten wir wieder ab.
[note on the page written in red ink, apparently not by the author: gut]
[page 71]
[drawing of a street corner with four houses in view, two with flags carrying a swastika ensign, two with
flags of the black-white-red tricolor that was co-official with the swastika flag in this time period, a
person pushing a cart in front of one of the houses, and a car driving through the street]
Irmgard Lotze
Stutgart, den 16. Jan. 1935.
Ein Freudentag.
Am Sonntag war die Saarabstim=
mung. Alle Leute an der Saar und
in ganz Deutschland waren gespan̄ t
darauf, wie das Ergebnis ausfallen
würde. Als wir am Dienstag in
die Schule kamen, durften wir
[page 72]
gleich in die Turnhalle hinunter, um
das Wahlergebnis hören. Zuerst
spielte Musik, dann wurden die
Zahlen vergelesen, wie in den

�Städten und dörfere der Saar
gewählt werden war. Darauf
erstattete Gauleider Bürkel dem
Führer Bericht über das Ergebnis.
Dann sprach Adolf Hitler und darauf
Dr. Goebbels. Dann wurden noch
einige Lieder gesungen. Gleich
nach der kaufe gingen wir in den
Schulhof zur Flaggenhissung. Herr
[page 73]
Rektor hielt eine Ansprache und
dann durften wir heim. Als wir
aus der Schule kamen, waren alle
Straßen voll Fahren. Mittags ging
ich mit meinem Eltern in die
Stadt. Es war ein richtiges Fahren=
meer. In einem Schaufenster sahen
wir ein große Marzipanplatte.
Darauf war die Handkarte der
Saar gemacht und oben stand:
deutsch die Saar. Den Fackelzug,
der am Abend war, habe ich nicht
gesehn.
[note on the page written in red ink, apparently not by the author: gut]
[page 74]
[page is blank]
[page 75]
[drawing of a classroom filled with 10 students and a teacher, with framed pieces on the wall]
Irmgard Lotze

�Stuttgart, den 21. Jan. 1935.
Mein erster Schultag.
Das war ein Ereignis, als es hieß:
Heute gehst du das erstmal in die
Schule! Mir war’s ganz sonderbar
zu Mut, als ich mit dem Ranzen
neben meines Mutter herwanderte.
Als ich mit meiner Mutter in das
[page 76]
Schulzimmer kam, waren schon
viele Kinder da. Die standen alle
mit ihrer Mutter oder ihrem
Vater um den Pult, wo die Lehrerin,
Fräulein Roos, stand und die Namen
aufschrieb. Nun gingen wir an
den Platz und die Eltern standen
hinten die Wand entlang. Jedes
Kind hatte ein Bildchen auf seinem
Platz. Nach einer Weile kamen die
größeren Mädchen und spielten ein
Stücklein vor. Ich glaube es war
der Puppendoktor. Als es herdig war,
[page 77]
durften wir wieder heim. Daheim
gab es natürlich ein großes
Erzählen.
[note on the page written in red ink, apparently not by the author: gut]
[page 78]
[page is blank]

�[page 79]
[drawing of a building on fire, being put out by several firemen, with several children and an adult
looking on]
Irmgard Lotze
Stuttgart, den 28. Jan. 1935.
Die Feuerwehr kommt!
Ich ging einmal mit meinem Bruder
und unserem Mädchen zum Bühm.
Da schaute eine Frau zu einem Fenster
heraus und sagte: Das Alte Schloß bren̄ t!
So schnell wir konnten rannten wir
hinunter. Richtig, da stand schon der
[page 80]
ganze Turm in Flammen! Viel konnten
wir nicht sehen von der Feuerwehr,
aber wir hörten um so mehr das
Rasseln und Zischen der Spritzen. Nach
einigen Tagen gingen wir mit un=
serem Großvater um das Alte Schloß
herum. Hinten war ein Teil ganz
eingestürzt und hing voll Eiszapfen.
Unten aber lag eine ganz zerbrultes
Gestell eines Wagens. Es hing voll
Schmutz, daß man es kaum erkommen
konnte. Sonst habe ich nichts Besonderes
erlebt.
[note on the page written in red ink, apparently not by the author: gut]
[back inside cover]
[cover is blank]

�[back cover]
[cover is blank]

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                  <text>Ernst Stuhlinger was born in 1913 in Niederrimbach, Germany, and died in 2008 in Huntsville, AL, USA. Stuhlinger was a German scientist brought to the United States through Operation Paperclip, and like many of his Paperclip peers, he became a naturalized United States citizen in 1955.&#13;
&#13;
Stuhlinger’s accomplishments in both promoting and advancing space travel were many. He worked as a technical consultant with Walt Disney Pictures to create “Man in Space” (1955), “Man and the Moon” (1955), and “Mars and Beyond” (1958). Stuhlinger contributed to the 1958 launch of the Explorer I satellite by inventing a timing device, helped design the solar x-ray telescope used in the Skylab space station, worked on the Apollo Telescope Mount, worked on the initial phases for what would become the Hubble Space Telescope, and authored “Ion Propulsion for Space Flight.”&#13;
&#13;
Stuhlinger served as the Marshall Space Flight Center in Huntsville’s director of the Space Sciences Laboratory from 1960 to 1968, and then as the associate director for science from 1968 to 1975; he retired in 1975.&#13;
&#13;
After retiring, Stuhlinger joined the University of Alabama in Huntsville as an adjunct professor and senior research scientist, and he stayed on for two decades.</text>
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                <text>Transcript of Irmgard Stuhlinger School Essays, 1934-1935</text>
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                <text>Irmgard Stuhlinger was the wife of Ernst Stuhlinger, a scientist acquired in Operation Paperclip. In these school essays, she discusses her daily life in Stuttgart, Germany, as a child. When writing these essays she was 9-10 years old. Topics of the essays include family life, a fictional moral story, descriptions of the weather, as well as significant historic events such as the Saarabstimmung (1935 Saar status referendum). Furthermore, she mentions Adolf Hitler (German chancellor) and the Sturmabteilung (Paramilitary organization run by Nazi Germany) in these essays.  The transcript includes a description of each illustration.</text>
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                <text>This material may be protected under U. S. Copyright Law (Title 17, U.S. Code) which governs the making of photocopies or reproductions of copyrighted materials. You may use the digitized material for private study, scholarship, or research. Though the University of Alabama in Huntsville Archives and Special Collections has physical ownership of the material in its collections, in some cases we may not own the copyright to the material. It is the patron's obligation to determine and satisfy copyright restrictions when publishing or otherwise distributing materials found in our collections.</text>
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[centered in the cover]
Aufsätze

Irmgard Lotze.
[remainder of cover is printed]
[front inside cover]
[cover is blank]
[page 1]
Stuttgart, den. 1. März 1933.
[note in right margin] Nr. 15 [end note]
Wie ich mir mein Wohnhaus bauen
würde.
Ich würde mir in meinem Haus zwei
Schlafzimmer einrichten lassen. In
einem schlafen die Eltern und im an=
dere die Kinder. Wenn das Kleinste
Kindchen, das noch im Wagen liegt,
schreit, wollte ich haben, daß die Mut=
ter mir auf einen Knopf drückte und dann
[page 2]
Das Vögelein von selbst auf Schienen
herüber sahren würde und die Mutter
ihm den Schuppen gäbe. Drückt man
auf einen andere Knopf, so fährt der
Wagen wieder hinüber. Auch einen
Dachgarten und eine Terrasse mit
viele Blumen und sehr breiten
Fenstern hätte ich gerne. Auch einen

�schönen Garten würde ich anlegen
lassen mit Schwimmbad, Schaukel,
[page 3]
Sandhausen, Tennisplatz, einen Teich
mit Seerosen, eine Laube, und viele
schöne Blumenbeete. Ich würde mir
alles elektrisch einbauen lassen. In
jedem Stock wollte ich einer Zimmer und
im ganzen drei Stöcke. In Badezimmer
wären eine eingebaute Badewanne
und ein Schrank für die Leibwäsche.
Das Schlafzimmer müßte am sonnigsten
sein† von allen Zimmern. Das Kinder=
[page 4]
zimmer müßte auch schön sonnig
sein.
Stuttgart, den 8. März 1933.
Nie das Schneeglöklein so
schön läuten lernte.
Mutter Erde schlief noch ganz
fest und war froh, daß ihre Blumen=
kinder sie auch einmal in Ruhe
ließen. Da hörte sie auf einmal
Schüsse. Die erschrak, aber die
[marginal note on the ride side of the page, in red ink, apparently not by the author: gt.]
[note in left margin: Nr. 16]
[page 5]
Leute riesen: Ein gutes neues
Jahr! und sie hörte Glocken

�läuten, so schön, wie sie es noch
ein gehört hatte. Mutter Erde
dachte: Wenn nur das Schneeglöck=
lein das schöne Läuten hören
würde, das es auch so schön läuten
lernen könnte! Aber wir sollte
sie das machen? In der Schlafstube
schliefen alle Blumen und sie
[page 6]
könnten aufwachen, wenn
sie die Türe aufmachte. Da kom
ihr ein guter Gedanke. Sie ging
zum Wind und fragte ihn, ob er
so gut sei und in die Schlafstube
den schönen Klang tragen könnte.
Er folgte ihr und das Schneeglöck=
lein hörte es im Traum. Nicht
lange, nachdem der Wind wie=
der fortgegangen war, schaute
[page 7]
das Schneeglöckchen schon fix und
fertig uns der Erde hervor und Mut=
ter Erde freute sich, als sie das
Schneeglöckchen in seinem wei=
ßen Glöckchen und seinem weißen
Kleidchen sah.
Stuttgart, den 15. März 1933.
Wir wurden photographiert.
Letzten Freitag wurden wir

�photographiert. Um elf Uhr ließ
[page 8]
man uns aus der Handarbeit
holen. Wir ordneten uns vor
der Haustüre. Unser Lehrerin
stand in der Mitte. Bei der er=
sten Aufnahme kniete ich in der
ersten Reihe und bei der zweiten
Ausnahme stand ich in der zweiten
Reise. Wir mußten ganz still hal=
ten, damit das Bild schön würde.
Es war bald vorbei.
[marginal note on the ride side of the page, in red ink, apparently not by the author: gt.]
[page 9]
Stuttgart, den 23. Nov. 1933.
Eine feine Musikstunde.
Heute Morgen von 11 bis 12
Uhr wurde im Zeichensaal
eine Stunde der deutschen Haus=
musik veranstaltet. Um 11
Uhr versammelten sich ver=
schliedene Klassen im Gang.
(der Saal war) Bald durften
wir hinein. Der Saal war
[page 10]
voll kleiner Kinderstühlchen.
Wir sangen zuerst: Ein hefte
Burg ist unter Gott..... Herr
Schuher spielte Klavier dazu.

�Zuerst kam ein Mädchen von
Frl. Schürgernud spielte: Kuckuck....
auf dem Klavier. Dann kam
eine und spielte: Stille, S stille
kein Geräusch gemacht...... und so
kamen noch viele und spielten
[marginal note on the ride side of the page, in red ink, apparently not by the author: gt.]
[note in right margin: Nr. 17]
[page 11]
Stückchen. Eine S von ihren
spielte: Der frf fröhliche Land=
mann...... Dann kam ein anderes
Instrument. Es war Mund=
harmonika. Die erste spielte zwei
Lieder und die zweite andere
Alle nur eines. Nachdem kam
die Flöte. Rose Waldenmaier
spielte zuerst an der Saale hellem
Strande. Herr Schurr begleitetes
sie mit auf dem Klavier. Dann
kamen zweit diessen spielte Doris Hilger
der Kuckuk und der Esel...und dan̄
Margot Seybald: Weißt du
wie viel Sternlein stehen.....
Zuletzt spielte ein Violin in
Begleitung von Herrn Schurr, der
gleichfalls Geige spielte. Zuletzt
sangen wir wieder alle miteinan=
[page 12]

�der: Luftig auf der weiten
Bahn....... die eine hälfte sang
voraus und die andere hinterndrein.
Das war fein. Doch auf einmal
läutete es, und wir mußten heim.
Stuttgart, den 4. Dez. 1933.
Hu, diese Kälte!
Nun ist es wieder kalt.
Man muß sich wieder
[marginal note on the right side of the page, in red ink, apparently not by the author: [illegible line
symbol]]
[page 13]
ganz warm anziehen und
friert doch noch ein klein
wenig. Aber es ist herrlich,
daß man jetzt bald wieder
Schlittschühlaufen kann. Am
Samstag mittag war ich auf
Der Schlittenbahn beim (Bismar)
Bismarckturm. Hui! Das lief,
(als wir hi) daß wir ganz rote
Bonken bekommen haben.
[page 14]
Heute aber ist es noch viel kälter
als am Samstag und Sonntag.
Wenn w meinen Mutter
auf der Veranda Wäsche auf=
hängt, friert sie ganz steif.
Ich schleife gerne in den gefrorenen

�Pfützen. Man kann auf kein
richtige Schneeballenschlacht
mehr machen, weil der Schnee
so fest zusammengefroren
[page 15]
ist. Armen Leuten ist die
Kälte nicht recht, weil sie kein
Geld dazu haben, um Holz
und Kohlen zu kaufen. Auch
sie haben sie sie keine Dennentsprechende
Kleidung. Wir gefällt es aber.
[marginal note on the left side of the page, in red ink, apparently not by the author: [illegible line
symbol]]
[page 16]
Stuttgart, den 11. Dez. 1933
Liebes Christkind!
Nun ist es bald wieder
Weihnachten und ich
habe Wünsche wie
voriges Jahr. Bringen
mir bitte: Nneu Eltern
für meine Puppenstube,
weil der Vater nicht an
den Schreibtisch sitzen
[page 17]
kann und immer
herunterrutscht. Die
Mutter, we strekt auch
immer die Füße weit

�von sich, wann ich
sie auf den Stuhl setze.
Für meine Puppe möchte ich lange
Strümpfchen und ein Kapuzen=
mäntelchen. Auch ein
paar Märchenbücher
[page 17]
oder Geschichtenbücher, wünsche ich mir, denn
ich lese gerne. Ich freue mich,
bis Vce Du kommst.
Viele Grüße
Deine
Irmgard Lotze.
Stuttgart, den 9. Jan. 1934
Liebe Großmutter!
Ich möchte dir einmal
[marginal note on the right side of the page, in red ink, apparently not by the author: [illegible line
symbol]]
[page 18]
erzählen, wie ich die
Ferien zugebracht
habe. Am (die) Dienstag
den den 2. Januar
schlief ich auf dem
Weißenhof bei meine
3 Bäschen und 2 (Vet)
Vettere. Das war fein.
Ich kam schon morgens.
Nach e dem Mittag=

�[page 19]
essen gingen wir drei
Annemarie, Hildegard
und ich in das Zimmer
hinauf, wo wir 7 nachts
schlafen sollten, zogen
Schule und Strümpfe aus,
und machten ein Schild
vor die Tür, daß man
nicht hinein dürfe. Dann
legten wir uns ins Bett
[page 20]
und dichteten witzige
Geschichten. Abends war
es auch fein, denn wilr
leuchteten dauerend
mit den Taschenlampen.
Ich v habe auch schöne
Sachen bekommen.
Es grüßt dich herzlich
Deine
Irmgard Lotze,
[marginal note on the left side of the page, in red ink, apparently not by the author: [illegible line
symbol]]
[page 21]
Stuttgart, den 22. Jan. 1934
Rübezahl belohnt die
Redlichkeit.
Es war einmal ein

�armer Bauer. Er war
durch die Rindergeht
so arm geworden, daß
er gar nichts mehr hatte.
Da ging er zu seinen
Vettere. Als die ihm nichts
[page 22]
v, als Schimpfworte ga=
ben, hiel ihm ein, daß
er Rühbezahlum 100
taler bitten könne.
Also rief er dem Berg=
geist und s erzählte ihm
sein Anglück. Rübezahl
war anfangs zornig.
Aber dann führte er den
Bauer in eine höhle,
[page 23]
Und er durfte sich Geld
nehmen. Er zählte 100 Taler
ab, schrieb den Schuldschein
für 3 Jahre und ging
fröhlich heim. Daheim verriert
er aber nichts von Rübezahl. Nun
war er wieder fleißig,
und als 3 Jahr vorbeit
waren, hatte er schon wie=
der ein schönes Gut. Aber
[page 24]

�Als der Zahlungstag
herankam, fuhr er auf
das Gebirge. Dort ließ er
den den Wagen weiter=
fahren und sagte seiner
Frau, woher er das Geld
habe. Dann ging er fort
um nach der Tür zu sahen
diese war aber fort.
Da klirrte er mit den Geld,
[page 25]
aber Rübezahl kom nicht.
Da ging er wieder zu=
rück und es erhab sich ein
f Wind. Da auf einmal
u fand sein kleinster
Krabe den Schuldschein. Dar
rauf stand: Betrag dankend
erhalten. Da wußte der
Bauer, daß er das Geld
F behalten dürfe. Er
[page 26]
ging aber dah zu den
Vettern. Aber der eine
war tot und der andere
im Gehängnis. Da ging
er heim und arbeitete
ehrlich weiter.
Stuttgart, den 1. Febr. 1934

�Was ich meiner Mutter
helfe.
[page 27]
Ich helfe meiner Mutter
oft. Ich gehe a dann
zum Metzger und
hole Fleisch, oder Wurst.
Zum Z Bäcker gehe ich
noch öfters und in der
Kolonialerarenladen.
7 beim Metzger bekomme
ich manchmal ein
Rädchen Wurst und
[page 28]
Bbeim Bäcker ein
Schokolädchen. Auch
decke ich mittags
manchmal der Tisch.
Da richtet meine
Mutter das Besteck
und die Teller in der
Küche. Heraus, und tr ich
Trage es dann ins
Zimmer und decke
[page 29]
den Tisch. Manchmal
räume ich auf den
Tisch ab. Oft wWenn ich
gerade Ausgänge ge=

�macht habe, frage ich
meine Mutter oft ob ich
ein paar Pfennige in
meine Sparkasse tun
darf. Meistens sagt
meinen Mutter: Ja.
[marginal note on the left side of the page, in red ink, apparently not by the author: [illegible line
symbol]]
[page 30]
Wenn es kuchen gibt,
schlecke ich die Schüssele
aus. Das schmeckt
prima.
Stuttgart, den 8 Febr
Stuttgart, den. 8. Febr. 1934.
Mein größter Wunsch.
Wann ich jetzt alle meine
Wünsche sagen dürfe, würde
ich mir ein schönes,
[marginal note on the left side of the page, in red ink, apparently not by the author: [illegible line
symbol]]
[page 31]
weißes Einfamilien=
haus wünschen mit
einen Garten, der einen
Kilometer breit und
einen Kilometer lang
ist, v für den Sommer
ein Bad undeiren Tennis-

�platz und für den Winter
einen Eisbahn und eine
Schlittenbahn. v Auch
[page 32]
ein kleines Wäldchen
könnte dabei sein,
Aauch viele Blumenbeete
und aus ländische B
viele, viele Obstbäume.
Ein Tischlein dech deck
dert dichwäre auch
heim, da könnte ich jeden
Tag ein gutes Essen
haben. Zuletzt auch, daß
[page 33]
ich immer brav bin.
Stuttgart, den 19. Febr. 1934.
Liebe Inge!
Wie geht es dir? Hoffentlih
gut. Wir waren am
Donnerstag auf dem Schloß=
platz. Dort haben wir um die
Jubiläunssäule und der
das Herzog Christorph denkmal
[marginal note on the right side of the page, in red ink, apparently not by the author: [illegible line
symbol]]
[page 34]
angesehen. Dann haben sind
wir um die Stiftskirche

�herumgegangen und haben
sie uns von allen Seiten
angeschaut. Um 3 Uhr
haben wir im alten
Schloß die Uhr mit den
Böcklein schlagen sehen.
Darauf gingen wir die
Anlagen hinunter und
[page 35]
dann heim. Gestern war
ich auch in den Anlagen
mit meinen Eltern. Auf dem
unteren Anlagensee sind
noch Leute Schlittschuhe gefahren.
Viele Grüße sendet
Deine
Irmgard.
[marginal note on the right side of the page, in red ink, apparently not by the author: [illegible line
symbol]]
[page 36]
Stuttgart, den 1. März 1934.
Auf dem Rathausturm.
Vorigen Donnerstag machten
wir einen Lerngang auf
den Marktplatz. Wir ([illegible
strikethrough]) gingen stiegen von immer
Führer begleitet auf den
Rathausturm. Im̄ er wenn

�ich glaubtete man wäre
jetzt oben, so ging es
[page 37]
nah ho weiter hinauf.
Endlich waren wir oben.
Wir war ganz sonderbar
zu mMut. Ich dachte: Wenn
ich jetzt da hinunter sollen
würde. Aber das konnte ja
nicht sein. Wir sahen den
Bismarckturm auf der Höhe.
(Es sah ganz sav) Wir
sahen auch auf den Markt=
[page 38]
platz hinunter. Die Leute und die Häuser
sahen ganz klein aus. Wir
sahen auch Villa Reitzen=
stein. Auf der anderen Seite
sahen wir den Bobhser und
den degerlaher Ausichts=
turm. Auch sah man in
d[smudged] Altstadt hinab.
[marginal note on the left side of the page, in red ink, apparently not by the author: [illegible line
symbol]]
[page 39]
Stuttgart, den 18. Apr. 1934.
Am Ostersonntagg.
Am Ostermorgen wachte
ich schon um 6 Uhr auf.

�Um ¼ 4 Uhr sichte mein
Bruder und ich schon die
Sachen, die wir zu Ostern
bekommen hatten. Mittags
gingen wir auf die
Weißenhof zu unsern
[page 40]
Verwandten. Dort durften
wir noch einmal suchen.
Dann liefen wir Stelzen
und spielten Störchles.
Später tranken wir Kaffee.
Gegen Abend machte mein
Vater den Graf von Lugen=
burg vor. Wir machten
es alle nach. Meistens
kam ich nicht recht mit.
[page 40]
Abends spielte wir noch
im Garten. Dann gingen
wir heim. Mein Bäschen
und ich gingen immer
miteinander. Als wir daheim
waren, aßen wir zu Stacht
und gingen ins Bett.
Stuttgart, den 3. Mai 1934.
Gestern war ein Gewitter.
Wir waren gestern mittag bei Bekommten in Degerloch. Wir kinder waren

�gerade im Garten, da wurde der
Himmel ganz schwarz. Wir mußten
[page 41]
schwitzten sehr, aber wir mußten, daß
ein Gewitter kommt. Wir machten
uns nicht viel daraus und spielten
weiter. Noch einer Weile sagten unsre
Mütter, m wir sollten ins Haus gehen kaum
waren wir in Haus, da regnete, blitzte
und damerte es furchtbar. Vor lauter
Regen konnte man nicht mehr zum
Fenster hinausschauen. Als wir heim
gingen, regnete es noch immer. Meine
Schuhe und Strümpfe wurden ganz
von Schmutz bespritzt. Ehe wir in die
Straßenbahn stiegen, w hiel ein Bub von uns der
helmet heißt, in den dreck, daß er ganz
über und über scmutzige hände hatte.
Er konnte gar nichts mehr anregen.
Konnte. Ein Herr in der Straßenbahn
gab ihm eine S parr kleinen Servietten aus
Papier, daß Helmus seine Hände ab=
putzen konnte. Als wir aus der
Straßenbahn stiegen stiegen, reg=
[page 42]
nete es noch immer ein bißchen.
Stuttgart, den 28. Mai 1934.
Unser Herzgang auf die Solitude.
Am Montag, den 14. Mai machten wir

�einen F großen Lerngang. Wir sammelten
uns um 8 Uhr vor den Hauptbahnhof
und fuhren mit der Straßenbahn nach
Gerlingen. Eine saltestelle s vor dem
darf stiegen wir aus und gingen durch
die Felder. An einen Bauernhaus sahen
wir zwei Schäfleins mit ihrem Jungen.
[page 43]
Wir pakten sie an ihrem dicken, wolligen
Fell Fell. In den Wiesen fanden wir
schon viele Blumen, z. B. Blutstrüpfchen,
Wiesensalbaei, Lichtelken, Vargißmeimicht,
gelben Hahnenfuß, Margaretchen,
Wiesenbosabart, Hirtentäschelkraut,
Nelkemumz, u. A a. während des
Blumensuchens sahen wir eine Lerche
hoch in die Lüfte aufsteigen und
hörten ihren jubelnden Gesang. In
Gerlingen gingen wir auf den Friedhof
[page 44]
und besahen uns das Grab von Schillers
Vater und Schwester. Von da aus gingen
wir durch das darf hindurch und kamen
auf einen Feldweg, der auf die Höhe
führte. Hier konnte man an mehreren
Stellen den buntfarbigen Kenger sehen,
aus dem der Berg besteht, auf der
Höhe angelangt, wanderten wir auf der
Leonbergen Straße der Solitude zu.

�Als wir endlich das Schlos durch die
Bäume schimmere sahen, freuten wir
[page 45]
aus, dann wir waren sehr müde
geworden. Wir legten uns auf dem
sonnigen Platz vor dem Schlus ins Gras
und ruhten aus und wesperten. Nachdem
wir das Schloß und seine Angeburg
besichttigt und nach einige Spiele ge=
macht hatten, traten wir traurig,
weil wir die schöne Gegend verlassen
mußten, den Heimweg an.
[note on page, in red ink, apparently not by the author: [illegible line symbol]]
[page 46]
Stuttgart, den 6. Juni 1934.
Kommt, wir wollen spielen!
Vorigen Sommer spielten wir
Staffellauf. Alle Kind so Kinder
fast nun unseren Haus, das sind
nämlich viele und noch von den
Nachbarhäusern. [insert with unclear placement: spielten mit] Ich war in der
Abteilung, wo die großen Büben
waren. Die konnten besser springen,
obwohl in der anderen Abteilung
auch Große waren. Nun gings los.
[page 47]
Ich zag Schuhe und Strünofe aysm
daß ich besser springen konnte.
Meine Abteilung gewarn immer.

�Als ich wieder hinauf mußte in die
Wohnung, schwitzte ich furchtbar, daß
ich schweißig wär. In unseren hof
wird wirklich Plattenhahfe nst grußen
E Eiser betrieben. Immer wann
wir gute Steine zum Werfen finden,
bewahren wir sie uns auf, daß
wir am nächsten Hopfen gewinnen.
[page 48]
Aber manchmal haben wir auch Anglück
Beim Werfen und hofe Hopfen.
Stuttgart, den 11. Juni 1934.
Unser Lerngang nach Vaihingen.
Am Donnerstgag den 7. Juni machten
wir wieder einen Lerngang. Diesmal
Diesmal trafen sam̄ elten wir aus am Schwab=
tunnel, und dann gings die Hasenberg=
ste steige hinauf. Am Wasserwerk bogen
wir links ab und gingen der Weg,
der am Abhang des Hasenbergs enkangführt.
[marginal note on the right side of the page, in red ink, apparently not by the author: [illegible line
symbol]]
[page 49]
Wir kamen an vielen Weinbergen
und Gärten vorbei und sahen schon
einige reife Johannisbeeren und viele
reife Kirschen. Unter uns im Tal lag
die Karlswarstadt, auf der gegenüber=
liegenden göhe erblickten wir ein paar

�einige häuser von Degerloch und den
Degerlocher Aussichtsturm, und vor
uns sahen wir die Filderebenn Filderebene mit
Mähringen und Vaihingen. Plötzlich entdekten wir,
daß wir auf den Eisenbahntun̄ el
[page 50]
Ster standen, das der durch den hasenberg
führt. Eben läutete es, des halb warteten
wir eine Weile und bald sahen
wir den Zug aus dem Berg
hervorkommen. In kurzer Zeit
erreichten wir den Wald und wan=
derten auch schattigen Wagen zur
Aussichtsplatte „Himmel“. Hier hielten
Wir kurze Rast und liesen uns das
Vesperbrat gut schenken. Als wir fertig
Nach dem Vesper stiegen wir zu dem
[page 51]
Stienbruch in Dagswald hinunter.
Hier sahen wir grußen St weiße Stuben=
Standsteibläke. Zwei Männer waren
damit beschäftigt. Stein laszubrechen,
und einer berarbeitete sie, und wachte
Grabstein daraus. Von h hier aus
Stir stiegen wir auf einen schmalen
Weg auf die Höhe, und kommen gelangten bei
Vaihen Vaihingen zu einen zweitem nochmals
zu einem Steinbruch. Hier waren die Steine
dunkel, fast schwarz, man nenne sie

�[page 52]
hias oders schwarzen Tura. Beim
Betrachten der Sts Steine entdeckten wir
ein versteinertes Schneckenhaus. Nun
gings durch Vaihingen hindurch
zum römischen Wachhaus. Dort lagerten
wir uns und hielten Mittagspause.
Nach dersellen wanderten wir
durch einen schönen Wald zum Schatten
und zum aus zum Bärenschlößchen. Hier
verweilten wir uns ein wenig, während wobei
einige von uns zwei Aufführungen mochten.
[page 53]
Dann gingen wir fröhlich mit Ge=
sangen nach Hause.
Stuttgart, den 4. Juli 1934
Unser Lerngang auf das Burgholz.
Am n Montag, den 2. Juli machte unsere
Klasse wieder einen Lerngang. Diesess=
Mal sammelten wir uns auf der
Daggenburg. Wir gingen an Wald
Entlang und fanden eine hellbaue Blume, die
W heißt Wegwarte. Wir wollten eine
dafon davon mitehmen, aber der
[marginal note on the left side of the page, in red ink, apparently not by the author: [illegible line
symbol]]
[page 54]
Stengel war so zäh, daß wir ihn nur
Mit einem Messr abschneiden kon̄ ten.

�Dann gingen wir über den S Gähkopf.
Dark Dort sahen wir ein geschnittenes Reps=
feld. Ein Mann mit einer Rätsche
stand mitten im Feld und vertrieb die
Vögel. Als wir die Samen von Reps
angeschaut hatten, gingen wir über
die Weißenhofsindlung. Dort kommen
an Weißenhof sahen wir einen ausgebrauchten Steinbruch.
Wir an einen Platz vorbei wo Blinden=
[page 55]
gingen wir auf einen Weg und
über zwei Straßen an das Tor, wo
man auf das Burgholz ein aufsteigt.
Der Weg ging durch viele Weinberge
und am Tierheim vorbei zum Auftichtsturm.
Kurz von dem Turm lagerden wir
aus. Es Wir wesperten und machten
einige Spiele. Als Nachdem wir
ungefähr 2 Stunden da waren,
stiegen wir auf den Auf Aussichturm
hinauf. Dort hatten wir eine schön
[page 56]
Aussicht. Wir sahen den Necker, den Korber
Kopf, den Schurwald, und nach vieles
Andere. Nachdem wir alles gesehen hatten,
stiegen wir wieder hinunter. Unten
al angelangt wanderten wir zu dem
Muschelkalksteinbruch. Der Neker fluß
im̄ er neben unsrer Straße her.

�Wir fanden einige seltene Steine, und
wanderten wieder dn den Weg zurück.
Bald kommen wir zu einer Ziegelei, die
wir uns von in̄ en anschauen durften.
[page 57]
Nach der Besichtigung wanderten
wir weiter und kamen zu einen
Sauerwasserkalksteinebruch. Da
lagen große, mächtige F Sauerwasser=
kalksteinbläke. Wir sagen zu, wie n
ein Mann in einen Heim ein Loch
hineinbehrte. Dann gingen wir
unter einer große Eisenbahnbrücke
und gingen dann von unten in den
Steinbruch hinein und schauten ihn an.
Von dort aus gigen wir am
[page 58]
Elektrizitätswerk vorbei zur Straßen=
Bahnhaltestelle und führen heim.
Stuttgart, den 9. Juli April 1934
E

Wenn Besuch kommt.

Ich fraue mich allen immer, wenn
Besuch kommt. An meinem Geburts=
tag kam auch Besuch. Da kommen alle
meine Freundinnen. Es waren un=
gefähr zwölf Kinder. Da konnten
wir fein spielen. Beim d Esen machten
wir Hänsel und Gretel und Selephan.

�[marginal note on the right side of the page, in red ink, apparently not by the author: [illegible line
symbol]]
[page 59]
Beim ~ Jelegharieren kamen zuletzt
oft ganz komische Sachen heraus. Später
machten wir auch nach lustigen Spiele.
Abends gab er Pudding und eingemachte
Erdbeeren. Dann mußten sie nacheinander
heim. Ich fraue mich aber nach ärger, wenn
meine Großmutter kommt. Die weiß
immer etwas zu erzählen, obwohl sie in
Stuttgart auf dem Weißenhof wohnt.
Sie bringt n uns auch immer etwas
mit. Manchmal kommen auch meine
[page 60]
Böbchen von Weißenhof. Da wird dann
Auch immer schön gespielt. Manchmal
verkleiden wir uns mit Fetzen und
andere alten Sachen. Aber leider geht
der Nachmittag so schneel vorbei und
sie müssen heim.
Stuttgart, den 18. Juli 1934.
Unser Lerngang auf den Württenberg.
Vorgestern um Montag den 16. Juli,
machten wir wieder einen Lerngang.
Diesmal sammelten wir aus auf dem
[marginal note on the left side of the page, in red ink, apparently not by the author: [illegible line
symbol]]
[page 61]

�Schloßplatz. Nachdem wir alle
beisammen waren, fuhren wir
mit dem 26er nach unter Untertürk=
heim. Wir sahen auf das Statdion im
Vorüberfahren. Eine oder zwei
haltestellen nach dem St Statdion stiegen
wir aus, und nun gings steil den
Württenberg hinauf. Auf einmal
war am Weg eine Steinwand,
wo man den Gipsmergel sehen
konnte. Viele von aus fanden
[back inside cover]
[cover is blank]
[back cover]
[cover is blank]

�</text>
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                  <text>Ernst Stuhlinger was born in 1913 in Niederrimbach, Germany, and died in 2008 in Huntsville, AL, USA. Stuhlinger was a German scientist brought to the United States through Operation Paperclip, and like many of his Paperclip peers, he became a naturalized United States citizen in 1955.&#13;
&#13;
Stuhlinger’s accomplishments in both promoting and advancing space travel were many. He worked as a technical consultant with Walt Disney Pictures to create “Man in Space” (1955), “Man and the Moon” (1955), and “Mars and Beyond” (1958). Stuhlinger contributed to the 1958 launch of the Explorer I satellite by inventing a timing device, helped design the solar x-ray telescope used in the Skylab space station, worked on the Apollo Telescope Mount, worked on the initial phases for what would become the Hubble Space Telescope, and authored “Ion Propulsion for Space Flight.”&#13;
&#13;
Stuhlinger served as the Marshall Space Flight Center in Huntsville’s director of the Space Sciences Laboratory from 1960 to 1968, and then as the associate director for science from 1968 to 1975; he retired in 1975.&#13;
&#13;
After retiring, Stuhlinger joined the University of Alabama in Huntsville as an adjunct professor and senior research scientist, and he stayed on for two decades.</text>
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                  <text>&lt;a href="http://libarchstor.uah.edu:8081/repositories/2/resources/91"&gt;View the Ernst Stuhlinger Collection finding aid on ArchivesSpace&lt;/a&gt;</text>
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                <text>Transcript of Irmgard Stuhlinger School Essays, from No. 15</text>
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                <text>Irmgard Stuhlinger was the wife of Ernst Stuhlinger, a scientist acquired in Operation Paperclip. In these school essays, she discusses her daily life in Stuttgart, Germany, as a child. When writing these essays she was 8-9 years old. Some of the topics include letters to family members, a fictional story, Christmas, descriptions of the weather, and talking about field trips.</text>
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                <text>This material may be protected under U. S. Copyright Law (Title 17, U.S. Code) which governs the making of photocopies or reproductions of copyrighted materials. You may use the digitized material for private study, scholarship, or research. Though the University of Alabama in Huntsville Archives and Special Collections has physical ownership of the material in its collections, in some cases we may not own the copyright to the material. It is the patron's obligation to determine and satisfy copyright restrictions when publishing or otherwise distributing materials found in our collections.</text>
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                <text>&lt;a href="http://libarchstor2.uah.edu/digitalcollections/items/show/13451"&gt;Irmgard Stuhlinger School Essays, from No. 15&lt;/a&gt;</text>
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                    <text>[front cover]
[bolded text is printed]
Schutz-Umschlag Aufsatz- Heft
Für Irmgard Lotze
[remainder of cover is printed]
[front inside cover]
Das rote das
mit Farbstift geschrieben
ist, habe ich selber
korigiert
[page 1]
Stuttgart, den 15. Mai 1933.
Ein Frühlingsbild.
Ich sehe ein Frühlingsbild, eine Mahl=
mühle und eine Sägemühle. An der
Sägemühle ist ein großes Mühlrad,
das das Wasser des Stausees, der
hinter der Mühle ist und auf der drei
Gänse und ein Nachen schwimmen, triebt.
Bretter und Baumstämme sind an
ihr angelehnt. An der Mahlmühle steht
der Müller unter der Tür. Am Fenster
stehen Blumenstöcke und am Haus steht ein
blühender Baum. Ein Weg führt hinauf zu
einem schönen Wald mit grünen Bieken.
Den Weg zur Mühle hinauf geht ein Mann
[page 2]
mit einem Schubkarren mit drei Säcken
Korn. Ein Büblein hat ein Teil über den

Nr. 1

�Rücken gespannt und hilft ziehen. Zwei
Mädchen sind auf der Wiese und pflücken
Sträußchen.
[note on page in red pencil, apparently not from the author, written over the previous two lines:
[illegible symbol] gt]
Stuttgart, den 24. Mai 1933.
Nr. 2

Unser Lerngang.

Am Montag Nachmittag
machten wir einen Lerngang.
Wir wollten uns den Wald
ansehen. Wir trafen uns um
halb drei Uhr auf der Doggenburg.
Wir (9) liehen der Schlittenbahn
hinuter zum Feuerbachtal. Unten
[page 3]
sahen wir (Wede) Weiden, Ahorn
und Eichen. Dort rutschte eine
Schülerin aus und fiel in den Bach.
Wir fanden einen Käfer und
einen Schnecke. Wir gingen nun
am „Schönsten Wiesengrunde“ vor=
bei über die Straße und kamen in
den Wald bei der Schießbahn. Dort
fanden wir Maiblümchen und
andere Blümen. Wir sahen Eichen
und Büchen, Birken, Tonnen und
Kiefern. Auf dem Rückweg erklärde
uns ein Mann, warum er Taub=
nesseln süchte. Dann stiegen wir

�wieder zur Doggenburg hinauf.
[page 4]
Dort gingen wir um halb fünf Uhr heim.
[note on page in red ink, apparently not from the author, written over the previous two lines: [illegible
symbol]]
Stuttgart, den 12. Juni 1933.
Nr. 3

Unser Klassenausflug.

Wir trafen uns auf (drei) Diakonissenplaz. Von
dort uns fahren wir mit der Straßenbahn
über Südheim, Kaltental, Vaihingen nach
Rohr. Frau Vöhringer und Fraulein Alire
gingen (auch) auch mit. Wir kamen an den
drei Brumen und am Freibad vorbei. Unser
erstes Vesper war nicht groß. Dann gingen
wir über Musberg ins Siebenmühlental. Wir
sahen die Obern Mühle, die eselsmühle, die
Mäulesmühle, die Seebruckenmühle, und die
Schlösslesmühle. Der Besitzer der Schlässlesmühle
[page 5]
ließ uns in die Mühle hineinschauen. Dann
machten wir eine Stunde Mttagspause. Nach
der Mittagspause gingen wir nach Weidach.
Dann gingen wir weiter. Da komen wir an
eine schöne große Wiese-. Da waren lauter
Margrithen. Ich pflückte viele deran und dann
Gigen wir nach Echterdingen. Von dort uns
fahren wir mit den Straßenbahn über Degerloch
auf den Schloßplatz. Von dort endlich ich
heim.

�[note on page in red ink, apparently not from the author, written over the previous two lines: [illegible
symbol] bf. gt.]
Stuttgart, den 13 Juli 1933.
Bei der Mutter in der Küche.

Nr. 4

In userer Küche steht ein Büffett, ein Herd, ein
Guß, ein Tisch und ein Stuhl. Im Büfett sind [illegible word],
[page 6]
Schütten, Schnüren und andere Sachen. Wenn ich
von der Schule kommen, gucke ich immer noch
es zum Mittagessen gibt. (4) Unsere Speisekam=
mer ist ganz voll mit Tomaten, Salat, Kartoffeln,
Rettichen, gelben Rüben und rieten andere eßbaren
Sachen. (Die Mutter) Wann die Mutter ([smudge on paper])
kochen muß, muß sie das Gas anzünden, daß der
Feuer brennt, dann stellt sie das Essen auf den
Herd, daß es warm wird. Wann sie Kartoffelsalat
machen will, muß sie zuerst die Kartoffeln sieden
wenn sie dann kalt sind muß sie die Kartoffeln
schülen und den Salat ammahen.
[note on page in red ink, apparently not from the author, written over the previous two lines: [illegible
symbol] ye. – bf.]
Stuttgart, den 4. Sept. 19
Nr. 5

Meine Ferienerlebeisse.

[page 7]
Wir reisten am 7. August nach
Bühl. Über Ulm, dort sahen wir
das Ulmer Münster an, weil
wir dort 1 Stunde Aufenthalt
hatten. Mein Vater kaufte noch

�Ulmer Zuckerbrot und Obst, dann
fuhr der Zug weiterx. Über Kempten
nach Innenstadt. Dort nahmen
wir ein Auto und fahren nach
Bühl. Dort parkte man zuerst
aus. Danach gingen wir gleich
zum Boden in der Alpten. Dort
stachen uns die Bremsen so arg,
daß wir überall Bremsenstiche
hatten. Am andere Tag gingen wir
[page 8]
nach Innenstadt. Dort Pruf=
ten war in der Apotheke ein
Mittel gegen Insecktenstich.
Ein gaur Tage darauf gengen
wir auf das Nebelhorn. Wir
fahren mit dem Zug nach Oberst=
dorf. Dort fahren wir auf das
Nebelhorrn mit der Schwebebahn.
Droben war es ziemlich kalt,
aber wir hatten einënrunder=
schöne Aussicht. Wir fanden auf
noch viele Alpenrosen. Erst am
Abend fahren wir wieder hinunter.
Einige Tage vor der Abreise
wollten wir an den Ladenssee
[page 9]
mit denn einen Sonderzug. Morgens war
der schönste (Sch) Sonnenschein. Doch

�als wir uns angezogen hatten,
regente es. Da schlag mein
Vater vor: Wir gehen nach Steibis
Dort sind unsere Verwandten in
der Sommerfrische. Nun fahren wir
mit dem Zug nach Oberstafufen.
Von dort aus liehen wir nach
Steibis. Mein Brüderchen Brüder und ich
Spielten wir mit unsere Vetter
und unsern Bäschen in Kuhstall
Kühlens. Man band uns an die
Ketten und molk uns. Nachts
schliefen wir Kinder alle im heu.
[page 10]
Wir lagen alle weich. Dort konnten
Wir nicht einschlafen, dann der
Wind stürmte und der Regen
strömte auf das Dach der Scheuer.
Am folgenden es Morgen wurde
Ein Schwein geschlachtet. Das war
fein. Am Abend fahren wir wieder
nach Bühl zurück. Am 28. August
reisten wir wieder nach Stuttgart
zurück. 8 Tage darauf fing die
Schule wieder an.
[note on page in red ink, apparently not from the author, written over the previous two lines: [illegible
symbol] gt.]
[page 11]
Stuttgart, den 14. Sept. 1933,

�Ein Herbstbild.
Ich sehe ein Bild. Darauf ist
Ein Garten. Drain ist ein
Apfelbaum und vier Leute.
Ein Mann steht auf einer
Leiter ([pen stroke]) und bricht Äpfel
ab, daß sie keinen Marken
bekommen und man sie
über den Winter aufheben
kann. Die Frau trägt ge=
rade einen Korb mit Brech=
äpfeln vorsichtig fort. Ein
(Mädchen) junges Fräulein
liest auf, Falläpfel auf, daß
[page 12]
man es für Kuchen und Kom=
pott verwenden kann.
Ein kleines Kind beißt gera=
de in einen Apfel hinein. Am
Gartenzaun sind Büsche und
unter sind Sonnenblumen,
Astere, Stulken und Malren.
daneben ist ein großer Kar=
toffelarten. (t) Die Bauere
tun Kartoffeln heraus. Sie
haben das Kartoffelkraut
auf einen hausen zusammen=
getan, daß ein, wenn sie die
Kartoffeln herausgetan und

Nr. 6

�aufgeleten haben, ein Feuer
[page 13]
anzünden können. Im Hinter=
grund sind Bäume, die sich
schon herbstlich färben und
ein Hof, der von einer sahen
Mauer umgeben ist. In der
Luft fliegt einen Schar Zug=
vögel.
[note on page in red ink, apparently not from the author, written over the previous two lines: [illegible
symbol] gt.]
Stuttgart, den 21. Sept. 1933.
Hinber Onkel und liebe Tante! Nr. 7
Setzt sind es schon wieder
bald 3 Machen, daß ich wieder
zu Hause bin. Ich gehe jeden
Tag zur Schule und rauß fleißig
[page 14]
Lernen. Ich denke noch immer
mit viel Freude von die schönen
Tage zurück, die ich bei Euch
in den Ferien habe verleben
dürfen. Ich möchte Euch noch ein=
mal von herzen danken für
alle Liebe und all das Gute,
das ich bei euch genießen durf=
te. Wie geht es euch? Wie geht
es euren Lieben? – Bei uns
geht alles gut. Mein lieben

�Eltern lassen Euch herzlich grüßen.
In der Hoffnung, bald wieder
von Euch hören zu dürfen
grüße ich Euch herzlich
[page 15]
(Er) fure dankbare Stichte
Irmgard.
[note on page in red ink, apparently not from the author, written over the previous two lines: [illegible
symbol] gt.]
Stuttgart, den 5. Okt. 1933.
Lerngang auf das Land.
Am Samstag gingen wir noch
zu einem Bauern. Wir fahren
Im Kuhstall und die Scheuer.
Im Kuhstall waren 2021 Kühe.
Auf eine schwarzweiße war
dabei. In der Scheuers war
eine d Mähmaschine und
eine Haberguntschmaschine [?].
Hinter war ein Silo, wo man
die Abfälle von dem Mostobst
[page 16]
hineinwirkt. Vorne waren
Säcke mit Zuckerrübenabfall,
den man den Rühen zu Fret=
ten gibt. Dann gingen wir
weiter. Da sehen wir einen
Truthahn, der ein Rad schlug.
Junge Truthähner waren

Nr. 8

�auch dabei. So gingen wir
weiter und kamen an einem
Käfig vorbei mit pleinen
Vögeln. Dann entgerten wir
im Wald. Als wirtgeh ge=
respert hatten, gingen wir
weiter. Da lasgerade ein
(Bätel) Büttel den Leuten
[page 17]
von. Ehe er anfing, klingelte
er mit einer Glake, daß es
die Leute auf hörten. Dann
sahen wir Krautärker und
Stoppelfelden. Auf einmal
lieh und ein kleines Mädchen
entgegen. Wir nahmen es
an der Hand und es lieh gang
vergnügt neben uns ger,
als ab eine Frau gesunden
hatte, dann es gehörte, liehen
wir nach Vaihingen. Von
dort aus fahren wir mit
der Straßenbahn heim.
[note on page in red ink, apparently not from the author, written over the previous two lines: [illegible
symbol] bf. - gt.]
[page 18]
Stuttgart, den 30. Okt, 1933.
Nr. 9 Was kann ich für meine Gesundheit tun?
Man darf nicht zu viel essen und trin=

�ken, sonst wird man krank, weil es der Ma=
gen nicht mehr ertragen kann. Ich bode
jeden Samstag in der Badewanne, daß
ich wieder recht sauber werden ud und
jeden Abend wasche ich mich gründlich.
Das ist aber auch nötig, weil sonst
in die Toren Schmutz hineinkommen
kön̄ te und dann würde die Hautatmung
aufhören und die immer Luft würde
nicht mehr ausreichen. Ich lasse mir
von Zeit zu Zeit die Haare schneiden
beim Frisör. Von Zeit zu Zeit wascht mir
[page 19]
meine Mutter die Haare und wenn ich
gerade nicht bode und Schuppen habe,
reibt mir mein Mutter den Kopt mit
Schuppengerade ein, daß sie beim Wa=
schen besser weggehen. Wenn man zu
nahe auf das Buch schaut, kriegt man
schlechte Augen. Die Ohren soll man
vor Kälte schützen, sonst kaum man
Ohrenweh kriegen. Bei zu starten
Geräusch kann einen das Trommel=
fell platzen. Ich putze jeden Morgen
und Abend mein Zähne, daß sie
sauber und krästig werden und daß sie
krästig beißen. Ich war noch nicht beim Zahn=
arzt, weil ich gute Zähne hatte und noch
[page 20]

�ein Zahnweh. Auch bin ich ziemlich ab=
gehörtet. Die Abhärtung ist so: Man solt
Kinder von klein auf abhärten. Es ist
gesünder, wenn man Öfen hat als
Zentralheizung, weil dann der Körper
abgekühlt wird. Wann jemand Schar=
lauf, rote Flecken oder eine sonstige
ansterkunde Krankheit hat, soll man
nicht zu ihn ins Zimmer gehen, weil
man sonst angesteckt wird. Man
soll auf viel Spurt treiben, weil
es gesund ist.
[note on page in red ink, apparently not from the author, written over the previous two lines: [illegible
symbol] bf. - gt.]
[page 21]
Stuttgart, den 13. Nov. 1933.
Krank.

Nr. 10.

Wenn ich Krank bin, kommt unser Haus=
arzt Dr. Metzger. Ich habe schon oft Hals=
weh gehabt. Da kam herr Dr. Metzger und
lieht ein kleines Rohramt [?] mich hin. Dann
fragt er mich, ob er kalte Hände hätte,
weil ich ausgezogen bin. Er macht allerhand
Spässe und man muß meistens lachen. Einmal
kam er abends. Da war ich aber gesund.
Er sagte zu mir: Dein Bett ist mir ja viel
zu klein, ich will auf einmal probieren,
ob ich auf noch hineinpasse. Da leg er in mein
Bett und strekte die Füße heraus. Wir

�mußten alle lachen. Ich war noch ein in
[page 22]
einen Krankenhaus, als ich krank war.
Ich habe auf schon rote Flecken und Keuch=
husten gehabt. Eigentlich war ich noch
ein erstlich krank.
[note on page in red ink, apparently not from the author, written over the previous two lines: [illegible
symbol] bf. - gt.]
Stuttgart, den 30. Nov.
Nr. 11 Ein feine Musikstunde.
Letzten Donnerstag morgen von 11 bis
12 Uhr wurde im Zeichensaal eine
Stunde der Deutschen Hausmusik waren=
staltet. Um 11 Uhr versammelten sich
verschiedene Klassen in Gang. Bald
durften wir hinein. Des Saal war
voll kleiner Kinderstühlehen. Wir
fangen zuerst: Ein hefte Burg ist
[page 23]
unser Gott........Herr Schurr spielte
Klavier dazu. Zuerst kam ein Mäd=
chen von Frl. Schürger† und (st) spielte:
Kuckuck......auch dem Klavier. Dann kam
eine und spielte: Stille, stille, kein Ge=
räusch gemacht.....und so komen
noch viele uns spielten Stückchen. Eine
von ihren spielte: Der fröhliche Hand=
mann.....Dann kam ein anderes
Instrument. Es war Mundharmonika.

�Die erste spielte zwei Lieder und die
andere alle nur eins. Nachdem kam
die Flöte. Rose Waldenmeier spielte
zuerst: An der Saale hellem Strande.
Herr Schurr begleitete sie auf dem
[page 24]
Klavier. Dann kamen zwei von Frl.
Wegmann. Noch dieser spielte Doris
Hilger: Der Kuckuk und der Esel.......
und dann Marget Segbold: Weißt die
wie viel Sternlein stehen.....Am Ende
der Instrumente spielte eine Violine
in Begleitung von Herre Schurr, der
gleichfalls geigen spielte. Zuletzt
sangen wir wieder alle miteinander:
Lustig auf der weiten Bahn.....
Die andere hintendrein. Das war fein.
Doch auf einmal läutete es, und wir
mußten heim.
[note on page in red ink, apparently not from the author, written over the previous two lines: [illegible
line symbol] bf]
[page 25]
Stuttgart, den 4. Dezember 1933
Hu, Diese Kälte!
Nun ist es wieder kalt. Man
muß sich wieder ganz warm an=
zielen und friert doch noch ein klein
wenig. Aber es ist herrlich, daß man
jetzt wieder Schlittschuh laufen kann.

Nr. 12

�Am Samstag mittag war ich auf
der Schlittenbahn beim Bismarck=
turm. Hui! Das lief, daß wir ganz
rote Backen bekommen haben. Heute
aber ist es noch viel kälter als am
Samstag und Sonntag. Wenn
meine Mutter auf der Veranda
Wäsche aufhängt, friert sie ganz steif.
[page 26]
Ich schleihe gerne in den gefrorene
Pfützen. Man kann auf keine
Richtige Schneeballenschlacht mehr
machen, weil der Schnee so fest zu=
sammengefroren ist. Armen Leuten
ist die kälte nicht recht, weil sie kein
Geld haben, um holz und kohlen zu
kaufen. Auch haben sie keine ‚dementsz‘
dementsprechende Kleidung. Wir
gefällt es aber. Wir gefällt
es gut.
[note on page in red ink, apparently not from the author: [illegible line symbol] bf - gut.]
[page 27]
Stuttgart, den 11. Dezember 1933.
Liebes Christkind!
Nun ist es bald wieder Weihnachten,
und ich habe Wünsche wie voriges
Jahr. Bringe wir bitte neue Eltern
für meine Puppenstube, weil der
Vater nicht an den Schreibtisch

Nr. 13

�sitzen kann und immer herunter=
rutscht. Die Mutter streikt
auf immer die Füße weit
von sich, wenn ich sie auf
den Stufe setze. Für mei=
ne Puppe mähte ich lange
Strümpfchen und ein Kapuzen=
mantelchen. Auch ein paar Märchen=
[page 28]
bücher oder Geschichtenbücher
wünsche ich mir, dann ich
lese gerne. Ich freue mich,
bis du kommst.
Viele Grüße
Deine
Irmgard Lotze.

[note on page in red ink, apparently not from the author: [illegible line symbol] bf - gut.]
[back inside cover]
[page is blank]
[back cover]
[cover is printed]

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          <description>The Dublin Core metadata element set is common to all Omeka records, including items, files, and collections. For more information see, http://dublincore.org/documents/dces/.</description>
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                  <text>Ernst Stuhlinger was born in 1913 in Niederrimbach, Germany, and died in 2008 in Huntsville, AL, USA. Stuhlinger was a German scientist brought to the United States through Operation Paperclip, and like many of his Paperclip peers, he became a naturalized United States citizen in 1955.&#13;
&#13;
Stuhlinger’s accomplishments in both promoting and advancing space travel were many. He worked as a technical consultant with Walt Disney Pictures to create “Man in Space” (1955), “Man and the Moon” (1955), and “Mars and Beyond” (1958). Stuhlinger contributed to the 1958 launch of the Explorer I satellite by inventing a timing device, helped design the solar x-ray telescope used in the Skylab space station, worked on the Apollo Telescope Mount, worked on the initial phases for what would become the Hubble Space Telescope, and authored “Ion Propulsion for Space Flight.”&#13;
&#13;
Stuhlinger served as the Marshall Space Flight Center in Huntsville’s director of the Space Sciences Laboratory from 1960 to 1968, and then as the associate director for science from 1968 to 1975; he retired in 1975.&#13;
&#13;
After retiring, Stuhlinger joined the University of Alabama in Huntsville as an adjunct professor and senior research scientist, and he stayed on for two decades.</text>
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                  <text>&lt;a href="http://libarchstor.uah.edu:8081/repositories/2/resources/91"&gt;View the Ernst Stuhlinger Collection finding aid on ArchivesSpace&lt;/a&gt;</text>
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                <text>Transcript of Irmgard Stuhlinger School Essays, No. 1 to No. 13</text>
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                <text>Irmgard Stuhlinger was the wife of Ernst Stuhlinger, a scientist acquired in Operation Paperclip. In these school essays, she discusses her daily life in Stuttgart, Germany, as a child. When writing these essays she was 8 years old. Some of the topics include a letter to family members, Christmas, descriptions of the weather, and talking about field trips.</text>
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                <text>This material may be protected under U. S. Copyright Law (Title 17, U.S. Code) which governs the making of photocopies or reproductions of copyrighted materials. You may use the digitized material for private study, scholarship, or research. Though the University of Alabama in Huntsville Archives and Special Collections has physical ownership of the material in its collections, in some cases we may not own the copyright to the material. It is the patron's obligation to determine and satisfy copyright restrictions when publishing or otherwise distributing materials found in our collections.</text>
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01
02 Sick return page 36
03
04
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10
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13
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16
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18
19
20
21
22
23

�00 [page] 2
01 AeB 17-4/11 1-65/11
02 dtes. corcerning ihr
the akny.

�00 1863 [page] 3
01 Beef Acc [Accepted?] Sept 15,
02 Ed Greenlee Dr (Drover? GR for grocer?) 7 ..
03 Wm Mo.. 75 tbs [tubs?] ...
04 Wm Benett 21 tbs ...
05 Wm Ackersom 22 1/2 ...
[Carry forward to next page at estimated 2.8 cents = 75+21+22.5=118.5 @ .028 =
$3.318]

�00 [page] 4
01 Nov 13th '63

Check column

[Page 3 estimate 118.5 # Beef @ avg 2.8

3.318✓]

02 E Greenlee Dr [Drover? Grocer?]
03 For 40 1/4 # of Beef 4 [cents]= 161
04 " 4 1/4
" " Pork 6
25 1/2
05 " 1 Pair shoes at 28 1/4
28 1/4
06 " 43 # of flour at 3
1.29
07 " 1 pair shoes
1.50
08 " Pash [pair shoes?]
1.50
09 85 # Beef (fig?) 3 cts
2.55
10 88 # hg(?) 4 cts
3.52
11
$15.89

1.61
.255
.2825
1.29
1.50
1.50
2.55
3.52
15.8255

12 to Cash
13 " 25 # of Flour @ 3
14 " Cash
15 " 59 # of flour @ 3
16 " 210 " " Pork @ 6..
17
18

1.25
.75
10.00
1.77
12.60
26.37✓
42.1955✓ [ballpark]

1.25
.75
$10.00
1.77
12.60
26.37
42.19

�00 [page] [obscured - 5]
01 SS7 ... [SSG - Staff Sergeant?] Earns
02 1 Lid Lxssxr
03 Terre Haute Ind
04 2 Ph Pr " " " [i.e., ditto Terre Haute Ind]
05 3
06 4
07 5
08 6 E Stilting
09 7 S Crystal
10 8 TNC N AND
11 9
12 10 GWH [the writer of this diary]
13 11 BgH 2
[may be a roster]
[If so, this is platoon size, not company]

�Page 6
+
1

Oct 63
R
S
1

T
1

U
1

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1

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1

1

1

1

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44-3/4

�00 [page] 10
01 .. 9 Louis Williams ? 0.50
02
03 8
0.25
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23

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01 Feb 15th 65
02 We members of Co F 149 Regt
03 of Indianian volunteers were
04 Recruited at the City of Terre Haute Ind
05 for the term of 1 one year were
06 Enrolled By GW Morgan Consigned
07 to His company A Grave young
08 tad but rather unexperienced
09 and quite fopish. And rather
10 undisciplined but we hope that
11 after he gets his shoulder strap
12 he will become more docile
13
As soon as paid were marched
14 to the guard house and kept in stro [ng?]
15 confinement until ordered to move
16 to camp Carington Indianapolis Ind
17 while moveing to that place were
18 Guarded like prisoners yea were
19 Aas though criminals chained ...(?)
20 to the gallows Could not Even
21 go for water except a guard was
22 with us. Is this the way

�00 [page] 12
01 patriotic men shal be treated
02 while Engaged in Civil war
03 with one comon Enemy.
04 If so poor men poor private you
05 must bow thy knee to the
06 all mighty Carington. Kiss
07 his great toe be put in a pen
08 to be fatted like an ox to be made
09 fitt meat for the masters use
10 placed within the limits of
11 this camp where not permitted
12 within ten paces of the guard
13 if over the line you are subject
14 to be shot. This is what be
15 comes of a volunteer a poor private
16 as before stated must kiss thy
17 Corporal's toe. The times are not
18 quite so unprevailing against us
19 (to?) have had this day anothre
20 ... since time I met old
20.5 Carrington [follows 'King' below at ^]
21 HB King ^ he passed quite unstirred
22 without the last idea

�00 [page] 13
that he was passing his best
friend. Gave him the ordinary
salute but received none in
return quite an insult he
passed upon his old Chumms(?)
In my narrative I have failed
to give his description. Tall spair
but built with a Countenance
that would worry a
Hyena Dark Eyes long strait
black clurly hair. Chin rather
dejected placid features with
an air to reign than be called
a subject yet he shall be
called the subject of my comment
While riding the white horse
met his subjects looked down
upon their humble position
with distain rather than pity.
But, Sir, thy men are principally
made of royal stuff. They are
not going to remain here long.

�00 [page] 14
01 Thou doest with thy men
02 whats not according to granter
03 while we remain here we obey your
04 orders but as soon as we leave
05 your port Never more to return
06 on the conditions now we
07 moove to tents in this
08 miserable hole to give it its
09 rite name should be called
10 camp Hole Rather than
11 Camp Carrington but this
12 does not give us more privileges
13 but narrows down our path
14 till it has almost vanished
15 have now left the remains of
16 what might be called freedom
17 that is the thots of once being
18 free. Our company is now
19 organized. Can make our selves
2019 some comfort By passing jokes
21 etc etc etc

�00 [page] 15
01 March 1st [65] Started to the city of III
02 to receive our arms. thanks be
03 to the Creator we have the privilege
04 of once more gazeing on the free
05 but those Dangerous weapons, the
06 Bayonett art still to our rear
07 watching for a chance to prodd
08 an innocent man after a short
09 period of an hour we are returned
10 too the same old Camp again
11 are doomed too dispair within
12 the bounds of a dead line the
13 poor soldier thy duty is as a tool
14 to cut when hit with the
15 mallett or moove when lifted
16 the strong voice of the com'der
17 3rd. Mooved out of the camp to
18 go to the front where shot and
19 shell go through the air
20 piercing the hearts of the
21 brave oft separating kindred
22 ties. Also to endure the pain

�00 Page 16
01 And misfortunes that befalls
02 a soldier Still they are the heart
03 of the country &amp; will sacrifice their all to it
04 Endure pain and fatigue of Camp life
05 to go out in storm and
06 sun do the duty and let
07 Mr Ripper strapp get the
08 money and praise. thou
09 poor wretched starved weak
10 of mind, suppressed Creature
11 thou must bear the storms
12 must quit thy home go forth
13 to the field of battle Sacrifice
14 thy all be subject to orders
15 that while at home would
16 create fury in thy half distracted
17 brain. Here you must bow thy
18 knee. Plead like Beggerrs for a permit
19 of two hours absence.
20 4th arrived at Louisville Ky our
21 privilege is not so close, can
22 look on with a longing Eye
23

�00 Page 17
Pasted Graphic.tiff ¬ At?
01 ... free men but our condition
02 for camping is still miserable
03 no hopes of a place to lay the head
04 in this condition we remain
05 till night when ordered to movve
06 to the carrs and get upon them
07 and sleep till 5 oclock in the
08 morning when the Iron
09 horse hooked on and drew us
10 to where we now are. Thus the 6th
11 Here we pitched tents on the 7th. This is
12 a beautifull spot for camping and a splendid
13 place for parades and drills good water
14 up to the 26th all went as
15 if at home no special news or duty
16 of imprtantce. This is a beautiful
17 spot too beautiful be noted in
18 these sketches near Edge field
19 A beautiful spot in view - of
20 the city of Nashville and
21 above named City to day the sun
22 Shines beautifully
23

�00 [page] 18
01 makes everything have the tinge
02 of summer. the tall trees seeme to bow
03 their towering branches to the sun,
04 the ruler of the day. Evry passed
05 off as quiet as though by magic
06 nothing gave Cause to our movements
07 more pleasant and beautiful than this.
08 March 27th Orders Came to our
09 Commander in Chief to strike
10 tents and pack napsacks and
11 be ready to moove within one
12 hour. So the time went
13 on. We mooved to the train
14 not knowing where we would
15 stop or when. Went blindfolded
16 untill the second days ride when
17 the mask was lifted from our
18 eyes. Telling The story plainly that
19 we were destined for Decatur
20 Alabamy. After the second days
21 ride at 9 oclock in the evening were
22 Dismounted an lodged on the north
23

�00 [page] 19 [crypto on lines 1 thru 11]
01 bank of the Tennessee river
02 and habily situated here in
03 This poor miserable soil.
04 After stoping here till morning
05 were ordered to pitche tents caddle? raining
06 in torrents as we read in scripture
07 as though it was time for Noah to
08 rebuild his ark. There. Then thought
09 that I would strike(?) for an a new place
10 so goes to the river to reconoiter
11 as it was pouring down torrents
12 of rain and sleet found that
13 the condition of the troops
14 oposite was rather hapy. then
15 returned to the company found
16 all in good spirits hopeing for
17 orders to go aboard the gunboat
18 [name - Stoneriver?. but our orders were
19 only an agravation were put on
20 bourd and there remaine till
21 the ground was perfectly soaked
22 the boat was aground and could not
23

�00 [page] 20
01 be movved until the wind changed
02 thereupone were ordered as hope
03 until further orders. So
04 here we remain soaking in rain
05 During our stay on this Cold borde(?)
06 hopeing in vain for a cesation of rain.
07 puling away Still hopeing for another order
08 So Stoped until morning
09 Now orders to go aboard the
10 boat to cross now we are on
11 our way to the land destined
12 for our 12 months. So here we stop
13 within the limits of this blood
14 bought distressed and destroyed
15 City. The Situation is beautifull
16 not an hour during the sunny
17 seasons but is to be seen some remarkable
18 picture of the divine creators works
19 the scenery from this place is
20 like that of Rome. all points mark
21 the wisdom of the finisher the beautifull
22 river that flows beneath crusts of
23

�00 [page] 21
01 Good Earth marks his divinity all
02 seem as perfect as the beautifull
03 heavens. Here the flowers of
04 spring appear with their faded(?)
05 odors to beautify the work
06 and skill of that god that
07 governs their tender growth
08 The ritch harvests are gathered
09 In muttinously around the Dislicirling(?)
10 and once lived a hapy people
11 but now there is nothing but
12 destruction. Often the once
13 hapy people of this vicinity
14 visit their once splendid
15 gardens wher berries and ritch
16 perfumerys swrved to increase
17 their hapiness but their views(?)
18 are ?? in full not one loves
19 the spot without sighs and
20 moans denoting repentence
21 for just conduct. They think
22 it perfectly right That they
23

�00 [page] 22
01 Could not blame any one but
02 themselves that(?) reason
03 taught obedience while
04 stuborness ruined
05 April made its appearance
06 with the beautifull sun
07 that rules the day poring down
08 its magnificense causing the
09 growth of herbs to renew
10 tjeor vigor and increase in
11 size so passed the 2nd the 3rd
12 the regt was ordered in line of
13 Battle the report false
14 H 4th Clear calm 5th cloudy ...
15 6th rain 7 cloudy 8 rain 9 th rain
16 10 clear 11 cloudy 12th
17 rain increasing 13th clear 14 ditto
18 15th clear 16 clear and beautiful
19 17th clear dry 18th the sun
20 made its appearance through
21 the mist ofdark vapors
22 that oer hung the Earth
23

�00 [page] 23
01 April 19th 3 companys detailed from
02 the regt for scouts with two days
03 rations luckily me being one of
04 the number was mounted on
05 a horse to go in the advance
06 were off from camp by 8 oclock AM
07 mooved out in the direction of
08 Moulton Ala the distance of 9 miles
09 find all quiet thus far nothing
10 interesting in the way of our
11 advance halted to talk with
12 a family of Rebbs questioning concerning
13 their hopes of gaining their so14 called independence but found
15 out nothing of importance Except that
16 ther hopes had fled. Then turned our
17 course to the rear about 1/2 mile then to the
18 left toward Danville, Ala after the
19 time passed and the rear fledd we came
20 to the dirt road to danville mooved
21 about 8 mile on that way still though
22 there was nothing to stop our career
23

�00 [page] 24
01 but presently jumped three rebbs &amp; immediately
02 was in hot pursuit with hot haste
03 but our horses were so jaded that it
04 was impossible to overtake them but
05 one horse was able to make the trip so
06 we were rather disappointed yet
07 our officer in command Charged
08 upon them and took one prisoner
09 From this place we
10 pursued close at the heels of our
11 Enemy occasionally Exchanging
12 a shot thus we were poayed
13 upon by them untill we came
14 within sight of Flint river
15 and while resting were surprised
16 by a single shot from the gun
17 of a Rebb. Rather poorly aimed
18 immediately after we charged
19 across the bridge found it torn
20 up partially so we had to return
21 and fix the flooring so we deployed
22 a line of skirmishers in front
23

�00 [page] 25
01 to clear the way but found
02 no enemy to contend with
03 shortly the bridge was repaired
04 and we were ordered foreward.
05 Again we are upon our way to
06 the place destined nothing of
07 importance concerning our little
08 tripp but shortly stopped for
09 dinner when firing commenced
10 in the rear at our own scouts
11 but no injury was inflicted.
12 now forward to danville.
13 we were moved toward the
14 place in a rapid march untill
15 about 4 o clock in the Evening
16 when the ball opened in our front
17 but it was as is an old woman's
18 dance. Soon over. at las are in the
19 city find it almost evacuated
20 Some in habitance still remain
21 within the lines of the town
22 Among them lived a (hapy pair?) and lovely
23

�00 [page] 26
01 As beautifull as Ever looked
02 Through a dark eye lash. Her hight
03 midling form so? beautifull that (?)
04 one would Think her an angel
05 Clad in The garb of a fenimine (?) [mis-spelled feminine?]
06 Those beautifull eyes fit to charm the mind of
07 King the graces of nature herself are scarce^ly
08 preferable to such a sight when meeting with
09 a personage of such beauty and light.
10 20th Mooved out from danville
11 before Breakfast to meet
12 the seeming darring foe
13 but found that this wa
14 but a hoax that there
15 was none to Exchange
16 a single shot with Soon
17 learned that a barking
18 curr made a noise because
19 he was afraid after we
20 had scoured the country
21 about this point Moved
22 on toward Decatur Bay an
23

�00 [page] 27
01 to feel ... about the
02 Eatibles it being full
03 twelve when the party struck
04 the road that led to Camp
05 feeling myself under obligation
06 to feed rode to a farmhouse
07 on the way side call for bread
08 and milk of which given
09 plentifully furnished by
10 the servants of the household
11 and was soon on my way for
12 the detachment. Again
13 we came to where there kneeded be
14 a scout ordered forward to clear
15 the way. The country being mountanous
16 and a thick cluster of underbrush
17 marked the place for a secret foe
18 and to clear the wasy was
19 a duty yet to be performed
20 by some daring adventurer
21 So thought there was no
22 danger mooved out frankly
23

�00 [page] 28
01 to view the opposers if any there
02 were. after our little party
03 composed of the sargt and
04 his guard had gone about 2mi
05 to make short work of it
06 divide &amp; while I took the
07 right hand and six the left
08 mooved rapidly down the hill
09 sides in search of inadventure
10 found at the bottom plenty
11 of cedar and pine but nothing
12 attractive whatsoever except
13 a mule and a farmer in
14 a field plowing, soon chased him
15 to the detachment dismounted him
16 and took his mule to camp often
17 riding all day mad our way
18 to the camp without being
19 hurt in the least except
20 from fatigue
21
22
23

�00 [page] 29 [poetry]
01 February 22nd 1864
02 Ta. Gw. has gone to the
03 horses to water
04 While Gr 1865 the Basin
05 When Ta. GW. comes back
06 Gr hopes there will be no Larm
07
08 F only seemes the wind that roar
09 Around this milenedy place
10 look once to look no more
11 On thy thin placcid face
12
Dillie Megon [wonder who that was]
13
G W Harris
14 Yes there one that smiles at pain
15 and bids torture adieu
16 He like a modern hero Craeign(?)
17 but in a military view
18 But in
19
Softly fades thetwilight ray(?)
20 while night its dark hue spread
21 Morn brings fort a brighter day
22 Than what has post ahead
23

�00 [page] 31
01 May 1st appeared with the smiles
02 of grace and beauty with the sweet
03 scented perfumery the may be is
04 natural to her glory for nature
05 made her so smiling upon our
06 army with victory and the
07 prospect of peace. She Bids
08 fair to meet the smiles of
09 our long career of soldiering
10 out from home and friends
11 not in the wilderness But
12 where there once was hapiness
13 and mirth on Evry lip soft
14 words werre spoken from evry
15 tongue and loveing Eyes looked
16 love to eye which spoke again
17 but the sad fate that befalls
18 Evry evry city thats tred by the
19 war path left dessolate of
20 which there is no trace left
21 thats like to its once hapy state
22 except it land marks and foundations
23

�00 [page] 32
01 2nd finds us still troding the
02 same soil not advanceing
03 either in properity or future
04 good. But lolking over the senes
05 that make natures loveliness
06 speak for shame to the rebelling
07 people that inhabit this terestial
08 Ball. While May appears beautiful
09 in her fascinating scenes still
10 the same rude war cry is to
11 be heard in evry quarter while
12 the speedy prospect of peace still
13 makes evry heart cheerfull and
14 ligt with hope. This day is one
15 that gives the music of the --16 sweet
17
18
19
20
21
22
23

�00 3 [page] 33
01 Every heart cheerfull with the
02 hope of soon returning to
03 their homes in which there is
04 mixed sorrow and joy. glad
05 of the hope but impell by
06 doubt for to spek the language
07 of g--s where there is a doubt
08 there is no hope. Therefore
09 where it is hapiness to be ignorant
10 and folly to be wise.
11 The sun sets with smiles
12 and the Bright moon appears
13 in splendor and beauty cast
14 a silvered shade over the
15 gardens of nature beautifying
16 and rendering her hapiness in a
17 ber beautifull style thus night
18 appreache and the gentle dews
19 cover the land and gives new
20 support to the herb that has
21 grown thirsty during the sunny
22 day
23

�00 [page] 34
01 the morning of the fourth
02 appears with blackness and
03 threatening clouds denoting the
04 the impurity of the atmosphere
05 occationally the sun looks throug
06 the vacancies like a bashfull
07 maid with blushes and unhapy
08 countenance. The Leightnings
09 flash the thunders roar and the
10 haunts of men are carefully pre
11 pared to prevent the rage of the
12 storm. It rains in ernest
13 evry drop that fall helps to fill
14 the parched earth quickly. Everything
15 is afloat. The channels are filled
16 and the rain is fast falling, still darkness prevails
17 untill twelve M*! when the sun
18 again appears with the light
19 that inspires hope. The vapors
20 begin to rise the clouds disappear
21 and by sunset the sky was
22 again clear.
23
* [Noon, Meridian, neither AM nor PM, just M]

�00 [page] 35
01 5th [May 1865] This morning with the
02 beauties of life and loveliness
03 appears the master of the day
04 and with smiles he meets
05 the Stinted herb that been
06 drenched from incessent
07 rain. again life appears
08 a sea of glory among the
09 rivald scenes of misery
10 and conjecture the rolling
11 river the boisterous wind
12 and the rages of mass
13 disappointment seem to
14 cooperate in one harmless
15 tone familiarized by the
16 shrill sound of the steam
17 whistle that makes the
18 sleepy sentinal arouse to
19 his duties as if ordered by
20 his commander in awakening
21 by the approach of the Enemy

�00 [page] 36
01 6 [May, 1865] Still the undaunted sun
02 pursues her course daily around
03 the globe road that he has
04 traveled for many centuries
05 past. At 9 the heet pors
06 sufficiently enough to wither
07 the leaves of the trees. thus
08 passed the day without
09 the slightest breeze to cool
10 the sweat that rolls from
11 our heated foreheads.
12 at 4 oclock Lieut Johnson of
13 Co F appeared while paleness
14 denoting distress was upon
15 his Brow. What can the matter
16 Be as you(?) seemed of late to be
17 transpiring some change
18 or have recd a shock from
19 what? It you can not guess
20 to guess would be impossible
21 Especialy what would cause
22 you to rave in rage(?) on fever
23 President Lincoln is assassinated.

�00 [page] 37 Impossible you are joking are you
00.5 not? [page37]
01 Indeed tis true the man who
02 did the deeds name is
03 Wilson Boothe. Shot him
04 while entering his private
05 Box in the Hall of amusement
06 Thus passed the evening the
07 morning of the 7th [May, 1865] comes like
08 the croooked(?) vessel shaking
09 and tottering Sad Hearts do
10 nightly mourn the death
11 of our Beloved president.
12 Weakness has befallen our
13 nation and the sudden
14 shock make the hecky(?) pons(?)
15 of blood increase gives
16 thirst for blood to all
17 loyal people whom are for
18 This war worn Republic
19 Every human countenance is
20 so greatly changed that tis
21 almost impossible to gain
22 friendship again with a friend
21.5 for fear he cannot be trusted.

�[page] 38
01 8th [May, 1865] finds us still drudging
02 along with a down cast look
03 and occasionally a grunt
04 from some one thats forced
05 to speak and a smile from
06 a greedy officer thats rejoicing
07 for the continuation of the
08 regt in service while there smiles
09 are returned by an ill look
10 or an angry smile.
11 9th [May, 1865] Seems(?) to pass by
12 unnoticed nothing seems
13 more pleasant every heart
14 has chang from Ill hatred
15 to actual freindship officers and
16 men the main fact is as
17 that tale use first the worst
18 and you have the good left
19 Dress parade at five nothing
20 but the old thing in
21 Cours(?) for sweat and
22 dis cont again.
Lines 19-22 in question

�00 [page] 39
01 29 The Eastern horizon presents the
02 gloomy appearance of falling
03 weather. So mutch that the
04 rising of the sun is hid
05 behind the clouds. The wind
06 hurling our tottering tents(?)
07 in so mutch that it seems
08 impossible to hold them
09 together At nine AM the
10 atmosphere seemes colder
11 dispelling the idea [folded over]
12 appear more like an ["]
13 winds lashing the saves
14 of the small stream beneath
15 the sollid banks almost
16 driving the floting mass
17 of drift wood that seeks
18 a new resting place 6 PM(?)
18.5
ng of 'flapping' on line 19
19 the wind stil heave the flapping
20 sheets of our tiny homes and
21 the chilling winds are as before
22 stated cool and boisterous

�00 [page] 40
01 30 [of May] Still our course is pursued
02 by the Generousness of a good
03 and healthy Shower especially
04 when it comes in sight
05 and can be felt while
06 the air seems as if it
07 wer poisoned by heat and
08 missive clouds of dirt
09 The Clouds appear favorably
10 be half of rain but there
11 is something remarkable
12 in the sky that seldom
13 fails to help the kneedy
14 but it has gone from that
15 course perhaps. The wethor(?)
16 why(?)
17 It comes like a bell
18 in fine clouthes it
19 seems that it has
20 been made to blunt
21 from the past there
22 nothing but wind in the
23 clouds

�00 [page] 41
01 June 1st
02 This morning beams
03 beautifull the bright shreds(?)
04 that check the eastern
05 sky are fringed with ...
06 colors. The bright clouds of
07 hope appears while shadows
08 like to disappointment
09 are dimly to be seen
10 as The Poett says
11 The grey eyed moon ...
12 font glowing flowers while
13 the darkening night
14 revives them.
15 The heavy skies send
16 refreshing showers
17 While the searching
18 dries them. Then the
19 day passes giveing great hope
20 of a speedy return of peace
21 to our blood washed
22 country
23

�00 [page] 42
01 2nd like to a blushing
02 maid. Still in her
03 morning Gown, Jeers the
04 sun her smiles gladden
05 the heavy hearts while
06 a refreshing breeze sends
07 a thrilling rapture to
08 the soul Hapy the heart
09 thats arises to catch the
10 first gleam of the morn
11 the breathe that pure air
12 before tis parched by
13 ... heat that arises
14 from the sinultry ground
15 Who awakes to heat the
16 churp of the innocent bird
17 The casation (cessation?) of the screams
18 of the night hawk that seems
19 to check the last traveler, while
20 wandering out of his way
21 and gives warning to the dangerous
22 rout he is taking
23

�00 [page] 43
01 It appears more gloomy
02 consequences of drouth and
03 heaviness of the air
04 the odious(?) scent that
05 purifies the air has dried
06 and left nothing but
07 stagnation and an
08 unhealthy atmosphere
09 a state of discomfort
10 to the hearty souldiery
11 a constant wish for pure
12 air and a longing for
13 a stroll among the green
14 woods. A grand spectacle
15 to be represented by a few
16 chicken hearts represent...
17 that give one glance and ...
18 and pass it by as imperfect
19 to needless to mention their
20 desire. While thus deprived of
21 liberty only complain because
22 they are not kept in confinement
23

�00 [page] 44
01 Tis a pleasant morn
02 The Birds sing sweetly. The
03 Hearts of the men are
04 bouyed with the prospect
05 of of a speedy
06 15th comes lik a may flower
07 likely to be blown a way by
08 the storms. Till 12 M tis
09 pleasant and grate
10 ... to heavy clouds arising
11 in the west Betokening a
12 storm. At four the wind
13 raise the dust flies and
14 presently comes the rain
15 The wind increases and
16 ... down our little park
17 its well that twas temt
18 built at night the
19 sun sets behind a
20 heavy Cloud occationally
21 Casts a smile at our
22 well soaked Condition
23

�00 [page] 45
01 25-th the mornin g comes with its
02 quickening pace with a furid smile
03 an each moment past and gladly
04 huries its weried race the hot suns returns with
05 a smothering blast. Each moment
06 seemes ana hour long While the
07 heavy sweat come rustling down
08 The cheek of our comrads
09 forget to smile. When heat
10 its inward reage(?) beguiles
11 the mornings first beam is sweet
12 but noon meanes heavy clouds the
13 seeme gathering in the west wile
14 the forked lightenings seeme to befilm
15 each stroke has the appearance of two
16 great enemies belching forth flames
17 of fire that would cursh the
18 great piles of human that would
19 even attempt to meet a boe so well
20 fortified but the foe is a friend
21 one that never loves because a tiny
22 insult has been given
23

�00 [page] 46 25th
01 still left to drink
02 of the filth of its Tenn
03 River To Thick to strain
04 through the teeth
05 without the lightes hope
06 of leaveing for a better
07 country
08 27th Brings forth cold
09 rain with chilling wind
10 very unusual for the
11 country
12 28th the the winds seeme to
13 bite the Imbecill change
14 his ... to frost and
15 call him close to the fire
16 29th Get leife of from comd
17 to retire to the country for
18 sports and pleasure while
19 out come upon some confed
20 soldiers they are friendly
21 but look as looks a
22 Caged Hyena If it were not
23

�00 [page] 47 in prison
01 for those bbarrs ^ I would grasp
02 you between my clutches
03 and soon make meet of
04 you to feed my young
05 A more gross set of men
06 I never seen some with
07 but one legg others with one
08 arm and are glad to
09 Escape with their lives at
10 last seeme so but few
11 are satisfied with their
12 fate. also find plenty
13 of Berries the fruit of the
14 brier so delicious so sweet
15 plenty sufficient for a
16 king but they all covering(?)
17 my fingers here I eat
18 untill nothing seemed
19 to tas good our charge
20 with fruit begin to
21 make way for home
22 but am foundered cant
23

�00 [page] 48
01 untill tis almost evening
02 this is whats called
03 getalong in the deepes dye
04 if it had not been
05 for the berries (I?) would
06 not have been founderen
07 and again would have
08 half starved so upon
09 the whole fing nothing
10 lost because of eating
11 so many just then
12
13
14 He must have lived
15 by eating berries!
[These two last lines a childish hand in ink. Probably a later comment on the entry.]

�00 [page] 51
01 6th Tis pleasant to
02
03 white while sad smile come
04 on the heroes brow
05 The Chargeing foe comes on
06 And ... tramps the
07 planters plow
08 And drives his course night on
09 7th Comes like a petty pony abustle
10 and tis gone
11 8th Ive sung my daily Tony our
12 bid time sweep an
13 Ours pass unlooked
14 In unhappy ... far
15 From my native home
16 but hastens the time when
17 orders I'll receive, Jack up and
18 be gone. The sweat rolls
19 down like rivers. Makes long
20 through the dirty spots
21 that gather on my
22
23

�00 [page] 52
01 all Tis pleasant Calm and
02 The mocking bird sins sweetly on
03 the old tree. The morning lays
04 The will flowers blooming and
05 sadly passes the hurling wind
06 that bids fair to reck a
07 vessll so weak. The morning
08 fades to a bright sunny
09 noon While to the far west
10 peers a small cloud some
11 wind and occationally a low
12 murmur as though thire was
13 a great battle being fought
14 ... the black clouds over
15 spreads the sky and the red
16 tounged lightning rages as
17 it were two deadly foes writing
18 in agony Thurs continued for
19 three hoiurs but not a single
20 hope of rain Tis Eve tis dark
21 Tis cool. Tis wonfc?. To drive
22 The mind from its natural purssuit
23

�00 [page] 53 Tis thought and even spoken
01 that lieut MN will be promo^ted
02 to 1st Lt Co F but tis not
03 done. The sentiment of the
04 Comp is hard against it
05 Twill not do he is too mutch
06 stuck up. He may comd a
07 Comp of dupes but cant comd
08 a company of men. Poore
09 Little stripling. Not hardly able
10 to keep his ___ clean poor
11 jincked up little snake in
12 the grass. Would make a betteer
13 Stilltulla(?) than a comder
14 cant give way to be ...
15 a green horn without first
16 trying his pluck tis the en..
17 of littleness of the col comd
18 cant be a line col and go to
19 Texas There are too many guerillas?
20 c.r..T twould be tek that to a general ????
21 in his stead as if he swing
22 the summer Campaign
23

�00 [page] 54
01 9th Tis front
02 damp Its great foregro
03 grain But not sufficient
04 to give health to our noble
05 men After a Brief and
06 deep hour of hard
07 missing This is proposed -08 arrive at the conclusion
09 that tis impossible to please
10 the mind tis never satisfied
11 grows harder and more visious
12 than usual when tis
13 crossed Thus the heart
14 becomes bewilldered when
15 provoked to anger by an Irres
16 solute person. not long since
17 I was told to request of
18 the Col to give one grant
19 but not so --20
21
22
23

�00 [page] 62
01 The Brave Old Flag
02 1st We are fighting for our union
03 We are fighting for our trust
04 We are fightingfor that happy land
05 Where lays our fathers dust
06
Chorus
07 Hurrah Hurrah for equal rights Hurrah
08 Hurrah for that beloved flag
09 That bears the stripes and stars
10
11 We trusted you as Brothers
12 Until you drew the sword
13 With the impulsed hands at sumpter
14 You cut the silver cord
15 So now you hear our bugle
16 We come the sons of Marrs
17 We will rally round that brave old old flag
18 That bears the stripes and stars.
19
Chorus
From http://www.civilwarpoetry.org/union/songs/union-bonnie.html
We're fighting for our Union,
We're fighting for our trust,
We're fighting for that happy land
Where sleeps our father dust.
It cannot be dissevered,
Though it cost us bloody wars,
We never can give up the land
Where floats the stripes and stars.
Chorus: Hurrah, Hurrah,
For equal rights hurrah,
Hurrah for the good old flag
That bears the stripes and stars.
We trusted you as brothers,
Until you drew the sword,
With impious hands at Sumpter
You cut the silver cord.
So now you hear the bugles,
We come the sons of Mars,
To rally round the brave old flag
That bears the stripes and stars.
Chorus

�We do not want your cotton,
We do not want your slaves,
But rather than divide the land,
We'll fill your Southern graves.
With Lincoln for our chieftain,
We wear our country's stars,
And rally round the brave old flag
That bears the stripes and stars.
Chorus
We deem our cause most holy,
We know we're in the right,
And twenty million freemen
Stand ready for the fight.
Our pride is fair Columbia,
No stain her beauty mars,
On her we'll raise the brave old flag
That bears the stripes and stars.
Chorus
And when this war is over,
We'll each resume our home,
And treat you still as brothers,
Where ever you may roam.
We'll pledge the hand of friendship,
And think no more of war,
But dwell in peace beneath the flag
That bears the stripes and stars.

�00 [page] 72
01 Sonnet On Laura
02 Gone, plantive breeze to Laura's flow'ry bier.
03 Heave the warm sigh and shed the tender tear.
04 There to the awful Shade due homage pay,
05 And softly thus address the sacred Clay.
06 Say, invied Earth, that doest those charms infold
07 Where are those cheeks and where those lock of gold?
08 Where are those Eyes, which of the Muse has sung?
09 Where those sweet lips and that enchanting tongue?
10 Ye radiant tresses, and thou, nectar'd smile
11 ye looks that might the melting skies beguile,
12 You robbed my Soul of rest my eyes of sleep
13 You taught me how to love and how to weep
14 Translated from Petrusca the
15 original. By Sir Wm James in the
16 spirit of the original.

�00 [page] 89
01 molest or cause harm. but alas
02 what noise is that he hears - the
03 coming of some Broad footed beast
04 on clowthed footed man he starts
05 up in dreadfull fright, views all
06 thats around -- sees no danger close at
07 hand. so silently he closes his eyes
08 to finish his dream of pleasure. But
09 again the sound of approaching danger
10 startles him - he looks and struggles
11 tries to make good his escape
12 But Oh. he has slept too long. Crash
13 goes his prety rest. In different diretions
14 his sap of life flies and life itself
15 leaves the body to return from
16 whence it came. This might be
17 applied to the dormant stat of man
18
19
20
21
22
23

�00 [page] 157
01
02 What anothers faults to me?
03 I've not a vultures Bill
04 To kick at every flault I say
05 And make it wider still
06
07 It is enough for me to know
08 I've follies of my own
09 And on my heart the Care bestow
10 And let my friends alone.
11
12
13
14
15
16
17
18
19
20
21
22
23

�00 [page] 180
01 Aug 30th
02 George W Harris in service
03 Co H 2nd Ind Cavy

�</text>
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          <description>The Dublin Core metadata element set is common to all Omeka records, including items, files, and collections. For more information see, http://dublincore.org/documents/dces/.</description>
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                <text>This material may be protected under U. S. Copyright Law (Title 17, U.S. Code) which governs the making of photocopies or reproductions of copyrighted materials. You may use the digitized material for private study, scholarship, or research. Though the University of Alabama in Huntsville Archives and Special Collections has physical ownership of the material in its collections, in some cases we may not own the copyright to the material. It is the patron's obligation to determine and satisfy copyright restrictions when publishing or otherwise distributing materials found in our collections.</text>
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                <text>Harris served as a private in Company F of the 149th Indiana Infantry Regiment, which occupied Decatur, Alabama in 1865. He enrolled at Terre Haute, Indiana, on February 15, 1865 at the age of twenty. Harris records his experiences as a soldier and traces his journey south to Decatur. Harris was discharged on September 27, 1865. The transcription includes a key to the cipher that Harris sometimes used, as well as notes and clarifications in brackets and parentheses. Also included are the complete lyrics to the Union song "Reply to the Bonnie Blue Flag," part of which Harris records in an entry here.  </text>
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                    <text>[front cover]
[cover is blank]
[inside front cover]
[cover is blank]
[page 1]
[printed 1916 calendar in German]
[page 2]
[printed 1917 calendar in German]
[page 3]
[page is blank]
[page 4]
[page is blank]
[page 5]
[page is blank]
[page 6]
DIARY 1918 [the year is circled and underlined]

July 1st

Left Spartansburg
S.C. at 3.30 p.m on
sleeping trains.

July 2d

Arrive at Wash.
D.C. 2.00 p.m had
coffee at the Red Cross
passed through North

�Carolina and Virginia
Left Washington at 3.00
p.m arrived at Baltimore
at 3.50 p.m. reached
Delaware at 4.25 p.m
arrived at Philadelphia
at 8.45

July 3rd
[page 7]
[page is blank]
[page 8]
Arrived at New York
about 12.30 midnight
came through the
tunnel to Camp
Mills at 4.30 am.
remained at Camp
Mills for 5 days

July 8th

Left Camp Mills at
7.30 a.m. Monday
took train to Long
Island ferry the boat
took us to Hoboken
we boarded the transport Mt. Vernon

�formerly the Kronprinz
Cecilia which was the
fastest transport of
5 which left with us
July 9th
[page 9]
[page is blank]
[page 10]
Ship left pier at
12.45 noon Tuesday
and anchored outside of harbor and
waited for the other
transports we left
for Europe at 7.25
p. m.

July 11th

Have been sailing
2 days we had one
stormy day. about
7,000 men on board

July 13th

came across a number of ships returning quiet a few

�men are sea sick

July 15th

A submarine was
[page 11]
[page is blank]
[page 12]
sighted within a
half mile but disappeared at once
at the same time
the transport which
was …the [?] Amerika
on our opposite side
rammed an oil
tanker which was
sunk.

July 16th

At 7.00 p.m. one of
the transports fired
at boxes in the water
thinking there were
mines hidden.

July 17th

�Two of our convoy
of destroyers left
[page 13]
[page is blank]
[page 14]
us being with us
only 2 days later
8 torpedoe boats
convoyed [?] us the
balance of the trip

July 18th

Arrived in the har
bor of Brest, France
at 3.00 p.m which
was quiet a sight
We left the ship
at 8.00 p.m on ferry
boats to shore from
there we had to walk
4 miles to a field
and pitch shelter
tents it rained all
night so it was
not very pleasant

July 20th
[page 15]

�[page is blank]
[page 16]
Worked all night
unloading ships
at the dock.

July 23d

Had a bath the
first since we left
had to walk a few
miles to get it.

July 24th

Broke camp at
8.00 a.m. and walked to the train which
was 4 miles we left
Brest at 11 a.m in
cattle cars which
hold 40 men apiece

July 25th

Went through
Paris and stopped
[page 17]
[page is blank]

�[page 18]
at the station
about an hour
Brest is a day
and a half from
here.

July. 26th

we arrived at a
French town called
Nantuel Saacy
after walking a
quarter of a mile
and pitched tents

July 27th

We took a bath in
the Marne River
which we all heard
about home we can
see the flashes and
hear the guns all
day
[page 19]
[page is blank]
[page 20]
July 28th

�We received our
gas masks to day

July 29th

Had gas mask
training to day.

July 30th

A german airplane
bombed our camps
and got away no
one was hurt.

July 31st

We turned in our
barracks bags to
day. We are now
15 kilos from the
front known as
the Marne sector.
[page 21]
[page is blank]
[page 22]
Aug. 1st

�Have been sleeping
in shelter tents
since July 19th
that is on the ground
now situated in
Nantuel Saacy.

Aug. 2d

Part of aour company
has moved within 5 miles of the
front.

Aug. 3rd
Broke camp at 8.15
a.m. slept over night
on floor of barn in
the town of Azy
passed through
Chateau Thiery

Aug. 4th
[page 23]
[page is blank]
[page 24]
Started again at
7.00 a.m hiked
until 1 p.m and

�had dinner which
was very little continued at 2.00 p.m.
and walked until
6.00 p.m. passing
through towns which
were completely
blown off the ground
from the shelling
saw hundreds of
german dead we
camped in our tents
on a battlefield the
germans left a few
days ago.

Aug. 5th

Broke camp again
and continued hik
ing until 6 m. p. m
[page 25]
[page is blank]
[page 26]
passed through
some wreacked villages slept in our
tents again but
were kept awake

�by the cannons
all night long
have been hiking
3 days.

Aug. 6th

We were detailed
to bury the dead
soldier germans
and Americans the
germans have been
here a few days
ago we are now
situated in Ciergies

Aug. 7th

Still hunting for
dead soldiers some
[page 27]
[page is blank]
[page 28]
awful scenes here
of the battle we are
also repairing road
to-day.

Aug. 8th

�We moved to-day
out of tents into
shell torn houses
we had to sleep
on the stone floor
16 men to a room
this place is in danger of being bombed
any moment we are
quiet close to the
front.

Aug. 9th

We had an airraid to-day saw
the airplanes batt[page 29]
[page is blank]
[page 30]
ling in the sky
some sight.

Aug. 10th

There was a gas
alarm at 10 p.m.
had to wear our

�gas masks some
time.

Aug. 12th

Terrible air raid
on our town by 6
german bombing
planes bombs burst
all around us gas
bombs thrown at
the same time could
not sleep all night
the raid was at
11:30 p.m.
[page 31]
[page is blank]
[page 32]
Aug. 15th

Still repairing
roads near the
front.

Aug. 16th

We had another
air raid at night
and gas attack

�still located in
Ciergies.

Aug. 24th

Our company has
also been on guard
at an ammunition
dump 4 hour
shifts the germans
have been trying
to bomb this place
several times.
[page 33]
[page is blank]
[page 34]
Sept. 5th

Broke camp again
hiked 8 miles
camped in the
woods overnight.

Sept. 6th

Left at 2.00 p.m
and hiked until
9.00 p.m. 18 miles
and slept in the

�open field in the
rain we were on
the lines under
continuous shell
fire. We were forced to move into
dugouts the balance [?] of the night
shells were bursting
all around us we
were also gassed
[page 35]
[page is blank]
[page 36]
Sept. 7th
We worked up
on the lines and
were shelled all
the time at night
we were bombed
by airplanes, gas
and shells all
night we slept in
dugouts a bomb
struck within 50
feet of us and
scattered schrapnel
all over our dug
outs the town is

�called Frsines on
the Vesle River.

Sept. 8th

Arrived at 8.00 a.m
back 18 miles to a
town called
[page 37]
[page is blank]
[page 38]
Ronchers

Sept. 11th

Moved again at
12 p.m. hiked 12
kilos to train and
road a day and a
half in freight
trains left train
and hiked 5 kilos
and camped in
the woods which
was very mudy
we are now in the
Verdun sector.

Sept. 13th

�Left camp at 9.30
p.m. and hiked
5 kilos towards
front town we left
called Souilly en[page 39]
[page is blank]
[page 40]
camped at French
barracks which we
reached at 11 p.m
at night.

Sept. 16-17

Our company has
been on guard at
a rail head near
Souhesme La Grande
near Verdun.

Sept. 22d

Orders to move at
midnight hiked
5 miles closer to
front in pouring
rain and pitched

�tents in the hills
which was a river
of mud near town
of Rampont
[page 41]
[page is blank]
[page 42]
Sept. 24th

Left Rampont at
7.30 p.m. walked
6 miles and camped in the woods
it has been rain
ing for 2 days
terribly muddy.

Sept. 25th

Broke camp again
and hiked 5 kilos
and camped in
the woods 2 days
the evening of the
second day the 72
hour barrage start
ed the guns were
behind us and in
front of us we

�[page 43]
[page is blank]
[page 44]
are now in the
largest drive ever
attempted in the
Champeign and
Argonne.

Sept. 27th

Broke camp at 4.30
a.m. and hiked
12 miles to the
front the drive has
just begun we are
now on the line
and under continuous shell fire we
passed hundreds
of guns firing on
the road up the
wounded were now
coming in and
also hundreds of
german prisoners
[page 45]
[page is blank]
[page 46]

�Sept. 28-29.-30

Now on the lines
under fire all the
time now near
Malancourt

Oct. 1-2-3-4

Still in the drive
have been here 10
days under continuous shell fire
and gas.

Oct. 6-7-8

Still on the line
had many narrow
escapes being shot
by shell fire now
in Bethencourt.

Oct. 15-16-17
[page 47]
[page is blank]
[page 48]
Reparing roads
to day which are

�in terrible condition
it has been raining
for 7 days.

Oct. 19 to 30

Still plugging
along have taken
7,000 prisoners
up-to-date we
are now located
in Sept Sarges.

Nov. 1 to 8

Armistice signed
many happy hearts
in our company
every one seems to
take life anew
now near Sedan
[page 49]
[page is blank]
[page 50]
Nov. 17th

We as picked
troops were ordered
to march into

�Germany as the
first army of
occupation to day
we covered 18 miles
and entered the
first French town
the germans evactuated after the
armistice was
signed which was
decorated with french
and Americans flags
We are about to
hike 150 miles to
the Rhine now
located in Marville [?]
[page 51]
[page is blank]
[page 52]
Nov. 8-10

Passed through
Dun [?], Brandeville
we slep in ger
man barracks in
part of the Argonne
forests.

Nov. 21st

�President of France
Poncaire and General
Foch’s aid visit the
city of Marville [?] to
pay his respects
to the french people
liberated a few days
ago we had quiet
a time still in
Marville.

Nov. 23rd
[page 53]
[page is blank]
[page 54]
Started on the second period of our
hike to the Rhine
8.45 a.m. passed
through Longuyon
this part of France
is beautifully sit
uated around 13 kilos
and entered Belgium
at 2.00 p.m. we
also are a short
distance from
Luxumbourg. We

�are now in Athus,
Belgium.

Nov. 25th

We are now guard
ing ammunition
dumps in Athus,
Belgium. Have been
treated fine here
[page 55]
[page is blank]
[page 56]
Nov. 26th

Still on guard I
visited Luxumbourg
to-day which is a
neutral country
and is near the
french and Belgian
frontiers.

Nov. 28th

Being thanksgiving
we were invited to
attend a ball given
to the American

�Soldiers we met
some very pretty
Belgian girls at
the ball.

Nov. 29th

Left Athus, Belgium
[page 57]
[page is blank]
[page 58]
at 8.00 a.m. hiked
15 kilos through
Luxumbourg on
our way to the
Rhine, located in
Dippach, Lux.

Nov. 30th

Continued on our
hike left Dippach
at 8.30 passed
through Mamer at 12.30
hiked 25 kilos passed through the city
of Luxumbourg we
are now located in
the city of …torf [?],

�Lux.
[page 59]
[page is blank]
[page 60]
Dec. 1st

Continued on our
hike to the Rhine
left …torf [?] at 800
a.m. covered 30
kilos we are now
about 15 kilos from
the german frontier
have been on the
hike continually
5 days now located in Consdurf,
Lux.

Dec. 2d.

Left Consdorf at
8.00 a.m. hiked
25 kilos passed the
german frontier at
11 a.m. now in
Holsthum, Germany
[page 61]
[page is blank]

�[page 62]
Dec. 3rd

Left Holsthum at
7.00 a.m. hiked 35
kilos this being the
6th day we have
been on the go now
located in Preist
Germany.
Dec. 4th

We were given a
rest to-day. Have
been treated splendidly by the germans
We still have about
50 kilos to travel
our destination
being Coblenz on the
Rhine.

Dec. 5th

Left Preist at 7.30
[page 63]
[page is blank]
[page 64]

�a.m. hiked 12
kilos now located
in Spang.

Dec. 6th

Left Spang at 7.30
a.m. hiked 15 kilos
now located in
Bleckenhausen.

Dec. 7th

Left Bleckehnhausen
at 7.00 a.m. hiked
18 kilos now located
in Putzboun, Germany
we have still 40
kilos to cover to the
Rhine.

Dec. 8th

Left Putzboun 7.00
a.m. hiked 25
[page 65]
[page is blank]
[page 66]
kilos now situated

�in Bettledorf.

Dec. 10th

Left Bettledorf at
11.30 a.m. hiked 20
kilos now in Daun

Dec. 11th

Left Daun at 8.00
a.m. hiked 20 kilos
now located in
Alflan.

Dec. 12th

Left Alflan at 8.00
a.m. hiked 13 kilos
now located in
Kaiserserch.

Dec. 13th

Left Kaiserserch
at 7.00 a.m. hiked
[page 67]
[page is blank]
[page 68]

�21 kilos in the rain
now located in
Ochtendung we are
now about 17 kilos
from the Rhine.

Dec. 14th

Left Ochtendung
at 9.00 a.m hiked
25 kilos passed
over the Moselle
River at 1 p.m.
crossed the Rhine
at 2 p.m now located in Vallendar
we are now 5 kilos
on the east side of
the Rhine we have
hiked 18 days

Dec. 16th

We are now
[page 69]
[page is blank]
[page 70]
doing patrol duty
in the city of

�Vallendar on the
Rhine.

Dec. 19th

Left Vallendar at
10 a.m. hiked 8
kilos now located
in Simmern we
are now about 10
kilos on the opposite
side of the Rhine

Mar 21st

Left Simmern at
9.00 a.m hiked 10
kilos to Kaltin Engers.

May 21

Left Kaltin Engers
[page 71]
hiked 8 kilos to
Vallandar.

May 23

Left Vallandar at

�6 a.m. hiked 8
kilos to Enger
left Engers at 930
passed through
Alsace Lorraine

May 25th

Left train at Noyen
hiked 14 kilos to
St. Christophe

June 9th

Left St. Christophe
12 hiked 14 kilo
to Noyen stayed
there 24 hours
[page 72]
June 10th

Left Noyen 6.30
p.m. rode all
night stopped at
Clisson.

June 18

Left Clisson 10 a.m.

�arrived at St. Nazar
4 p.m.

June 26th

Left St. Nazaire at
7.30 p.m. hiked 3
miles to ship Left
France at 12
midnight On
board transport
Ancor. [?]
[page 73]
July 7th

Arrived at Newport
News. hiked 2 mile
to Camp Stuart
[page 74]
[page is blank]
[page 75]
[page is blank]
[page 76]
[page is blank]
[page 77]
[page is blank]
[page 78]
[page is blank]
[page 79]

�[page is blank]
[page 80]
[page is blank]
[page 81]
[page is blank]
[page 82]
[page is blank]
[page 83]
[page is blank]
[page 84]
[page is blank]
[page 85]
[page is blank]
[page 86]
[divided area in top left of page]
Robert Carnes [?]. [one word illegible]
Hazard KY
[end of divided area]
[illegible strikethrough]
[one word illegible] Hobart
Jackson
Jacksfort
Tenn
[a line is drawn here]
[one word illegible] C
Comfrt [?]
[a line is drawn here]
…tract [?] R B.
U.S.a.

�[page 87]
[page is blank]
[page 88]
Hug… [?] Smith
1068 Mcclain [?] Memphis. Tn.
[a line is drawn here]
Earl. sams. morning sun - iowa
[a line is drawn here]
Simon Flinn. Pickett KY.
[a line is drawn here]
Luther Rouse [?]. [illegible strikethrough]
Tompkinsville KY.
[a line is drawn here]
Wilks, Jahtes [?] akersville [?] KY
[a line is drawn here]
Logan wallin g… [?].
Sardis KY
[a line is drawn here]
Able Parks [?] 332 Barnette st
Atlanta. Ga
[a line is drawn here]
Julians Silverman
124. 112. St. N.Y. City
[a line is drawn here]
Walter Sanders. Atall [?]. Fl [?]
[page 89]
Taylor Napier Chavis. KY
[a line is drawn here]
Ellis Morris. Bod… [?] KY

�[a line is drawn here]
Lewis Clark Glenside [one word illegible]
Scotch Plain. NJ
[a line is drawn here]
Lewis Adam. R B… [?]
Kuttawa. KY
[a line is drawn here]
K. M. Slatt. Crossvile. Ala.
[a line is drawn here]
Granvill [?]. Loffman [?]
Ellisburg. KY
[a line is drawn here]
Sam Boyd.
Front Royal va
[a line is drawn here]
Forest Floyd [?]
Mc… [?] KY –
[page 90]
Ellie [?]. Keys – akersville KY
[a line is drawn here]
Elijah Gibbons Cabot… [?] KY
[a line is drawn here]

august halsher. Falouth KY
R. 2. Rou. 22
[a line is drawn here]
Rallin [?] P. Black. Rallingburg [?] KY
[a line is drawn here]
[one words illegible] s. thomson union Town. KY

�[a line is drawn here]
D. F. Guier. Farmington KY
[a line is drawn here]
Lee [?] Boterman [?]. Glendale KY.
[a line is drawn here]
Earl. Pasher [?] Salem KY
[a line is drawn here]
Everett Talbett [?] – Kilgore KY
[a line is drawn here]
Charles Box Eddysville KY
[a line is drawn here]
Frank Greenhalgh
mascotte. Flo.
[a line is drawn here]
Carl Hartwill
Cristwell [?] NY
[a line is drawn here]
Robert E. Lee
Elizabethtown KY
[page 91]
[page is entirely printed]
[german holidays 1916 and 1917]
[page 92]
[page is entirely printed]
[postage taxes in German]
[inside back cover]
[cover is blank]
[back cover]
[cover is blank]

�</text>
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                <text>Archie Shannon was a farmer who served in Company G of the 1st Pioneer Infantry in World War I. Shannon was born in Limestone County, Alabama on November 19, 1891, and at the time of his draft registration on June 5, 1917, he lived in Ardmore, Tennessee. Shannon reported for military duty on September 18, 1917 and entered training at Camp Pike, Arkansas.&#13;
&#13;
This diary covers Shannon's experiences in the U.S. Army from July 1, 1918 to July 7, 1919. He describes his journey to France and details everyday life as a soldier, especially the discomforts of life on the front in both the Marne and Verdun sectors. Shannon discusses bathing and sleeping arrangements, gas masks, air raids, and the terrible sights of war-torn France while repairing roads and burying dead soldiers. Shannon includes descriptions of his involvement in the Meuse-Argonne Offensive, noting the continuous shelling, gas attacks, and miserable weather conditions. He also describes his company's reaction to the Armistice, writing, "Many happy hearts in our company everyone seems to take life anew."&#13;
&#13;
Shannon spent the rest of his World War I service in Belgium, Luxembourg, and Germany, and he returned to the United States on July 7, 1919. A list of soldier names and hometowns is recorded in the back of the diary. Shannon died on May 20, 1969 and is buried in Gatlin Cemetery in Ardmore, Alabama.</text>
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                <text>This material may be protected under U. S. Copyright Law (Title 17, U.S. Code) which governs the making of photocopies or reproductions of copyrighted materials. You may use the digitized material for private study, scholarship, or research. Though the University of Alabama in Huntsville Archives and Special Collections has physical ownership of the material in its collections, in some cases we may not own the copyright to the material. It is the patron's obligation to determine and satisfy copyright restrictions when publishing or otherwise distributing materials found in our collections.</text>
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                <text>This material may be protected under U. S. Copyright Law (Title 17, U.S. Code) which governs the making of photocopies or reproductions of copyrighted materials. You may use the digitized material for private study, scholarship, or research. Though the University of Alabama in Huntsville Archives and Special Collections has physical ownership of the material in its collections, in some cases we may not own the copyright to the material. It is the patron's obligation to determine and satisfy copyright restrictions when publishing or otherwise distributing materials found in our collections.</text>
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                <text>Photograph number 22. This photograph shows a tunnel road to Mers el Kebir, Algeria. The title for this image was found in Major Edwin D. Burwell Jr.'s  list of photographs.</text>
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